
Tag 1: Ankunft meiner Familie in Windhoek
| Datum | 24.06.2026 – Tag 77 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 67444 km |
Der Wecker klingelte um 7:50 Uhr. Ich zog mich schnell an, machte mir noch eine Tasse Kaffee und packte die letzten Sachen aufs Motorrad. Blöderweise war der Vermieter nicht da und ich sollte den Schlüssel zu dem anderen Haus bringen, wo ich eigentlich mein Zimmer gemietet hatte. Also fuhr ich dorthin und kam letztlich erst um 8:15 Uhr los.
Auf dem Weg zum Flughafen klingelte plötzlich mein Telefon und meine Mutter rief an. Sie wurde vom Zoll festgehalten wegen der Motorradersatzteile, die sie mir mitgebracht hat.
Zum Glück war der Zollbeamte sehr zugänglich. Ich hielt Straßenrand und kramte mein Carnet des Passages heraus. Er wollte sehen, dass ich tatsächlich ein Motorrad nach Namibia eingeführt hätte. Doch er wollte das Carnet nicht im Original sehen, es genügte ihm, dass ich ihm per Videoanruf den Einreisestempel zeigte. Danach bekam meine Mutter ihren Koffer ohne für die Ersatzteile extra Zoll bezahlen zu müssen.
Um 9:00 Uhr erreichte ich den Flughafen und begrüßte die Drei, die schon ein paar Minuten auf mich warteten.
Ich gab meinem Vater die tags zuvor gekaufte SIM Karte und wollte über die Lefa App, dem Pendant zu Uber in Namibia, ein Taxi buchen. Allerdings konnte man in der App nicht die Größe des Autos auswählen und da ich Angst hatte, dass wir vielleicht nicht genug Platz im Kofferraum hätten, bin ich nochmal ins Flughafengebäude gegangen und habe bei den dortigen Taxis gefragt, was sie kosten würden. Zuerst wollte der Mann 800 Namibia-Dollar haben, doch als ich ihm zeigte, dass es in der Lefa App lediglich 500 NAD kostete meinte er, er würde auch für 600 NAD Fahren. Das war uns die Sicherheit wert ein Auto mit ausreichend großem Kofferraum zu bekommen.
Ich setzte meine Eltern und meinen Onkel ins Taxi und sagte dem Fahrer, dass er nicht so schnell fahren sollte, da ich mit dem Motorrad noch aufholen müsste. Daran hatte er sich leider nicht gehalten.
Ich ging zu meinem Motorrad, zog mich an und schaute auf WhatsApp nach dem Live Standort meines Vaters. Der war schon ein ganzes Stück weit weg.
Ich fuhr so schnell, wie ich noch nie auf dieser Reise gefahren bin. Ich bin mir nicht mal sicher ob ich schon jemals mit diesem Motorrad 150 km/h gefahren war. Doch das war für die Stollenreifen etwas zu schnell, weshalb ich es bei 130 km/h belassen habe. Ich näherte mich dem Taxi sehr langsam , doch als wir Windhoek erreichten und die Autobahn verließen, habe ich endlich aufgeschlossen. So erreichten wir die Unterkunft zur gleichen Zeit.
Da mir der Vermieter gestern schon den Schlüssel für eines der Zimmer gegeben hatte, fingen wir an das Gepäck in dieses Zimmer zu stellen, doch dann kam auch schon der Vermieter und zeigte uns die anderen Zimmer.
So konnte dann jeder schon um 10:15 Uhr sein eigenes Zimmer beziehen. Nicht schlecht, dafür, dass der Check-In gewöhnlich erst ab 14:00 Uhr ist.
Gegen 11:00 Uhr riefen wir uns dann über die Lefa App ein Taxi und fuhren in die Stadt. Dort gingen wir zuerst zu einem Optiker, bei dem ich nachfragte, ob sie mir Gläser in die von meinen Eltern mitgebrachte Motorradbrille einsetzen könnten. Die sehr hilfsbereite Dame konnte das leider nicht sagen und meinte, sie müsse Rücksprache mit dem Techniker in der Zentrale halten. Ich ließ ihr die Brille sowie meine Telefonnummer dort und sie wollt mich anrufen, sobald sie mehr wüsste. Außerdem zeigte sie mir noch eine Sicherheitsbrille, die ebenfalls mit einem Gummiband, statt Brillenbügeln ausgestattet war und von der sie wusste, dass man darin Gläser einsetzen lassen könnte. Leider saß die Brille nicht so gut. Aber vielleicht wäre es als Plan B eine Option.
