
Kap der guten Hoffnung
| Datum | 10.06.2026 – Tag 63 |
| Start | Hout Bay |
| Ziel | Hout Bay |
| gefahrene Kilometer | 126 km |
| Kilometerstand | 65281 km |

Um 9:15 Uhr klingelte es, doch als ich an die Tür ging, war niemand da. Ich stand trotzdem auf und setzte mich an den Laptop um mein Visum für Namibia zu beantragen.
Ich hatte immer noch keine E-Mail zur Bestätigung meines Accounts. Also versuchte ich es mit einer anderen E-Mail Adresse erneut. Damit funktionierte es sogar ohne vorher ein Konto anzulegen. Seltsam.
Egal, nun füllte ich alle Felder aus. Am lästigsten war es sämtliche Unterkünfte samt Adressen und Telefonnummer anzugeben.
Nachdem alle Daten gespeichert waren wurde ich wieder rausgeschmissen ohne eine Zahlungsaufforderung bekommen zu haben. Auch das war seltsam. Ich meldete mich erneut an und klickte auf den Button zum Prüfen des Status. Hier gab es jetzt die Möglichkeit die Zahlung zu veranlassen.
Blöderweise hat auch das aus irgendeinem Grund nicht beim ersten Mal funktioniert. Die Webseite scheint echt schlecht programmiert zu sein.
Ich wartete ein wenig, ob ich zumindest eine Bestätigung von meiner Kreditkartenfirma bekommen würde, doch es kam nichts. Ich ging nochmal auf die Webseite und veranlasste die Zahlung erneut in der Hoffnung, dass sie jetzt nicht 2 mal abgerechnet würde. Diesmal funktionierte es und das Visum wurde auch sofort bestätigt. Jetzt muss ich nur noch einen Copy Shop finden, in dem ich die Bestätigung ausdrucken kann.
Nun hatte ich endlich Zeit mir ein paar Brötchen zum Frühstück zu machen. Die portugiesischen Brötchen sowie das Baguette vom Woolworths waren selbst am nächsten Tag noch ziemlich gut. Dort werde ich ab jetzt immer meine Brötchen kaufen.
Nach dem Frühstück zog ich mir meine Motorradklamotten an und ging nochmal schnell zu meinem Vermieter Andreas. Ich wollte wissen, wie einfach und sicher es ist in Kapstadt zu parken. Er meinte im Zentrum sei das kein Problem. Wenn ich besonders ängstlich wäre, sollte ich den Ersatzkanister und die Crashbartaschen abbauen. Aber das Motorrad würde sicherlich tagsüber nicht gestohlen werden. Gut zu wissen. Denn ein Uber würde zwischen 14€ und 20€ pro Weg kosten.
Doch heute hatte ich erst mal einen Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung geplant. Ich kam so gegen 11:30 Uhr los.
Leider lag der Chapmans Peak Drive fast komplett im Nebel. Lediglich am höchsten Punkt hatte man eine schöne Aussicht auf ein paar Bergspitzen, die aus den Wolken heraus ragten.
Dann ging es weiter zum Kap. Der Eintritt für den Nationalpark kostete sündhaft teure 27€. Nur um zu einem Felsen zu fahren fand ich das schon ziemlich teuer.
Kurz bevor ich ankam sah ich ein paar Strauße am Straßenrand. Als ich anhielt kam eine chinesische Dame auf mich zu und fragte, ob ich ihr helfen könnte. Sie hätte ein Problem mit ihrem Auto. Irgendwas mit dem Öl.
Als sie mir das Symbol auf dem Armaturenbrett zeigte, war es allerdings die Tankleuchte. Sie hatte kein Benzin mehr.
Ich hielt ein paar vorbeifahrende Autos an und fragte, ob jemand einen Ersatzkanister mit Benzin dabei hätte. Leider ohne Erfolg. Dann sagte ich zu der Frau, dass ich zum Kap fahren und dort auf dem Parkplatz nachfragen würde. Falls niemand etwas hätte, würde ich auf dem Rückweg wieder hier vorbei kommen. Dann würde ich zur nächsten Tankstelle fahren und ihnen 5 Liter in meinem Kanister besorgen.
