Du betrachtest gerade Südafrika – Drakensberge

Zum ersten Mail in voller Regenmontur

Datum05.05.2026 – Tag 27
StartUmhlanga
ZielUnderberg
gefahrene Kilometer 261 km
Kilometerstand 60823 km

Ich hatte eine schlechte Nacht. Es war mal wieder eine Steckmücke in meinem Zimmer, die mich die halbe Nacht wach gehalten hatte.

Ich stand um 8:30 Uhr auf, aß mein Sandwich und trank einen Kaffee, den es glücklicherweise in Form von Wasserkocher und Nescafé-Tütchen gab.

Barbara und Marcus klopften an meiner Tür um sich von mir zu verabschieden, doch als ich öffnete waren sie schon weg. Vielleicht hatten sie auch geklopft als ich im Bad war und ich habe mir das andere Klopfen nur eingebildet. Naja, so verabschiedeten wir uns per WhatsApp.

Ich machte mich um 9:50 Uhr auf den Weg. Der Himmel war recht bewölkt und die noch feuchten Straßen ließen den Schluss zu, dass es in der Nacht geregnet hatte.

Ich kam wie vereinbart um 10:00 Uhr zur Reinigung. Die Dame suchte eine Weile nach meinen Klamotten und meinte schließlich, sie seien noch nicht fertig. Ich müsste noch etwas warten oder später wieder kommen. Da ich nicht wusste wo ich hätte hin gehen sollen, entschied ich mich zu warten. Da sich die Wäscherei einen Raum mit einem Friseur teilte, gab es wenigstens ein Sofa, auf das ich mich setzen konnte. Doch ich musste nicht lange warten. Um 10:15 Uhr bekam ich meine Sachen. Sie waren noch warm vom Trockner.

Ich fuhr die ersten Kilometer über die Autobahn N3 bis kurz hinter Pietermaritzburg. Dabei kletterte ich von ca. 30 Metern über dem Meeresspiegel auf über 1100 Meter. 

Um 12:00 Uhr fuhr ich ab auf die R617, die nach Underberg führte. 

Da das Thermometer mittlerweile von angenehmen 24 Grad in Umhlanga auf 18 Grad gefallen war, war es an der Zeit eine weitere Lage Kleidung anzuziehen. Doch als ich anhielt begann es zu regnen und statt meine dünne Synthetikjacke unter die Motorradjacke anzuziehen, zog ich lieber die Regenjacke drüber. Durch den Windschutz hält die ja auch warm.

Doch das war leider nicht genug. Der Regen wurde schnell stärker und ich musste ein paar Minuten später erneut anhalten und auch meine Regenhose und die Überhandschuhe anziehen. Tja, die Trockenzeit ist in Südafrika bei weitem nicht so stabil wie in Indien.

Die Landschaft unter den Wolken ließ erahnen wie schön es hier sein muss, wenn die Sonne scheint. Nach etwa einer halben Stunde ließ der Regen wieder nach und es blieb trocken bis ich in Underberg ankam.

Dort tankte ich und fuhr zum SPAR um mir einerseits etwas zum Mittagessen und andererseits Brot und Aufschnitt für die nächsten Tage zu kaufen. Ich hatte ja keine Lust von meiner Unterkunft jeden Tag 35 Minuten zum SPAR zum Einkaufen zu fahren. Blöd nur, dass ich in meinen Koffern keinerlei Platz mehr hatte. Die Lösung war, meinen kleinen aber prall gefüllten Rucksack aus dem Topcase zu nehmen und anzuziehen. Dadurch hatte ich dann im Topcase genug Platz für die Einkäufe.

So fuhr ich dann die letzten 35 Minuten bis zu meiner Unterkunft. Leider begann es dabei wieder leicht zu regnen. 

Ich bezog mein riesiges Ferienhaus und suchte mir eines der 4 Schlafzimmer aus. Eigentlich hätte ich gerne das kleinste Zimmer genommen, da das vermutlich am einfachsten zu beheizen gewesen wäre, doch das hatte ein unbequemes Bett und keine 3-polige Steckdose für meinen Heizlüfter.

Also nahm ich das schöne große Schlafzimmer mit dem bequemen Doppelbett, das jedoch leider 2 große, lediglich einfach verglaste Fenster hatte. Doch hier gab es nicht nur 2 3-polige Steckdosen, sondern auch schon einen kleinen elektrischen Heizkörper. Der zusammen mit meinem Heizlüfter sollten das Zimmer schon irgendwie warm bekommen.

Nun lud ich meine Sachen aus dem Motorrad. Diesmal machte ich es komplett leer und baute sogar das Topcase samt dem Träger ab um möglichst viel Gewicht einzusparen. Morgen würde eine schwierige Offroad-Strecke zum Sani Pass auf mich warten.

Die Frau an der Rezeption hatte mich schon vorgewarnt. Im Haus gab es kein WiFi und der Handyempfang war so schlecht, dass es gerade eben reichte um WhatsApp Nachrichten zu empfangen und zu verschicken. Für Bilder auf Instagram hat es nicht gereicht.

Ich hatte mit dem Beschriften und Bearbeiten meiner Bilder aber auch so genug zu tun, dass mir auch ohne Internet nicht langweilig wurde.

Über den Sani Pass nach Lesotho

Datum06.05.2026 – Tag 28
StartUnderberg
ZielUnderberg
gefahrene Kilometer184 km
Kilometerstand61007 km

Die Wettervorhersage für heute war hervorragend und als ich kurz vor 8 aufstand, schien auch schon die Sonne und es war kein einziges Wölkchen am Himmel.

Zum Frühstück gab es ein Deluxe-Müsli mit Joghurt statt Milch und als Proviant schmierte ich mir noch ein Brötchen.

Trotz der Sonne ist es hier ziemlich kalt. Morgens um 8:00 Uhr waren es laut Wetter App 7 Grad. Und das Haus hat keine Heizung. Gut, dass ich meinen Heizlüfter dabei habe. Der lief während des gesamten Frühstücks dauerhaft auf voller Leistung.

Um 9:15 Uhr hatte ich mein Motorrad endlich gepackt. Ich musste noch die Membran für die Hose und die dicken Handschuhe aus der Crash-Bar-Tasche rauskramen.

Dann ging es endlich los. Bis nach Underberg waren es laut Navi 35 Minuten, doch ich brauchte rund 50, da ich immer wieder zum Fotografieren anhielt.

In Underberg bog ich auf die Sani Road ab und 5 Kilometer später auf die Sani Pass Road, die mich heute nach Lesotho führen sollte.

Bis zum südafrikanischen Grenzposten war sie noch geteert. Das Stempeln des Passes war schnell gemacht und dann ließ ich noch Luft aus meinen Reifen. Diesmal 8 Sekunden lang statt der üblichen 5, da ich maximalen Grip haben wollte.

Die Straße war echt heftig. Zum Glück hatte sie keine super schwierigen Passagen wie die Straße nach Manang in Nepal, doch sie war mehr oder weniger vom ersten bis zum letzten Meter anspruchsvoll und dementsprechend anstrengend. Ich machte ein paar Fotopausen zwischendrin und bewunderte einen Mountainbikefahrer, der sich mit reiner Muskelkraft hier hinauf quälte.

Auch wenn es 2 mal knapp war, schaffte ich die Strecke ohne Sturz. Gott sei Dank war das Wetter perfekt. Bei Regen oder auch nur feuchter Straße, hätte ich sofort wieder umgedreht.

