
Auf nach Namibia

| Datum | 19.06.2026 – Tag 72 |
| Start | Springbok |
| Ziel | Grünau |
| gefahrene Kilometer | 281 km |
| Kilometerstand | 66506 km |
Ich stand um 8:45 Uhr auf und musste erst mal dringend auf die Toilette. Ich hatte mir wohl etwas eingefangen und zum ersten Mal in Afrika ein wenig Durchfall.
Ich frühstückte trotzdem ein Brötchen und trank einen Kaffee. Bis ich mein Motorrad gepackt und bereit zur Abfahrt war, war es schon 10:45 Uhr, doch auch hier beschwerte sich niemand, dass ich nicht pünktlich um 10:00 Uhr ausgecheckt hatte.
Das Wetter war gut, und die Straße langweilig. Es ging ausschließlich geradeaus. Und der Wind blies heftig, meistens schräg von vorne. Das machte das Fahren recht mühsam und erinnerte mich ein wenig an Patagonien.
Nach knapp 2 Stunden erreichte ich die Grenze. In Südafrika bekam ich bei der Immigration meinen Ausreisestempel und beim Zoll den Stempel für mein Carnet des Passages.
Auf der namibischen Seite waren sie etwas strenger. Zuerst musste ich meine Schuhe auf einer Matte desinfizieren, da es in Südafrika einen Maul- und Klauenseuche Ausbruch gab und Namibia sich den nicht importieren wollte.
Deshalb war es auch verboten Fleisch oder Milchprodukte zu importieren, weshalb ich meine Reifen abbauen musste, damit eine Dame mein Topcase inspizieren konnte. Ich zeigte ihr meinen Rucksack in dem ich noch etwas Studentenfutter hatte. Das war jedoch kein Problem. Die Butter und die Trockenwurst, die ich noch im Seitenkoffer hatte, hätte mir die Dame wohl abgenommen, doch nachdem sie meinen Ricksack gesehen hatte war sie zufrieden und durchsuchte meine Seitenkoffer nicht weiter.
Ich baute meine Reifen wieder an und ging zur Immigration. Dort bekam ich mein Visum in den Pass gestemptelt mit 90 Tagen Aufenthaltsgenehmigung. Das reichte um nach der Namibiarundreise und 30 Tagen in Angola nochmal für ein paar Tage zurück zu kommen bevor es weiter nach Botswana ging.
Bevor ich zum Zoll ging machte ich noch einen Abstecher zur Toilette. der Durchfall war wohl nicht so harmlos wie erhofft und das Brötchen von heute morgen kam wieder heraus.
Beim Zoll bezahlte ich rund 16€ Road Tax und in einem weiteren Büro bekam ich mein Carnet gestempelt.
Um 13:30 Uhr war ich fertig und fuhr zur nächsten Tankstelle. Dort bekam ich auch eine SIM Karte. Nun war ich bereit für die letzetn 2 Stunden Fahrt bis zu meiner Unterkunft bei der ich um 16:15 Uhr ankam. Sie war sehr schön, doch mitten im Nirgendwo gelegen.
Ich fuhr nochmal in den Ort Grünau an eine Tankstelle, die die einzige Möglichkeit war, mir etwas Wasser für die Nacht zu kaufen. Daneben sollte es auch noch ein Restaurant geben, doch das sah sehr geschlossen aus. Gut, dass ich bei meiner Unterkunft Abendessen bestellt hatte.
Das gab es um 19:00 Uhr und es war sehr gut. Rindfleisch Pie und überbackenes Gemüse mit Reis. Und einen leckeren wenn auch undefinierbaren Nachtisch. Alles zusammen für gut 10€. Da kann man sich nicht beschweren. Das würde ich morgen nochmal so machen.
Nach dem Essen setzte ich mich wieder an den Laptop um die Tagebucheinträge der letzten 3 Tage zu schreiben. Das habe ich etwas schleifen lassen.
Außerdem schaffte ich es meinen nächsten Reisebericht fertig zu stellen.
Ausflug zum Fishriver Canyon

| Datum | 20.06.2026 – Tag 73 |
| Start | Grünau |
| Ziel | Grünau |
| gefahrene Kilometer | 228 km |
| Kilometerstand | 66734 km |
Der Wecker klingelte um 9:30 Uhr. Es tat gut mal wieder ausschlafen zu können, auch wenn mir die Zeit später am Fishriver Canyon fehlen würde.
Das Frühstück war etwas dürftig. Es war in einer Papiertüte verpackt, so dass man es auch wahlweise mitnehmen hätte können. Ich aß es lieber am Tisch.
