
Nerviges hin und her mit der Werkstatt
| Datum | 28.04.2026 – Tag 20 |
| Start | Maphiveni |
| Ziel | St. Lucia |
| gefahrene Kilometer | 332 km |
| Kilometerstand | 60292 km |

Als ich heute um 9:00 Uhr zum Frühstück kam, hatte ich eine Nachricht von Christine aus Wartburg. Sie hatte meinen Instagram Post gelesen und wollte mir mit meinem Reifenproblem helfen. Dabei meinte sie auch, das gestern in Südafrika ein Feiertag gewesen sei. Das erklärte natürlich, dass in der Werkstatt niemand ans Telefon gegangen war. Was für ein dämlicher Zufall.
Ich genoss mein Frühstück, jedoch heute mal mit Hühnerleber, die nicht ganz mein Fall war, und dann rief ich nochmal in der Werkstatt an.
Diesmal ging eine Dame ans Telefon, doch die Verbindung war so schlecht, dass sie nur meinte sie würde nach der Email schauen, die ich vor einer Woche geschickt hatte und sich dann bei mir Melden.
Ich war guter Dinge und beschloss das Risiko einzugehen und in Richtung Durban zu fahren. Jetzt war nur die Frage wo ich heute Abend übernachten wollte. In Hluhluwe wäre ich näher an einem Nationalpark in dem man die Big 5 sehen kann, in St. Lucia wäre ich näher im iSimangaliso Wetland Park wo es Flusspferde gab. Ich fragte ChatGPT und die Antwort war relativ deutlich St. Lucia, da das auch der schönere Ort wäre mit Restaurants und Bars und man dort auch zum Strand gehen könnte.
lch schaute nach einer Unterkunft und konnte es auf 2 Kandidaten eingrenzen. Die eine war etwas schöner und teurer, aber in einem Nachbarort gelegen und die andere war direkt in St. Lucia und sehr günstig mit knapp 19€ pro Nacht. Da ich noch mit Christine per WhatsApp in Kontakt war, fragte ich sie kurzerhand und sie meinte St. Lucia wäre die bessere Wahl.
Was ich dabei aber ncht bedachte, war, dass St. Lucia rund eine Stunde weiter weg war als Hluhluwe.
Als ich dann endlich die Unterkunft gebucht und mein Motorrad gepackt hatte, war es schon 11:10 Uhr bevor ich los fuhr.
Irgendwann zwischen 11:30 Uhr nd 12:00 Uhr habe ich dann mit meinem Motorrad die 60.000 km Marke überschritte, es allerdings erst ein paar Kilometer später mitbekommen. So konnte ich leider kein passendes Foto machen.
Ich fuhr durch schöne Landschaft, allerdings über langweilig gerade Straßen, bis ich um 13:20 die Grenze erreichte. Hier ging alles nochmal schneller als damals bei der Einreise nach Eswatini.
An einer Schranke bekam ich einen Zettel auf den eine Dame mein Kennzeichen notierte. Dann ging ich zur Immigration, hatte lediglich eine Person vor mir in der Schlange und bekam sofort meinen Ausreisestempel. Mein Carnet de Passages musste ich ja nicht stempeln, da ich es bei der Einreise ja auch nicht gestempelt hatte. Einen Schalter weiter bekam ich dann noch einen Stempel auf den Zettel mit meinem Nummernschild und ich durfte fahren. 50 Meter weiter gab ich diesen gestempelten Zettel ab und man ließ mich zur südafrikanischen Grenzstation weiterfahren.
Hier ging ich sofort zur Immigration, bekam direkt meinen Stempel und durfte weiterfahren. 100 Meter weiter war wieder eine Schranke und der Polizist wollte den Stempel in meinem Pass sehen. Dann war ich wieder in Südafrika. Alles in Allem hat der Spaß vielleicht 20 Minuten gedauert. Rekord.
Nun deaktivierte ich meine Eswatini SIM und aktivierte wieder meine südafrikanische SIM. Dabei fiel mir eine Email vom ADAC auf.
Die indische Zollbehörde hatte eine Reklamation beim ADAC eingereicht. Das bedeutet sie behaupteten, ich hätte das Motorrad nicht ordnungsgemäß ausgeführt und wollten daher die 3000€ Kaution einkassieren, die ich beim ADAC hinterlegt hatte. Da passte es natürlich super ins Bild, dass sie mir bei der Ausreise im Hafen von Mumbai keinen Stempel auf das Carnet gemacht haben. Angeblich war gerade kein Stempel zur Hand gewesen und angeblich wäre das auch überhaupt kein Problem. Und jetzt 6 Wochen später kommt die Reklamation. Alles Verbrecher.
