
Tag 12: Swakopmund und Welwitschia Mirabilis
| Datum | 05.07.2026 – Tag 88 |
| Start | Swakopmund |
| Ziel | Swakopmund |
| gefahrene Kilometer | 149 km |
| Kilometerstand | 23186 km |
Heute frühstuckten wir um 8:30 Uhr wieder Brote und hatten seit langem mal wieder einen Filterkaffee.
Um 10:00 Uhr starteten wir zum Stadtbummel. Wir gingen durch die fast schon zu perfekt saubere Stadt und erfreuten uns an den tollen Häusern.
In einem Souvenirladen kaufte mein Onkel ein T-Shirt für seinen Enkel.
Irgendwann sprach uns eine etwas penetrante Bettlerin an mit der Masche, dass ich zuerst ein Foto von ihr und ihrem Baby machen sollte um mich an sie zu erinnern. Anschließend wollte sie dann Milch für ihr Baby. Ich weiß ja nicht wie es hier läuft, doch in Indien wird die Milch dann umgehend in den Laden zurück gebracht um sich das Geld auszahlen zu lassen. Heute war ich hartherzig und habe ihr nichts gegeben und wurde entsprechend heftig beschimpft.
Auf dem Rückweg zur Wohnung liefen wir an der Strandpromenade entlang und aßen noch einen leckeren Fisch mit Fritten an einer Imbissbude.
An der Wohnung holten wir unser Auto und fuhren zum Einkaufen wobei wir fast nur Getränke kauften. Von hier ging es sofort weiter zu den Welwitschia Blumen. Eine Blume, die lediglich 2 Blätter hat, die aber über das gesamte Leben der Pflanze weiter wachsen. Zuerst hielten wir an einer Stelle mit etwas jüngeren Exemplaren.
Später dann an der eingezäunten Welwitscha, die laut Hinweisschild schon 1500 Jahre sein soll. Kaum zu glauben.
Von hier fuhren wir noch zur Mondlandschaft. Einer sehr surreal aussehenden Gebirgsformation, die mitten in einer Ebene liegt.
Zurück in Swakopmund gingen wir von unserem Apartment zu Fuß zu dem 10 Minuten entfernten Restaurant Old Sailor Swakopmund wo wir alle ein Fischgericht bzw. Pizza mit Meeresfrüchten aßen.
Tag 13: Walvis Bay und Düne 7
| Datum | 06.07.2026 – Tag 89 |
| Start | Swakopmund |
| Ziel | Swakopmund |
| gefahrene Kilometer | 142 km |
| Kilometerstand | 23328 km |
Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem AirBnB Haus, fuhren wir nach Walvis Bay.
Dort steuerten wir zuerst die Lagune an wo wir viele Flamingos und in der Ferne viele Kormorane sahen.
Anschließend fuhren wir zurück zur Waterfront um dort ein wenig zu flanieren. Dort sahen wir 2 Pelikane auf einem Poller an einem Jetty und im Wasser tummelten sich 3 Robben, von denen eine einen Vogel verspeiste. Wahrscheinlich eine Möwe.
Zurück am Auto stellten wir erfreut fest, dass der Parkplatzwächter unser Auto gewaschen hatte. Super nett. Das hatte es mal nötig. Dafür gab es dann auch mal ein Trinkgeld.
Nach einem kurzen Stopp bei dem wir unsere mitgenommenen Brötchen aßen, fuhren wir weiter zu den Salinen. Hier gab es neben den großen Salzbergen und Salinenfeldern auch noch Unmengen an Flamingos und andere kleinerer Wasservögel.
Zurück in Walvis Bay hielten wir an der Dunes Mall um in der Apotheke Ibuprofen und Halsspülung für meine Mutter zu kaufen, die sich mittlerweile auch erkältet hatte. Außerdem kauften wir noch Bier und Wein, was am gestrigen Sonntag nicht verkauft wurde.
Von hier fuhren wir zur Düne 7, eine touristische Düne mit Parkplatz auf die man auch hochklettern konnte. Als wir jedoch den Eintrittspreis von 280 NAD erfuhren, was genau so viel war wie für Sossousvlei und den Sesriem Canyon zusammen, entschieden wir uns lieber ein paar Kilometer weiter zu fahren, am Straßenrand zu parken und in den etwas flacheren Dünen zu spazieren. Das war auch deutlich weniger anstrengend.
Zurück in Swakopmund tankten wir noch schnell und aßen dann in einem indischen Restaurant zu Abend. Einerseits hatte ich mal wieder Lust auf indisches Essen und andererseits gab es dort Fisch Curry. Den Fisch, den wir bis jetzt gegessen hatten war immer trocken, also gegrillt, frittiert oder paniert, aber nie mit Soße.
Obwohl ich die Schärfe als mild bis medium bestellt hatte war es noch recht scharf, aber sehr lecker.