Am Parkplatz angekommen hatte niemand den ich fragte Benzin. Ein Busfahrer sagte mir, es sein in Südafrika nicht erlaubt, einen Benzinkanister im Auto mitzunehmen. Nur die Jeeps und Pickups hätten manchmal welche auf der Ladefläche. Doch hier waren ja nur Touristen in Mietwagen unterwegs.
Also bereitete ich mich geistig darauf vor später noch Sprit zu besorgen. So dämlich diese Chinesen auch waren ihren Tank komplett leer zu fahren, ich konnte sie ja nicht stehen lassen.
Doch dann machte ich erst mal ein Foto mit dem berühmten Schild und stieg noch auf den Felsen hinauf. Allerdings nur ca. ⅔. Bis ganz nach oben hat die Kondition nicht mehr gereicht. Ab und zu gab es mal ein kleines Loch in den Wolken und die Sonne kam durch, doch die meisten Zeit lag die Küste im Nebel.
Auf dem Rückweg hielt ich noch ein paar Mal an um Fotos zu machen bis ich dann die Chinesin wieder erreichte. Sie sagte mir, dass vor kurzem 2 Leute von der Parkverwaltung vorbei gekommen seien und die 3. Person (sie waren zu dritt unterwegs) mitgenommen hätten und mit ihr zur nächsten Tankstelle fahren würden. Sehr gut für mich, so konnte ich noch zum Leuchtturm fahren und hatte noch etwas mehr von meinem Tag.
Doch am Leuchtturm angekommen, lag der Berg erneut komplett um Nebel. Ich setzte mich auf eine Aussichtsterrasse, heute ohne Aussicht, und trank einen Cappuccino in der Hoffnung, dass sich der Nebel nochmal verziehen würde. Die Wolken waren hier recht schnell unterwegs und manchmal konnte man Glück haben. Ich hatte keins. Dafür hatte ich tierische Begleitung beim Kaffeetrinken.
Als ich mit meinem Cappuccino fertig war, war ich völlig durchgefroren und ging nochmal ein paar Minuten in des benachbarte Restaurant um mich aufzuwärmen und die Toilette zu benutzen.
Zurück am Motorrad stellte ich mit Schrecken fest, dass ich für den Rückweg knapp 90 Minuten benötigen würde. Plus der Zeit zum Einkaufen.
Da es schon 15:30 Uhr war musste ich also sofort los. Für die Pinguine am Boulders Beach war keine Zeit mehr. Doch der war wahrscheinlich auch im Nebel versunken. Gut, dass ich schon die Pinguine bei Betty’s Bay gesehen hatte.
Zum Abendessen gab es einen Vet Koek mit Hackfleisch und einen Hähnchenschenkel mit Nudelsalat vom Checkers.
Nach dem Essen bekam ich eine E-Mail von der Agentur, die die Touren nach Robben Island anbot. Meine Tour für morgen wurde wegen schlechten Wetters abgesagt. Laut der E-Mail konnte ich mich auf ihrer Webseite anmelden und dort dann angeben ob ich an einem anderen Tag fahren wollte oder ob ich lieber mein Geld zurück bekommen würde.
Leider funktionierte das nicht. Also würde ich morgen persönlich zu deren Büro fahren um mein Ticket umbuchen zu lassen.
Museen in Kapstadt
| Datum | 11.06.2026 – Tag 64 |
| Start | Hout Bay |
| Ziel | Hout Bay |
| gefahrene Kilometer | 46 km |
| Kilometerstand | 65327 km |

Nachdem ich gestern noch bis nach Mitternacht meine restlichen Unterkünfte bis Windhoek gebucht hatte, stand ich heute erst gegen 9:30 Uhr auf. Ich brauchte mal wieder ewig bis ich mein Frühstück gemacht und gegessen hatte weshalb ich viel zu spät nach Kapstadt aufbrach. Es war schon 10:40 Uhr als ich los fuhr.
Da über dem Signal Hill eine dicke Regenwolke hing fuhr ich komplett außen herum durch Sea Point, wodurch ich 45 statt 25 Minuten brauchte, doch so würde ich wenigstens nicht nass.
Als ich zufällig bei einen KTM Händler vorbei kam, hielt ich kurzerhand an und fragte ihn, ob er zufällig passende Reifen für meine Tenere hätte. Hatte er nicht, doch er nannte mir einen Reifen und Zubehörhändler, dem ich in den nächsten Tagen mal einen Besuch abstatten würde.
