
Langwieriger Grenzübergang

| Datum | 19.08.2026 – Tag 133 |
| Start | Santa Clara |
| Ziel | Grootfontein |
| gefahrene Kilometer | 377 km |
| Kilometerstand | 73678 km |
Nachdem ich um 9:00 Uhr aufgestanden bin hatte ich ein kleines Frühstück im angrenzenden Restaurant.
Um 10:10 Uhr erreichte ich die Grenze und habe als erstes die Zeitzone in meinem Handy auf Namibia umgestellt. Dann war es 11:10 Uhr und ich hatte eine Stunde verloren.
Die Grenzformalitäten auf der angolanischen Seite haben ewig gedauert.
Meinen Pass bekam ich relativ schnell gestempelt, doch die Zollabfertigung des Motorrads dauerte ewig. Zwischendurch gab es noch einen kleinen Schockmoment, denn ich wurde nach einem Dokument gefragt, das ich nicht griffbereit hatte. Ich durchsuchte meine Unterlagen erneut und fand es schließlich. Es war zwischen ein paar Passkopien gerutscht.
Als es so schien als seien wir fertig verließ der Beamte den Raum und kam erst eine ¾ Stunde später zurück. Vielleicht war er Mittagessen. Als er zurück kam war er verwundert warum ich noch dort sitzen würde und meinte wir seien fertig. Allerdings stimmte das nicht ganz, denn er musste mir noch mein CDP stempeln. Hätte er das vor der Mittagspause gemacht wäre ich eine ¾ Stunde früher fertig gewesen.
Auf der Namibischen Seite wurde zuerst meine Temperatur gemessen, einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung wollten sie aber nicht sehen.
Der Rest ging dann verhältnismäßig schnell. Ich bekam meinen Einreisestempel, musste 350 NAD (ca. 18€) Road Tax also Straßensteuer bezahlen und dann wurde noch mein CDP gestempelt. Natürlich wurden alle Motorrad-Details zuvor händisch in ein Buch übertragen, nicht dass man den Abrisszettel aus dem CDP einfach hätte abheften können…
Bürokratie vom Feinsten.
Nach rund 10 Minuten bekam ich mein CDP zurück und konnte endlich los fahren.
Von hier hätte ich noch knapp 400 Kilometer vor mir und musste noch tanken und eine Bank finden um Geld abzuheben. Es gab auf der Strecke 2 Standard Bank Filialen, die in Namibia die geringsten Automatengebühren erheben. Ich hoffte dass eine davon geöffnet war. Ansonsten müsste ich an einer anderen Bank für deutlich höhere Gebühren abheben. Die Unterkunft würde ich am Abend nämlich bar zahlen müssen.
Mittlerweile war es fast 14:00 Uhr, doch zum Glück geht die Sonne wegen der Zeitverschiebung in Namibia erst kurz vor 19:00 Uhr unter.
Nach ein paar Metern fand ich schon einen Geldautomaten der Standardbank und hob 5000 NAD ab, rund 250€.
Ein paar Kilometer weiter war eine Tankstelle an der ich nicht nur tankte sondern auch einen Fisch zu Mittag aß. Jetzt war ich bereit für die lange Fahrt.
Um 15:00 Uhr hatte ich noch genau 300 Kilometer vor mir.
Ich machte lediglich eine kurze Pause um mich zu erleichtern und hielt ab und zu an um etwas zu trinken und meine Augentropfen zu nehmen.
Da ich für meine Verhältnisse ziemlich schnell unterwegs war, immer zwischen 90 und 100 km/h, und dazu noch leichten Gegenwind hatte, schnellte der Spritverbrauch in die Höhe, so dass ich kurz vor Grootfontein nochmal tanken musste.
Kurz darauf ging die Sonne unter und ich musste die letzten 10 Minuten im Dunkeln fahren. Zum Glück ist mir kein Tier vors Motorrad gelaufen.
Nachdem ich wieder im Wherelse Guesthouse untergekommen war, ging ich zu Fuß ins Zentrum um etwas zu Essen. Heute bestellte ich mir mir mal wieder eine Pizza, die in Namibia deutlich günstiger ist als in Angola. Überhaupt ist Angola relativ teuer gemessen an der Qualität. Die Unterkunft heute kostete inklusive Frühstück 450 NAD (knapp 24€). Dafür bekommt man in Angola ein total heruntergekommenes und müffelndes Zimmer mit durchgelegenem Bett und ohne Kühlschrank, Wasserkocher, Kaffee etc.
