Du betrachtest gerade Südafrika – Von Wittedrift nach Kapstadt

Zwischenstopp in der Motorradwerkstadt in George

Datum05.06.2026 – Tag 58
StartWittedrift
ZielSwellendam
gefahrene Kilometer334 km
Kilometerstand64597 km

Ich stand um 7:45 Uhr, duschte und machte mir ein Müsli. Um 8:15 Uhr kam mein Vermieter und meinte, das Wasser sei komplett von der Straße abgelaufen und ich könnte problemlos fahren. Sehr gut.

Ich packte meine Sachen und verließ meine tolle Unterkunft in Wittedrift gegen 9:30 Uhr.

Anfangs war das Wetter noch gut, wenn auch mit 13 Grad ein wenig frisch. Nach den bis zu 30 Grad in den letzten Tagen war das ein deutlicher Unterschied.

Die Strecke über die N2 war relativ langweilig. In Knysna machte ich einen kurzen Abstecher über eine Brücke und schoss ein paar Fotos bevor es wieder auf die N2 nach George ging.

45 Minuten bevor ich an der Yamaha Werkstatt dort ankommen sollte, fing es wieder an zu regnen. Die Regenjacke hatte ich vorher schon angezogen, weil es mir zu kalt wurde. Jetzt musste ich noch die Hose und die Regenhandschuhe anziehen. Zum Glück hielt der Regen nur 20 Minuten an und war auch nicht sonderlich stark, so dass ich bis zur Werkstatt schon wieder komplett trocken war.

Dort wurde mein defekter ABS Sensor sofort gegen einen neuen ausgetauscht und ich bekam auch noch einen Kaffee. 

Außerdem gab mir einer der Verkäufer dort einen Tipp wo ich in Kapstadt Motorradreifen bekommen könnte. Ebenso empfahl er mir eine Werkstatt in Windhoek. Aktuell ging ich noch davon aus, dass meine Reifen problemlos bis Windhoek halten sollten, doch da die Auswahl dort nicht so groß ist und die Reifen (wie alles in Namibia) deutlich teurer sein sollen als in Südafrika, spielte ich mit dem Gedanken mir schon in Kapstadt neue Reifen zu kaufen und sie selbst bis Windhoek zu transportieren um sie dann dort montieren zu lassen. Die Entscheidung würde ich davon abhängig machen, welche Rückmeldung ich von dem Reifenhändler in Windhoek bekommen würde.

In der Werkstatt buchte ich mir dann noch schnell eine Unterkunft in Swellendam und fuhr um 12:30 Uhr weiter. Leider fing es kurz darauf wieder an zu regnen. Doch auch dieses Mal zum Glück nicht lange. Allerdings merkte ich mal wieder, dass mein Benzinverbrauch ungewöhnlich hoch war. Das fiel mir schon auf der Fahrt von Port Elizabeth nach Wittedrift auf. Damals führte ich es auf zu niedrigen Reifendruck zurück. Auch heute hatte ich wieder zu wenig Luft in den Reifen. Keine Ahnung woher das kommt. Hätte ich ein Loch, dann würde die Luft schneller entweichen. Ich tippe eher auf ein undichtes Ventil. Das muss ich dann wohl in Kapstadt nochmal nachschauen lassen. Da der Akku meiner elektrischen Luftpumpe leer war, fuhr ich an eine Tankstelle und ließ mir die Reifen dort aufpumpen, Doch hier gibt es keine Pumpen mit flexiblen Schläuchen sondern nur die, wo der Aufsatz für das Ventil im 45 Grad Winkel an einem Metallrohr sitzt. Die passen jedoch nicht gut an mein Hinterrad. Der arme Junge legte sich auf den Boden und probierte alle möglichen Winkel aus, bis er endlich Luft in den Reifen bekam. Dafür gab es dann auch ein kleines Trinkgeld.