Tag 14: Spitzkoppe

| Datum | 07.07.2026 – Tag 90 |
| Start | Swakopmund |
| Ziel | Uis |
| gefahrene Kilometer | 260 km |
| Kilometerstand | 23588 km |
Nach dem Frühstück packten wir und fuhren ein wenig unpünktlich um 10:10 Uhr los.
Als Zwischenziel gaben wir die Spitzkoppe ins Navi ein. Sie wird auch als Matterhorn Namibias bezeichnet. Es ist allerdings nicht nur ein einziger Berg, sondern es gibt noch ein zweites Bergmassiv daneben, die Pontok Mountains. Außerdem gibt es noch tolle Felsformationen mit dem berühmten Rock Arch, einem imposanten Felsenbogen.
Die 2. Hälfte der Strecke war ziemlich übel. Die Straße war größtenteils eine ausgewaschene Waschbrettpiste.
Als wir in Uis ankamen wurden wir in einer traumhaftschönen Unterkunft von einem super netten Gastgeber namens David empfangen, der uns gleich ein paar kalte Getränke servierte. Er deckte uns sogar den Tisch ein, damit wir unser mitgebrachtes Brot und den restlichen Aufschnitt vom Frühstück zu Abend essen konnten. Super nett.
Während die älteren Semester schon früh ins Bett gingen, setzte ich mich nochmal 3 Stunden an den Laptop um Bilder zu bearbeiten. Ich holte langsam auf…
Tag 15: Überschrift

| Datum | 08.07.2026 – Tag 91 |
| Start | Uis |
| Ziel | Uis |
| gefahrene Kilometer | 141 km |
| Kilometerstand | 23729 km |
Um 9:00 Uhr bekamen wir ein hervorragendes Frühstück mit Ei, Bacon und gebratenen Champions sowie sehr gutem Brot und Tomatenmarmelade.
Wir frühstuckten sehr gemütlich, da wir heute nicht so viel vor hatten.
Der Plan war zuerst zu einem Himba Dorf zu fahren, dort eine Führung zu machen und anschließend durch das Flussbett zu fahren und die Wüstenelefanten zu suchen.
Doch als wir gegen 10:30 Uhr los fuhren änderte ich den Plan und wir fuhren gleich in den Fluss. Ich dachte wir könnten vormittags und nachmittags nach den Elefanten schauen und dazwischen das Dorf zu besuchen.
Als wir dann das ausgetrocknete Flussbett erreichten, sagten uns 2 entgegenkommende Autos, dass sie keine Elefanten, aber zumindest deren Fußspuren etwas weiter Flussabwärts gesehen zu hatten.
Etwas später im Flussbett trafen wir auf eine größere Gruppe Reisender, die gerade zu Mittag gegrillt hatten. Auch die schickten uns weiter flussabwärts.
Wir fuhren und hielten Ausschau, doch wir fanden lediglich recht alten vertrockneten Elefantendung. Keine Spuren und keine Elefanten.
Gegen 13:30 Uhr erreichten wir die White Lady Lodge. Dort hatte ich in der Rezeption nachgefragt, ob sie dort wüssten, wo man die Elefanten heute finden könnte. Die nette Dame meinte, ihr Guide wüsste wo sie wären und er würde um 14:00 Uhr eine Tour im offenen Jeep anbieten. Wir könnten ihm zum Preis für eine Person, also 850 NAD (46€), hinterher fahren. Das war für uns eine gute Option.
Zuerst fuhren wir etwa 90 Minuten währenddessen wir nur ein paar Strauße sahen.
Dann erreichten wir einen Hügel auf den wir hinauf stiegen um Ausschau nach den Elefanten zu halten. Und tatsächlich hat der Guide sie in weiter Entfernung zwischen den Bäumen gesehen. Es dauerte eine Weile, doch mit vielen Hinweisen des Guides hatte ich sie durch mein neues 12-fach Fernglas dann auch gesehen. Das war zwar nicht beeindruckend, doch trotzdem schon toll. Schließlich ist das mittlerweile eine eigene Art, die sich vom afrikanischen Elefanten deutlich unterscheidet. Sie haben wesentlich größere Füße um nicht im Sand zu versinken und können bis zu 4 Tage ohne Wasser auskommen.
Dann meinte der Guide wir würden noch näher an sie heranfahren. Was wir am Ende erleben würden hatten wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht erträumen können.
Wir stiegen wieder ins Auto und fuhren geradewegs in den Busch. Nicht über irgendwelche Feldwege, sondern querfeldein. Auf diese Idee wäre ich alleine nie gekommen.