Auch das Restaurant war wunderschön dekoriert und tip-top in Ordnung.
Da kann ich mich in Angola lediglich an 3 Restaurants erinnern, die auf diesem Niveau waren, und alle 3 waren teurer.
Strecke machen nach Windhoek

| Datum | 20.08.2026 – Tag 134 |
| Start | Grootfontein |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 488 km |
| Kilometerstand | 74166 km |
Ich stand um 8:30 Uhr auf, was nach meiner inneren angolanischen Uhr ja noch 7:30 Uhr war.
Nachdem ich geduscht und mein Motorrad gepackt hatte, wartete ich auf mein Frühstück, dass ich für 9:00 Uhr bestellt hatte, doch es kam nicht. Zum Glück konnte ich über das WiFi der Unterkunft einen WhatsApp Anruf machen und fragen wo das Frühstück bleibt. Ein paar Minuten später kam es und die Dame entschuldigte sich. Sie dachte ich hätte es für 9:30 Uhr bestellt. Das war ein Missverständnis, da ich sagte ich würde gegen 9:30 Uhr abfahren wollen.
Das Frühstück war recht interessant. Sandwich mit Salat, 2 gekochte Eier und ein Stück Backfisch, das allerdings kalt war. Lecker war er trotzdem.
Allerdings machten mir heute meine Riopen wieder etwas mehr zu schaffen. Gestern Abend dachte ich noch, die Heilung wäre fast abgeschlossen, doch heute morgen hatte ich wieder leichte Schmerzen. Vielleicht gehe ich nächste Woche in Windhoek mal ins Krankenhaus. Schließlich habe ich ja eine Auslandskrankenversicherung, warum sie dann nicht in Anspruch nehmen.
Gegen 10:00 Uhr fuhr ich los und steuerte als erstes den MTC Shop in Grootfontein an um mir ein neues Prepaid Datenpaket für meine SIM Karte zu kaufen. Ich hoffte sie wäre noch aktiv. Ich hatte gesehen, dass sie nach 2 Monaten ohne aufgeladen zu werden, deaktiviert wird. Und ich habe sie vor ungefähr 2 Monaten aufgeladen.
Die Karte war noch aktiv und ich kaufte mir ein 10 GB Paket für 7 Tage für 100 NAD. Das 30 Tage Paket war mir zu teuer.
Sofort als ich wieder Internetempfang hatte, bekam ich eine Nachricht von Booking.com, dass meine Unterkunft versehentlich doppelt gebucht sein und ich dort nicht übernachten könnte.
Scheiße…
Also suchte ich mir schnell eine neue, die leider etwas schlechter bewertet war und keinen Schreibtisch im Zimmer hatte. Leider war es die einzige bezahlbare Option. Ich buchte sie für 3 Tage. Falls ich noch länger bleiben würde, würde ich ins Emerald Bed and Breakfast umziehen in dem ich mit meinen Eltern auf der Autorundreise gewohnt hatte.
Um 10:45 Uhr ging es dann endlich los. Laut Google Maps hatte ich 460 Kilometer vor mir. Also ungefähr 6 Stunden.
Um 12:00 Uhr erreichte ich Otavi und bog auf die B1 ab, die mich bis nach Windhoek bringen sollte. Zum Mittagessen war es mir nocht zu früh weshalb ich eine Tankstelle in Otjiwarongo als nächsten Zwischenstopp eingab. Den sollte ich laut Navi um 13:15 Uhr erreichen. Von dort würde ich es mit vollem Tank auch locker bis Windhoek schaffen.
Ich erreichte die Tankstelle um 13:30 Uhr, tankte und aß noch einen Wrap als Mittagessen.
Abgesehen von einem kurzen Stopp an einer weiteren Tankstelle an der ich meine Wasservorrat wieder auffüllte und eine Cola trank, ich war am Nachmittag doch ziemlich müde, fuhr ich ohne Pause bis Windhoek durch und erreichte meine Unterkunft um 16:40 Uhr.