Um 11:30 Uhr startete ich dann meinen Trip zum Fish River Canyon. 8 km Asphalt, anschließend alles Dirt Road. Aber sehr gut zu fahren. Die Landschaft hier ist wieder ganz anders als alles was ich in Südafrika gesehen hatte und ich genoss die Fahrt trotz des anfangs bewölkten Wetters und der kurzen Waschbrettabschnitte. Alles in Allem war die Straße doch deutlich besser zu fahren, als die Schotterstraßen in Südamerika.
Leider brauchte ich dennoch deutlich länger als Google Maps veranschlagte. Nach ziemlich genau 2 Stunden hatte ich 76 km geschafft und machte Mittagspause am Canyon Roadhouse. Das bedeutete, dass ich einen Schnitt von 38km/h gefahren war, was in Anbetracht der Fotostopps nicht schlecht war, doch wenn ich bedenke, dass auf der Rundreisen 2 Tagesetappen von 300 Kilometer auf uns zukommen, machte ich mir ein wenig Sorgen, ob ich das schaffen würde. Ich wusste ja nicht, wie die Straßen dort sein würden.
Das Canyon Roadhouse ist eine legendäre Tankstelle mit Restaurant und Camp. Hier standen etliche alte teils verrostete und von Bäumen durchwachsene Oldtimer herum. Und auch das Innere des Restaurants war voll mit Oldtimern und anderen alten Gegenständen. Fast schon ein kleines Museum.
Eigentlich wollte ich nur schnell ein paar Fotos machen und einen Cappuccino trinken. Doch als ich sah wie schön es hier ist, entschied ich mich für ein richtiges Mittagessen. Zumal ich bis jetzt noch nie Oryx gegessen hatte und das Steak mit 200 Namibia Dollar, knapp 11€, auch nicht teuer war. Ok, ich bekam heute Abend zwar nochmal ein üppiges Abendessen, doch der Laden hatte einfach Charme und es gab keine Kleinigkeiten.
Das warf mich in meinem Zeitplan leider noch ein wenig weiter zurück. Als ich weiter fuhr war es schon 13:30Uhr.
Von hier hatte ich noch 27 km bis zum Canyon. Also nochmal ca eine ¾ Stunde.
Um 14:00 Uhr erreichte ich den Eingang des Nationalparks wo ich rund 18€ Eintritt zahlen musste und 15 Minuten später war ich am Aussichtspunkt des Fisch River Canyons. Als ich ankam, stand lediglich ein einziges Auto auf dem Parkplatz und nach wenigen Minuten ist die Frau, die darin unterwegs war auch schon gefahren, so dass ich den Aussichtspunkt ganz für mich allein hatte. Das war der Vorteil, dass ich so spät dran war.
Ich genoss die grandiose Aussicht auf die Flussbiegung in der Tiefen Schlucht und machte natürlich wieder viel zu viele Bilder.
Als ich dann nach 20 Minuten am Aussichtspunkt einen dumpfen Donnerschlag hörte, nahm ich das zum Anlass mich auf den Weg zum nächsten Aussichtspunkt zu machen.
Ursprünglich hatte ich 3 davon auf dem Plan, doch für den 3. würde die Zeit leider nicht mehr reichen. Da hätte ich heute morgen früher los fahren und das Mittagessen weglassen müssen.
Der Weg zum 2. Aussichtspunkt war leider etwas grober und ich brauchte fast 20 Minuten für 6 Kilometer und in dem Moment in dem ich ankam, fielen die ersten Regentropfen vom Himmel.
Ich machte schnell ein paar Fotos und fuhr sofort wieder zurück.
Doch es war zu spät. Ich fuhr genau auf die Regenwolke zu und nach 5 Minuten wurde der Regen so stark, dass ich bis auf die Unterwäsche durchgeweicht wurde. Blöderweise hatten ich meine Regenklamotten heute morgen in der Unterkunft vergessen. Zum Glück hielt der Regen nur 10 Minuten an. Ansonsten wäre es eine ziemliche Qual geworden die 90 Kilometer über die Dirt Road zurück zu fahren.
Doch als ich von der kleinen Canyon Road auf die D601 in Richtung Hobas abbog, ließ ich den Regen hinter mir und der Rest der Strecke war trocken.
Anfangs war es mir auch noch nicht so kalt, da die Temperatur noch bei 22 Grad lag und die Sonne ab und zu mal raus kam. Doch je länger ich fuhr desto kälter wurde es. Mit nassen Klamotten Motorrad zu fahren macht einfach keinen Spaß. Dafür war die Landschaft im Licht der untergehenden Sonne um so schöner. Leider hatte ich keine Zeit für Fotos anzuhalten.