Wir folgten dem Toyota Landcruiser und hofften, dass der Fahrer daran denken würde, dass wir in unserem Fortuner nicht so viel Bodenfreiheit hatten. Wir sind nicht lange gefahren und plötzlich standen sie vor uns. Vielleicht 50 Meter entfernt. Ein gigantisches Erlebnis. Hier waren wir tatsächlich in der absoluten Wildnis. Es fühlte sich gänzlich anders an als bei meinen anderen Game Drives, die ja immer über mehr oder weniger befestigte Wege führten und wir auch immer mal wieder auf andere Fahrzeuge trafen. Hier waren wir in der freien Wildnis. Wir fuhren den Elefanten weiter hinterher und stoppten immer wieder um Unmengen an Fotos zu machen.
Irgendwann hielten wir an einer Stelle, an der ich die Tür öffnete um etwas besser fotografieren zu können. Vor unserem Auto standen mehrere Elefanten in vielleicht 20 Metern Entfernung und fraßen friedlich vor sich hin. Was mir entgangen war, war dass sich ein paar weitere Elefanten von der Seite näherten. Plötzlich rief der Guide ich solle mich ins Auto setzen und er fuhr los. Bis ich drin saß, stand einer der Elefanten direkt neben uns am Auto. Ich traute mich nicht das Auto zu starten und da die Zündung ausgeschaltet war, konnten wir die Fenster auch nicht mehr schließen. Ich sagte den anderen sie sollten sich nicht bewegen und absolut ruhig sein. So saßen wir für ein bis 2 Minuten regungslos da und hörten dem Elefant beim kauen zu. Ein fantastisches Erlebnis. Irgendwann hatte der Elefant genug und ging langsam weiter. Als er etwa 10 Meter Abstand hatte, startete ich den Wagen und fuhr schnell zum Jeep, der etwas weiter entfernt auf uns wartete. So nah war ich noch nie an ein Wildtier heran gekommen. Einfach fantastisch.
Von hier fuhren wir langsam weiter, überholten die Elefanten immer wieder und schauten, wie sie langsam an uns vorbei zogen.
Gegen 16:30 Uhr verließen wir die friedlichen Dickhäuter und hielten nochmal kurz auf einer freien Stelle um ins die Füße zu vertreten. Wir saßen ja schließlich schon seit 14:00 Uhr im Auto. Wir unterhielten uns ein wenig mit den anderen, bei denen auch ein deutsches Pärchen dabei war mit einer Sony A7R V (ca. 3500€ bis 4000€) und dem 200-600mm Sony Objektiv (1500€). Die machten dann auch noch ein Gruppenfoto von uns Vieren.
Der Guide erklärte mir den Weg zurück zur Hauptstraße, die mich nach Uis führen würde, doch kurz darauf entschloss er sich uns doch bis zur Hauptstraße zu begleiten. Super nett.
Von hier hatten wir nochmal rund eine Stunde Fahrt bis nach Uis vor uns. Dabei kamen wir an dem Himba Dorf vorbei, das wirr eigentlich noch besuchen wollten. Das würden wir dann wohl am nächsten Tag machen.
In Uis fuhren wir noch schnell Wasser kaufen, tanken und erhöhten unseren Reifendruck wieder ein wenig. Für die Fahrt im Sand hatten wir ihn heute morgen nämlich auf 1,4 bar abgelassen.
Am Abend gingen wir in das 100 Meter von unserer Unterkunft entfernte Restaurant und bestellten 4 Burger, die sehr lecker waren, wenn auch nicht ganz so gut wie der, den ich in Aus hatte.
Tag 16: Felsgravuren und Damara Living Museum in Twyfelfontein

| Datum | 09.07.2026 – Tag 92 |
| Start | Uis |
| Ziel | Uis |
| gefahrene Kilometer | 288 km |
| Kilometerstand | 24017 km |
Heute wollten wir angesichts der langen Fahrt nach Twyfelfontain eine halbe Stunde früher aufstehen und eine halbe Stunde schneller frühstücken. Ersteres ist uns gelungen, zweiteres leider nicht.
Gegen 10:15 Uhr machten wir uns endlich auf den Weg. Laut unserem Gastgeber sollten wir für die Strecke nur 1½ Stunden benötigen. Google Maps zeigte jedoch 2 Stunden an.
Ich musste schon ziemlich schnell fahren um die 2 Stunden auch einzuhalten.
Wir fuhren ohne Pause oder Fotostopp durch und erreichten um 12:20 Uhr den Parkplatz am Visitor’s Center.
Für 270 NAD pro Person bekamen wir eine junge Führerin namens Monifa, die uns über das recht felsige Gelände führte.
Den ersten Stopp machten wir an den Überresten des Farm Hauses von David Levine, dem ersten weißen Farmer in diesem Gebiet. Er lebte dort jedoch nur 20 Jahre bevor die Regierung das Land wieder den Damara zugesprochen hat. 1964 zog er dann nach Südafrika.
Er gab dem Ort auch den heutigen Namen Twyfelfontain, der übersetzt Zweifel-Quelle heißt, da es im Berg eine kleine Quelle gab, aus der jedoch nicht verlässlich Wasser sprudelte.