Nun gingen wir in den benachbarten Checkers Supermarkt um etwas zu Essen zu kaufen, was wir direkt vor dem Markt an dafür vorgesehene Tischen essen konnten. Durch den ganzen Trubel hatte ich allerdings vergessen ein Foto davon zu machen.
Als nächstes gingen wir zum Cymot City Centre, einem Outdoor Geschäft in dem wir uns ein paar Kühlboxen anschauten. Da die aktiven mit Kompressorkühler nicht nur riesig groß sondern auch unglaublich teuer waren (400€ aufwärts) haben wir uns letztlich für die billigste passive Kühlbox entschieden, die schön klein, aber ausreichend für ein paar Frühstückssachen war. Wir kauften sie allerdings noch nicht, da wir später nochmal wiederkommen wollten um sie nicht den ganzen Tag durch die Stadt schleppen zu müssen.
Auf dem Weg erhielt ich einen Anruf vom Optiker. Leider könnten sie wegen der hohen Werte meiner Brillengläser, keine für die Motorradbrille anpassen. Und Gläser für die Sicherheitsbrille sollten umgerechnet 400€ kosten. Das war eine ziemliche Hausnummer. darüber müsste ich erst noch eine Nacht schlafen.
Von hier gingen wir zu Fuß zur Christuskirche. Als wir dort ankamen und ein paar Fotos gemacht hatten trafen wir eine junge schwarze Frau, die perfekt deutsch sprach. Sie meinte, sie sei in der DDR aufgewachsen, die damals enge Verbindungen zu Namibia unterhielt, und sei nach der Wende nochmal nach Mayen in der Eifel und später nach Wuppertal gezogen.
Sie erzählte uns etwas über ihr Projekt, eine Ausstellung, die sie für August organisieren wollte und für die sie noch Spenden sammelte. Sie gab uns auch noch eine Menge guter Tipps, wie z. B. dass die Kirche heute geschlossen aber am Nächsten Tag ab 14:00 Uhr geöffnet sei, und dass wir in „der Kaffeekanne“ einem modernen Gebäude in dem das Unabhängigkeitsmuseum untergebracht ist, mit dem Fahrstuhl in den 4. Stock fahren könnten um von dort eine tolle Aussicht über die Stadt zu genießen.
Wir bedankten uns und spendeten natürlich auch etwas. Dann gingen wir zur Kaffeekanne und nahmen den Fahrstuhl nach oben. Es gab 3 Terrassen für die man einen Eintritt von ca. 1,60€ pro Person zahlen musste. Von der einen hatte man einen tollen Ausblick auf die Kirche und die dahinterliegende Stadt. Von der 2. auf die Ausläufer im Süden sowie die alte Feste und von der 3. auf das Rugby-Stadion in dem gerade ein paar junge Männer am Trainieren waren.
Eigentlich wollten wir nun die alte Feste besuchen, doch die war aktuell geschlossen.
Also gingen wir zum Tintenpalast. Das ist der Spitzname für das Parlamentsgebäude, da die einheimischen damals darüber erstaunt waren, wie viel Tinte die Deutschen für die Verwaltung benötigten. Laut Internet hätte es dort Führungen geben sollen, doch als wir ankamen, sagte man uns, dass wir das Gebäude nicht besichtigen könnten.
Stattdessen schlenderten wir eine Runde durch den sehr schönen Park, der zu diesem Gebäude dazu gehörte.
Mittlerweile war es schon 14:00 Uhr und wir gingen zurück in die Stadt. Zuerst wollten wir noch zu einem Handwerkermarkt, doch da meine Eltern und mein Onkel vom Flug, während dem sie nicht schlafen konnten, ziemlich fertig waren, entschieden wir uns gleich zurück zum Cymot City Center zu gehen um die Kühlbox zu kaufen. Wir machten jedoch noch einen kleinen Umweg so dass wir noch am Uhrenturm und den Meteoriten in der Fußgängerzone vorbei kamen.