Als erstes fuhr ich zum Iziko South African Museum. Dort sollten ja laut der Info aus Lesotho 500 originale Bilder und Zeichnungen von der Frobenius Expedition ausgestellt sein. Doch die gab es leider nicht. Zumindest waren sie nicht ausgestellt. Lediglich ein einziges dafür sehr imposantes riesiges Gemälde.
Auch der Rest des Museums war leider etwas enttäuschend, da über die Hälfte der Ausstellung wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war. Und das daneben liegende Planetarium öffnete erst um 15:00 Uhr, was nicht in meinen Zeitplan passte.
Netterweise bekam ich jedoch als Entschuldigung ein 2. Museumsticket für ein Museum meiner Wahl. Ich entschied mich für die Slave Lodge wo ich sowieso als nächstes hin wollte.
Da die nur 10 Minuten zu Fuß entfernt lag und der Weg auch noch entlang eines schönen Parks führte, ließ ich mein Motorrad kurzerhand auf dem bewachten Museumsparkplatz stehen und ging zu Fuß.
Der Besuch der Slave Lodge war sehr interessant und zeigte sehr gut das gesamte Ausmaß des Sklavenhandels während der niederländischen Kolonialzeit. Das hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Wenn ich früher an Sklaverei dachte, kamen mir immer nur die Sklaven in den USA in den Sinn.
In Brasilien lernte ich dann, dass es dort auf den Zuckerrohrplantsgen sogar noch mehr Sklaven gab als in den USA.
Und jetzt lernte ich, dass für die Landwirtschaft und vor allem im Weinanbau in Südafrika Sklaven eingesetzt wurden. Viele Sklaven in Südafrika kamen aus Mosambik und Madagaskar, doch viele auch aus Indien, Ceylon (heute Sri Lanka), Malaysia und Indonesien, wo die Niederländer ja auch Kolonien hatten.
Es war zugleich informativ wie auch bedrückend. Insbesondere die Tatsache, dass selbst heute im Weinanbau noch viele Nachfahren von Sklaven unter miserabelsten Bedingungen arbeiten. Würde ich Wein trinken, dann würde ich ab jetzt südafrikanischen Wein boykottieren.
Von hier bummelte ich noch durch die Fußgängerzone namens St. Georges Mall doch als es anfing zu nieseln kehrte ich wieder um zu meinem Motorrad und fuhr zurück. Dabei kam ich dann in leichten Regen so dass ich zurück im Apartment meine nassen Klamotten vor dem Heizlüfter ausbreitete um zu trocknen.
Vorher war ich jedoch noch einkaufen und kaufte mir diesmal für’s Abendessen 6 Eier und eine lange Bratwurst, die ich mir zur Hälfte briet und 3 Eier als Rührei auf einem Baguettebrötchen aß.
Morgen würde es die 2. Hälfte geben.
Waterfront und Walking Tour in Bo Kaap
| Datum | 12.06.2026 – Tag 65 |
| Start | Hout Bay |
| Ziel | Hout Bay |
| gefahrene Kilometer | 126 km |
| Kilometerstand | 65281 km |

Nachdem ich gestern noch bis spät in die Nacht am Laptop saß und verschiedene Sachen online eingekauft hatte, die mir meine Eltern nach Namibia mitbringen sollten, konnte ich heute morgen einfach nicht aufstehen als der Wecker um 8:30 Uhr klingelte. Ich stellte ihn eine Stunde weiter und schlief sofort wieder ein.
Um 9:30 Uhr machte ich mir Kaffee und Frühstück und schaffte es gegen 10: 45 Uhr los zu fahren.
Als erstes fuhr ich zu einem Laden für Motorradzubehör, der laut dem Triumph-Händler bei dem ich gestern war, eine große Auswahl an Motorradreifen haben soll, u. a. auch von Heidenau und Motoz.
Als ich ankam meinte der Mann der mich bediente, dass sie leider aktuell keine Reifen von Heidenau hätten. Die gäbe es aktuell in ganz Südafrika nicht mehr, da schon seit längerem keine Lieferung mehr kam. Sie erwarten eine neue Lieferung Ende Juni, vielleicht Juli.
Doch zu meinem Glück hatten sie meine 2. Wahl, Reifen der Firma Motoz. Die gelten ebenfalls als sehr langlebig, dafür, dass sie eine relativ gute Offroad-Performance haben.