Gegen 17:30 Uhr erreichte ich die Tankstelle in Grünau und kurz vor 18:00 Uhr, die Sonne war schon sein ein paar Minuten untergegangen, kam ich an meiner Unterkunft an.
Ich hing meine nassen Klamotten zum Trocknen auf und stellte meinen Heizlüfter davor, damit sie auch wirklich trocken wurden.
Anschließend wärmte ich mich bei einer heißen Dusche wieder auf und dann war auch schon Zeit fürs Abendessen.
Es gab einen hervorragenden Lammnacken. Ich kann mich nicht erinnern jemals ein so zartes Stück Fleisch gegessen zu haben. Die Stücke fielen fast von selbst auseinander. Jetzt verstehe ich warum sich Namibia als „Land of meat“ bezeichnet.
Kilometer fressen bis nach Mariental

| Datum | 21.06.2026 – Tag 74 |
| Start | Grünau |
| Ziel | Mariental |
| gefahrene Kilometer | 410 km |
| Kilometerstand | 67144 km |
Ich stand um 8:40 Uhr auf und war guter Dinge schnell losfahren zu können. Schließlich hatte ich fast alles am Vorabend schon zusammengepackt. Ich trank eine Tasse Kaffee und packte mein Motorrad. Doch bis ich bezahlt hatte und los fuhr, war es leider schon wieder 09:45 Uhr.
Heute lagen 400 Kilometer vor mir. Zum Glück komplett auf sehr gut geteerter Straße. Lediglich der Gegenwind war etwas nervig. Anfangs war er so stark, dass ich bei konstant 100 km/h zwischen 5,5 und 6 Litern auf 100 Kilometern verbrauchte. Zahlen, die ich so noch nie zuvor gesehen hatte. Doch zum Glück wurde der Wind im Verlauf des Vormittags etwas schwächer und es gab an der Hauptstraße genug Tankstellen. Irgendwann fuhr ich auf eine dunkle Wolkenfront zu und entschied mich meine Regensachen anzuziehen. Das war schon alleine wegen der Kälte, es waren nur 24 Grad, ganz angenehm. Der Regen blieb dann zum Glück aus.
Gegen 11:00 Uhr erreichte mich dann eine schlechte Botschaft. Das Telefon klingelte und ich nutzte zum 2. Mal seit Eswatini die Freisprechanlage meines Helms.
Meine Mutter rief an und teilte mir mit, dass meine Tante leider nicht mit nach Namibia kommen könnte. Sie hatte seit ein paar Wochen heftige Schmerzen in der Schulter und trotz Stoßwellentherapie, Krankengymnastik und diversen anderen Maßnahmen wurde es leider nicht besser, so dass sie sich jetzt entschieden hatte zu Hause zu bleiben.
Wir gingen ein paar Dinge durch, die sie jetzt machen müsste. Attest vom Arzt und Reiserücktrittsversicherung benachrichtigen.
Echt schade, ich hatte mich total gefreut sie wieder zu sehen.
Um 12:15 Uhr erreichte ich eine Tankstelle kurz vor Keetmanshoop. Ich tankte voll und aß ein Ciabatta Sandwich mit Hackfleischsoße und Käse zu Mittag. Um 13:00 Uhr fuhr ich weiter. Von hier aus hatte ich noch 230 Kilometer vor mir.
Der Rest der Strecke war so langweilig und gerade wie der erste Teil. Doch die letzten 70 Kilometer oder so fuhr ich zumindest an einer landschaftlich reizvollen Tafelbergkette vorbei. Vielleicht ist es auch ein abgebrochenes Hochplateau. Keine Ahnung.
Nach einem weiteren Tankstopp erreichte ich um 16:20 Uhr meine Unterkunft.
Dort setzte ich mich sofort an den Laptop und suchte die Buchungsbestätigungen des Mietwagens und der Unterkünfte heraus. Die Buchungen liefen ja alle über meinen Booking.com Account. Meine Tante brauchte die Daten ja für die Reiserücktrittsversicherung.
Leider war das Internet ziemlich langsam, so dass das eine mühsame Arbeit war.
Dann wurde ich auch noch von einem netten Ecuadorianer namens Armando unterbrochen, der auch auf seinem Motorrad in Afrika unterwegs ist. Er fuhr eine große BMW GS. Und auch er ist nicht sonderlich Offroad erfahren und berichtete mir, dass es so gut es geht auf Asphaltstraßen unterwegs ist. Als ich ihm die Bilder meiner Aufstellhilfe gezeigt habe, wurde er richtig neidisch. Denn auch er kann sein Motorrad alleine nicht aufheben.