Das einzige Problem war der Wind. Der pfiff laut App mit 20 bis 30 km/h und in Böen mit 50 bis 70 km/h. Das ist nicht nur fahrerisch heftig, es ist auch sau kalt. 

An der Grenze zu Lesotho musste ich gut 11€ bezahlen, 100 Rand für mich und 120 für das Motorrad. Ich weiß nicht genau wofür, aber es war mir auch egal. Denn der tatsächliche Pass und somit höchster punkt im südlichen Afrika lag noch 15 Kilometer weiter in Lesotho und den wollte ich nicht verpassen.

Ab hier war die Straße wieder perfekt geteert und die Landschaft auf dem Plateau war ganz anders als beim Aufstieg. Insbesondere, da an den Hängen noch Schnee lag.

Ich hätte gerne noch mehr Fotos gemacht, doch jedes Mal, wenn ich die Handschuhe auszog um zu fotografieren, hatte ich Angst mir wurden die Hände abfrieren. Nein Thermometer am Motorrad zeigte 1 Grad, sich es fühlte sich an wie minus 10.

Nachdem ich den richtigen Pass überquert hatte, kehrte ich wieder um und fuhr zurück zur Grenze. So schön das Wetter auch war, es war mir einfach zu kalt.

Da ich bei der Ausreise nichts bezahlen musste ging es ganz schnell. Stempel in den Pass, fertig.

Doch dann begann der leicht beängstigende Teil. Ich musste die steinige Piste ja wieder nach unten. Und bergab ist wiederum eine ganz andere Herausforderung. Ich glaube hier waren die fehlenden 40 Kilo noch spürbarer. Ich war froh, dass ich nicht noch länger oben geblieben bin, denn langsam wurden die Schatten der Bäume und der Berge immer länger und reichten bis auf den Weg, was das Erkennen der Steine und Furchen nicht gerade erleichterte. Doch letztlich bin ich ohne Sturz unten angekommen. Vielleicht habe ich ein oder 2 Dellen mehr in meiner Bashplate, doch dafür habe ich sie ja schließlich.

Bei der Einreise nach Südafrika musste ich nichts bezahlen und bekam einfach meinen Stempel in den Pass. Hier waren es auch wieder vergleichsweise warme 14 Grad. 

Nun pumpte ich meine Reifen wieder auf und stellte fest, dass ich es beim Luftablassen zuvor wohl ein wenig übertrieben hatte. Vorne hatte ich lediglich 0,6 bar. Geplant hatte ich so etwas zwischen 1 und 1,3 bar. Hinten waren es 1,4 bar, das war ok. Aber egal, der Reifen ist nicht auf der Felge gerutscht und somit war alles in Ordnung. Wer weiß, vielleicht wäre ich mit 1,3 bar vorne nicht so gut zurecht gekommen.

In Underberg hielt ich nochmal im SPAR um mir etwas zum Abendessen zu kaufen und nochmal Brot für morgen. Wenn ich in der Umgebung meiner Unterkunft eine Wanderung mache, dann muss ich nicht nochmal extra die 30 Kilometer zum Einkaufen fahren.

Außerdem kaufte ich mir noch ein kleines Fläschchen Underberg Kräuterlikör. Nicht, dass ich den gerne trinke, aber ich fand das bei dem Ortsnamen irgendwie passend. Den würde es später nach dem Abendessen geben.

Zurück an meinem Haus lud ich das Motorrad aus und wollte eigentlich gleich das Topcase wieder anbauen. Doch die Sonne war schon weg, es war mittlerweile schon 17:00 Uhr, und es war dementsprechend sau kalt. Ich würde das dann wohl morgen machen.

Nun stellte ich nicht nur meinen Heizlüfter in der Küche an, nein ich machte auch noch ein Feuer im Kamin. Der war netterweise schon mit Zeitung und Kleinholz vorbereitet. Leider zog der Kamin nicht so gut oder das Holz war nicht richtig trocken. Jedenfalls fing es nicht richtig an zu brennen. 

Ich setzte wie jeden Abend an den Laptop und überspielte, beschriftete und bearbeitete die Bilder des Tages.

Auf Instagram konnte ich leider nichts posten, da das Internet über’s Handy so langsam war, dass es gerade eben reichte um WhatsApp Nachrichten zu schreiben, aber nicht um Bilder hochzuladen.

Spaziergang am Lake Naverone

Datum07.05.2026 – Tag 29
StartUnderberg
ZielUnderberg
gefahrene Kilometer0 km
Kilometerstand61007 km

Nach dem grandiosen Motorradausflug gestern stand heute mal wieder eine kleine Wanderung bzw. ein Spaziergang auf dem Plan.

Die Nacht hatte eine unangenehme Überraschung für mich bereit gehalten. Da mein Schlafzimmer im Gegensatz zum großen Kuchen-/Ess-/Wohnbereich viel leichter zu beheizen war, zog ich schon um 19:00 Uhr ins Schlafzimmer um. Das war viel kleiner und hatte zusätzlich zu meinem Heizlüfter auch noch einen elektrischen Heizkörper. Somit war es hier bedeutend wärmer.

Doch während ich so arbeitete fiel plötzlich gegen 21:00 Uhr der Strom aus. Dank meiner Stirnlampe war das Licht kein Problem, doch ohne Strom gab es natürlich keine Heizung mehr. Das Zimmer kühlte recht schnell aus und ich legte mich um 21:30 Uhr dick eingepackt ins Bett.

Gegen 22:00 Uhr ging der Strom nochmal kurz an, doch das hielt nicht lange. Ich verbrachte eine kalte Nacht im Bett und als ich aufwachte um auf Toilette zu gehen, merkte ich wie meine Nase von innen brannte. Früher war ich nicht so empfindlich. Das ist mir erstmals in Indien so extrem aufgefallen. Möglicherweise eine Nachwirkung meiner Corona Infektion.

Gegen 6:00 Uhr am Morgen wachte ich erneut auf, diesmal, weil es mir zu warm war. Der Strom muss kurz zuvor zurück gekommen sein und dann ging natürlich auch die Heizung wieder an. Ich legte die extra Decke zur Seite und schlief weiter bis 9:00 Uhr.

Nun stand ich auf, machte mir erneut ein Müsli mit Joghurt zum Frühstück und sah dabei ein Video von einer Familie, die in einem Land Cruiser mit Dachzelt durch Afrika reiste. In dieser Folge ging es um Lesotho, was ja mein nächstes Ziel ist. Da ich das Video schon in Deutschland runter geladen hatte um es ggf. Im Flugzeug zu sehen, konnte ich es mir jetzt anschauen, obwohl ich ja keinen Internetempfang hatte. Nach dem Müsli schmierte ich mir noch ein Baguette als Wegzehrung für die spätere Wanderung und stach mir dabei mit einem spitzen Messer in den linken Zeigefinger.

Mich fragen so viele Leute, wie ich es mich trauen würde alleine durch Indien oder Afrika zu fahren und das auch noch auf einem Motorrad. Ob das nicht viel zu gefährlich sei. Und wie dieser Vorfall mal wieder zeigte, die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Auf so einer Reise bin ich wahrscheinlich viel sicherer als Zuhause in Offenbach wo ich mich in die Finger schneiden, von der Leiter fallen oder auf einem vereisten Gehweg ausrutschen kann. 