Ich wurde von einer sehr netten Frau in Empfang genommen und bekam ein schönes Zimmer. Als ich meinte es sei sehr schön, lediglich ein wenig klein, meinte sie ich könnte am nächsten Tag ein größeres bekommen. Das wäre toll, denn dann könnte ich auch am Laptop arbeiten. Der Tisch in diesem Zimmer war doch sehr klein.
In der Unterkunft traf ich auf einen Südafrikaner namens André, der so nett war mir ein paar meiner Namibia Dollar gegen Südafrikanische Rand zu tauschen. Ich hatte extra viel Bargeld abgehoben um meine Unterkünfte bar bezahlen zu können, doch hier im Mailrose Guesthouse haben sie nur Kreditkartenzahlung akzeptiert. Somit wäre ich noch auf recht vielen Namibia Dollar sitzen geblieben, doch da mir André 2000 NAD in Rand getauscht hatte, war ich guter Dinge, das restliche Geld beim Tanken und in Restaurants ausgeben zu können.
Nach dem Auspacken duschte ich schnell, fuhr zum Spar einkaufen, ich brauchte u. a. noch Milch für mein Müsli, und von dort direkt zum Restaurant „The Stellenbosch Tasting Room“. Ich freute mich schon auf das tolle Oryx Filet, doch als ich die Kellnerin nach einem Tisch drinnen fragte, meinte sie sie hätte keinen freien Tisch mehr. Draußen war es mir jedoch zu kalt.
Sie begleitete mich in einen Raum gegenüber wo es noch einen freien Tisch gab, doch als ich die Speisekarte sah, fand ich die Oryx Lendchen nicht. Da fiel mir erst auf, dass auf der Speisekarte „The Stellenbosch Wine Bar and Bistro“ stand. Ich fragte die Kellnerin ob das ein anderes Restaurant mit eigener Küche sei, was sie bestätigte. Daher die andere Speisekarte.
Ich bestellte mir daher ein Lamm Curry, das auch sehr lecker war.
Morgen würde ich etwas früher kommen, um dann im „The Stellenbosch Tasting Room“ noch einen Tisch zu bekommen und die Oryx Lendchen zu essen.
Zurück in der Unterkunft stand neben der Hausdame und André noch eine andere Dame im Hof, die hier auch ein Zimmer hatte. Wir unterhielten uns noch bis 22:30 Uhr. Eine zusätzlich bunte Truppe. André kam aus Südafrika und war ein Manager in einer Öl und Gas Firma. Er war wegen einer Öl und Gas Messe in Windhoek. Die Frau war Managerin eines Industrie- und Gewerbegrundstücks in Walvis Bay, die noch nach weiteren Mietern suchte. Sie kam ebenfalls aus Südafrika, wohnte aber in seit vielen Jahren in Walvis Bay und war hier um ihren Sohn zu besuchen, der in Windhoek studierte. Später kam noch ein kleiner schwarzer Afrikaner dazu, der Manager in einer Firma für maritimen Bergbau war. Und ich stand als arbeitsloser Reisender dazwischen.
Gegen 22:30 Uhr löste sich die Gruppe auf und wir gingen ins Bett. Zuvor gab mir André noch ein paar Tabletten, die entzündungshemmend sein sollten. Ich recherchierte das schnell im Internet und die KI von Google meinte, dass das gut bei einer Rippenprellung sei. Allerdings sollen sie auch nicht sonderlich gut für den Magen sein. Ich war mir nicht sicher ob ich sie einfach so ohne ärztlichen Rat nehmen sollte. Ich würde die Nacht darüber schlafen und morgen früh spontan entscheiden.
Ölwechsel in Windhoek
| Datum | 21.08.2026 – Tag 135 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 19 km |
| Kilometerstand | 74185 km |
Am Morgen traf ich wieder auf Andre mit dem ich eine Weile quatschte bevor ich in die Yamaha Werkstatt für den geplanten Ölwechsel fuhr.
Sie hatten sogar die passenden in Gummi gelagerten Muttern, die ich für meinen seitlichen Windabweiser brauchte, den ich in Luanda ja provisorisch mit Kabelbindern befestigt hatte. Jetzt sitzt er wieder ordentlich und da die beiden Gummiteile auf der anderen Seite auch schon ziemlich spröde waren, wechselte ich die gleich mit aus während das Öl aus dem Motor lief. Praktisch, so hatte ich einen sauberen Platz zum Arbeiten und musste später lediglich die Teile bezahlen. Und natürlich den Ölwechsel, den ich machen ließ.