Als die Sonne unterging und es kühl wurde, ging ich duschen und fuhr in das einzige offene Restaurant im Ort. Nach dem vielen Fleisch der letzten Tage aß ich heute mal eine vegetarische Pizza.
Eigentlich wollte ich ja nur Brötchen essen, doch die Supermärkte in Namibia haben sonntags nur bis 13:00 Uhr geöffnet. Das wusste ich zwar, hatte aber nicht auf dem Schirm, dass heute Sonntag war. Auf meinen Reisen weiß ich nie welcher Wochentag gerade ist.
Also musste ich notgedrungen ins Restaurant. 😉
Auf dem Rückweg fuhr ich noch zur Tankstelle um mir 2 Flaschen Wasser zu kaufen.
Morgen hätte ich nochmal 3½ bis 4 Stunden Fahrt vor mir um nach Windhoek zu kommen.
Letzte Motorradetappe nach Windhoek

| Datum | 22.06.2026 – Tag 75 |
| Start | Mariental |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 282 km |
| Kilometerstand | 67426 km |
Da ich heute nur 3½ bis 4 Stunden Fahrt bis Windhoek vor mir hatte, stand ich erst um 9:00 Uhr auf. Als ich mein Motorrad packte, merkte ich dass die BMW von Armando nicht mehr da war. Ich schrieb ihm eine WhatsApp und wünschte ihm eine gute Reise. Da bekam ich die Antwort, dass er noch gar nicht abgereist sei. Er säße beim Frühstück in dem Restaurant in dem ich gestern Abend gegessen hatte. Als ich dann um 10:00 Uhr meine Unterkunft verließ fuhr ich zu ihm und bestellte mir dort ein leckeres deftiges Frühstück und wir quatschten noch ewig. Um 11:20 Uhr verabschiedeten wir uns endlich und ich machte mich auf den Weg.
Die Strecke war eher langweilig. Ich hielt lediglich am Schild des südlichen Wendekreises, dem Wendekreis des Steinbocks, um ein paar Fotos zu machen.
Um 15:00 Uhr erreichte ich meine Unterkunft. Der Vermieter hatte mein Zimmer versehentlich 2 mal vergeben, so dass ich ein Upgrade auf ein kleines Apartment bekam. Er wollte zwar, dass ich dafür einen höheren Preis zahlte, doch ich meinte, es wäre ja nicht meine Schuld, dass er das andere Zimmer 2 mal vergeben hätte. Das sah er ein, so dass ich nur den ursprünglichen Preis zahlte.
Anschließend telefonierte ich noch mit meiner Tante wegen dem weiteren Vorgehen bzgl. der Reiserücktrittsversicherung und dann fuhr ich zu einem Car Wash um mein Motorrad waschen zu lassen. Nach der Regenfahrt am Fish River Canyon war es ziemlich dreckig und so wollte ich natürlich nicht in die Werkstatt fahren.
Mit einem schönen sauberen Motorrad fuhr ich dann in den SPAR und kaufte für die nächsten Tage Brotbelag ein. Die Butter hatte ich ja erfolgreich von Springbok nach Namibia geschmuggelt. 😉
Am Abend genoss ich den großen Fernseher in meiner Wohnung und überlegte mir, was ich morgen noch unternehmen könnte. Ich wollte bei der Werkstatt vorbei fahren und besprechen, was sie alles am Motorrad machen sollen, wenn ich von der Rundreise zurück komme (Hinterreifen wechseln, Kupplungsscheiben tauschen und evtl. die Bremsbeläge).
Dann wollte ich noch SIM Karten für meine Eltern und meinen Onkel besorgen und etwas zu Essen für die ersten 2 Tage kaufen. Doch das würde ja nicht den ganzen Tag dauern, dachte ich zu dem Zeitpunkt zumindest noch…
Besorgungen für die Rundreise
| Datum | 23.06.2026 – Tag 76 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 18 km |
| Kilometerstand | 67444 km |
Obwohl das Bett ziemlich hart war schlief ich bis 9:30 Uhr. Nach dem Frühstück telefonierte ich mit meinen Eltern um zu schauen, ob alles ok isz und natürlich weil mir noch eingefallen war, dass sie mir noch eine Regenjacke mitbringen sollten.
Gegen Mittag fuhr ich in die Stadt. Zuerst zu einer Reinigung, die allerdings 15€ für meinen Beutel Wäsche verlangte. Das war mir viel zu teuer, weshlab ich sie wieder mitnahm.
Als nächstes fuhr ich zu einer Mall mit einem MTC Store. Hier kaufte ich SIM Karten für meine Eltern und für meinen Onkel, damit sie sich damit nicht noch morgen am Flughafen rumschlagen müssten. Da es ein Problem mit dem Computersystem gab, dauerte das allerdings viel länger als erwartet.