Ich entschied mich ähnlich wie bei meinem Satz Heidenau Reifen in Chile für einen aggressiveren Hinterreifen und einen etwas langlebigeren Vorderreifen. Aus einem mir nicht bekannten Grund verschleißen meine Vorderreifen deutlich schneller als meine Hinterreifen. Bei den meisten Motorradfahrern ist das umgekehrt. Sie fahren normalerweise 2 Vorderreifen pro 3 Hinterreifen. Manchmal sogar einen Vorderreifen pro 2 Hinterreifen. Bei mir ist das umgekehrt, weshalb ich mich für den langlebigeren Vorderreifen entschied. Jetzt sollten beide Reifen etwa 15.000 Kilometer halten. Genug um durch Angola und Botswana zurück nach Johannesburg zu kommen.
Ich ließ die beiden Reifen jedoch noch in dem Laden stehen, um nach Kapstadt ins Zentrum zu fahren, ohne Angst haben zu müssen, dass jemand sie mir klaut.
So fuhr ich als nächstes an die Waterfront wo ich netterweise kostenlos in einem Parkhaus parken durfte. Ich ging zum Büro der Agentur, die die Touren nach Robben Island organisieren um mein Ticket auf morgen umbuchen zu lassen.
Das war problemlos möglich. Ich fragte zur Sicherheit auch noch, was ich machen sollte, falls die Tour am nächsten Tag wieder ausfallen würde. Die Dame meinte, ich könne einfach die Telefonnummer auf dem Ticket anrufen und müsste nicht extra nochmal vorbei kommen. Sehr gut.
Nun musste ich mir überlegen was ich mit dem Rest des Tages machen wollte. Da fiel mir ein, dass ich gestern ein Werbeschild für eine Walking Tour gesehen und vorsorglich fotografiert hatte.
Ich schaute mir das Foto an und stellte erfreut fest, dass es um 14:00 Uhr eine Tour durch das Bo Kaap Viertel gab. Da es zu dem Zeitpunkt gerade 13:00 Uhr war, hatte ich genug Zeit um zu Fuß dorthin zu gehen. So sparte ich mir die erneute Parkplatzsuche.
Ich ging noch ein wenig durch das Waterfront Viertel und von dort durch die Fußgängerzone in der ich schon gestern war und an deren Ende der Treffpunkt war. Bei gutem Wetter ist Kapstadt gleich viel schöner.
Um 14:00 Uhr begann die Tour und wir gingen in das Bo Kaap Viertel, das heute hauptsächlich von Muslimen bewohnt wird. Das kam daher, dass es früher ein Gesetz gab, dass in diesem Viertel nur Indonesier und/oder Muslime wohnen durften. Heute darf dort jeder wohnen, und da es sich um eine gehobene Wohngegend handelt und sich einige die damit einhergehenden Immobiliensteuern nicht mehr leisten können, werden immer mehr Häuser an zahlungskräftige Ausländer verkauft.
Neben den Moscheen ist Bo Kaap auch für seine viele Bunten Häuser bekannt. Allerdings sind sich Historiker nicht einig wieso gerade hier so viele Häuser in unterschiedlichen Farben stehen. Laut unserer Fremdenführerin gibt es dazu 3 Theorien:
1. Früher waren alle Häuser im gesamten Viertel weiß. Ein Arzt wunderte sich irgendwann, warum so viele Patienten sein Haus nicht fanden (zu der Zeit gab es weder Straßennamen noch Hausnummern). Irgendwann entschied er sich sein Haus Gelb zu streichen wodurch er so sehr aus der Masse heraus stach, dass seine Patienten ihn nun problemlos finden konnten. Als die Nachbarn den Vorteil erkannten, streichen auch sie ihre Häuser bunt an, so dass ihre jeweiligen Geschäfte besser gefunden werden konnten.
2. Als 1838 die Sklaverei in Südafrika abgeschafft wurde (offiziell schon 1834, doch die Sklaven mussten für eine Übergangszeit von 4 Jahren eine „Ausbildung“ absolvieren in der sie faktisch immer noch Sklaven waren), drückten die Sklaven ihre Freude darüber aus, dass sie ihre Häuser bunt anmahlten.