Gegen 10:00 Uhr begann ich am Motorrad zu arbeiten. Ich musste das Topcase, dass ich für die gestrige Tour abgebaut hatte, ja wieder anbauen. Das war mit dem Pflaster am Zeigefinger zwar etwas fummelig, ging letztlich aber besser als gedacht.

Nun machte ich mich endlich fertig für die Wanderung. Ich ging zuerst zur Rezeption wo ich mit dem dort verfügbaren WiFi einen Instagram Post huchlud und anschließend die nette Dame, deren Namen ich vergessen hatte, nochmal nach dem Weg zu dem Wanderweg fragte.

Einfach bis zum Ende der Start-/Landebahn auf der anderen Straßenseite gehen und dann immer den Schildern „River“ folgen. So etwas gäbe es in Deutschland nicht, dass eine Start-/Landebahn Teil eines Wanderweges ist. So kurz wie sie gemäht war (es war lediglich eine Graspiste, nichts Asphaltiertes) ging ich davon aus, dass sie auch tatsächlich noch in Benutzung war. Vielleicht kommt der Besitzer des Anwesens ab und zu mal mit einer kleinen Cessna angeflogen um nach dem Rechten zu sehen.

Ab hier folgte ich dem Fluss. Die Landschaft war Idylle pur. Einerseits der kleine Fluss, der sich durch das Grasland schlängelte und andererseits die Berge, die die Ebene umschlossen. Einfach ein wunderschönes Plätzchen um die Seele baumeln zu lassen und spazieren zu gehen.

Gegen 13:30 Uhr fand ich ein schönes Plätzchen am Fluss, dass ein wenig windgeschützt war. Wenn der Wind auffrischte wurde es nämlich durchaus etwas kühl.

Hier blieb ich rund eine halbe Stunde sitzen, aß mein mitgebrachtes Baguette und schrieb Tagebuch am Handy. Um 14:00 Uhr ging ich weiter.

Als ich auf meinem Rückweg wieder zum Air Strip kam, stand die Sonne noch hoch genug um einen Abstecher zu einem kleinen Weiher zu machen. Das war eigentlich eine andere, etwas kürzere Wanderung aber ich dachte, wo ich schon mal da bin, schaue ich mir den Weiher auch noch an.

Dort gab es eine kleine Holzhütte zur Vogelbeobachtung und kurz nachdem ich mich hinsetzte, landete auch schon ein Vogel am anderen Ufer. Er war leider sehr weit weg, so dass ich ihn selbst durch mein Kameraobjektiv kaum erkennen konnte. Das Foto würde wahrscheinlich nicht gut werden, doch ich schoss es trotzdem.

Dann sah ich noch 2 Vögel wild über das Wasser fliegen. Der eine schien den anderen zu verfolgen und ich weiß nicht wie das gelingen konnte, doch ich machte ein Foto, auf dem die beiden einigermaßen gut zu erkennen waren.

Nun war es an der Zeit den Rückweg anzutreten. Zurück an meiner Unterkunft ging ich nochmal zur Rezeption und fragte nach Zeitungen um das Kaminfeuer anzumachen. Ich sammelte auch noch ein paar herumliegende trockene Zweige. 

In der Rezeption konnte ich für 15 Rand auch noch eine kleine Portion trockenes Kleinholz kaufen, mit dem das Feuer hoffentlich angehen würde.

Ich erwähnte auch, dass ich mir mit dem WiFi hier meine nächste Unterkunft buchen wollte und da meinte die Dame, ich könnte noch eine Nacht bleiben. Als ich erwähnte, dass ich mir den Preis nicht leisten könnte (am Wochenende kostete das Haus genau das doppelte), da meinte sie, sie würde es mir eine weitere Nacht zum Preis von 600 Rand (31€) geben. So könnte ich morgen auch noch eine weitere Wanderung zu den Malereien der Buschleute machen. Der Mann meinte auch, ich sollte nicht am Parkplatz parken, da das Motorrad dort möglicherweise nicht sicher wäre. Ich sollte stattdessen einfach ein paar hundert Meter weiter entlang dem Wanderweg fahren, bis ich außer Sichtweite des Parkplatzes wäre. Dann würde das Motorrad deutlich sicherer stehen. Das fand ich super nett und ich würde es genau so machen.

Außerdem bekam ich noch ein paar Zeitungen um das Kaminfeuer anzufachen.

Nun setzte ich mich noch in die Sonne vor die Rezeption um einen weiteren Instagram Post zu machen und mir die nächste Unterkunft zu suchen. Der Plan war 3 weitere Nächte in den nördlichen Drakensbergen zu bleiben und dann am Dienstag über einen asphaltierten Grenzübergang im Norden nach Lesotho zu fahren. Laut aktuellem Wetterbericht soll es zumindest auch in den nördlichen Drakensbergen die nächsten Tage sonnig sein. 

Um 16:30 Uhr als die Sonne hinter den Bergen verschwand ging ich zurück zu meiner kleinen Hütte 😉 und feuerte den Kamin an. Mit dem gekauften Kleinholz baute ich mir einen schönen Scheiterhaufen auf den ich später die großen Stücke legte. 

Mit dem Kaminfeuer auf der einen und meinem Heizlüfter auf der anderen Seite wurde das Wohnzimmer schön warm und ich konnte bequem am Laptop arbeiten.

Wanderung zu den 3 Teichen und den Bushmen Paintings

Datum08.05.2026 – Tag 30
StartUnderberg
ZielUnderberg
gefahrene Kilometer70 km
Kilometerstand61077 km

Ohne den Wecker gestellt zu haben, wachte ich um 8:45 Uhr auf. Perfekt, denn ich wollte gegen 10:00 Uhr zu meiner Wanderung aufbrechen.

Diese Nacht war es auch nicht so stürmisch und es gab keinen Stromausfall. Gesten waren wohl Bäume auf die Stromleitung gestürzt.

Ich machte mir ein Müsli und schmierte mir Brote zum Mitnehmen.

Um 9:45 Uhr war ich an der Rezeption. Ich bekam eine Eintrittskarte, da die 3 Teiche zu denen ich wandern wollte im Garden Castle Nature Reserve Naturschutzgebiet lagen.

Außerdem erklärte mir der Mann nochmal genau wo ich mein Motorrad parken sollte. Eigentlich gibt es einen Parkplatz von wo aus die Wanderer los laufen, doch er hatte Angst, dass mein Motorrad dort gestohlen werden könnte. Also fuhr er schon am Morgen dorthin und öffnete das Tor für mich. Ich sollte mit dem Motorrad durchfahren und dem „Weg“ so lange folgen, bis ich außer Sichtweite wäre. Dann könnte ich es einfach stehen lassen.

Dem tat ich so, doch der „Weg“ war an der ein oder anderen Stelle schon etwas abenteuerlich. Insbesondere eine Stelle mit ein paar großen kantigen Steinen, die aus dem Boden ragten, sowie 2 kleine Wasserdurchfahrten.

Irgendwann kam eine so schwierige Stelle, dass ich nicht mehr weiterfahren wollte. Zum Glück war ich gerade hinter einer Biegung verschwunden, so dass ich den Parkplatz nicht mehr sehen konnte. Also drehte ich das Motorrad um und parkte mitten auf dem Weg.