Als nächstes brachte ich meine Schmutzwäsche in die Reinigung. Mit 180 NAD, knapp 10€, nicht gerade günstig, aber das günstigste was ich finden konnte.
Den Nachmittag verbrachte ich in meiner Unterkunft und schrieb ein paar weitere Reiseberichte. Das größere Zimmer war mittlerweile schon wieder vermietet, doch da es auch keinen größeren Tisch hatte, hätte ich davon auch nichts gehabt. Zum arbeiten durfte ich den Großen Tisch an der Rezeption nutzen, der dafür perfekt war.
Abends ging ich zum Restaurant „The Stellenbosch Tasting Room“. Die Tische waren wieder alle belegt, doch heute setzte ich mich einfach an die Theke und bestellte die Oryx Lendchen, die ich gestern Abend im benachbarten Restaurant nicht bekam. Sie waren wieder ausgesprochen lecker.
Tag am Laptop
| Datum | 22.08.2026 – Tag 136 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 12 km |
| Kilometerstand | 74197 km |
Heute verbrachte ich den gesamten Tag am Laptop bis ich gegen 17:00 Uhr zur Reinigung aufbrach um meine Klamotten abzuholen und von dort dann direkt zum Essen fuhr. Heute probierte ich mal ein koreanisches Restaurant und aß leckere Dumplings und eine Portion koreanisches Sushi namens Kimbap. Außerdem habe ich meine Unterkunft nochmal um eine Nacht verlängert, so dass ich morgen auch noch dort bleiben kann. Danach sind sie allerdings ausgebucht.
1900€ gespart
| Datum | 23.08.2026 – Tag 137 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 10 km |
| Kilometerstand | 74207 km |
Auch heute verbrachte ich den Tag am Laptop bzw. Handy. Ich befragte meine Motorradfahrer WhatsApp Gruppe nach Möglichkeiten mein Motorrad evtl. in Südafrika zu verkaufen und dabei kam heraus, dass das nicht möglich ist, doch es gäbe jemanden in Kapstadt, der Motorräder im Sammel-Container für unglaublich günstige 800€ nach Rotterdam verschifft.
Duncan von African Overlanders.
Den hatte ich zwar schon vorher auf dem Schirm, doch ich wollte eigentlich nicht von Botswana den ganzen Weg bis nach Kapstadt fahren und habe daher nur bei Firmen in Durban nach einem Angebot gefragt.
Doch im Vergleich zu den 2675€ die Olaf von inTime aus Hamburg verlangte und rund 2000€, die eine Firma in Durban verlangte, das allerdings ohne die Hafengebühren in Hamburg, waren 800€ ein absolutes Schnäppchen und dafür würde ich gerne noch bis Kapstadt fahren.
Allerdings könnte sich ein Problem mit meinem Carnet des Passages ergeben, da das nur noch bis 12.10.2026 gültig ist. Daher schrieb ich Duncan sofort eine WhatsApp um die Details zu klären, doch da heute Sonntag war, hat er nicht geantwortet.
Anschließend bearbeitete ich weitere Fotos und recherchierte zu Wohnkabinen bzw. deren Selbstausbau. Im nächsten Jahr möchte ich ja mit einem Offroad Camper auf Toyota Hilux Basis den Rest von Afrika erkunden. Zumindest diese Entscheidung ist mittlerweile gefallen.
Als nächstes habe ich mir nochmal eine neue Unterkunft in Windhoek für 3 weitere Nächte gebucht, da meine Unterkunft ab morgen ausgebucht war, ich aber immer noch keine Besserung meiner Rippenprellung erkennen konnte und so nicht weiter nach Botswana fahren wollte. Ich buchte das Emerald Bed and Breakfast in dem ich schon 2 mal – zum Beginn und Ende der Autorundreise – war.
Dann fiel mir auf, dass ich noch nichts gegessen hatte und es war schon 15:00 Uhr. Da ich plante gegen 17:30 Uhr zu Abend zu essen (so komme ich nach dem Essen noch im Hellen zurück zu meiner Unterkunft) trank ich nur noch einen Kaffee und verzichtete auf ein Mittagessen.