3. Eine Firma die Farben verkaufte machte den Bewohnern dieses Viertels das Angebot, dass sie deren Häuser umsonst streichen würden, wenn sie dann anschließend damit werben dürften.
Mir persönlich gefällt die erste Variante am besten.
Als die Tour gegen 15:30 Uhr endete empfahl uns unsere Führerin den Signal Hill zu besuchen, da man von dort eine sehr schöne Aussicht auf den Tafelberg sowie den Lion’s Head hätte. Insbesondere bei untergehender Sonne.
Ich kalkulierte das schnell, da ich ja noch ca. 30 Minuten Fußweg zu meinem Motorrad hatte und spätestens um 17:00 Uhr an dem Motorradzubehörgeschäft sein musste um meine Reifen abzuholen. Doch es schien sich auszugehen.
Ich ging also relativ zügig zu meinem Motorrad und fuhr dann auf den Signal Hill. Der heißt übrigens so, da von dort immer um 12:00 Uhr mittags Kanonenschüsse abgefeuert wurden, damit die Bewohner von Kapstadt ihre Aufziehuhren danach stellen konnten. Diese Tradition wurde bis heute beibehalten. Außerdem gab es noch andere Signalschüsse der Kanonen, falls Schiffe in der Bucht eintrafen. Falls es feindliche waren, damit sich die Soldaten zur Verteidigung versammeln konnten, und falls es freundliche waren, damit die Bauern von den umliegenden Farmen mit Proviant für die Schiffe kommen konnten.
Ich hielt mehrmals an um Bilder vom Tafelberg sowie vom Lion’s Head zu machen. Von oben hatte man dann schließlich auch noch einen schönen Ausblick auf die Bucht und das Stadion.
Leider konnte ich nicht lange bleiben, da ich ja noch meine Reifen abholen musste.
Ich erreichte den Laden um 16:50 Uhr. Da ich zuvor allerdings mal grob ausgerechnet hatte wie viele Kilometer ich von Namibia über Angola und Botswana bis Johannesburg noch fahren würde, kam ich zu dem Schluss, dass ich durchaus auch den etwas grobstolligeren Vorderreifen nehmen könnte. Damit hätte ich auf Schotterstraßen und Dirt Roads etwas mehr Reserven. Ich fragte also nach, ob ich den Vorderreifen nochmal tauschen könnte. Das war kein Problem und ich bekam noch 60 Rand (gut 3€) zurück.
Nun musste ich nur noch eine gute Möglichkeit finden die Reifen auf dem Motorrad fest zu zurren. Der erste Versuch schlug fehl, doch im 2. Versuch schaffte ich es sie sicher zu verstauen.
Ich hoffte dass würde auch dann noch funktionieren wenn ich meinen Rucksack auf dem Soziussitz hätte. Der war heute ja nicht drauf. Das würde ich dann am Dienstag feststellen wenn ich Hout Bay verlassen würde. So müsste ich dann rund 1500 Kilometer in 5 Tagesetappen bis Windhoek fahren.
Zurück in Hout Bay fuhr ich nochmal Einkaufen. Diesmal zur Abwechslung in den SPAR wo ich sehr gut aussehende Brötchen bekam. Im Apartment machte ich mit die 2. Hälfte der Bratwurst mit den 3 verbliebenen Eiern.
Erkältung im Anflug
| Datum | 13.06.2026 – Tag 66 |
| Start | Hout Bay |
| Ziel | Hout Bay |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 65281 km |
Ich konnte am Abend schon schlecht einschlafen und als ich dann um 3:00 Uhr mit Kratzen in der Nase und im Hals aufgewacht bin und bis 4:30 Uhr nicht mehr einschlafen konnte, entschied ich mich meinen Wecker auszuschalten und die für 11:00 Uhr geplante Tour nach Robben Island ausfallen zu lassen. Ich hatte noch die leichte Hoffnung, dass ich sie vielleicht am Montag nachholen könnte, falls die Erkältung nicht so schlimm werden würde. Ich hoffte, dass wenn ich mich ein oder zwei Tage richtig ausschlafen würde, es vielleicht nicht so schlimm werden würde.
Ich stand dann auch tatsächlich erst um 11:30 Uhr auf und nahm eine Neo Angin gegen die Halsschmerzen.