Nachdem wir die Kühlbox gekauft hatten, gingen wir zum Optiker um meine Motorradbrille wieder abzuholen. Ich sagte der Dame ich würde es mir noch überlegen und ggf. morgen wieder kommen.
Nun gingen wir zum Checkers und machten einen Großeinkauf für’s Abendessen und die nächsten Tage. Getränke, Frühstückssachen etc.. Für den Heimweg riefen wir uns wieder ein Lefa-Taxi.
An der Unterkunft setzten wir uns an einen schhönen großen Tisch draußen vor unseren Zimmern, unterhielten uns noch ein wenig und aßen anschließend zu Abend. Die anderen gingen schon um 19:30 Uhr ins Bett während ich mich noch anmeinen Laptop setzte und Tagebuch schrieb. Außerdem begann ich auch damit mein neues Handy, das mir meine Eltern mitgebracht hatten, einzurichten, Ich freute mich schon auf die deutlich besserer Kamera.
Tag 2: Stadtbummel in Windhoek
| Datum | 25.06.2026 – Tag 78 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 46 km |
| Kilometerstand | 20779 km Übernahme Toyota Fortuner: 20733 km |
Der Tag begann entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück an unserem großen Tisch. Das werden wir vielleicht so schnell nicht mehr haben, da wir in den nächsten Tagen wahrscheinlich eher darauf bedacht sind etwas schneller los zu kommen.
Ich vergaß allerdings schon wieder ein Foto zu machen.
Gegen 10:30 Uhr machten wir uns fertig und nahmen uns ein Taxi zum Unabhängigkeitsmuseum in der „Kaffeemaschine“, dort wo wir gestern die schöne Aussicht vom Balkon genossen hatten.
Ich fand das Museum allerdings etwas enttäuschend. Sehr wenig Infotafeln und starker Fokus auf die SWAPO, die Unabhängigkeitsbewegung.
Gegen 12:00 Uhr verließen wir das Museum und gingen zur Christuskirche. Die sollte laut der netten Dame von gestern zwar erst um 14:00 Und öffnen, doch wir versuchten unser Glück. Sie war natürlich geschlossen, doch der Souvenirverkäufer von gestern meinte, er würde mit den „Cleaning Ladies“ sprechen und sie würden uns für ein paar Minuten in die Kirche rein lassen.
Sie war, typisch für eine evangelische Kirche, nicht besonders prunkvoll, doch es gab einen kleinen Baum mit Fotos von allen in den letzten 2 Jahren getauften Kindern. Das fand ich einen schönen Brauch, den man in Deutschland auch einführen könnte.
Außerdem gab es noch eine Gedenktafel, die an alle gefallenen Deutschen erinnert hat, die während der Kolonialzeit von 1894 bis 1915 gegen die einheimischen Volksstämme gekämpft hatten. Ich fand es etwas seltsam, dass man den Besatzern noch heute gedenkt. Das wäre als würden in einer deutschen Kirche Gedenktafeln für Nazi Offiziere hängen.
Von hier aus gingen wir nochmal zum Checkers um eine Kleinigkeit zu Essen und um Brot für das nächste Frühstück zu kaufen.
Als letztes stand dann die Besichtigung des Eisenbahnmuseums auf dem Programm, dass mir deutlich besser gefallen hatte als das Unabhängigkeitsmuseum. Es gab viele schöne alte Ausstellungsstücke. Dennoch fehlten mir auch hier die Infotafeln dazu.
Kurz vor 16:00 Uhr riefen wir uns mit der LEFA App ein Taxi zum Flughafen wo wir unseren Mietwagen abholten. So ein Toyota Fortuner ist schon ein ziemlich großes Gerät.
Wir protokollierten jeden einzelnen Kratzer und ließen ins das Auto noch erklären. Vor allem wie das Reserverad unter dem Auto hervor geholt werden kann.
Schön ist, dass es schon Android Car kompatibel ist, so dass wir Google Maps vom Telefon auf dem großen Display nutzen können. Sofern wir das am nächsten Tag eingerichtet bekämen.