Ich schickte dem ADAC die Fotos vom Carnet, die ich schon in Indien gemacht hatte und natürlich auch das vom Einreisestempel in Südafrika. Ich hoffte das solle als Beweis genügen. Schließlich hätte ich das Motorrad ja nicht nach Südafrika einführen können, wenn ich es zuvor in Indien illegal verkauft hätte.
Ich ging davon aus, dass das Thema damit erledigt sei, doch ich hatte mich mal wieder über die Inder aufgeregt und das ganze hat natürlich auch wieder mal Zeit gekostet.
Langsam bekam ich Hunger und gab in meinem Navi den nächsten Supermakrt auf dem Weg ein. Der lag in Mkuze. Dort kaufte ich mir Nudeln mit Paprika und Würstchen und dreierlei Salat. Der Krautsalat und die rote Beete schmeckten gut, das andere, das ich für einen Hühnchensalat hielt war furchtbar. Jedes Stück war zäh wie Holz. Ich aß eine Gabel und warf den Rest weg, Aber ich war trotzdem satt.
Auf dem Supermarktparkplatz rief ich dann nochmal in der Werkstatt an, die sich bist jetzt noch nicht gemeldet hatte. Diesmal war die Verbindung viel besser. Ich sprach wieder mit der gleichen Dame (glaubte ich zumindest), doch die hatte bis jetzt noch gar nichts gemacht. Sie suchte jetzt erst mal meine Email, auf die ich mich ja schon heute morgen bezogen hatte. Ich erklärte ihr nochmal meine Situation und meinte, falls sie mir keinen Reifen bestellen könnten, würde ich ihn auch selbst bestellen und einfach die Werkstatt als Lieferadresse angeben. Doch aus irgendeinem Grund war ihr das nicht so recht.
Zuerst wollte die mir eine No-Name Marke aufschwatzen, von der sie einen Reifen in der passenden Größe vorrätig hätten. Als ich auf einen Markenreifen bestand meinte sie, sie könne einen bestellen, aber ich müsste eine Anzahlung leisten und erwähnte ein EST System. Ich hatte keine Ahnung was das war und wusste, dass mich eine Auslandsüberweisung viel Geld kosten würde. Also fragte ich nochmal, ob ich den Reifen nicht einfach selbst online bestellen könnte. Dann könnte ich problemlos mit Kreditkarte bezahlen und sie müssten ihn mir nur einbauen. Doch sie meinte nur sie würde mal beim Manager nachfragen, ob sie den Reifen nicht auch ohne Anzahlung von mir bestellen könnte. Sie würde mich dann zurückrufen.
Da ich nicht wusste, ob das eine Sache von Minuten oder von Stunden wäre, fuhr ich noch schnell tanken und dann weiter in Richtung St. Lucia.
Das Navi zeigte mittlerweile schon eine Ankunftszeit von 17:20 Uhr an.
Irgendwann klingelte dann das Telefon und ich ich ging während der Fahrt ran. Jetzt hat sich der neue Helm mit dem eingebauten Headset bewährt gemacht. Ich fuhr zum Telefonieren zwar trotzdem links ran, doch ich konnte den Helm anlassen und über das Mikrofon sprechen. Und über die Helmlautsprecher habe ich die Dame sogar besser verstanden als vorher über’s Telefon.
Sie meinte sie könnte den Reifen ohne Anzahlung nicht bestellen, aber es wäre ok, wenn ich ihn bestelle und an ihre Werkstatt liefern ließe. Wieso nicht gleich so? Das hätten sie mir auch letzte Woche per Email schicken können. Dann wäre es jetzt nicht so knapp geworden.
Doch dann rückte sie noch mit einer Hiobsbotschaft raus. Am Freitag sei schon wieder ein Feiertag in Südafrika und daher sei die Werkstatt am Samstag auch geschlossen. Es wäre zwar jemand dort um ggf. die Lieferung entgegen zu nehmen, doch der Reifen könnte frühestens am Montag montiert werden. Eigentlich war mein Plan am Freitagabend in Durban anzukommen und den Reifen am Samstag montieren zu lassen, doch das konnte ich nun vergessen. Naja, es ist wie es ist.