Dann antwortete mir Duncan tatsächlich und meinte es sei kein Problem. Ich sollte das Motorrad einfach am 30.09. vorbei bringen. Das war für mich natürlich zu spät, da mein Rückflug nach Deutschland ja am 30.09. von Johannesburg aus geht. Aber es am 28.09. zu bringen war auch kein Problem.
Ich diskutierte die Problematik mit dem ablaufenden Carnet noch in der WhatsApp Gruppe und Luba hatte eine gute Idee. Ich solle einfach bei meiner Einreise nach Südafrika das Carnet gar nicht erwähnen und statt dessen nach einem TIP fragen. Das wäre dann 90 Tage gültig und damit hätte Duncan genug Zeit um das Motorrad zu verschiffen.
Perfekt, so habe ich knapp 1900€ gespart.
Zum Abendessen fuhr ich dann wieder zu dem Koreaner. Diesmal bestellte ich Hühnchen mit Gemüse und Reis in Austernsoße. Super lecker.
ADAC Telemedizin
| Datum | 24.08.2026 – Tag 138 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 7 km |
| Kilometerstand | 74214 km |
Heute verließ ich das Malrose Guesthouse. Ich quatschte noch eine Weile mit einer Gruppe von Italienern, die auf ihr Taxi zum Flughafen warteten und viele Fragen zu meinem Motorradabenteuer hatten.
Anschließend packte ich und fuhr ins ins Emerald Bed and Breakfast wo ich praktischerweise mein Zimmer schon um 11:00 Uhr beziehen konnte, da in der Nacht zuvor niemand darin gewohnt hat. Wobei Zimmer eigentlich untertrieben ist. Es war ein kleines Apartment mit Schlafzimmer, Bad und separater Küche mit schönem Tisch zum Essen und arbeiten.
Dann wagte ich das Experiment und buchte über das Telemedizin Angebot vom ADAC eine Videosprechstunde bei einem deutschen Arzt. Ich beschrieb mein Problem und meine Symptome in der App und mir wurde ein Termin innerhalb von 30 Minuten zugesagt.
Doch statt eines Videotelefonats bekam ich lediglich einen Arztbrief in dem ein Einzeiler als Diagnose stand und als Therapie lediglich der Name eines Schmerzmittels, das ich allerdings nur auf Rezept bekäme. Falls es das in Namibia überhaut geben würde. Ziemlich dürftig.
Ich recherchierte im Internet nach dem Medikament und stellte fest, dass es lediglich ein Schmerzmittel ohne entzündungshemmende Wirkung war. Ich entschied mich daher erst mal die 6 Tabletten Xeforapid von André zu Ende zu nehmen und anschließend lediglich IBU 400. Da ich ja nur leichte Schmerzen hatte, reichten die völlig aus.
Anschließend fuhr ich mal wieder in den Checkers Supermarkt, kaufte mir Brötchen, eine Avocado, Salami und Käse, Chips und Weingummis.
Außerdem noch warmes Essen bestehend aus einem Stück Fisch, 2 Bratwürstchen, Grillgemüse, Kraut und einem griechischen Salat.
Das Essen machte ich mir in der Unterkunft nochmal in der Mikrowelle warm. Für 5€ mal wieder ein sehr leckeres Supermarktessen.
Den Nachmittag verbrachte ich mal wieder am Laptop und zum Abendessen gab es Brötchen.
Und noch ein Tag am Laptop
| Datum | 25.08.2026 – Tag 139 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 8 km |
| Kilometerstand | 74222 km |
Da sich die Gedanken in meinem Kopf letzte Nacht ständig um den möglichen Wohnmobilausbau drehten konnte ich bis nach 2:00 Uhr nicht einschlafen. Dementsprechend stand ich heute erst sehr spät auf. Ich glaube es war 11:00 Uhr oder so.
Ich machte mir 2 Brötchen zum Frühstück/Mittagessen und setzte mich an den Laptop. Ich recherchierte ein paar Dinge zum Bau der Wohnkabine und fuhr anschließend mit der Bearbeitung meiner Fotos fort. So langsam hole ich auf zumal ich in den letzten 2 Wochen deutlich weniger fotografiert hatte.
Nachmittags setzte ich mich raus an den großen Tisch. Bei dem warmem Wetter sitzt es sich an der frischen Luft viel schöner als im Zimmer.