Von hier fuhren wir zurück nach Windhoek wo wir der Empfehlung unseres Reiseführers folgten und im Restaurant „The Stellenbosch Tasting Room“ zu Abend aßen. Wir Männer bestellten sich alle ein Oryx Steak mit Spätzle und Rotweinsoße, meine Mutter ein Calamari Steak mit Paprika. Da ihr das allerdings zu scharf war tauschte ich mit ihr. Beides war sehr lecker und wir planten am letzten Tag der Rundreise nochmal zurück kommen.
Zurück in der Unterkunft sortierte ich meine Sachen. Einiges wollte ich im Motorrad lassen, das ich es während der Autorundreise nicht brauchen würde. Außerdem richtete ich mein neues Handy etwas weiter ein, so dass ich heute zumindest den Instagram Post damit machen könnte.
Leider kam ich wieder erst um Mitternacht ins Bett.
Tag 3: Hardap Nationalpark

| Datum | 26.06.2026 – Tag 79 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Mariental |
| gefahrene Kilometer | 315 km |
| Kilometerstand | 21094 km |
Heute bin ich blöderweise schon um 7:00 Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Um 8:30 Uhr haben wir wieder gemütlich gefrühstückt. Nicht ganz so lange wie gestern, da wir um 9:15 Uhr damit begonnen haben unsere Sachen zusammen zu suchen und das Auto zu packen.
Mit etwas Tetris spielen haben wir am Ende alle Koffer und Taschen untergebracht. Doch wenn meine Tante noch mitgefahren wäre, hätte es nicht gereicht. Dann hätte ich all meine Gepäck auf dem Motorrad transportieren müssen und die anderen hätten evtl. sogar etwas Gepäck in der Unterkunft lassen müssen. Aber so schade es ist, dass sie nicht dabei ist, für das Gepäck war es gut.
Um 10:25 Uhr fuhren wir dann los. Nachdem wir Windhoek verlassen hatten verlief die B1 nur noch geradeaus. Doch das war sehr angenehm um sich mit dem großen Auto an den Linksverkehr zu gewöhnen. Da ich seit 7 Monaten schon im Linksverkehr gefahren bin, bin ich schon gestern vom Flughafen nach Windhoek und heute die erste Etappe gefahren.
In Rehoboth hielten wir an um zu tanken, so dass wir einen randvollem Tank hatten und beim nächsten Tanken einen einigermaßen realistischen Spritverbrauch ausrechnen könnten. Der Anzeige im Bordcomputer traue ich nämlich nicht und auch wenn die Tankanzeige am Flughafen noch auf „voll“ gestanden hat, musste das ja nicht heißen, dass der Tank auch wirklich randvoll war.
Nach dem Tanken tauschten wir die Plätze und mein Onkel übernahm das Steuer.
Das nervigste am Linksverkehr bzw. daran dass das Lenkrad auf der „falschen“ Seite ist, ist dass auch der Hebel für Scheibenwischer und Blinker vertauscht sind, so dass man bei jedem zweiten Versuch zu blinken den Scheibenwischer eingeschaltet hat. Ich war gespannt wie lange wir brauchen um uns daran zu gewöhnen, bzw. ob wir uns überhaupt daran gewöhnen würden.
Um 14:30 Uhr erreichten wir den Hardap Nationalpark am Hardap Damm. Zuerst wollten wir angesichts der 11€ Eintritt nicht reinfahren, doch dann dachten wir mit 3 Stunden Zeit und nichts anderem zu tun in Mariental lohnt es sich doch.
Zuerst fuhren wir einen Weg westlich des Stausees auf dem man manchmal Giraffen und Antilopen sehen kann. Wir fuhren bis zu einem Picknickplatz der „Bird View“ hieß und dort sahen wir dann einen großen Baum mit noch größeren Webervogelnestern. Säugetiere sahen wir leider keine.
Da dieser Bereich des Parks um 16:00 Uhr schloss, drehten wir hier um und fuhren auf die Ostseite. Dort hatten wir eine tolle Aussicht auf den Stausee. Außerdem sahen wir ein paar Baboons, also Paviane, sowie 4 tolle Vögel.