Doch als ich weiter fuhr fühlte sich das Motorrad vom Fahrverhalten etwas seltsam an. Da ich dem Braten nicht traute und vermutete, dass er es doch nicht geschafft hatte Luft in den Hinterreifen zu pumpen, hielt ich ein einer weiteren Tankstelle an. Die war allerdings außer Betrieb. Ich nutzte das letzte bisschen Reststrom in meiner Luftpumpe um zumindest den Reifendruck zu kontrollieren. Und der war sage und schreibe 3,5 bar. Ich ließ ein wenig ab bis auf 2,8 bar und fuhr weiter. Jetzt war zumindest das Fahrverhalten wieder normal. Aber der Spritverbrauch schien immer noch erhöht. Ich kann natürlich nie 100 prozentig sicher sein, ob eine Strecke wirklich eben ist, wenn ich auf die Spritverbrauchanzeige meines Motorrads schaue. Außerdem kann natürlich auch Gegenwind eine Rolle spielen. Doch als ich beim Tanken in Swellendam dann 4,8 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer hatte statt der üblichen 3,7 war ich schon ein wenig ratlos. So viel kann ein zu schwach aufgepumpter Reifen und etwas Gegenwind eigentlich nicht ausmachen.  Auch wenn ich auf der N2 natürlich ein wenig schneller unterwegs war als auf kleineren Nebenstraßen. Aber 30% Mehrverbrauch ist schon eine Hausnummer. 

Nicht nur, dass das auch 30% mehr Benzinkosten bedetete, es bedeutete auch eine deutlich geringere Reichweite. Normalerweise kann ich bedenkenlos 400 Kilometer mit einer Tankfüllung fahren. Und so muss ich wenn es blöd läuft noch um die 300 Kilometer bangen, was später in Namibia echt blöd sein könnte.

Allerdings habe ich auch keine Idee, was den Mehrverbrauch verursachen könnte. Die Neuen Radlager sollten ja eher weniger Reibung verursachen als mehr. Und mit dem neuen Abstandshalter sollte das Hinterrad jetzt eigentlich noch besser auf der Achse sitzen als vorher. Und ein Ölwechsel sollte ja auch nicht zu einem höheren Benzinverbrauch führen. Das einzige was ich mir vorstellen konnte war, dass mit den Zündkerzen vielleicht etwas nicht in Ordnung war. Evtl. wurde die Spitze während des Transports ein wenig verbogen (schließlich habe ich die ja etwa 6000 Kilometer spazieren gefahren bevor sie dann in Port Elizabeth eingebaut wurden) und der Abstand zur Elektrode stimmte jetzt nicht mehr. Doch um das herauszufinden müsste ich sie ausbauen, was für mich selbst mindestens einen kompletten Tag Arbeit bedeuten würde (und ich habe noch nicht mal einen Zündkerzenschlüssel dabei) oder wieder ein paar hundert Euro an Kosten für die Werkstatt.

Insgeheim hoffte ich, dass es doch eine Kombination aus erhöhter Geschwindigkeit auf der N2 im Vergleich zu den kleineren Landstraßen im Zusammenhang mit dem zu niedrigen Luftdruck und evtl. etwas mehr Gegenwind war. 

Ich würde das Problem in den nächsten Tagen im Auge behalten und schlimmstenfalls müsste ich in Kapstadt oder Windhoek nochmal in die Werkstatt.

In Swellendam bezog ich ein kleines aber gemütliches Zimmer und kaufte mir im Pick n Pay einen Couscous Salat und 2 Portionen Sushi. Man sollte nicht hungrig einkaufen gehen. Eine Protion Sushi hätte es auch getan.

Im Zimmer suchte ich dann lange nach einer Unterkunft in der Nähe von Hermanus und auch schon mal in Kapstadt, wobei ich die nur vorgemerkt aber noch nicht gebucht hatte. Ich würde am nächsten Abend nochmal schauen.

Kap Agulhas – südlichster Punkt Afrikas

Datum06.06.2026 – Tag 59
StartSwellendam
ZielBetty’s Bay
gefahrene Kilometer 287 km
Kilometerstand 64884 km

Nachdem ich gestern mal wieder bis Mitternacht am Laptop gearbeitet hatte, fiel mir das Aufstehen heute morgen erneut schwer. Der Wecker klingelte um 8:10 Uhr doch ich packte so langsam, dass ich mir erst um 9:10 Uhr in der Küche einen Kaffee machte. Dass ich ein extrem hartes und unbequemes Bett hatte, war der Nachtruhe natürlich auch nicht zuträglich. Mit der über Nacht aufgeladenen Luftpumpe kontrollierte ich meinen Reifendruck. 0,1 bar zu wenig.

Leider war das Motorrad so unglücklich geparkt, dass es den ganzen Morgen im Schatten stand. Es war noch komplett vom nächtlichen Tau bedeckt und ich musste leider mit nassem Hintern losfahren.