Zum Abendessen fuhr ich wieder zum Koreaner und bestellte eine Portion gebratene Nudeln. Leider war da irgendetwas bitteres drin so dass sie nicht ganz so gut schmeckten, wie das Gericht, das ich 2 Tage zuvor hatte.
Am Abend setzte ich mich wieder an den Laptop. Am Ende hatte ich es geschafft 3 weitere Reiseberichte zu veröffentlichen, so dass ich meine Zeit in Angola komplett beschrieben hatte.
Letzter Tag in Windhoek
| Datum | 26.08.2026 – Tag 140 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Windhoek |
| gefahrene Kilometer | 23 km |
| Kilometerstand | 74245 km |
Nach dem Aufstehen duschte ich und gab anschließend direkt meine Wäsche zum Waschen. Hier bekomme ich einen Beutel für 100 NAD gewaschen. Nicht 180 NAD wie in der letzten Reinigung. Dann aß ich das Brötchen, das ich tagst zuvor im Supermarkt gekauft hatte.
Nun setzte ich mich wieder an den Laptop, bearbeitete Bilder und stellte den aktuellen Reisebericht bis zum gestern Abend fertig. Jetzt habe ich endlich wieder aufgeholt und kann im weiteren Verlauf meiner Reise die Berichte deutlich zeitnäher veröffentlichen.
Gegen 12:30 Uhr fuhr ich in die Wernhil Mall. Dort kaufte ich mir ein neues T-Shirt bei PEP. Seit ich ein T-Shirt im Himba Dort verschenkt hatte, habe ich nur noch 2. Das war mir etwas wenig.
Dann kaufte ich noch ein Päckchen IBU 400 in der Apotheke und ging in den Checkers um Wasser zu kaufen. Dabei holte ich mir auch noch ein Kapana-Brötchen als Mittagessen.
Das ist so ähnlich wie ein Hotdog, jedoch mit einem Streifen Kapana Rindfleisch. War insgesamt nicht so mein Fall, aber jetzt habe ich auch mal Kapana probiert. Eine traditionelle namibische Rindfleischzubereitung.
Als nächstes fuhr ich zu einem Toyota Händler. Ich hatte die Idee mir den Hilux mal in Natura anzuschauen. Vor allem den Unterschied zwischen einen Single Cab und einem Extra Cab.
Ich habe im Internet gelesen, dass beim Single Cab das Führerhaus so kurz ist, dass man die Rückenlehne des Fahrersitzes nicht besonders weit nach hinten stellen kann.
Doch als ich bei dem Händler ankam war der Laden geschlossen, obwohl er laut den Öffnungszeiten hätte offen sein sollen. Schließlich war heute Mittwoch 14:00 Uhr. Dann kam ich auf die Idee zu schauen, ob heute vielleicht ein Feiertag sei. Und tatsächlich war heute der Tag der Helden. Blöd. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das gestern gemacht.
Ich probierte mein Glück dennoch bei einem 2. Toyota Händler, doch auch der war geschlossen, sowie alle Gebrauchtwagenhändler auf dem Weg dorthin.
Allerdings kam ich an einem kleinen Handwerks-/Souvenirmarkt vorbei, über den ich noch schlenderte und nach einem Hemd oder T-Shirt suchte. Doch die, die aus Baumwolle waren gefielen mit nicht und die, die mir gefielen, waren aus Synthetikmaterial.
Also fuhr ich unverrichteter Dinge wieder zurück zu meiner Unterkunft.
Zum Essen fuhr ich am Abend wieder ins Stellenbosch Tasting Room Restaurant und aß, wie könnte es anders sein, die Oryx Lenden.
Zurück in meiner Unterkunft begann ich schon mein Motorrad zu packen, so dass ich am nächsten Morgen nicht mehr so lange brauchen würde.
Sitzprobe im Toyota Hilux Single Cab

| Datum | 27.08.2026 – Tag 141 |
| Start | Windhoek |
| Ziel | Buitepos |
| gefahrene Kilometer | 328 km |
| Kilometerstand | 73573 km |
Ich stand kurz nach 9:00 Uhr auf, trank einen Kaffee und packte mein Motorrad. Im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen, an denen es etwas bewölkt war, strahlte mir heute die Sonne aus einem blauen Himmel entgegen.