Dann ging es weiter zu den Tierbildern. Wir blieben an jedem Felsen stehen, in dem die Tierfiguren eingekratzt waren und Monifa erklärte uns jedes einzelne Bild.
Viele der Figuren konnte man selbst erkennen, doch auf einem Felsen der „The land meets the sea“ heißt, gab es ein Tier, das niemand erkannte. Es sollte ein Pinguin sein.
Ähnlich wie bei den Flusspferden bedeutete das nicht, dass zu der Zeit als die Gravuren entstanden dort Flusspferde oder Pinguine gelebt hätten. Es zeigte viel mehr wie weit das nomadische Volk der San-Buschleute herumgekommen ist. Bis zum Meer waren es ca. 150 Kilometer. Dort deckten sich die San mit Salz ein, das sie nutzen um das Fleisch des gejagten Wilds haltbar zu machen.
Auf vielen der Felsen war auch ein Fußabdruck zu sehen, der als Unterschrift des Künstlers interpretiert wurde.
Die Giraffen hatten für die San eine spirituelle Bedeutung. Sie glaubten, dass sie mit dem langen Hals hinauf in den Himmel reichen konnten und dort für Regen sorgen könnten.
Die San nannten das Gebiet
\ui//aes
was so viel wie Ort zwischen den Steinen heißt. Und nein, der Backslash und die beiden Forwardslashes sind keine Tippfehler, das ist die Schreibweise der Klick Geräusche, die in der San Sprache genutzt werden.
Einen der 4 Klicks bekam ich einigermaßen gut ausgesprochen, die restlichen 3 nicht.
Um 14:30 Uhr fuhren wir wieder zurück, hielten aber nach ein paar Minuten noch am Damara Living Museum wo wir eine kleine Führung machten. Die Dame, die uns herum führte hatte auch einen Namen mit 2 Klicks, den ich nicht aussprechen konnte.
Uns wurde gezeigt, wie die Buschleute Feuer machten, wie geschmiedet wurde und wie die Frauen Schmuck aus Samen und Straußenschalen herstellten.
Für mich war jedoch das interessanteste, wie eine ältere Frau auf dem Boden sitzend uns die verschiedenen Heilpflanzen vorstellte. Allerdings in der Damara Sprache mit den vielen Klick Sounds. Unserer Führerin hat dann alles auf Englisch übersetzt und ich für meine Eltern und meinen Onkel auf Deutsch.
Dann traten wir wieder den Heimweg an. Um das Himba Dort in der Nähe von unserer Unterkunft zu besuchen hatten wir keine Zeit mehr, doch das wurden wir am nächsten Morgen auf dem Weg nach Uis machen.
Zum Abendessen wollten wir heute in das Brandberg White Lady Cafe gehen, doch unser Gastgeber David meinte, das wäre schon geschlossen. Abgesehen von dem gestrigen gab es lediglich noch ein einziges weiteres Restaurant, das BRC Restaurant and Bar. Also versuchten wir dort unser Glück. witzigerweise trafen wir dort auch Annika, die Frau von David, die dort mit ein paar anderen Afrikaans sprechenden Leuten zu Abend aß.
Tag 17: Überschrift

| Datum | 10.07.2026 – Tag 93 |
| Start | Uis |
| Ziel | Outjo |
| gefahrene Kilometer | 331 km |
| Kilometerstand | 24348 km |
Ein letztes hervorragendes Frühstück im Dessert House und um kurz vor 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Himba Dorf.
Tumbe, der Mann nach dem wir fragen sollten, war nicht da, aber es gab noch eine Frau, die ebenfalls Englisch sprach und die Führung für uns machte.
Sie erklärte uns, dass im Dorf 47 Personen inkl. der Kinder in 20 Hütten lebten. Die Ziegen laufen tagsüber im Freien herum, werden abends aber in ein aus Holzästen gebautes Gehege getrieben, das in der Mitte des Dorfes stand. Die Häuser waren im Kreis um das Gehege angeordnet um den Tiere nachts Schutz zu bieten. Sie sagte es nicht explizit, aber ich vermute dass sie vor Raubtieren geschützt werden müssen. Es gibt zwar keine Löwen mehr aber vielleicht Schakale oder Hyänen.
In einer der Hütten demonstrierten uns 2 Damen, wie die rote „Sonnencreme“aus gemahlenem Ocker und Tierfett hergestellt wird und wie sie sich mit einem Rauch aus verbrannten Kräutern einräuchern anstatt zu duschen.
Die Sonnencreme wird alle 3 Tage neu aufgetragen, das Einräuchern geschieht täglich morgens nach dem Aufstehen. Da es kein Wasser gibt können sie sich nämlich nicht waschen oder duschen.