Da der Internetempfang hier gerade etwas schlecht war fuhr ich nochmal eine halbe Stunde weiter, hielt erneut am Straßenrand an und bestellte mir online einen Michelin Anakee Wild Vorderreifen bei der Firma Bike Kings in Pretoria. Das war die Firma bei der ich ansonsten den Reifen direkt gekauft hätte, falls ich nach Pretoria gefahren wäre.
Als ich weiter fuhr zeigte das Navi eine Ankunftszeit von 17:38 Uhr an, was schon in der Dämmerung war. Doch dann kam die Katastrophe. Google schickte mich von der Schnellstraße runter auf einen Waldweg, der nach ein paar hundert Metern plötzlich ziemlich sandig wurde. Zuerst hatte ich mich im Sand fast fest gefahren und etwas später fast auf die Nase gelegt. So konnte ich keine 45 Minuten weiter fahren zumal es langsam dunkel wurde.
Ich kehrte um in der Hoffnung über die geteerte Straße auch nach St. Lucia zu kommen, wenn auch über einen Umweg. Mein Navi versuchte mich zwar ständig wieder zurück zu schicken, doch als ich wein weiteres Zwischenziel eingab, bekam ich eine neue Route, die dann hoffentlich über geteerte Straßen führte. Ankunftszeit war nun 18:02 Uhr und ich bekam auch noch einen Tropfen Regen aufs Visier. Den hätte ich jetzt gar nicht gebrauchen können, doch zum Glück blieb es bei dem einen Tropfen und die Straße blieb auch geteert. Ich hing mich hinter ein langsames Auto und folgte ihm bis nach St. Lucia. Dort erreichte ich meine Unterkunft um 18:05 Uhr in völliger Dunkelheit.
Das Apartment, das ich bekam müffelte leider ein wenig, war dafür aber riesig groß. Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer. Leider funktionierte das WLAN, das für die Apartments gedacht war nicht. Zuerst dachte ich es läge vielleicht an der Signalstärke und dass mein Apartment zu weit weg wäre. Ich ging über den Hof zu den Apartments weiter hinten, doch auch dort hatte ich zwar vermeintlich Signal, doch ich konnte keine IP Adresse bekommen. In dem Moment kam ein anderer Gast aus einem Zimmer und ich fragte ihn, ob er hier WLAN Empfang hätte. Er verneinte und war froh, dass mir genauso ging. Er war gerade auf dem Weg zur Rezeption um sich zu beschweren und wollte, dass ich ihn begleite. Er machte der Dame klar, dass er das WLAN dringend zum arbeiten bräuchte und wies sie in einem fast schon schroffen Ton an, den Router neu zu starten. Der stand im Waschraum. Sie zog den Stecker und steckte ihn nach 10 Sekunden wieder rein. Doch es änderte sich nichts. Das WLAN Signal war vorhanden, doch das Handy konnte keine IP Adresse abrufen.
Der andere Gast meinte die Dame solle sofort den Manager informieren und das Problem müsse bis morgen behoben sein, da er den Internetzugang dringend benötigen würde.
Ich hatte in sofern Glück, dass mein Zimmer so dicht an der Rezeption lag, dass ich noch ein wenig von dem dortigen WLAN Signal abbekam. Schnell genug um Fotos auf meine Webseite hochzuladen war es aber auch nicht. Doch um ein YouTube Video in niedriger Qualität zu schauen reichte es gerade noch aus.
Ich hoffte, dass das Problem morgen tatsächlich behoben würde.
Dann ging ich noch zum SPAR der in 20 Minuten schließen würde um noch Wasser zu kaufen. Zum Glück hatte ich mir schon heute Mittag einen Wrap als Abendessen gekauft, denn die Warme Theke des hiesigen SPAR war kurz vor Ladenschluss fast komplett leer. Es gab lediglich ein Peri Peri Pie und auf Nachfrage bestätigte mir die Verkäuferin, dass das ziemlich scharf sein.
Ich kaufte neben dem Wasser noch einen Liter Milch und eine Packung Müsli. Ich hatte ja mindestens 3 Frühstücke hier und da ich jetzt ja erst am Sonntag Abend in Durban sein musste, würde ich vielleicht noch ein oder 2 Nächte länger bleiben. Es käme drarauf an, was man hier so alles machen könnte.