Kurz nachdem wir den Park verlassen hatten fuhren wir über eine Brücke und sahen noch 2 schöne Vögel.
Um 17:30 Uhr bezogen wir schnell unsere Unterkunft und fuhren sofort weiter zum Supermarkt um noch Brot und ein paar Kleinigkeiten fürs Frühstück zu kaufen.
Von dort ging es direkt weiter zum Restaurant. Da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, knurrte uns allen schon der Magen.
Wir bestellten alle Pizza und waren nicht nur vom Geschmack begeistert, sondern auch gut gesättigt.
Tag 4: Garas Köcherwald und des Spielplatz der Riesen

| Datum | 27.06.2026 – Tag 80 |
| Start | Mariental |
| Ziel | Keetmanshop |
| gefahrene Kilometer | 291 km |
| Kilometerstand | 21385 km |
Heute Nacht hatte ich nicht so gut geschlafen. Als ich um 7:30 Uhr aufwachte hatte ich wieder ein Kratzen in der Nase und leichte Halsschmerzen. Ich muss unbedingt mal wieder lange ausschlafen um mir nicht die nächste Erkältung einzufangen.
Die Anderen saßen schon etwas länger beim Frühstück als ich kam. Draußen regnete es.
Zum Glück hörte es auf, als wir fertig waren und das Auto packten. Pünktlich um 10:00 Uhr kam die Reinigungsdame. Ich sagte ihr, dass sie schon in meinem Zimmer und dem von meinem Onkel anfangen könnte, während wir im großen Apartment meiner Eltern noch die letzten Sachen gepackt hatten.
Als wir losfuhren begann es ein wenig zu nieseln, doch schon nach wenigen Minuten hörte es auf und blieb den Rest der Fahrt trocken.
Auf etwa halber Strecke bogen wir mal links ab und fuhren zu dem Gebirge, dem wir schon seit Beginn der Fahrt folgten. Wir sahen 2 schöne große Vögel, die allerdings zu schnell weggeflogen sind bevor ich sie fotografieren konnte.
An den Bergen vertraten wir uns kurz dir Beine und genossen den Anblick der steil abbrechenden Felswand, doch der kalte Wind trieb uns schnell wieder zurück ins Auto.
20 Kilometer vor Keetmanshoop gab es noch einen 2. Quiver Tree Forest, also einen Köcherbaumwald, der laut Internet weniger besucht und somit nicht so überfüllt sei.
Außerdem sollte es dort auch Skulpturen geben, so dass wir dort einen Zwischenstopp einlegten.
Es war ein sehr schönes Areal mit tollen Köcherbäumen und witzigen Skulpturen. Und das beste war, dass alles trocken war und wir nicht durch den Schlamm marschieren mussten.
Anschließend fuhren wir zu unserer Unterkunft und luden das Auto aus. Leider ging es mir schon den ganzen Tag nicht gut. Ich hatte jetzt schon mehrere Nächte in Folge nicht genug geschlafen und nachdem wir gestern den kompletten Tag die Klimaanlage im Auto am Laufen hatten, war heute schon wieder eine Erkältung im Anmarsch.
Deshalb legte ich mich nochmal eine halbe Stunde ins Bett um mich ein wenig auszuruhen.
Da das Wetter auch immer besser wurde und die Sonne langsam durchkam hatten wir ein perfektes Licht als wir nun zum Spielplatz der Riesen fuhren. Dort gab es einen 45 minütigen Wanderweg für den wir deutlich über eine Stunde brauchten, da wir wieder unzählige Fotos machten. Die Gesteinsformationen sehen aus, als wären die Felsbrocken aufeinander gestapelt worden. Daher der Name „Spielplatz der Riesen“. In Wirklichkeit sind sie aber über Millionen von Jahren durch Erosion entstanden.
Um 18:00 Uhr pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir zurück zu unserer Unterkunft und gingen sofort essen. Das Hotel Restaurant Schützenhaus lag nur 350 Meter von unserer Unterkunft entfernt.
Das Essen war mal wieder sehr gut, wobei meine Rindermedallions nicht ganz so gut waren wie der Oryx Spieß, den meine Eltern aßen.