Nun hatte ich das Problem, dass ich nicht wusste wo der Wanderweg ist. Zuerst folgte ich der „Straße“ noch ein wenig, doch dann kam ich ein ein Feuchtgebiet und trat gleich mal ins Wasser, so dass mein rechter Schuh ein wenig nass wurde.

Dann kam ich auf die Idee in meinem Handy zu schauen. Und tatsächlich war der Wanderweg auf OSMand eingezeichnet. Ich befand mich vielleicht 50 Meter parallel zu ihm, leider auch geschätzte 20 Höhenmeter tiefer. Also kraxelte ich querfeldein den Berg hinauf bis ich den Wanderweg erreichte.

Ich wanderte ein Tal entlang stetig bergauf. Hinter mir lag eine markante Felsformationen, die ich schon auf dem Spaziergang gestern ein paar mal fotografiert hatte und vor mir lag der spitze Berggipfel, von dem ich auch schon ein paar Bilder gemacht hatte. Doch während er gestern von dunklen Wolken umringt war, lag er heute vor strahlend blauem Himmel. Das Wetter war einfach perfekt. Sonnenschein und ein laues Lüftchen, so dass es nicht ganz so heiß war. Als ich mal in einen Windschatten kam, zog ich sogar den Pulli aus und ging nur in meinem Merino Shirt.

Nach einem weiteren steilen Anstieg machte ich meine erste kurze Pause und schrieb diese Zeilen in mein Tagebuch. Von hier aus hatte ich noch etwa 400 Meter bis zu den 3 Pools.

Als ich um 11:45 Uhr dort ankam machte ich die obligatorischen Fotos und setzte mich dann auf einen schönen Stein und machte Mittagspause. Ich aß eines meiner beiden Brote und hörte dem Plätschern des Wassers zu.

Von hier gab es 2 Möglichkeitej weiter zu gehen. Einen kurzen und einen langen Weg, wobei der kurze Weg direkt steil über einen Berg führte und der lange Weg außen herum ging.

Daher entschied ich mich für den langen. Das brachte mich allerdings etwas aus meinem Zeitplan. Eigentlich wollte ich um 12:45 Uhr umkehren, doch zu dem Zeitpunkt hatte ich noch rund 700 Meter vor mir. So knapp vor dem Ziel wollte ich nicht umkehren. Ich überlegte mir auf dem Rückweg den kürzeren Weg zu nehmen, das würde sicherlich 20 bis 30 Minuten sparen. Und da ich sowieso mit reichlich Puffer kalkuliert hatte lief ich weiter. Der Weg war nicht immer ersichtlich und das kniehohe Gras überdeckte den Weg, der kaum breiter als eine Traktorspur war. Über große Strecken musste ich mich mit den Füßen vortasten, da ich einfach nicht sah wo ich hin trat.

Doch je weiter ich ging, desto steiler und unwegsamer wurde das Geländer. 50 Meter vor dem Felsübergang überlegte ich zum letzten Mal, ob ich mir das antun wollte, doch ich zog es durch und erreichte letztendlich die Malereien. Es waren zwar lediglich eine Sorte von Tieren und eine Gruppe von Menschen zu sehen, doch es war mal wieder beeindruckend wenn man sich vorstellte wie alt die Malereien sein mussten. Nur blöd, dass solche spirituellen Orte immer so unzugänglich sind.

Der Rückweg ging sich bergab etwas leichter. Man hörte nichts als das leise Rauschen des Windes, den eigenen Herzschlag und ab und zu die vereinzelten Rufe eines einsamen Vogels.

Ich prüfte alle paar Minuten auf meinem Handy, ob ich noch auf dem richtigen Weg war, da man diesen mit bloßem Auge kaum erkennen konnte. Die meiste Zeit lief ich nach Gefühl.

Nach einem extrem steilen Abstieg erreichte ich um 14:20 Uhr die Pools. Nach meinem ursprünglichen Plan wollte ich dort um 14:00 Uhr sein. Doch da ich an den Malereien schon 50 Minuten hinter meinem Plan war, hatte ich schon eine Menge Zeit gut gemacht. Bergab zu gehen und die Abkürzung zu nehmen waren da sehr hilfreich. Vielleicht wäre ich ja tatsächlich um 15:00 Uhr auch wieder zurück an meinem Motorrad.

Dennoch setzte ich mich für eine kurze Verschnaufpause auf einen Stein und trank mein letztes Wasser. Ich hatte nur 1½ Liter mitgenommen. Mehr wollte ich nicht schleppen. Und am Motorrad wartete noch eine volle Liter Flasche auf mich.

Um 14: 40 Uhr konnte ich mein Motorrad dann schon aus der Ferne sehen. Werde das bloß gedacht? Bergab läuft man viel schneller als bergauf. Um kurz vor 3 erreichte ich pünktlich mein Motorrad und war nicht geklaut worden. Außerdem hatte es noch einen Vorteil, dass ich so weit von Parkplatz entfernt geparkt hatte. So musste ich den letzten Kilometer nicht mehr laufen.

Nun fuhr ich die knapp 40 Minuten nach Underberg zum SPAR. Ich brauchte dringend noch Wasser und hatte auch nichts mehr zum Abendessen.

An der Trockenfleischtheke konnte ich nicht wiederstehen und kaufte mir gleich 3 Packungen. Die Kudu Wirst vom letzten mal war schon total lecker, heute probierte ich Trockenwurst vom Rind und vom Springbock sowie Biltong vom Rind (das sind kleine getrocknete Fleischstückchen).

Als ich an der Kasse stand bekam ich eine WhatsApp von einem Mitorradfahrer aus der Afrika Gruppe, der heute in Underberg angekommen war und mir ein Bild von meinem Motorrad auf dem Parkplatz schickte mit der Frage, ob das meins sei. Wir hatten zuvor schon geschrieben weil wir den Sani Pass evtl. zusammen fahren wollten. Doch da ich mich das mit vollem Gepäck ja nicht getraut hatte, fiel das ins Wasser.

Ich las die Nachricht allerdings erst draußen und als ich antwortete meinte er, er Stünde im Markt bei den Eiern. Blöd, da hatten wir uns knapp verpasst. 

Doch als ich gerade damit fertig war meine Einkäufe im Koffer zu verstauen stand er neben mir. Ein junger Kerl auf einem kleinen Motorrad. Damit hätte er sicher kein Problem den Sani Pass zu fahren. Wir quatschen bestimmt noch eine halbe Stunde bis es anfing dunkel zu werden. Als er mir dann erzählte er wolle sich noch Handschuhe kaufen, da es in Lesotho ja kühler wäre, fragte ich erstaunt, ob es denn bis jetzt ohne Handschuhe gefahren wäre.

Ja, er hatte lediglich ein paar Spülhandschuhe aus dem Supermarkt, die er anzog wenn es mal regnete. Ich hatte noch ein paar Wintermotorradhandschuhe, die mir ein wenig zu klein waren. Die schenkte ich ihm. Dann zeigte ich ihm die Bilder vom Schnee, woraufhin er meinte, dann müsse er sich wohl noch ein paar wärmere Klamotten kaufen. Er hatte Lesotho wohl unterschätzt.

Da ich schon mal in der Stadt war, fuhr ich noch schnell zur Tankstelle. Danach war es dann allerdings schon wieder so spät, dass ich die letzten 10 Minuten zu meiner Unterkunft im Dunkeln unterwegs war. 