Zurück am Apartment räumte ich mein Motorrad fertig aus und setzte mich an meinen Laptop um diesen Tagebucheintrag zu schreiben.
Um 20:30 Uhr war ich damit endlich fertig. Dann machte ich mir mein Abendessen und schaute noch ein paar Videos im Bett. Ich hatte keinen Kopf mehr dafür noch zu recherchieren und mir Gedanken darüber zu machen, was ich morgen unternehmen wollte. Das würde ich morgen früh machen. Vielleicht würde ich tagsüber einfach nur durch den Ort bummeln oder weiter meine Fotos bearbeiten und dann eine Sunset Safari machen oder eine Bootstour um die Flusspferde zu sehen. Mit der Option noch ein bis 2 Nachte länger zu bleiben, hatte ich da keinen Druck. Und bei 18€ pro Nacht ist die Unterkunft hier auch echt budgetschonend.
Crocodile und Hippo Tour
| Datum | 29.04.2026 – Tag 21 |
| Start | St. Lucia |
| Ziel | St. Lucia |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 60292 km |

Eigentlich lief gestern ja alles relativ glatt. Trotzdem fühlte ich mich gestresst. Früher hätte mir so etwas nichts ausgemacht, aber man wird ja nicht jünger…
Heute gönnte ich mir mal den Luxus auszuschlafen und stand erst um 10:30 Uhr auf.
Ich hatte meine Unterkunft zwar nur für 3 Nächte gebucht, war mir jedoch schon gestern Abend relativ sicher, dass ich sie noch um 2 Nächte verlängere und dann am Sonntag nach Durban fahre.
Frühstück, Duschen und mich fertig Machen dauerte heute alles etwas länger. Gegen 12:00 Uhr verließ ich dann die Wohnung und setzte mich auf ein Sofa vor der Rezeption. Das war der einzige Ort wo man vernünftigen WiFi Empfang hatte. Leider haben sie es bis jetzt nicht hinbekommen das 2. WiFi zum Laufen zu bringen. Ich schaute mir die Instagram Posts von Johs und Hakim an. Die erleben gerade auch einiges. Vielleicht muss ich meine Auszeit noch um ein Jahr verlängern und auch noch Mittel- und Nordamerika sowie Australien bereisen. Mal schauen wie lange mein Erspartes reicht.
Dann schaute ich noch nach meinen E-Mails, in der Hoffnung eine Versandbestätigung für meinen Reifen bekommen zu haben. Doch dem war leider nicht so. Ich schrieb die Firma mal an und bat um eine Einschätzung, wann der Reifen ankommen würde, in der Hoffnung, dass sie ihn dadurch vielleicht auch etwas schneller versenden würden.
Mein Problem war nämlich die Entscheidung, ob ich jetzt schon eine Unterkunft in Durban buchen sollte auf die Gefahr, dass der Reifen nicht rechtzeitig ankommt und ich dann noch länger dort fest hänge, oder ob ich noch warten soll dann aber vielleicht weniger Auswahl habe oder mehr bezahlen muss, da ich so kurzfristig buche. Keine leichte Entscheidung…
Ich buchte erst mal noch nichts.
Gegen 13:15 Uhr machte ich mich auf den Weg und bummelte entlang der Hauptstraße durch den Ort. Ganz am Ende konnte man zu einem Bootsanleger abbiegen wo Tickets für eine Crocodile und Hippo Tour verkauft wurden.
Ich ging zuerst zu dem Stand einer weißen Dame mit Afrikaans Akzent, die allerdings meinte, sie sei für die letzte Tour heute um 15:00 Uhr schon komplett ausgebucht.
Sie meinte aber, der Typ am dem Bus gegenüber würde auch Tickets verkaufen. Ich hatte ihn zuerst gar nicht gesehen.
Von ihm bekam ich ein Ticket für 290 Rand.
Ich sollte eine Stunde später um 14:45 Uhr zurück sein.
Somit hatte ich noch genug Zeit um nochmal zurück zu meiner Unterkunft zu gehen und mir mein Jäckchen zu holen. Ich dachte es könnte später vielleicht kühl werden.
Ich nutzte auch noch die Chance in einer Bäckerei ein Ciabatta Brot zu kaufen und im SPAR etwas Aufschnitt. Außerdem noch ein Spinat-Feta Pie zum Mittagessen.