Als wir zu unserer Unterkunft zurück kamen, kam dann der große Schock. Es gab einen Stromausfall. Zuerst dachte ich, kein Problem, ich habe ja eine Stirnlampe. Doch dann dämmerte mir, dass ich ohne Strom ja meinen Heizlüfter nicht betreiben könnte. Doch ich hatte Glück und der Strom kam um 21:30 Uhr zurück. So hoffte ich auf eine gute und erholsame Nacht und dass meine Erkältung genau so schnell verschwinden würde, wie die letzte in Kapstadt.
Tag 5: Wildpferde bei Garub

| Datum | 28.06.2026 – Tag 81 |
| Start | Keetmanshop |
| Ziel | Lüderitz |
| gefahrene Kilometer | 352 km |
| Kilometerstand | 21737 km |
Heute hatten wir keine gute Sitzgelegenheit zum Frühstücken und laut der Beschreibung auf Booking.com sollte es hier gegen eine extra Gebühr ein Frühstück geben. Doch als wir gestern ankamen erklärte uns die Dame am Empfang, dass sie am Wochenende ihre Kinder nach Windhoek zum Rugby Spielen bringen muss. Deshalb gibt es Frühstück nur von Montags bis Freitags.
Daher gingen wir zu dem Restaurant in dem wir schon gestern Abend gegessen hatten und fielen über das Frühstücksbuffet her. Dafür, dass es 200 NAD (ca. 10,70€) gekostet hat, war es nichts besonderes, aber auch nicht schlecht. Im Gegensatz zu den Hotels in Indien gab es zumindest Wurst und Käse.
Von dort starteten wir in Richtung Lüderitz. In Aus hielten wir kurz an um mal einen Blick auf das Bahnhof Hotel zu werfen, in dem wir in 2 Tagen übernachten werden. An der Tankstelle dort kauften wir einem jungen ausgehungerten Mann noch etwas zu Essen.
20 Minuten später erreichten wir eine Aussichtsplattform an einem Wasserloch, wo man die seltenen Wildpferde von Garub sehen kann. Wir hatten Glück und sahen gleich 2 kleine Gruppen. Eine davon kam nach ein paar Minuten sogar noch näher auf uns zu und dann ans Wasserloch.
Auf dem weiteren Weg nach Lüderitz hielten wir zwischendurch nochmal, um Fotos von den kleinen Dünen zu machen durch die die Straße hier verlief.
In Lüderitz bezogen wir eine sehr schöne Unterkunft, das Obelix Guest House.
Kurz darauf fuhren wir auf die Halbinsel namens Shark Island, auf der früher ein Konzentrationslager der Deutschen stand in dem Nama und Herero hingerichtet wurden. Ihre Köpfe wurden abgeschlagen und zu „wissenschaftlichen“ Untersuchungen nach Deutschland geschickt. Die Körper wurden ins Meer geworfen und lockten die Haie an. Deshalb erhielt dir Halbinsel den Namen Shark Island.
Heute befindet sich dort ein Denkmal und es gab mal einen Campingplatz, der jedoch momentan nicht im Betrieb war.
Wir genossen es um das Kap zu spazieren und die außergewöhnliche Landschaft zu genießen. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, doch wir sahen die Sonne lediglich hinter einer Wolke verschwinden, nicht im Meer versinken.
Zurück an der Unterkunft aßen wir belegte Brote zu Abend um noch einen Teil unserer Wurst- und Käsevorräte aufzubrauchen, da wir in den nächsten 5 Tagen Frühstück inklusive haben würden.
Den Abend verbrachten wir dann damit den morgigen Tag zu planen. Zum Beschriften und Bearbeiten meiner Fotos bin ich leider nicht mehr gekommen.
Tag 6: Ausflug über die Lüderitz Halbinsel
| Datum | 29.06.2026 – Tag 82 |
| Start | Lüderitz |
| Ziel | Lüderitz |
| gefahrene Kilometer | 59 km |
| Kilometerstand | 21796 km |
Leider wurde meine Erkältung schlimmer. Aufgrund eines hartnäckigen Hustens konnte ich nicht gut einschlafen und habe wieder mal zu wenig Schlaf bekommen.