In der Wohnung machte ich mir mein Essen aus dem Supermarkt warm. Ich merkte erst als ich es mir den Teller voll machte wie viel es eigentlich war. Die Dame gab mir im Supermarkt nämlich eine schon zuvor befüllte Schale mit Lasagne. Hätte ich zugesehen wie sie sie voll machte, dann hätte ich sicher schon nach der Hälfte „stop“ gesagt. So hatte ich knapp 2 Portionen. Und da ich das ja im Supermarkt noch nicht wusste nahm ich mir noch einen „kleinen“ Löffel Reis mit Hühnchen dazu. Das wollte ich eigentlich nur probieren. 

Zusammen mit dem Gemüse, dem Roten Beete Salat und dem Obstsalat war das alles viel zu viel und ich habe mich gehörig überfressen. Aber da es mein letzter Abend war, konnte ich es auch nicht aufheben. Tja, man muss sich auch mal quälen können.

Als ich dann den Kamin nochmal anfachen wollte fiel mir ein, dass ich ja eigentlich an der Rezeption nochmal Holz kaufen wollte. Ich hatte gestern alles aufgebraucht. Doch das hatte ich nach der anstrengenden Wanderung total vergessen. Also zog ich mit meinem Heizlüfter ins Schlafzimmer um, ging nicht schnell duschen und legte mich dann um 20:15 Uhr mit vollem Magen ins Bett. Dort beschriftete ich die Bilder des Tages und ging früh schlafen. Den Wecker stellte ich mir für 8:00 Uhr. Ich musste ja schließlich noch packen und spätestens um 10:00 Uhr aus dem Haus raus sein.

Weiterfahrt in die nördlichen Drakensberge

Datum09.05.2026 – Tag 31
StartUnderberg
ZielBonjaneni
gefahrene Kilometer319 km
Kilometerstand61396 km

Ich wachte um 7:45 Uhr auf, 15 Minuten vor dem Wecker. Ich dachte das sollte reichen um um 9:30 Uhr aufzubrechen, doch dem war nicht so. Bis ich gefrühstückt und gepackt hatte war es leider schon 9:45 Uhr. Nun musste ich noch zur Rezeption meine letzte Nacht bezahlen und dann ging es um 10:00 Uhr los.

Ich hatte die Wahl zwischen einer langweiligeren Strecke über die Autobahn oder über schöne Nebenstraßen, was allerdings deutlich länger dauern sollte. Ich entschied mich dennoch für die Nebenstraßen, die zum Teil lediglich Dirt Roads waren, die sich allerdings sehr gut fahren ließen.

Gegen 13:00 Uhr machte ich einen Stopp um mein Brötchen zu essen. Da fiel mir auch ein, dass ich noch gar nicht geprüft hatte, wie weit die nächste Einkaufsmöglichkeit von der neuen Unterkunft entfernt war. Als ich das dann nachschaute, stellte ich mit Entsetzen fest, dass der nächste Supermarkt in Bergville, 45 Minuten entfernt lag. 

Das war natürlich blöd um jeden Tag einkaufen zu fahren. Da ich schon auf dem Hinweg durch Bergville fuhr, beschloss ich Proviant für 3 Tage zu kaufen. In meiner Unterkunft gab es eine Gemeinschaftsküche, so dass ich mir nochmal ein Päckchen Nudeln und 2 Dosen Soße kaufte. Dazu noch einen Liter Milch und eine Packung Müsli. Da ich nicht wusste, welche Verpflegung ich zu den geplanten Wanderungen mitnehmen könnte (es gab in dem Supermarkt nur ungenießbares Brot), kaufte ich zur Sicherheit 3 abgepackte Sandwiches. Und da ich keine Lust hatte heute Abend schon zu kochen, nahm ich mir von der warmen Theke noch eine Portion gebratene Nudeln mit Hühnchen mit.

Der Supermarkt war leider brechend voll. Ich brauchte nicht nur ewig um mich durch die Menschenmenge zu quetschen bis ich alles hatte, dann stand ich auch noch fast eine halbe Stunde an der Kasse. Ich nutzte die Zeit um Tagebuch zu schreiben, doch ich hatte auch wieder Bedenken ich könnte in die Dunkelheit fahren. Nach exakt einer Stunde fuhr ich um 16:15 Uhr wieder weiter.

Jetzt hatte ich noch 45 Minuten bis zur Unterkunft. Die Straße führte genau auf die Abbruchkante der Drakensberge was einen spektakulären Anblick bot. 

Um 17:00 Uhr erreichte ich meine Unterkunft und bekam ein schönes Zimmer. Einziges Manko war, dass das WiFi recht langsam war und es keinerlei Handynetz gab. Sollte das WiFi mal ausfallen, wäre ich ganz von der digitalen Welt abgeschnitten.

Nach einem Videotelefonat mit meiner Mutter und meiner Tante legte ich mich zur Entspannung in die Badewanne. Ich hatte immer noch Muskelkater von der Wanderung von 2 Tagen zuvor.

Daher plante ich für den nächsten Tag nur einen kurzen einfachen Spaziergang und erst für den darauffolgenden Tag die 14 Kilometer Wanderung durch die Tugela-Schlucht. Somit musste ich mir auch keinen Wecker stellen.

Seit langem mal wieder ein wenig Regen

Datum10.05.2026 – Tag 32
StartBonjaneni
ZielBonjaneni
gefahrene Kilometer7 km
Kilometerstand61403 km

Nach einer erholsamen Nacht stand ich um 9:30 Uhr auf und  machte mir in Ruhe mein Müsli in der Gemeinschaftsküche.

Leider war es in der Nacht extrem stürmisch weshalb der Strom ausgefallen ist. Es gab zwar eine Pufferbatterie die von Solarpanelen geladen wurde, doch die war etwas später leer, so dass der Strom komplett ausfiel. Das bedeutete leider auch, dass das WiFi ausfiel und meine Muttertagsglückwünsche nicht versendet wurden.

Was aber noch schlimmer war, ich konnte mir nicht wie geplant meine nächste Unterkunft buchen.

Tja, ich konnte es nicht ändern und machte mich fertig für meinen Spaziergang. Ich spürte meinen Muskelkater immer noch, doch ich hoffte, dass ich mit etwas Bewegung das Laktat wieder aus den Muskeln raus laufen könnte. 

An der Rezeption fragte ich nach möglichst einfachen Wandermöglichkeiten und die Dame empfahl mir, zum Nachbarresort dem Cavern Resort zu gehen. Dort gäbe es einige schöne und leichte Wanderwege auf deren Anwesen.

Normalerweise würde die Dame dort vorher anrufen, doch ohne WiFi und ohne Handy Netz ging das heute nicht. Ich setzte mich also aufs Motorrad und fuhr die 2½ Kilometer dorthin.

Das Resort war wunderschön angelegt. Teilweise waren die Bäume sogar beschriftet. Es war fast wie in einem botanischen Garten. Es gab Strelitzien und andere schöne Blumen. Ich sah sogar einen kleinen Vogel, der gerade dabei war die Blüten auf der Suche nach Nektar abzuklappern. 

Als Tagesbesucher musste ich einen kleinen Eintritt von 75 Rand bezahlen (3,80€), bekam eine Wanderkarte und versuchte mein Glück. Ein Guide erklärte mir noch schnell, wie ich den Anfang des Wanderwegs finden würde, den ich mir ausgesucht hatte. Er hieß Reedbuck Trail.