Auf dem Rückweg bekam ich einen Anruf von Natascha von Bike Kings. Sie hatte meine E-Mail gelesen und wollte mir nur Bescheid sagen, dass sie den Reifen direkt versendet hätte als sie die Mail gelesen hätte und guter Dinge wäre, dass er entweder morgen oder spätestens am Montag ankommen würde. Das fand ich super nett von ihr und endlich mal eine gute Nachricht zu diesem Thema.
Zurück im Apartment packte ich meine Einkäufe in den Kühlschrank und aß mein Spinat-Feta Pie.
Nun band ich mir mein Jäckchen um die Hüfte und ging wieder zurück zum Pier um auf meinem Boot einzuchecken. Auf dem Weg dorthin sah ich noch eine kleine Rotte Warzenschweine auf einer kleinen Grünfläche hinter einem Mülleimer. Ähnlich wie in Deutschland die Wildschweine, die sich auch immer weiter in die Ortschaften hinein trauen.
Am Pier angekommen, war ich etwas irritiert. Mittlerweile lag noch ein drittes Boot dort. Die beiden anderen waren schon jeweils zur Hälfte gefüllt und zwar ausschließlich mit weißen Touristen. Auch die Ticketverkäuferinnen für die beiden anderen Boote waren weiß, während ich mein Ticket von einem Schwarzen bekam.
Auf „meinem“ Boot war außer mir noch niemand. Das war irgendwie alles seltsam.
Keine Ahnung wo der Unterschied in den 3 Agenturen und Booten ist. Die anderen waren etwas größer und hatten Sitzbänke mit Rückenlehnenhren wahrend auf meinem Boot lediglich Hocker standen.
Alle weiteren ankommenden Touristen gingen auf die anderen Boote. Auch der Preis den ich zahlte war deutlich günstiger als der von ChatGPT angegebene. Dort hieß es, die Tixkets würden je nach Anbieter zwischen 400 und 500 Rand kosten, während ich lediglich 290 Rand bezahlte.
Entweder es war ein super Schnäppchen gewesen, oder es würde ein Reinfall werden. Ich müsste mich noch 10 Minuten gedulden, dann wüsste ich mehr. Irgendwie kam mir das ganze seltsam vor.
Um 14:55 Uhr wurde mein Boot dann plötzlich voll. Ebenfalls alles weiße Touristen bis auf 2, die ich für Inder hielt. Oder Nachfahren von Indern. Der Rest war eine russische Reisegruppe wie sich später herausstellte. Sie hatten einen Reiseleiter dabei, der alles was der Captain sagte auf Russisch übersetzte, da wohl niemand in der Gruppe Englisch sprach. Schon interessant, bzw. traurig, dass obwohl die Bevölkerung zu 80% aus Schwarzen besteht, bei solchen touristischen Ausflügen ausschließlich Weiße dabei sind.
Kurz nachdem wir losgefahren waren, ging ich aufs Dach, da ich auf meinem Sitzplatz auch nicht vor der Sonne geschützt war. Da könnte ich auch gleich die bessere Aussicht auf dem Dach genießen.
Kurz darauf ertönte aus dem Lautsprecher die Ansage, dass ein kleines Krokodil auf einem Baumstamm sitzen würde. Es war so klein, dass ich eine Weile brauchte um es zu erkennen.
Im weiteren Verlauf der Fahrt sahen wir noch ein paar Flusspferde, eines davon mit einem eine Woche alten Jungtier und 2 weitere Krokodile.
Der Guide und ein paar andere Gäste sahen auch noch einen Kormoran auf einem Baum am Ufer sitzen, doch den habe ich nicht erkannt.
Heute hatte es sich auch ausgezahlt, dass ich mein Fernglas dabei hatte. Damit konnte ich die Hippos und Krokodile besser sehen als auf dem spiegelnden Kameradisplay.
Vielleicht sollten meine Eltern mir nach Namibia noch ein weiteres Fernglas mit einem etwas größeren Vergrößerungsfaktor mitbringen. 8x ist manchmal doch etwas wenig.
Auf dem Rückweg sahen wir noch einmal 2 Gruppen von Flusspferden. Bei einer waren sogar 2 spielende Jungtiere dabei.
Schließlich sahen wir noch einen schönen Vögel auf einem Stein stehen, doch ich verstand den Guide nicht, bzw. kannte den englischen Namen nicht.