Ich schleppte mich um 9:00 Und zum Frühstück, doch anschließend legte ich mich wieder ins Bett. Die anderen gingen alleine durch die Stadt spazieren. Mir tat es ganz gut noch 3 Stunden im Bett zu bleiben, auch wenn ich nicht mehr geschlafen habe.
Gegen 13:00 Uhr waren die Anderen zurück und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zum Dias Point wo ein Leuchtturm stand und eine Nachbildung des originalen steinernen Dias Kreuzes, das der portugiesische Seefahrer Bartholomeu Dias am 25. Juli 1488 dort errichtete.
Da die Fußgängerbrücke eingestürzt war, konnte man allerdings nicht bis zum Kruz hinauf gehen ohne durchs Wasser laufen zu müssen. Dafür war es uns zu kalt. Doch die eigentliche Attraktion war sowieso die Landschaft, die Marmorkuchenartigen Steinformationen sowie die tosende Gischt des Meeres. Wir hatten heute Windstärke 7.
Von hier fuhren wir weiter zu einer Stelle von der aus man die Halifax Insel sehen konnte. Dort soll es eine Pinguinkolonie geben, doch die konnte man wegen der starken Gischt nicht sehen. Auch von Robben, Delfinen und Walen gab es keine Spur. Wir fuhren sofort weiter auf der Suche nach der Eberlanzhöhle. Zuerst fuhren wir noch vorbei und hielten kurz an einer weiteren Bucht.
Als wir umkehrten, sahen wir den keinen steinernen Wegweiser. Von hier mussten wir einen etwas steinigen Wanderweg zur Höhle gehen. Die Landschaft war surreal. Doch der Weg wurde am Ende so steil, dass die 3 älteren Semester es vorzogen, die letzten Meter bis zur Höhle auszulassen. Die war letztlich auch nichts besonderes. Ein vielleicht 5 Meter tiefes und 3 Meter breites Loch im Fels. Darin stand noch eine seltsame Holzkiste, die ich mir allerdings nicht näher angesehen hatte.
Danach hatten wir genug vom klettern und fuhren noch zur „Großen Bucht“, doch dort stiegen wir nicht aus, da es und zu kalt war, sondern warfen nur inen Blick auf’s Meer aus dem windgeschützten Auto.
Nach einem tollen Nachmittag fuhren wir zurück nach Lüderitz, tankten, gingen noch schnell Wasser im SPAR kaufen und fuhren zurück zur Unterkunft.
Dort buchten wir noch eine Bootstour für den nächsten Morgen für meine Eltern und meinen Onkel. Mir war das leider zu früh. Ich wollte so erkältet nicht um 6:30 Uhr aufstehen.
Dann gingen wir zu Fuß zum 10 Minuten entfernten Barrels Pub and Restaurant, das in einem Reiseführer für seine Langusten gelobt wurde. Als wir um 19:00 Uhr dort ankamen begann gerade das Fußballspiel Brasilien gegen Japan.
Wir bestellten 3 mal die große Portion Langusten und ein mal Muscheln für meine Mutter. Leider mussten wir über eine Stunde warten und als das Essen kam war es nur lauwarm. Schade um die guten Langusten, die heiß noch viel besser geschmeckt hätten.


















































































































































































































































































































