Doch als ich los ging merkte ich, dass mich dieser Reedbuck Trail einen steilen Berg hinauf führen würde. Darauf hatte ich heute keine Lust. Zumal es heftig stürmte, so dass ich lieber im Tal bleiben wollte. Doch zum Glück begann ein anderer Wanderweg, der Leopards Trail an der gleichen Stelle. Dieser führte deutlich näher am Fluss entlang und war auch in der Beschreibung als Kategorie S (Stroll – leichter Spaziergang) anstelle von E (Easy hike) markiert. Das war mir für heute gerade genug.

Doch als ich ein paar Minuten unterwegs war begann es leicht zu regnen. Mist, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich hatte weder Regenjacke noch Regenschirm dabei.

Mir blieb nichts anderes übrig als mir auf einem Stein unter einem Busch Unterschlupf zu suchen. 

Zum Glück dauerte es nicht lange bis der starke Wind die Regenwolken weggeblasen hatte. Es kam auch nicht wirklich viel Regen runter, doch das konnte ich ja vorher nicht wissen. Während ich in meinem Unterschlupf saß, nutzte ich die Zeit und schrieb Tagebuch.

Als ich weiter ging warf ich immer wieder einen skeptischen Blick an den Himmel. Es waren einfach zu viele dunkle Wolken unterwegs. Gerade als ich die Straße erreichte, begann es erneut zu regnen. Diesmal kamen größere Tropfen herunter. Ich fand erneut einen, wenn auch eher kleinen und unbequemen Unterschlupf an einem schönen Natursteinfelsen, der als Begrüßungsschild für die Cavern Ländereien am Straßenrand aufgestellt wurde. 

Um 13:30 Uhr kam ich dann am Natural Pool und am Kids Pool an, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite lagen. 

Als ich den Natural Pool erreichte begann es wieder zu regnen. Und ich hörte auch den ein oder anderen Donner. Ich fand auch hier eine Art Unterschlupf, die den Namen jedoch eigentlich nicht verdient hatte. Der Regenschutz war eher mäßig. Würde es weiter regnen, dann wäre ich in in spätestens 10 Minuten völlig durchnässt. Als der kurze Schauer vorbei war, machte ich mich wieder auf den Weg.

Da dies auch offiziell das Ende des Wanderwegs war, machte ich mich wieder auf den Rückweg. Von hier aus hatte ich 3 Möglichkeiten.

1. Ich konnte den gleichen Weg zurück nehmen.

2. Ich könnte den auf der anderen Seite der Straße verlaufenden Porcupine Trai gehen oder

3. ich konnte über die geteerte Hauptstraße gehen.

Letztlich entschied ich mich für Option 3. Zum einen gab es nicht weit von hier entfernt eine Schule, wo ich mich notfalls nochmal unterstellen könnte und andererseits könnte mich vielleicht ein Autofahrer mitnehmen. 

Kaum hatte ich die Straße erreicht begann es wieder zu regnen, hörte jedoch nach ein oder zwei Minuten schon wieder auf bevor ich ernsthaft nass wurde. 

Es kam auch tatsächlich ein Auto vorbei, doch durch den Lärm, den die Windböen machten, konnte ich das Auto erst hören als es schon an mir vorbei gefahren war. Das war leider eine verpasste Mitfahrgelegenheit.

Nach 10 Minuten erreichte ich die Schule. Allerdings kam schon wieder die Sonne zum Vorschein und ich entschied mich weiter zu gehen. Von hier aus waren es noch rund 10 Minuten zurück bis zu meinem Motorrad.

Kurz bevor ich Cavern erreichte kam die Sonne wieder durch. Ich überlegte, ob ich noch eine kleine Runde durch die schönen Gärten des Anwesens machen sollte, doch da schon die nächste dunkle Wolke im Anmarsch war, fuhr ich lieber direkt wieder zurück.

Ich hoffte, morgen würde das Wetter besser sein. Auf der Wanderung durch die Tugela Schlucht könnte ich keinen Regen gebrauchen.

Als ich zurück kam, konnte ich mein Motorrad unter den Solarpanelen an der Rezeption abstellen, so war es wenigsten vom Regen geschützt war und ich musste nicht meine Abdeckplane drüber ziehen. 

Leider war der Strom und somit auch das WiFi immer noch nicht wieder im Gange. Ich hätte mir gerne den Wetterbericht für morgen angeschaut und auch meine nächste Unterkunft gebucht.

Ich daddelte noch ein wenig auf meinem Handy herum und dann fing ich an zu kochen so lange es noch hell war. Das war dank Gasherd kein Problem. Es gab mal wieder Penne mit Tomaten-Hackfleisch-Soße. Diesmal hatte in Sachen Portionsgröße allerdings dazu gelernt und machte mir nur 250 Gramm Nudeln. Das reichte völlig für heute und morgen. 

Da nicht abzusehen war, wann oder ob der Strom überhaupt heute noch zurück kommen würde, ließ ich mir ein heißes Bad ein um meine geschundenen Muskeln etwas aufzuwärmen und zu entspannen. Morgen wollte ich ja eigentlich eine lange Wanderung machen. Doch falls sich das Wetter nicht deutlich bessern würde, wäre das wohl zu riskant.

Als ich um 18:30 Uhr aus der Wanne stieg, war der Strom immer noch nicht da. Die Dame von der Rezeption war so nett und hatte mir als ich noch am kochen war eine batteriebetriebene Lampe mitgegeben, so dass ich am Abend wenigstens etwas Licht im Zimmer hatte.

Da mein Laptop noch relativ voll geladen war, konnte ich wenigstens die Bilder von gestern und heute noch beschriften und bearbeiten. Danach war der Akku des Laptops auf 50% runter. Dafür der Handy Akku von 30% wieder auf 50%, da ich ihn am Laptop aufgeladen hatte.

Für ein paar Videos würde der Akku des Laptops noch reichen. Allerdings gingen mir langsam die heruntergeladenen Videos aus. Ich brauche dringend mal wieder eine Unterkunft mit vernünftigem WLAN.

Um Punkt 21:00 Uhr gab es wieder Strom. Sehr schön, ich hatte schon befürchtet es könnte eine kühle Nacht ohne Heizung werden. Leider funktionierte das Internet immer noch nicht, so dass die Muttertagsglückwünsche, die ich heute morgen um 10:00 Uhr geschrieben habe, immer noch nicht versendet wurden. Naja, vielleicht gäbe es ja morgen wieder WiFi.

Wanderung durch die Tugela Schlucht

Datum11.05.2026 – Tag 33
StartBonjaneni
ZielBonjaneni
gefahrene Kilometer48 km
Kilometerstand61451km

Mein Wecker klingelte um 7:40 Uhr und als ich meine Ohrstöpsel raus nahm, hörte ich wie stark es draußen stürmte. Ich ging zum Fenster und sah wie sich die wild Bäume hin und her bewegten und hatte sofort ein schlechtes Gefühl bzgl. der geplanten Wanderung. Da ich auch immer noch ziemlich müde war, entschied ich mich dazu, mich wieder hinzulegen und stellte den Wecker auf 9:00 Uhr. Dann würde ich die Schlucht zwar nicht bis zum Ende gehen können, doch das würde ich aufgrund meiner körperlichen Verfassung wahrscheinlich sowieso nicht schaffen. Und ich habe im Internet gelesen, dass viele Wanderer vor dem schweren letzten Teil umkehren.