Kurz nach 17:00 Uhr legten wir nach einer 2-stündigen Tour wieder an. Kurz vor Sonnenuntergang, den ich vom Steg aus super fotografieren und genießen konnte.
Auf dem Weg zurück in mein Apartment lief mir ein wenig das Wasser im Mund zusammen als ich an den vielen Restaurants vorbei kam. Vielleicht gönne ich es mir in den nächsten Tagen mal abends Essen zu gehen.
In meiner Unterkunft, die auch Safaris anbietet fragte ich nach einer Ganztagssafari in den Park für morgen, doch sie wollten dafür 1700 Rand, während andere Anbieter für die mehr oder weniger gleiche Safari nur 1200 Rand bzw. bei Begrenzung auf 6 Personen 1500 Rand verlangten. Daher buchte ich erst mal nicht, sondern schaute in meinem Apartment am Laptop nach den anderen Anbietern.
Leider konnte man bei dem günstigen nicht mehr für den nächsten Tag buchen und bei dem für 1500 Rand war nur eine Telefonnummer angegeben. Ich schrieb ihnen eine WhatsApp und machte mir mein Abendessen. Das Ciabatta war zwar nicht so gut wie in Italien, doch hundert mal besser als das andere südafrikanische Brot.
Nach einer halben Stunde bekam ich die Antwort, dass bei der Firma für morgen keine Safar geplant war. Nun war es allerdings zu spät um bei meiner Unterkunft noch zu buchen. Aber egal. Ich gehe morgen einfach nochmal durch denn Ort und schaue, ob ich etwas anderes für den Nachmittag finde. So kann ich wenigstens nochmal ausschlafen.
Die nächsten 2½ Stunden verbrachte ich am Laptop um die Bilder von gestern und heute zu beschriften und zu bearbeiten. Mit denen von heute bin ich nicht mal fertig geworden, doch irgendwann hatte ich einfach genug. Ich kann ja morgen Vormittag noch weitermachen.
Spaziergang durch St. Lucia und zum Meer
| Datum | 30.04.2026 – Tag 22 |
| Start | St. Lucia |
| Ziel | St. Lucia |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 60292 km |

Ich wusste nicht was mit mir los war, aber ich war in den letzten Tagen etwas schlapp. Obwohl ich gestern schon vor Mitternacht im Bett und ziemlich schnell eingeschlafen war, schlief ich heute bis 11:00 Uhr. Ich hoffte das würde genügt haben um wieder fit zu sein. Gut, dass ich für heute keine Safari gebucht hatte, sonst hätte ich schon um 7:00 Uhr aufstehen müssen.
Ich machte mir eine Schale Müsli zum Frühstück und setzte mich an den Computer um weiter an meinen Bildern zu arbeiten.
Gegen 13:00 Uhr verließ ich mein Apartment und fragte die Dame an der Rezeption, ob ich heute Nachmittag noch eine geführte Wanderung im Nationalpark machen könnte. Sie meinte sie hätte nichts mehr frei. Als ich dann fragte, wie weit ich auf eigene Faust spazieren gehen könnte, meinte sie, am Strand entlang so weit ich wollte. Der würde nicht zum Nationalpark gehören. Ich könnte theoretisch bis zum Cape Vidal laufen. Das war allerdings 5 Stunden entfernt und somit viel zu weit.
Ich ging zuerst mal in den Shop an der Tankstelle und kaufte mir ein Beef Stew mit Reis zum Mittagessen.
Von hier ging ich die Hauptstraße entlang durch den Ort und erreichte am Ende einen Wanderweg, dem ich folgte.
Dem folgte ich so lange bis ich schließlich die Dünen am Meer erreichte. Es war allerdings sehr windig, so dass ich in den Dünen gesandstrahlt wurde und meine Kamera sofort in meinen Rucksack packte. Ich wollte nicht dass Sand und Staub eindringen würden.
Näher am Wasser setzte ich mich auf ein Stück Treibholz und genoss das Getöse des Ozeans. Zumindest so lange bis die Gischt mir meine Brille komplett vernebelt hatte.
Das war das Signal für mich umzukehren. Als ich weit genug vom Wasser weg war, putzte ich meine Brille und spazierte zurück nach St. Lucia mit einem kurzen Stopp an einem Parkplatz mit Picknick Bereich, an dem ich mein Sandwich aß.
