Du betrachtest gerade Botswana – Rund um die Makgadikgadi Salzpfannen

Langweilige Fahrt nach Gweta

Datum02.09.2026 – Tag 147
StartMaun
ZielGweta
gefahrene Kilometer 218 km
Kilometerstand 75491 km

Zum Frühstück aß ich einen Schokoriegel, den ich eigentlich als Proviant für die Bootsfahrt gekauft hatte. Doch in der Hitze war er komplett geschmolzen, so dass ich ihn gestern nicht essen konnte. Nach einer Nacht im Kühlschrank war er wieder essbar.

Dazu trank ich noch eine Magnesium-Brausetablette und eine Tasse Kaffee. Dann packte ich mein Motorrad und verließ Maun in Richtung Gweta.

Die Fahrt war mal wieder extrem langweilig, allerdings sah ich insgesamt 3 Strauße an der Straße.

In Gweta fuhr ich direkt zur Tankstelle, tankte und kaufte mir eine Wurst mit Fritten zum Mittagessen. Beides war gut gewürzt aber schon kalt. Egal, der Hunger trieb es rein.

Dann fuhr ich zu der Unterkunft, die ich mir vorher ausgesucht hatte. Doch die war so schäbig und hatte auch noch ein Wasserproblem, so dass ich mir heißes Wasser mit dem Wasserkocher hätte machen und mich anschließend mit der Schöpfkelle aus dem Eimer duschen müssen. Und dafür wollten sie noch 350 Pula (22,40€).

Das war mir zu teuer und ich sagte dem jungen Mann, ich würde mir mal bei den anderen Gästehäusern die Zimmer anschauen. Falls nichts frei wäre, würde ich zurück kommen.

Doch ich hatte Glück und fand im Makomoto Guesthouse ein schönes Zimmer. Das kostete zwar 500 Pula (32€), aber es war den Aufpreis allemal wert.

Nach dem Ausladen fuhr ich zur Gweta Lodge. Die war sehr schön, aber ich wusste, dass ein Bungalow dort 85 USD kostete, weshalb ich sie von vorneherein nicht im Visier hatte.

Doch die Lodge bot Ausflüge auf die Salzpfannen an. Ich fragte nach einer Tour für den nächsten Tag und sie hatten noch einen Platz im Morning Drive frei. Der fuhr allerdings schon um 06:30 Uhr los. Doch für den Nachmittag hatte sich noch niemand angemeldet, weshalb ich dann mindestens 3 Plätze hätte Bezahlen müssen. Für 95 USD pro Platz war das keine Option. Also biss ich in den sauren Apfel und reservierte mit den Platz am Morgen. Allerdings ließ ich noch meine Telefonnummer da mit der Bitte mir Bescheid zu geben, falls doch noch jemand die Nachmittagsfahrt buchen würde.

Bis zum Abend kam allerdings keine Nachricht.

Anschließend fuhr ich in den Supermarkt Waser kaufen. Und eine kleine Tüte Chips.

Da es hier kein Restaurant gab, entschied ich mich, heute mal meinen Notfallproviant aufzubrauchen und Instant-Nudeln mit einer Dose Thunfisch zu essen. Es schmeckte deutlich besser als befürchtet und danach hatte ich wieder ein klein wenig mehr Platz im Koffer.

Nach dem Essen lud ich alles ins Motorrad, was ich in der Nacht nicht mehr brauchte, so dass ich morgen früh nicht so viel Zeit fürs Packen brauchte.

Mein Plan war nämlich, schon um 6:00 Uhr aus zu checken und mit voll gepackten Motorrad zur Gweta Lodge zu fahren. Meine Motorradhose und die Stiefel würde ich noch auf die Koffer binden.

Dann könnte ich nach dem Ausflug auf die Salzpfanne von dort gleich weiter nach Nata fahren. Dort hatte ich mir über Booking.com eine Unterkunft für 2 Nächte gebucht.

Ausflug zu den Erdmännchen

Datum03.09.2026 – Tag 148
StartGweta
ZielNata
gefahrene Kilometer110 km
Kilometerstand75601 km

Der Wecker riss mich um 5:55 Uhr aus dem Tiefschlaf. Das war das 2. Mal auf dieser Reise, dass ich vor Sonnenaufgang aufstand. 

Ich trank schnell meine Bananenmilch mit dem Müsli, die ich schon gestern Abend vorbereitet hatte und packte meine Sachen.

