Du betrachtest gerade Botswana – die Hauptstadt zum Schluss

Knöllchen auf dem Weg nach Palapye

Datum05.09.2026 – Tag 150
StartNata
ZielPalapye
gefahrene Kilometer370 km
Kilometerstand75988 km

Heute wachte ich schon kurz nach 8:00 Uhr auf. In der Nacht hatte es gewittert was zu einem Stromausfall führte. Daher sprang der Generator der Unterkunft an, der so laut war, dass ich nicht mehr einschlafen konnte.

Also stand ich auf und machte mir ein Müsli zum Frühstück. Gerade als ich Wasser für einen Kaffee heiß machen wollte, ging der Generator wieder aus. Der Sprit war leer.

Also packte ich und verließ die Unterkunft gegen 9:30 Uhr ohne Kaffee.

Ich fuhr ein paar Kilometer langweilige Strecke, die komplett Baustelle und auf 60 km/h begrenzt war.

Um 10:15 überholte ich einen Lastwagen und ausgerechnet dort stand eine Radarfalle. Ich war mit 81 km/h statt der erlaubten 60 km/h gefahren und musste ein Bußgeld von 500 Pula (34 €) zahlen. Zum Glück akzeptiere der Polizist meine Kreditkarte.

25 Kilometer vor Francistown hielt ich an einer Shell Tankstelle, tankte auf und wollte auch eine Kleinigkeit zu Mittag essen, doch es gab leider nichts.

Also fuhr ich nach Francistown rein in ein Einkaufszentrum in dem ich mir bei Steers einen Burger mit Fritten bestellte. Ich hatte mal wieder Lust auf etwas anderes als Hühnchen mit Reis.

Um 16:15 Uhr erreichte ich mein sehr schönes Apartment in Palapye. Leslie, der Manager/die Reinigungskraft empfing mich. Ich hatte gerade ebenso genug Bargeld um die Unterkunft zu bezahlen. Irgendwie dachte ich, ich hätte noch mehr. Aber es reichte zum Glück ja. Falls ich die letzte Unterkunft in Gaborone auch bar bezahlen müsste, würde ich dort nochmal Geld abheben müssen. Nachdem ich ausgepackt hatte, ging ich zu Fuß zum nahegelegenen SPAR einkaufen.

Den Abend verbrachte ich am Fernseher, der als SmartTV YouTube Videos abspielen konnte und schaute mir weitere Videos zum Thema Camperausbau an.

Laptop-Tag bei schlechtem Wetter

Datum06.09.2026 – Tag 151
StartPalapye
ZielPalapye
gefahrene Kilometer0 km
Kilometerstand75988 km

Ursprünglich hatte ich geplant, heute in das Rhino Sanctuary zu fahren, einen kleinen Tierpark ca. eine Stunde entfernt von hier. Doch als ich gestern Abend nach Game Drives recherchierte, kam heraus, dass alle Aktivitäten im Park, seien es Game Drives oder Bush Walks alle morgens um 6:00 Uhr begannen. Das war mir viel zu früh.

Also plante ich um und wollte mir eine historische Stätte in Old Palapye anschauen und in einer Schlucht wandern gehen. Doch da mir meine Oberschenkelzerrung beim gehen immer noch zu schaffen macht, blieb ich stattdessen den ganzen Tag im Apartment am Laptop. 

Ich stellte den nächsten Reisebericht fertig und recherchierte weiter nach Offroad Campern. Da gibt es echt viel zu bedenken und zu planen.

Nach dem Frühstück stellte ich auch eine Maschine Wäsche an, doch da es leicht nieselte, konnte ich sie nicht auf die Leine hinter dem Apartment hängen. Stattdessen spannte ich eine Kordel, die ich schon seit meinem ersten Trip nach Südamerika dabei aber bis jetzt noch nie benutzt hatte, zwischen den Pfosten der Parkplatzüberdachung und hängte dort meine Wäsche auf.

Als ich sie am Abend abhing war die Wäsche leider noch nicht trocken. Also spannte ich die Leine quer durch meine Wohnung so dass über Nacht genug Zeit zum Trocknen war.

Anschließend buchte ich meine nächste Unterkunft in Gaborone, der Hauptstadt Botswanas, wo ich mich kurzfristig entschied 2 Nächte zu bleiben um einen Tag zu haben, an dem ich die Stadt erkunden könnte, auch wenn das Wetter in den nächsten Tagen ziemlich bewölkt sein soll.

Ich war von der Sonne der letzten Wochen ziemlich verwöhnt.

Weiterfahrt in die Hauptstadt Botswanas

Datum07.09.2026 – Tag 152
StartPalapye
ZielGaborone
gefahrene Kilometerkm
Kilometerstandkm

Zum Frühstück hatte ich mein restliches Brot mit Wurst und Käse und den letzten Muffin.