Zurück im Apartment setzte ich mich wieder an den Computer und aß später 2 Scheiben Brot zu Abend. So langsam hole ich mit meinen Bildern auf. Und mittlerweile war auch das Internet-Problem in meiner Unterkunft gelöst, so dass ich die Bilder auch endlich auf meine Homepage hochladen konnte.
Ein weiterer Nachmittagsspaziergang
| Datum | 01.05.2026 – Tag 23 |
| Start | St. Lucia |
| Ziel | St. Lucia |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 60292 km |

Auch heute stand ich erst gegen 11:00 Uhr auf. Ich hatte einen Tag am Laptop eingeplant, da der Wetterbericht für heute Nachmittag starken Regen vorausgesagt hatte. Doch als ich mir am Morgen das Regenradar nochmal ansah, stellte ich fest, dass die Regenfront in Richtung Meer abgebogen war und es heute wohl gar nicht mehr regnen würde.
Nach einem Müsli und 2 Scheiben Brot, packte ich meine Schmutzwäsche in einen Beutel und machte mich auf den Weg in den Ort.
An der Rezeption fragte ich, was es kosten würde, wenn sie mir meine Wäsche machen würden. 200 Rand, ca. 10,50€. Das war mir viel zu teuer. Ich nahm die Wäsche mit zum Einkaufen und fragte noch bei 2 anderen Wäschereien im Ort nach. Eine wollte 160 Rand, die andere 150.
Da entschied ich mich dazu, erst in Durban waschen zu lassen. Die Wäscherei von Mariia kostete nur 110 Rand und ich hatte ja noch genug frische Wäsche um bis Durban zu kommen.
Als ich das Ende des Ortes erreichte, kaufte ich mir ein neues Ciabatta Brot und auf dem Rückweg im Supermarkt Wasser und einen Liter Saft.
Außerdem buchte ich mir bei Heritage Travel einen Ganztages Game Drive im iSimangaliso Wetland Park für morgen. Der kostete hier nur 1210 Rand im Vergleich zu 1700 Rand, die meine Unterkunft dafür haben wollte. Ich hatte Glück, es war noch genau ein Platz frei.
Da hatte ich dann auch ChatGPT mal danach gefragt, was der Unterschied zuwischen Safari und Game Drive sei. Eine Safari ist Swahili und heißt einfach nur Reise. Die eigentliche Tierbeobachtungsfahrt ist der Game Drive, da das zu jagende Wild zu Kolonialzeiten als Game bezeichnet wurde. Der Begriff hat sich bis heute gehalten, auch wenn die Tiere nur noch beobachtet und nicht mehr gejagt werden.
Zurück im Apartment setzte ich mich an meinen Laptop und begann den Reisebericht über meine Zeit in Eswatini zu schreiben. Es gab schon seit dem Morgen einen teilweisen Stromausfall. Es gab nur noch eine Phase mit Strom, was sich bei mir so auswirkte, dass die Lampen Im Schlafzimmer und im Bad nicht funktionierten. In der Küche zum Glück schon. Auch die Steckdose an der der Laptop hing hatte noch Strom. Doch das änderte sich um 3 Uhr. Da fiel auch die letzte Phase aus.
Und da draußen wieder die Sonne zum Vorschein gekommen war, machte ich kurzerhand nochmal einen Spaziergang. Diesmal ging ich nicht über die Hauptstraße, sondern über die Nebenstraßen im Ort. Fast jedes Haus hier ist eine Touristenunterkunft. Und alle Vorgärten sind super schön angelegt. Durch den Ort zu flanieren ist schöner als durch so manchen botanischen Garten in Indien zu spazieren.
Etwas außerhalb des Ortes liefen dann auch noch 2 kleine Rotducker über den Weg. Leider hatte ich meine Kamera zu Hause gelassen, so dass ich lediglich ein paar eher schlechte Bilder und Videos mit dem Handy machen konnte.
Etwas später erreichte ich einen Parkplatz am Ufer des Hluhluwe Flusses an dem die typischen Warnschilder vor Krokodilen standen und man vor lauter Schilfgras nichts vom Fluss sehen konnte. Ein paar Meter weiter gab es noch einen Pier, von dem man wenigstens ein kleines Stück des Flusses sehen konnte. Aber weder Krokodile noch Flusspferde.
Nun war es auch schon wieder 16:30 Uhr und somit an der Zeit umzukehren.