Zum Mittagessen hielt ich in Bredasdorp am SPAR und kaufte mir eine Portion Groente Bredie, ein langsam geschmorter Eintopf, der als Spezialität in der Kap Region gilt. Da ich nicht wusste, ob er mir schmeckt, nahm ich zur Sicherheit noch 2 Würstchen dazu.

Um 12:30 Uhr erreichte ich die Südspitze Afrikas.

Dort angekommen hielt ich zuerst am Leuchtturm, doch als ich den Eintrittspreis von 94 Rand sah (ca.5€), beließ ich es bei einem Foto. Im Museum wäre ich sicherlich 30-45 Minuten geblieben und dafür hatte ich keine Zeit. Und um lediglich einmal auf den Turm hoch zu gehen und die Aussicht zu genießen waren mir 5 € zu viel.

Stattdessen fuhr ich zum Denkmal. Es war eine Afrikakarte als Relief und es gab noch einen Stein vor dem eine große Gruppe Asiaten stand und Fotos machte. Netterweise ließen sie mich zwischendurch auch ein Foto machen und machten sogar eins von mir. So musste ich nicht warten, bis sie komplett fertig waren.

Nun fuhr ich weiter in Richtung Betty’s Bay. Auf dem Weg wollte ich noch einen Zwischenstopp in Hermanus machen, doch von hier aus führte nur eine Dirt Road dorthin. Darauf hatte ich mit dem vielen Gepäck heute keine Lust.

Also fuhr ich wieder außen herum über die N2, wodurch ich etwas früher ankam als geplant. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich doch noch in den Leuchtturm gegangen.

Kurz vor Betty’s Bay hielt ich noch in Kleinmond, einem etwas größeren Ort mit einem SPAR in dem ich noch Butter und Brötchen für’s Abendessen kaufte und auch nochmal tankte.

Jetzt hatte ich einen Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern auf 100 Kilometern, was bei der Fahrt über die N2 durchaus in Ordnung war. Schließlich war ich hier öfter mal mit 100 km/h unterwegs während ich auf den kleineren Landstraßen gewöhnlich nur zwischen 70 und 80 km/h fahre.

In der Fiynbos Manor angekommen bekam ich 2 Zimmer zur Auswahl. Ich entschied mich für das mit dem bequemeren Bett.

Ich setzte mich sofort an meinen Laptop und bearbeitete die Bilder aus Monkeyland. 

Nun habe ich ich endlich wieder aufgeschlossen und sofern ich in den nächsten Tagen nicht wieder ein paar hundert Bilder an einem Tag mache (was in der Pinguinkolonie durchaus passieren könnte), dann sollte ich hoffentlich nicht wieder in einen so großen Rückstand geraten. Zur Bearbeitung der Videos hatte ich allerdings bisher immer noch keine Zeit gefunden. 

Ausflug nach Hermanus

Datum07.06.2026 – Tag 60
Start Betty’s Bay
Ziel Betty’s Bay
gefahrene Kilometer 109 km
Kilometerstand 64993 km

Die Nacht war etwas kühl und ich wachte mit einem leichten Kratzen im Hals auf. Das Apartment ist doch recht groß und hat leider keine Tür zwischen Schlafzimmer und Küche, so dass mein kleiner Heizlüfter überfordert ist beide Zimmer warm zu halten. 

Dennoch überlegte ich mir, noch eine Nacht dranzuhängen.

Eigentlich wollte ich ja morgen schon wieder weiterfahren, doch da soll es vormittags ein wenig regnen. Da wollte ich nicht unbedingt Motorrad fahren und könnte stattdessen mal ausschlafen. Schließlich wäre das ja mein Geburtstag.

Gegen 10:30 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Hermanus. 

Um 11:30 Uhr erreichte ich den Parkplatz am Gearing Point, wo selbst die Sonnenuhr relativ genau war. Dort spazierte ich an der Küste entlang auf einem Biodiversity Walk mit tollen Ausblicken auf die felsige Küste.

Kurz darauf fuhr ich zu einem weiteren Küstenwanderweg, den Cliff Path Biodiversity Walk, auf dem ich rund eine Stunde spazierte. Sehr schöne Gegend hier.

Doch dann war es auch schon wieder Zeit für den Rückweg. Zuerst fuhr ich nochmal ins Zentrum von Hermanus um Mittag zu essen. Es gab Fish and Chips. Super frisch und super lecker.

Um 14:10 Uhr trat ich dann den Rückweg an. Das passte perfekt um um 15:00 Uhr bei den Pinguinen in Betty’s Bay zu sein. ChatGPT meinte nämlich von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr sei die beste Zeit, da die Pinguine dann langsam vom Fischfang auf dem Meer zurück kämen.