Also stand ich dann um 9:00 Uhr auf, machte mir mein Frühstück und packte meine Sachen. Blöderweise vergaß ich meinen Proviant einzupacken, was mir aber erst viel später auffiel.

An der Rezeption bestellte ich mir für den nächsten Tag ein Frühstück für 8€. Eigentlich ziemlich teuer, aber ich hatte mal Lust auf etwas anderes als immer nur Müsli.

Kurz nach 10:00 Uhr machte ich mich auf den Weg in den Royal Natal Nationalpark. Der Eintritt kostete 160 Rand (gut 8€) und als ich mein Motorrad parkte und die Wasserflaschen in den Rucksack steckte fiel mir auf dass ich mein Essen vergessen hatte. Tja, jetzt war es zu spät um nochmal die 45 Minuten zurück zu fahren.

Was auch noch etwas blöd war, war dass der Parkplatz noch ein ganzes Stück vom Thendele Camp entfernt war. ChatGPT meinte nämlich, dass man sich dort Wasser und Essen kaufen könnte. Aber es war schon kurz vor 11:00 Uhr und ich konnte sowieso nur maximal 5 Stunden wandern. Da könnte ich auch mal auf Proviant verzichten und die 2 Liter Wasser, die ich dabei hatte, sollten genügen.

Nun musste ich mich noch in ein Buch eintragen, und etliche Informationen hinterlassen, damit im Falle eines Unfalls, ein Suchtrupp nach mir Ausschau halten könnte. Ich gab als Zeitpunkt meiner Rückkehr 16:00 Uhr ein. Keine Ahnung ob das jemand lesen würde und dann um 16:30 Uhr einen Suchtrupp los schicken würde.

Um Punkt 11:00 Uhr begann ich mit der Wanderung. Der Weg war im Vergleich zur letzten Wanderung eine Autobahn und ließ sich wirklich gut laufen. Einziges Problem, es ging konstant bergauf. Nicht besonders steil, aber man hatte nur ganz selten mal eine flache Passage um sich etwas zu erholen.

Ich nahm mir vor alle 30 Minuten eine kurze Trinkpause zu machen und dann jeweils einen ¼ Liter Wasser zu trinken. So würde mein Wasser für 4½ Stunden ausreichen.

Bei meinem 2. Stopp setzte ich mich etwas länger hin und schrieb diese Zeilen.

Ab 12:30 Uhr wurde es deutlich windiger und ich zog mir meine erste Jacke an. Etwas später kam ich in ein Waldstück, was in Sachen Wind deutlich angenehmer war. Dafür fehlte es an Sonne und Aussicht.

Um kurz nach 13:00 Uhr setzte ich mich noch einmal kurz hin und überlegte wie weit ich noch gehen wollte. Ich hatte mir ja vorgenommen um spätestens 13:45 Uhr umzukehren. Laut meiner OSMand App gab es 15 Minuten weiter einen Aussichtspunkt. Keine Ahnung was man dort sehen konnte, doch den nahm ich mir mal als Ziel vor.

An dem Aussichtspunkt was es allerdings so stürmisch, dass ich das Handy zum Fotografieren kaum ruhig halten konnte. 

Ich sah auf meiner Karte noch einen weiteren Punkt, der mit „Tunnels“ beschriftet war. Der war weitere 15 Minuten von hier und ich dachte, das könnte ich noch schaffen. 

Doch als meine App sagte es seien noch 5 Minuten, ging es steil hinab in die Schlucht. Das wollte ich mir nicht mehr antun, Tunnel hin oder her. 

Außerdem kamen mir in den letzten 20 Minuten 2 Pärchen entgegen, die alle auf dem Rückweg waren. Das war für mich  das Zeichen, jetzt auch endlich umzukehren. Abgesehen davon würde auch der Wind immer stärker.

Genau an diesem Punkt trank ich auch den letzten Schluck aus meiner ersten Wasserflasche. Die Einteilung hat gut funktioniert. Wobei ich jetzt schon auch gerne etwas gegessen hätte.

Als ich um 14:00 Uhr nochmal eine kurze Verschnaufpause machte, sagte mir meine App, es seien noch knapp 2 Stunden bis zum Parkplatz. Das wurde genau meinem Zeitplan entsprechen. Ich war mir nur unsicher, ob ich das Tempo mit dem die App kalkuliert auch gehen könnte.

Ich schaffte es tatsächlich und war um 15:55 Uhr zurück am Parkplatz. Dort fand ich am Motorrad eine handschriftliche Notiz von einem deutschen Paar aus Bauzen, das wohl aus dem Registrierungsbuch meinen Namen hatte.

Auf dem Rückweg hielt ich nochmal ein einem kleinen Weiher an um ein letztes Foto vom Amphitheater zu machen.

Ich war extrem erschöpft als ich an meiner Unterkunft ankam, doch es war ein sehr schöner Tag. Eine Familie, die in meiner Unterkunft gegrillt hatte, hatte noch etwas Salat übrig, von dem ich mir etwas zu meinen Nudeln nehmen durfte. Sehr nett.

Wiedersehen mit Zamora in Clarens

Datum12.05.2026 – Tag 34
StartBonjaneni
ZielClarens
gefahrene Kilometer148 km
Kilometerstand61599 km

Ich stand um 8:30 Uhr auf und begann meine Sachen zusammenzupacken. Kurz vor 9 war ich im Frühstücksraum und bekam ein leckeres, deftiges und reichhaltiges Frühstück serviert. Das hatte ich nach den vielen Tagen mit Müsli mal nötig.

Um 10:00 Uhr hatte ich das Motorrad gepackt und ausgecheckt. Mein Navi zeigte mir eine voraussichtliche Ankunftszeit in Clarens von 12:15 Uhr. Das war für einen Check In um 14:00 Uhr natürlich zu früh, doch ich wusste ja, dass ich gerade bei dem heftigen Wind deutlich langsamer wäre und vielleicht zwischendurch noch irgendwo anhalten würde.

Die ersten Kilometer waren sehr angenehm und das Thermometer stieg auf 22 Grad. Doch als ich in eine etwas flachere Gegend kam und der Wind zunahm sanken sie wieder auf 17 Grad. 

Irgendwann erreichen ich ein Schild das den Weg zu einem Staudamm wies. Da ich ja Zeit hatte, folgte ich ihm und kam in ein Nature Reserve, für das man allerdings keinen Eintritt zahlen musste. Zumindest gab es kein Kassenhäuschen oder so.

Ich sah ein paar Antilopen und meine ersten Büffel.

Etwas weiter gab es dann ein Tor und ein Mann wollte, dass ich 50 Rand bezahlte um weiterzufahren. Ich dachte das sei der Eintritt um den Damm zu besichtigen, doch der lag ganz woanders. Ich zahlte die umgerechnet 2,60€ und fuhr ein paar hundert Meter weiter bis zum Stausee. Hier gab es allerdings nichts besonderes zu sehen. Allerdings standen hier ein paar sehr schöne Ferienhäuser. Wenn es nicht stürmt kann man hier vielleicht auch ein paar Vögel am See beobachten.

Ich kehrte schnell wieder um, machte noch ein paar Fotos von meinem Motorrad vor dem See und verließ den Bereich wieder für den ich bezahlen musste. Das hatte sich zwar nicht gelohnt, aber 2,60€ waren noch zu verschmerzen.