Trinkwasser und Essen kaufen sie in Uis von dem Geld was sie vom Verkauf von Souvenirs und den Führungen verdienen.
Die originalen Haare der Frauen sind kurz und für die mit Lehm eingeschmierten Strähnen nutzen sie Haarverlängerungen. Früher wurde dazu Haar aus Pferde- oder Kugschwänzen genutzt, heute kaufen sie Echthaar-Extensions im Supermarkt in Uis.
Nur ein Teil der Kinder gehen in die Schule, der Rest wird im Dorf großgezogen. Nur 2 Personen im Dorf, Tumbe und unsere Führerin, sprechen Englisch.
Die Hütten wurden aus einem Gerüst aus Ästen gebaut und mit einer Mischung aus Lehm und Kuhdung verputzt und sind alle rund.
Am Ende der Führung kaufte meine Mutter noch Souvenirs und ich schenkte ihnen noch ein T-Shirt und 2 Liter Wasser.
Außerdem tauschte ich ihr noch 30€, die sie wohl von irgendwelchen Touristen als Trinkgeld bekommen hatte. Da es hier aber weit und breit keine Bank gibt, können sie damit natürlich nichts anfangen.
Dann machten wir uns auf den Weg zu einem fotogenen Felsen namens Fingerklippe, der rund 100 Kilometer vor Outjo lag.
Kurz vor Khorixas erreichten wir die Teerstraße und entschieden uns spontan nach Khorixas rein zu fahren um uns ein wenig dir Füße zu vertreten und einzukaufen. Heute Abend wurde es nochmal Brote geben. Leider hatten sie weder große Flaschen stilles noch Wasser mit Kohlensäure im Supermarkt. Das hieß, wir müssten in Outjo heute Abend nochmal einkaufen fahren.
Um zur Fingerklippe zu kommen mussten wir die schöne geteerte Straße wieder verlassen und hatten nochmal 30 Minuten Fahrzeit mit der berühmten „african massage“ vor uns. Am Rand der Straße standen außergewöhnlich viele große Termitenhügel.
Der Felsen war schon ziemlich beeindruckend wie er so alleine in der Landschaft stand. Er erinnerte mich ein wenig an den James Bond Felsen in Thailand, auch wenn das Wasser gefehlt hat.
Wir stiegen den kleinen Hügel bis zum Fuße des Felsens hinauf und hatten eine tolle Aussicht auf die Abbruchkante.
Als wir dann weiter nach Outjo fuhren sahen wir plötzlich auf einem eingezäunten Gelände Giraffen ziemlich nah an der Straße. Es handelte sich um die Sophienhof Lodge, ein privates Game Reserve.
Dort sahen wir auch noch Kudus und Perlhühner.
Im Faith City Guesthouse angekommen unterhielten wir uns eine Weile mit dem Inhaber Pete, der uns auch sofort für den nächsten Tag einen Game Drive in der Sophienhof Lodge buchte. Für den Vormittag buchte er uns noch einen weiteren Game Drive in der Eldorado Lodge in der wir verschiedene Raubtiere sehen würden.
Dort soll man seht gute Chancen haben Löwen und Geparden zu sehen.
Da wir ursprünglich 3 Tage im Etosha Nationalpark geplant hatten, fiel es uns jetzt leicht auf einen Tag zu verzichten um dafür die Chancen auf die Tiersichtungen zu erhöhen.
Am Abend aßen wir im Restaurant der Unterkunft. Das Essen war verhältnismäßig günstig und hervorragend gut. Ich hatte ein Oryx Steak, meine Eltern ein Oryx-Schnitzel bzw. ein Oryx Cordon Bleu und mein Onkel ein T-Bone Steak. Morgen wurden wir definitiv wieder hier essen.


































































































































































































































































































































































































































