Nun musste ich noch Bargeld abheben, da die Unterkunft in Windhoek, die wir morgen beziehen würden, nur Barzahlung akzeptierte. Ich fragte ChatGPT nach der Bank mit den niedrigsten Gebühr und dem höchsten Abhebelimit. Das Ergebnis war die Standard Bank, die als einzige keinen Geldautomaten in diesem Einkaufszentrum hatte. Ich versuchte es noch bei anderen Banken, doch bei der Nedbank hätte ich rund 8€ Gebühr bezahlen sollen und bei der FNB bekam ich kein Geld, ebenso bei der Windhoek Bank. Nun ging ich in einen Supermarkt in der Mall, da man dort manchmal an der Kasse Geld abheben kann, sogar ganz ohne Gebühren. Ich kaufte mir einen Salat, doch an der Kasse wurde meine Visa Karte auch nicht akzeptiert.
Also ging ich zu Fuß weiter in die Stadt, wo es laut Google Maps eine Standard Bank geben sollte. Doch die existierte nicht. Stattdessen gab es eine weitere FNB, doch auch bei der bekam ich kein Geld. Allerdings befand ich mich gerade in der Fußgängerzone, so dass ich mir noch die ausgestellten Meteoritenstücke und den Uhrturmanschaute, bevor ich weiter nach einer Bank suchte.
Ich fragte einen Straßenverkäufer und der erklärte mir den Weg. Ca. 150m weiter gab es eine Standard Bank mit mehreren Automaten. Ich versuchte es an 3 Automaten bis ich endlich Geld bekam.
Hier gab es auch ein weiteres Einkaufszentrum mit einem Optiker, der mir von ChatGPT vorgeschlagen wurde. Meine Eltern würden mir morgen 2 spezielle Motorradbrillen mitbringen von denen ich mir eine aussuche und in die dann noch Gläser mit Sehstärke einsetzen lassen muss. Deshalb fragte ich schon mal bei dem Optiker, ob das grundsätzlich möglich sei. Die Dame meinte, sie müsse die Brille zuerst sehen, aber falls es möglich wäre, würden sie es innerhalb von 3 Wochen schaffen. Das klang ja schon mal gut.
Nun bummelte ich noch etwas durch die Stadt. Vorbei an Nationalmuseen, die beide wegen Renovierung geschlossen waren. Vor der National Art Gallery standen ein paar nett anzuschauende Skulpturen.
Zurück in dem Einkaufszentrum in dem ich mein Motorrad geparkt hatte, ging ich noch zum Checkers um mir ein Brötchen und etwas Salat für’s Abendessen zu kaufen.
Leider war es nun schon zu spät um noch zur Yamaha Werkstatt zu fahren. Eigentlich wollte ich mit denen schon klar machen, dass sie mir meine Reifen und meine Kupplungsscheiben wechseln, wenn wir von unserem Road-Trip zurück wären.
Vielleicht fahre ich da morgen hin, falls ich die Oldies in Windhoek allein lassen kann.
Auf dem Weg zu meinem Apartment machte ich noch einen kleinen Abstecher zu der Unterkunft in der wir ab morgen wohnen würden. Ich fragte den Mann, ob ich mein Motorrad in den 3 Wochen dort stehen lassen könnte. Das war kein Problem. Sehr gut. Außerdem fragte ich, ob ich schon mal heute Abend einen Teil meines Gepäcks zu ihm bringen könnte, damit ich morgen nicht mit dem voll bepackten Motorrad zum Flughafen fahren müsste. Ich wollte meine Eltern und meinen Onkel dort empfangen und sicherstellen, dass sie ein Taxi zur Unterkunft bekämen.
Der Mann meinte, auch das sei kein Problem.
Also fuhr ich in mein Apartment, packte alles ein was ich am Abend nicht mehr brauchte und brachte es zur neuen Unterkunft.
So würde ich am nächsten Morgen auch nicht mehr so viel Zeit mit Packen verbringen. Blöderweise landet der Flieger schon um 8:10 Uhr, so dass ich gegen 9:15 Uhr am Flughafen sein will. Bei 45 Minuten Anfahrt hieß das , ich müsste um 7:50 Uhr aufstehen. Horror. 🙁









































































































