Da fiel mir ein, dass ich für Botswana noch keine Offline Karten herunterladen hatte. Und da ich am ersten Tag vermutlich noch keine SIM Karte haben würde, waren die Offline Karten dringend nötig.
Also verband ich meine Navi mit dem WLAN der Unterkunft und lud die entsprechenden Karten herunter.
Um 10:15 Uhr startete ich dann in Richtung Buitepos. Mein erster Stopp sollte allerdings eine Shell Tankstelle in Klein Windhoek sein, wo ich nochmal voll tanken und etwas essen wollte. Doch als ich dort ankam sah ich gegenüber einen Checkers und dachte mir, dort würde ich sicher das bessere Essen bekommen.
Also ging ich dorthin und kaufte mir einen Vetkoek mit Hackfleisch und ein Brötchen mit Hühnchen.
Gut gestärkt machte ich mich auf den Weg und fuhr ohne größere Pause bis nach Gobabis.
Dort tankte ich und da ich ganz gut in der Zeit lag, es war erst 13:30 Uhr, kam ich auf die Idee hier mal noch zu einem Toyota Händler zu fahren und mir einen Hilux anzuschauen.
Doch als ich dort um 13:45 Uhr ankam, hatte der gerade Mittagspause. Ich schaute mir die Autos, die im Freien standen etwas genauer an und hatte das Gefühl, dass die Fahrerkabine des Single Cab ausreichend groß sein müsste. Bei der Variante hätte ich deutlich mehr Platz für die Wohnkabine im Vergleich zu einem Extra Cab.
Um 14:00 Uhr machte der Laden dann auf und ich durfte mich sowohl in einen Extra Cab als auch in einen Single Cab reinsetzen. Klar, das Raumgefühl war im Extra Cab etwas besser und man konnte den Sitz auch weiter zurück schieben, doch auch der Single Cab war groß genug und ich konnte die Lehne des Sitzes auch noch eine Raste nach hinten stellen. Das sollte für eine bequeme Fahrt ausreichen.
Somit werde ich ab jetzt meine Suche auf einen Single Cab eingrenzen. Ebenso wie die Kabinenplanung.
Von hier hatte ich noch gut 100 Kilometer vor mir. Die Straße war nahezu komplett wie an einer Schnur gezogen. Super langweilig zu fahren. Ich musste daher auch mehrmals anhalten um etwas zu trinken und nicht einzuschlafen.
In Buitepos fuhr ich zum East Gate Rest Camp und stellte fest, dass ich die Buchung auf Booking.com wohl nicht korrekt abgeschlossen hatte. Jedenfalls hatten sie dort keine Info über mein Kommen und ich hatte auch keine Buchungsbestätigung. Doch sie hatten noch genügend Zimmer.
Zuerst bezahlte ich ein keines zeltartiges Zimmer ohne Bad für 16€ pro Nacht. Doch als ich es mir genauer anschaute und feststellte, dass die Decke lediglich eine Stoffplane unter einem Dach ist, also quasi ohne jegliche Isolation, beschloss ich das komfortablere Apartment zu nehmen. Das war besser isoliert und hatte eine Klimaanlage mit der man auch heizen konnte. Laut Wetterbericht sollte es in der Nacht auf 11 Grad abkühlen. Da wäre ich in dem Zelt erfroren. Leider kostete das Apartment gleich 43€ und die Dame ließ nicht mit sich handeln.
Zum Abendessen bestellte ich mir eine Pizza Hawaii für 8,50€. Günstiger wäre nur ein Sandwich gewesen, doch dafür war ich zu hungrig.
Mit dem Einkauf im Supermarkt gegenüber, wo ich eine Flasche Wasser, einen Trinkjoghurt für mein Müsli am nächsten morgen, eine Dose Saft und einen Tüte Chips kafte, kam ich heute auf ein Tagesbudget von 75€. Deutlich über meine Tagesschnitt von gut 59€ und das obwohl ich heute noch nicht einmal Eintritt für irgendetwas zahlte.
Und Botswana soll ebenfalls ein teures Land sein…
Aus Budget-Sicht hätte ich noch einen weiteren Monat in Angola verbringen sollen. Dort war es deutlich günstiger, insbesondere das Benzin für 30 Cent pro Liter.

































