Um 10:15 Uhr war ich bereit zur Abfahrt. Es war mal wieder eine langweilige Fahrt nach Gaborone. Und es war sehr bewölkt, so dass ich nach einer gewissen Zeit meine Regenjacke als Windschutz über die Motorradjacke anzog. Das Thermometer am Motorrad zeigte 19 Grad an.

Um 14:45 Uhr kam ich in sehr schöner Wohnung in Gaborone an.

Ich unterhielt mich eine Weile mit dem sehr netten Hausherren Antony. Auf dem Parkplatz stand noch ein Landcruiser mit Dachzelt. Antony sagte mir, dass der einem Deutschen gehören würde, der im Zimmer neben mir wäre. Allerdings habe ich ihn während meines Aufenthalts nicht getroffen.

Schön war auch, dass ich einen überdachten Parkplatz hatte. Ich verstellte zwar die Einfahrt ein wenig, doch Antony erklärte mir, dass der Deutsche in den nächsten Tagen sowieso nicht mit dem Landcruiser fahren würde. In Gaborone bewegte er sich ausschließlich mit dem Taxi fort.

Ein Tag in Gaborone

Datum08.09.2026 – Tag 153
StartGaborone
ZielGaborone
gefahrene Kilometerkm
Kilometerstandkm

Heute habe ich bis kurz vor 9:00 Uhr geschlafen. Leider nicht genug, da ich gestern noch bis tief in die Nacht am Computer saß und mir Infos zum Wohnkabinenbau anschaute.

Um 9:30 Uhr bekam ich ein sehr üppiges und sehr leckeres Frühstück.

Gegen 11:00 Uhr begann ich dann meinen Ausflug in die Stadt. 

Zuerst fuhr ich zum Damm. Doch der lag auf einem abgesperrten Gebiet für dessen Betretung ich eine schriftliche Erlaubnis gebraucht hätte. Der Security Guard machte zwar Andeutungen, dass wir auch eine andere Lösung finden könnten, doch da ich von Bestechung nichts halte, kehrte ich einfach wieder um.

Auf dem Weg zu meinem nächsten Ziel, dem Three Dikgosi Monument, hielt ich noch bei einem Toyota Händler. Ich schaute mir nochmal etwas genauer den Hilux Extra Cab an, der mir mittlerweile sehr gut als Basis für einen Offroad Camper gefällt.  Leider gab es nur neue Modelle, keine gebrauchten aus der Baureihe, die mir vorschwebte.

Von hier fuhr ich zum Three Dikgosi Monument. Timothy, ein Guide begleitete mich bei meinem Rundgang und erklärte mir jede einzelne Statue. Er war extrem enthusiastisch aber leider auch sehr schwierig zu verstehen.

Dann ging es weiter zum Nationalmuseum.

Es war in sehr kleines Museum und bestand hauptsächlich aus Infotafeln. Doch es gab auch ein paar ganz interessante Ausstellungsstücke wie z.B. die Präsidentenautos und das Mokoro. Dafür dass der Eintritt kostenlos war, war es ganz schön.

Ich ließ mein Motorrad auf dem relativ sicher erscheinenden Parkplatz des Museums stehen und ging zu Fuß durch eine Fußgängerzone mit einem kleinen Markt und vielen kleinen Souvenirständen zur Sir Seretse Khama Statue.

Da der Bereich eigentlich nicht öffentlich zugänglich war, wurde ich von einem Security Guard darauf hingewiesen. Er erlaubte mir zwar zur Statue zu gehen, danach sollte ich aber sofort wieder zurück kommen und den Platz verlassen. Seltsam, dass ein so schöner parkartiger Platz hergerichtet und gepflegt wird er dann aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Von dort ging ich außen herum weiter zum Parlament. Auch hier das gleiche Spiel. Die Straße erschien zwar öffentlich, doch eine Dame sprach mich an und fragte was ich hier wollte. Als ich sagte, ich wolle mir das Parlamentsgebäude anschauen begleitete sie mich die gesamte Zeit während ich ein paar Fotos machte.

Auf dem Rückweg zum Motorrad ging ich wieder durch die Fußgängerzone und sah eine Näherin, die mit einer alten Singer Nähmaschine arbeitete. Außerdem gab es einen Stand an dem noch CDs verkauft wurden. Habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Auf dem Rückweg zu meiner Unterkunft hielt ich nochmal am SPAR und kaufte mir Reis mit Hackfleischsoße, irgendein blättriges Gemüse und Krautsalat zum Abendessen. Dann plante ich die Route für die nächsten Tage.