Als ich dann den Damm auf Google Maps als Ziel eingab, wollte mich das Navi über einen Feldweg schicken. Ich fuhr stattdessen wieder zurück zur Hauptstraße, doch die nächste Abfahrt zum Damm war dann erneut ein Feldweg. Der war zwar nicht all zu schwierig zu fahren, doch die heftigen Windböen machten keinen Spaß.

Als ich den Damm erreichte, war dort jedoch ein verschlossenes Tor. Man konnte den Damm weder befahren noch durfte man fotografieren. Und es gab dort sogar Sicherheitspersonal, so dass ich auch keine illegalen Fotos machen konnte.

Ich kehrte wieder um und fuhr weiter nach Clarens.

Etwas später fuhr ich dann durch den Golden Gates Highlands National Park. Dort musste ich nichts bezahlen und es gab auch keine Tiere zu sehen. Dafür die tollen gelben Sandsteinfelsen für die diese Gegend berühmt ist.

Um 14:15 Uhr erreichte ich dann meine Unterkunft und wurde gleich von einer ziemlich aggressiven Bande von Kläffern begrüßt. Die waren ein wenig unangenehm. Dafür was das Zimmer und der Vorgarten sehr schön.

Ich packte meine Sachen aus und zog mich um, im noch ein wenig durch den Ort zu bummeln. Clarens ist ein ziemlich verschlafenes aber sehr idyllisches Nest. Es gibt viele schöne Gebäude und viele kleine Geschäfte, von denen die meisten aber schon um 15:00 Uhr geschlossen hatten. Gleiches galt für die vielen kleinen Kunstateliers, von denen ich mir gerne wenigstens eines angeschaut hätte.

Als ich weiter zur Kirche ging sah ich plötzlich ein Motorrad das mich extrem an das von Zamora erinnerte. Das war der Spanier, dien ich in Underberg am SPAR getroffen hatte. Ich schrieb ihm eine WhatsApp, ob er vielleicht zufällig in Clarens sei.

Dann ging ich weiter zu Kirche und anschließend in ein Teppichgeschäft, das Teppiche aus der Türkei importierte.

Nun ging ich zurück ins Ortszentrum um schon mal nach ein paar Restaurants für’s Abendessen Ausschau zu halten. Heute wollte ich es mir mal gut gehen lassen. Ab morgen könnte es dann wieder Supermarktessen geben.

Dann bekam ich die Antwort auf WhatsApp, dass Zamora tatsächlich in Clarens sei und er fragte ob wir etwas zusammen trinken gehen wollten.

Ich meinte, dass ich gerade auf dem Weg zum Supermarkt wäre, wir aber vielleicht später zusammen essen gehen könnten. Ich hatte sogar ein Restaurant mit einem günstigen Angebot für eine Kartoffelsuppe gesehen, das ich vorschlug, da ich wusste, dass Zamora ein extrem kleines Budget hatte und normalerweise nie essen geht.

Als er einwilligte war ich schon am Supermarkt und sah dann tatsächlich sein Motorrad dort stehen. Er war auch gerade einkaufen.

Wir trafen uns drinnen im Markt kauften ein und wollten danach zusammen essen gehen. Doch am Ausgang trafen wir Ferdinand, einen südafrikanischen Motorradfahrer, der morgen nach Lesotho fahren wollte. Wir quatschten noch eine Weile und dann stellten wir fest, dass Ferdinand morgen genau wie ich zum Katse Damm fahren wollte. Er fragte mich, ob wir zusammen fahren wollten und wir verabredeten uns für 10:00 Uhr. Er wohnte bei einem Freund auf einer Farm etwas außerhalb, die aber auf meinem Weg lag. Also würde ich ihn morgen einfach abholen fahren.

Wir verabschiedeten uns und Zamora nahm mich auf seinem Motorrad mit zurück ins Zentrum wo das Restaurant lag.

Er bestellte sich dann doch eine Portion Pasta, da er Angst hatte, er würde von der Kartoffelsuppe nicht satt. Ich gönnte mir eine Rinderfilet Steak mit Fritten und Gemüse. Das war absolut hervorragend. Vielleicht sogar noch besser als das Steak, das ich in Brasilien an den Iguacu Wasserfällen gegessen hatte (was bisher für mich die Benchmark für Steaks war).

Als die Rechnung kam, hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich ihn zum Essen gehen bequatscht hatte. Normalerweise würde er von dem einen Abendessen wahrscheinlich 3 Tage essen können. Also lud ich ihn kurzerhand ein. Da er kein Getränk hatte, machte die Gesamtrechnung noch keine 23€ aus. Dafür würde ich in Deutschland vielleicht in einem extrem billigen Restaurant ein Rumpsteak bekommen. Aber niemals ein Filet-Steak und eine Portion Nudeln.

Wir blieben noch eine Weile sitzen und quatschten über unsere Reise. Er bedankte sich nochmal dafür, dass ich ihm in Underberg meine Handschuhe geschenkt hatte. Ohne die wäre er in Lesotho wahrscheinlich erfroren. Auf 3200 Metern lag dort schon dicker Schnee.

Um 20:45 Uhr verließen wir das Restaurant, quatschten allerdings noch eine ¾ Stunde auf der Straße weiter bis wir fast erfroren waren. 

Um 21:40 Uhr erreichte ich dann meine Unterkunft, ging schnell Duschen und schrieb noch Tagebuch. 

Daraus endlich den nächsten Reisebericht zu veröffentlichen wurde mal wieder nichts. Und wenn ich morgen mit Ferdinand an den Katse Staudamm fahren würde, werden wir wohl abends auch noch zusammen sitzen und ich kann schon wieder nicht am Laptop arbeiten. Das ist der Nachteil wenn man Leute trifft. 

Außerdem schaute ich noch nach Unterkünften und einer möglichen Reiseroute durch Lesotho. Das würde relativ schwierig werden. In der schönsten Gehend im Hochland gibt es nachts keinen Strom. Das geht bei Minusgranden natürlich gar nicht.

Und auch sonst gibt es zumindest auf den Online Plattformen nur sehr wenige Unterkünfte. Und leider auch kaum günstige. Am Katse Damm habe ich nur 2 Stück mit Preisen im Internet gefunden. Eine für 40€ pro Nacht und eine für 50€. Ich wagte es zum ersten Mal keine Unterkunft zu buchen und morgen einfach auf gut Glück hin zu fahren. Es gab nämlich noch eine dritte Unterkunft auf Google Maps, die allerdings nicht online buchbar war. Ich würde morgen mal eine WhatsApp schreiben und nach dem Preis fragen. Außerdem dachte ich, vielleicht würde Ferdinand ja eine günstige Unterkunft kennen. Ich wollte jedenfalls morgen erst mal mit ihm sprechen bevor ich jetzt schon was buche. In der Hoffnung dass die anderen beiden bis dahin nicht ausgebucht wären. 

Und als ich bemerkte wie schnell das Internet in dieser Unterkunft war, packte ich auch noch den Laptop aus und lud die Bilder der letzten Tage auf meinen WordPress Server hoch, so dass ich später bei langsamerem Internet nur noch die Texte hochladen und die Bilder platzieren müsste. Dadurch ging ich allerding erst deutlich nach Mitternacht ins Bett. 🙁