Leider hatte ich total vergessen, dass ich noch einkaufen fahren musste. Ich hielt an einem Einkaufszentrum und ging in einen Woolworths, in dem es laut ChatGPT das beste Brot geben sollte. Ich kaufte ein Baguette, eine Packung Müsli und noch ein paar Süßigkeiten.

Dann war es leider schon 14:50 Uhr als ich los fuhr und ich erreichte die Pinguinkolonie erst um 15:40 Uhr. Als ich dann am Kassenhäuschen ein Ticket kaufen wollte, meinte der Mann es sei nur bis 16:00 Uhr geöffnet. Da hatte ChatGPT wohl falsche Infos. Für 15 Minuten lohnte es sich nicht mehr. Doch man konnte auch einige Pinguine vom Wanderweg außerhalb des abgesperrten Bereichs sehen. Außerdem gab es dort auch noch viele Klippschliefer, ein paar Ibisse und Kormorane. Dafür dass es kein Tierpark oder Schutzgebiet war, gab es echt viele Tiere hier.

Zurück in meiner Unterkunft gab es dann dann das erstaunlich gute Baguette zum Abendessen.

Geburtstag mit Pinguinen und Fish & Chips

Datum08.06.2026 – Tag 61
StartBetty’s Bay
ZielBetty’s Bay
gefahrene Kilometer5 km
Kilometerstand64998 km

Heute an meinem Geburtstag hatte ich es nicht eilig aufzustehen und schlief bis 10:30 Uhr. Heute Nacht hatte ich meinen Heizlüfter auch etwas besser positioniert, so dass ich ohne Kratzen in der Nase aufwachte.

Ich machte mir in Ruhe mein Frühstück, das aus der 2. Hälfte des Baguettes von gestern bestand und beantwortete alle Geburtstagsglückwünsche auf WhatsApp.

Außerdem buchte ich mir eine Unterkunft in der Nähe von Kapstadt. Ich fand gestern ein schönes Apartment in Hout Bay, 30 Minuten südlich von Kapstadt für lediglich 25€ pro Nacht. Bei 7 Nächten macht es schon einen deutlichen Unterschied ob man 25€ oder 35€ pro Nacht zahlt.

Ich hatte gestern Abend noch eine Anfrage geschickt um sicher zu gehen, dass sie einen sicheren Parkplatz hätten.

Da es leider ein wenig regnete, setzte ich mich an den Laptop und beschriftete die Bilder der letzten Tage. Außerdem bastelte ich mir mit Hilfe von ChatGPT ein Skript zusammen, dass meine bisher gemachten Fotos bezüglich der genutzten Brennweite analysierte, so dass ich eine bessere Entscheidungsgrundlage hatte um mir evtl. noch ein neues Objektiv zu kaufen.

Gegen 14:30 Uhr hielt ich das Wetter für ausreichend stabil und fuhr nochmal zur Pinguinkolonie. Der Himmel war zwar ziemlich bewölkt, doch es blieb bis auf ein paar vereinzelte Tropfen trocken.

In der Kolonie sah man noch ein paar mehr Pinguine und vor allem deutlich näher, so dass ich ein paar schöne Nahaufnahmen der Gesichter machen konnte.

Kurz vor 16:00 Uhr kam der Mann vom Einlass und scheuchte alle Besucher nach draußen, damit er pünktlich um 16:00 Uhr schließlen komnte. Wie gestern auch spazierte ich noch ein wenig den Küstenwanderweg entlang. Ich versuchte mich beim Fotografieren zurück zu halten, da ich ja alle Vögel schon gestern fotografiert hatte.

Um 16:30 Uhr ging ich zurück zum Parkplatz, da dort das einzige Restaurant des Ortes lag, das heute geöffnet hatte. Montags hatten alle anderen ihren Ruhetag. Allerdings sollte es schon um 17:00 Uhr schließen. Ich war nicht sicher, ob ich noch was zu essen bekommen würde 

Leider war es außer der Reihe wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Blöd, ich hatte mich schon auf eine schöne Fischplatte zu meinem Geburtstag gefreut.

Naja, Plan B war ein Fish and Chips Schnellimbiss gegenüber von meiner Unterkunft. Der hatte zum Glück geöffnet. Und nebenan gab es noch einen kleinen Laden in dem ich mir zur Feier des Tages ein paar Süßigkeiten gekauft hatte. So würde die Arbeit am Laptop später ein wenig angenehmer.