Um 6:20 Uhr verließ ich meine Unterkunft und fuhr zur Gweta Lodge für den Erdmännchen-Ausflug.

Dieser startete relativ pünktlich um 6:40 Uhr und wir ließen sogar Gäste zurück, die nicht pünktlich kamen. Da war ich froh, dass ich es rechtzeitig geschafft hatte.

Unser Guide stellte sich als Koti vor und meinte dann, dass wir doch noch auf die anderen warten würden. Gut für sie, schlecht für mich, da das die Tour ja hinten heraus verlängern würde und ich musste heute ja noch weiter bis nach Nata fahren. Doch auch das sollte sich noch ausgehen. Ich hatte mehr Bedenken, dass wir jetzt weniger Erdmännchen sehen würden falls es noch eine halbe Stunde dauern würde bis die anderen kämen.

Doch um 6:50 Uhr war die Geduld am Ende und wir fuhren doch ohne die Anderen los.

Wir fuhren zuerst zu einem sehr schönen Baobab Baum und dann knapp 1½ Stunden bis zu den Erdmännchen. Es gibt hier spezielle Spotter, aus den traditionellen Dörfern, die nach den Erdmännchen Ausschau halten und den Fahrern der Lodges mitteilen, wo sie zu finden sind.

Als wir ankamen war schon eine große Gruppe mit 2 Jeeps dort, doch die waren fast fertig und verschwanden nach wenigen Minuten. Danach hatten wir die Erdmännchenkolonie für uns alleine.

Sie waren zwar einerseits recht scheu und verschwanden bei jeder schnellen Bewegungen in ihrem Bau, doch wenn man ganz still stand, kamen sie auch schnell wieder heraus und wuselten um einen herum.

Irgendwann setzte ich mich ca. 4-5 Meter vor den Eingang der Höhle und wartete. Einige kamen heraus und schauten in der typisch stehenden Pose in alle Richtungen. Eines jedoch war mutig und wagte sich heraus. Es lief auf mich zu und kam bis auf rund 2 Meter an mich heran, bevor es zu ängstlich wurde und wieder umkehrte. Das ging noch ein paar mal so hin und her und irgendwann war es mutig genug an mir vorbei zu laufen um ein paar Bäume weiter nach Essen zu suchen. Die anderen blieben an ihrem Bau und machte ein paar Fotos und Videos mit dem Handy.

Dann servierte uns unser Guide ein kleines Frühstück. Eine Tasse Roibostee mit 2 Scones. Ich ging zurück zu dem Erdmännchenbau, setzte mich auf einen Baumstamm und genoss meinen Tee während ich die Erdmännchen weiter beäugte. 

Inkl. Guide waren wir nur zu fünft und es herrschte eine himmlische Ruhe. Lediglich ein paar Vögel waren zu hören. 

Als wir weiter fahren wollten, fragte ich den Guide um welche Vögel es sich handelte, die so laut schrien. Er meinte es seien Hornbills und nach einem kurzen Blick in Richtung der Rufe, fand er einen auf einem Baum und ich durfte noch ein paar Schritte auf ihn zu gehen um ein schönes Foto zu machen.

Dann fuhren wir weiter zu einer Station wo ein paar Quads standen. Die anderen beiden Touristen aus Australien, die mit ihrem persönlichen Guide diese Tour machten, hatten ein Paket in dem das Fahren auf einem Quad inbegriffen war. 

Als wir ankamen sagte ich, dass ich einfach so lange im Auto warten würde. Doch die Australierin war sich auch nicht bewusst, dass die Quad Tour in ihrem Paket inbegriffen war, hatte aber Angst davor mit dem Quad zu fahren und überließ mir ihr Quad. So kam ich überraschenderweise noch zu einer 25 minütigen Quad Tour über die Salzpfanne. Allerdings war es nicht wie in Uyunu, das die Oberfläche weiß gewesen wäre, sondern eher wie im Etosha eine braune Fläche getrockneten Schlamms. Doch unser Guide meinte später, dass die etwas helleren Bereiche durchaus salzig schmecken würden. Ich hatte es allerdings nicht probiert und glaubte es ihm einfach mal.

Um 11:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht im falschen Fahrzeug war, da wir ja um 11:00 Uhr eigentlich schon wieder zurück an der Lodge hätten sein sollen, doch es war mir auch egal. So habe ich wenigstens etwas mehr für die 95 USD bekommen. Wir hielten noch kurz an einem See mit einem Flusspferd, durften aber wegen dessen Gefährlichkeit nicht aussteigen.