Am frühren Nachmittag ging ich dann zu Fuß in die Stadt um mir die Beine ein wenig zu vertreten. Das Wetter war super und wenn es nicht so windig und somit doch ein wenig kühl gewesen wärem, wäre ich noch länger am Strand geblieben.
So ging ich noch einkaufen und war gegen 16:00 Uhr zurück an meinem Apartment.
Ein kurzer Tag.
Immer noch krank
| Datum | 14.06.2026 – Tag 67 |
| Start | Hout Bay |
| Ziel | Hout Bay |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 65281 km |
Auch heute schlief ich bis 11:30 Uhr. Nach einem Kaffee und einer heißen Dusche fühlte ich mich wie gestern. Die Erkältung ist werder schlimmer noch besser geworden.
Da es draußen am Regnen war, machte ich mir die Brötchen, die ich noch von gestern übrig hatte und setzte mich an den Laptop.
Laut Wetterbericht solle es zwischen 15:00 und 16:00 Uhr aufhören zu regnen. Wenn nicht würde ich mir ein Uber zum Supermarkt nehmen müssen, da ich außer Müsli nichts mehr zu essen hatten.
Doch es klarte auf und ich ging um 15:30 Uhr zu Fuß einkaufen.
Anschließend ging ich noch zum Strand wo ein Mann einen blinden Seehund oder Seelöwen oder Robbe oder was auch immer fütterte. Die Robbe hörte sogar auf sein Kommando wie ein gut erzogener Hund und nahm den Fisch erst, als er es erlaubte.
Für den Rückweg nahm ich mir ein Uber, da es jetzt wieder angefangen hatte zu regnen.
Zum Abendessen gab es Lammeintopf mit Reis und Blumenkohl. Dabei schaute ich mir das WM Spiel Deutschland gegen Curaçao an.
Nochmal eine Runde mit dem Motorrad
| Datum | 15.06.2026 – Tag 68 |
| Start | Hout Bay |
| Ziel | Hout Bay |
| gefahrene Kilometer | 97 km |
| Kilometerstand | 65513 km |

Heute fühlte ich mich schon etwas besser. Ich stand kurz vor 11:00 Uhr auf, machte mir mein Frühstück und zog mir meine Motorradklamotten an. Ich musste noch in eine Apotheke um Medikamente für Malariaprävention zu kaufen. In Namibia sind die deutlich teurer.
So nutzte ich die Gelegenheit und das das schöne Wetter nochmal um den Chapmans Peak Drive zu fahren, auf dem es heute keine einzige Wolke gab, und so lohnten sich die 2,30€ Maut erst recht.
Anschließend fuhr ich wieder über die schöbne Bergstraße vorbei an der Silbermine nach Constantia wo es ein Einkaufszentrum mit einer großen Dis-Chem Apotheke gab. Hier kaufte ich für 160€ 6 Päckchen Malarone-Generika und 2 Malaria-Schnelltests.
Da es noch nicht so spät war und ich mich immer noch gut fühlte, fuhr ich weiter nach Kapstadt und hoch auf den Tafelberg. Also zumindest bis zur Gondelstation und dann die Straße noch etwas weiter. Die führt etwa auf halber Höhe entlang des Tafelbergs so dass man schon ein wenig Aussicht auf die Stadt hat. Um mit der Seilbahn ganz nach oben zu fahren fehlte mir die Zeit und die Kraft.
Da die Aussicht von der halben Höhe nicht so schön war wie die vom Signal Hill vor ein paar Tagen, fuhr ich ganz spontan auch nochmal dorthin. Das Wetter war super, lediglich eine kleine Wolke umhüllte die Spitze des Tafelbergs. Doch die Aussicht auf die Bucht und das Stadion waren perfekt.
Von hier trat ich den Heimweg an und fuhr nochmal entlang der Küste, wie schon bei meinem erste Kapstadtbesuch. Die Gegnd mit den vielen Bergen direkt am Meer ist einfach der Hammer.
























































































































































