Ich wollte unbedingt mit meiner Bildbearbeitung aufholen und wenn möglich auch schon anfangen die Videoclips aus meiner Zeit in Wittedrift zusammen zu schneiden. Das würde aber vermutlich mehrere Abende dauern.

Weiter nach Hout Bay

Datum09.06.2026 – Tag 62
StartBetty’s Bay
ZielHout Bay
gefahrene Kilometer157 km
Kilometerstand65155 km

Nachdem ich gestern Abend gefragt hatte, ob es OK sei etwas später auszuchecken, stand ich heute morgen erst kurz vor 9:00 Uhr auf. Ich durfte bis 11:00 Uhr bleiben, doch warum auch immer war ich heute etwas schneller beim Packen und machte mich schon um 10:30 Uhr auf den Weg.

Und das obwohl ich mir von meinem Vermieter noch den Kofferraum seines Toyota Fortuners zeigen ließ. Das wird nämlich unser Mietwagen in Namibia werden und ich wollte abschätzen, wie viel Gepäck dort hinein passen würde.

Da ich nur 2 Stunden Fahrt bis Hout Bay vor mir hatte, meine Ankunft allerdings erst für 15:00 Uhr angekündigt hatte, blieb mir genug Zeit für diverse Zwischenstopps auf der Strecke.

Zuerst hielt ich in Pringle Bay für einen kurzen Spaziergang am Strand. Was bei 16 Grad in den Motorradklamotten viel angenehmer war als bei über 30 Grad an der indischen Westküste. 

Der nächste Stopp war in Rooi Els. Dort machte ich jedoch lediglich ein paar Fotos ohne an den Strand zu gehen.

Nun lag der Clarence Drive vor mir. Eine wunderschöne Küstenstraße, die sich direkt an den steilen Beghängen entlang schlängelte. Und da ich heute wieder perfektes Wetter hatte, war das ein absoluter Traum. Ich hielt an diversen View Points und packte auch nochmal meine 360 Grad Kamera aus. Die nutzte ich eigentlich viel zu wenig, wenn ich bedenke was sie gekostet hat. Doch die Bearbeitung der Videos benötigt dermaßen viel Zeit, dass ich mich nur selten dazu durchringen kann. Zumal mir beim letzten Mal nach 3 Stunden Arbeit der Laptop abgestürzt ist und die kompletten 3 Stunden umsonst waren.

Am Ende des Clarence Drive machte ich eine Mittagspause in der Ortschaft Strand und hatte einen leckeren Cappuccino und ein Sauerteig-Sandwich mit Hackfleisch und Spiegeleiern. Und das alles bei perfektek Wetter mit Blick auf’s Meer.

Das war mein nachträgliches Geburtstagsmittagessen. 😁

Von hier ging es weiter entlang der Bucht bis nach Fish Hoek und von dort zum Chapmans Peak Drive, der wohl schönsten Küstenstraße in ganz Afrika.

Leider hingen die Wolken so tief, dass man mitten im Nebel war und kein bisschen Aussicht hatte. Daher kehrte ich vor der Mautstelle um und fuhr lieber über die M6 durch’s Silver Mine Nature Reserve. Auf dieser Seite der Bergkette war das Wetter wieder perfekt. 

An meinem Apartent in Hout Bay wurde ich von Andreas auf Deutsch begrüßt. Es und seine Frau Iris kommen aus Hessen und leben seit 2006 hier. Er machte mir sogar Platz im Schuppen, so dass ich mein Motorrad dort trocken unterstellen konnte.

Anschließend fuhr ich auf dem Weg zum Supermarkt nochmal kurz zum Strand. Leider lag der mittlerweile auch komplett im Nebel. 

Im Woolworths kaufte ich gute Brötchen, doch der Rest war mir dort zu teuer, weshalb ich nochmal zum Checkers fuhr um dort Milch, Butter und Aufschnitt zu kaufen. 

Zum Abendessen gab es Baguette und ein Brötchen. Beides sehr lecker.

Am Abend versuchte ich dann noch vergeblich mein Visum für Namibia zu beantragen. Irgendwas war mit der Webseite nicht in Ordnung. Kurz nach 22:00 Uhr gab ich es auf und plante dann lieber noch, was ich in den nächsten Tagen in Kapstadt so alles machen wollte und ging viel zu spät ins Bett.