Um 12:30 erreichten wir wieder die Lodge. Ich bezahlte den Ausflug und bekam eine der Hütten, die noch nicht sauber gemacht wurden um mich umzuziehen.

Dann machte ich mich um 14:00 Uhr auf den Weg nach Nata. Laut Navi sollte ich etwas 1½ Stunden für die 100 Kilometer benötigen. Ich rechnete eher mit 2 Stunden plus eine eventuellen Mittagspause. Ich hielt noch schnell an der Tankstelle um zu Mittag zu essen.

Um 16:15 erreichte ich meine sehr schöne Unterkunft, das Studio 4 Apartment, in Nata wo ich Nächte bleiben würde.

Ausflug ins Nata Bird Sanctuary

Datum04.09.2026 – Tag 149
StartNata
ZielNata
gefahrene Kilometer17 km
Kilometerstand75618 km

Da ich für heute nur einen Ausflug am Nachmittag auf dem Plan hatte konnte ich endlich mal wieder ausschlafen. Gegen 10:00 Uhr stand ich auf und frühstückte Müsli mit Joghurt.

Danach setzte ich mich ins Restaurant mit meinem Laptop und arbeitete an meinen Bildern. Gegen 15:00 Uhr ging ich in den benachbarten Supermarkt und kaufte mir wie schon gestern eine Portion Hühnchen mit Reis und Rote Beete Salat. 

Außerdem noch eine Portion gekochte Eier mit Reis und Soße für später am Abend.

Kurz vor 16:00 Uhr fuhrt ich 8 Kilometer zur Nata Lodge von wo aus um 16:30 Uhr mein Ausflug zur Sua Salzpfanne ins Bird Sanctuary startete. Ich bestellte noch einen Kaffee, doch der brauchte leider ewig, so dass ich mir am Ende einen Eiswürfel hinein geben ließ und ihn schnell herunter stürzte. Für die 2. Tasse (ich bekam ein ganzes Kännchen), gab mir die nette Bedienung einen Pappbecher, so dass ich auf den Ausflug mitnehmen konnte. Die anderen warteten schon im Auto auf mich.

Unser Guide stellte sich als Pike vor. Neben mir war noch ein Pärchen aus Holland und 2 aus Italien in dem Geländewagen.

Nach 15 Minuten erreichten wir den Eingang zum Nata Bird Sanctuary. Der Guide erledigte schnell die Formalitäten und wir fuhren rein.

Gut, dass ich es

den Ausflug nicht mit dem Motorrad gemacht hatte, auch wenn das erlaubt gewesen wäre, da es weder Raubtiere, noch Elefanten oder Nashörner gab, denn die Pisten waren wieder extrem sandig. Da hätte ich mich mit dem Motorrad wieder extrem gequält.

Obwohl das Schutzgebiet „Bird Sanctuary“ hieß, sahen wir auch viele Gnus und Zebras. Dazu den Nationalvogel Botswanas, die Riesentrappe, sowie unzählige Flamingos.

Am Aussichtspunkt hielten wir und warteten auf 2 weitere Pickups der Lodge, von denen einer die Kühlbox mit den Getränken hatte.

Wir bekamen alle ein Getränk und nach rund 15 Minuten Pause dort begann es zu tröpfeln und wir sprangen alle wieder schnell in den Pickup. Der erste Regen seit Wochen. Doch nach ein oder 2 Minuten war es auch schon wieder vorbei. Gut, denn ich hatte keine Lust im Regen zurück in meinem Unterkunft zu fahren.

Der Fahrer gab richtig Gas und um 18:40 Uhr verließen wir den Park wieder. Statt der avisierten 3 Stunden dauerte der Trip also nur knapp 2½ Stunden, aber wir haben trotzdem viel gesehen und ich habe es sehr genossen.

Um 18:50 Uhr erreichten wir die Nata Lodge. Doch statt der 12 Minuten, die ich für den Hinweg zur Lodge benötigte, bräuchte ich jetzt 20 Minuten für den Rückweg im Dunkeln. Gut, dass es auf der Straße keine Schlaglöcher gab. 

Um 19:15 Uhr war ich zurück in der Unterkunft duschte schnell und sortierte gleich ein paar Bilder auf dem Laptop aus. Wie immer viel Arbeit nach einem Game Drive.