Um 16:55 Uhr erreichte ich den Pier von wo ich am 2. Tag meine Bootstour gemacht hatte. Ich wartete noch den Sonnenaufgang ab bevor ich zurück zu meinem Apartment ging. Dort waren heute Abend auch noch ein paar junge Zulus, die für die zurückkehrenden Bootstouristen trommelten und tanzten. Und schon wieder war ein Großteil der Bootstouristen aus Russland.
Zurück in meinem Apartment stellte ich zu meiner Zufriedenheit fest, dass der Strom wieder da war. Somit war auch das WiFi wieder verfügbar, doch aus irgendeinem Grund war es so langsam, dass ich nicht vernünftig an meinem nächsten Reisebericht arbeiten konnte. Ich konnte zwar die Texte aus meiner Notiz App übertragen, doch um die Bilder einzufügen reichte die Internetgeschwindigkeit einfach nicht aus.
Game Drive im iSimalangiso Wetland Park
| Datum | 02.05.2026 – Tag 24 |
| Start | St. Lucia |
| Ziel | St. Lucia |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 60292 km |

In der Nacht hatte ich schlecht geschlafen und bin schon um 6:00 Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Irgendwie hatte ich Angst den Wecker zu überhören.
Um 7:30 Uhr stand ich auf und machte mir schnell eine Scheibe Brot zum Frühstück
Um 8:00 Uhr wurde ich von einem Jeep von Heritage Travel abgeholt. Ich war überrascht, dass nur 4 Leute drin saßen, da es gestern Abend als ich gebucht hatte noch hieß, wir seien zu neunt. Ich fürchtete schon es würde eng werden. Doch zu fünft in einem 9er Jeep war es total angenehm. ich hatte die komplette mittlere Sitzreihe für mich alleine.
Die anderen waren 2 Paare. Eins aus Deutschland und das andere vermutlich von hier. Jedenfalls waren es Schwarze. Schön zu sehen, dass bei touristischen Aktivitäten nicht nur Weiße dabei sind.
Auf dem Weg in den Park wurde es in dem offenen Jeep schon ziemlich frisch, doch als wir das Eingangstor zum Park erreichten gab uns unser Guide Siyabonga jedem eine Decke. Sehr gut.
Dann erklärete er uns, das der Park riesig sei und bis zur Grenze zu Mosambik reicht. Hier gibt es 4 der Big 5, nur keine Löwen. Der Name iSimangaliso ist der Zulu Name und bedeutet „Ort der Wunder“.
Als erstes trafen wir auf Affen (grüne Meerkatzen) und ein Warzenschwein. Die waren nach den vielen Sichtungen in St. Lucia in den letzten Tagen aber nichts besonderes mehr. So schnell verschieben sich die Prioritäten. In Eswatini wollte ich unbedingt ein Warzenschwein sehen, und jetzt sind sie schon nichts besonderes mehr. So schnell kann’s gehen.
Nach kurzer Zeit bogen wir ab auf eine Dirt Road und sahen dort ein Kudu Pärchen. Siyabonga erklärte uns, dass sie noch recht jung seien, da das Männchen lediglich gebogene Hörner und noch keine gewundenen Hörner hatte.
An einem kleinen Wasserloch mit schönen Seerosen sahen wir einen Jacana, der allerdings sehr weit weg war. Dementsprechend wurden die Fotos nicht so gut.
Am nächsten Wasserloch trafen wir auf eine Gruppe von Flusspferden.
Zurück am Teich mit den Seerosen sahen die anderen noch einen Eisvogel. Ich könnte ihn leider nicht entdecken.
Gegen 9:00 Uhr machten wir einen Stopp an einer kleinen Vogelbeobachtungshütte an einem Wasserloch wo uns Siyabonga ein kleines Frühstück bestehend aus Müsli mit Joghurt und Obst servierte.
Von hier aus fuhren wir weiter zu den Mission Rocks. Das ist ein felsiger Strandabschnitt, an dem Früher ein Missionar Freilichtgottesdienste abgehalten hat. Daher der Namen Mission Rocks.
Als später dann ein Vogel vor uns über die Straße flog und sich in einen Busch setzte, meinte unser Guide, das sei ein Vogel, der den Regen ankündigen würde. Wenn er ruhig ist, bleibt es trocken und wenn er anfängt zu zwitschern, dann ist Regen im Anmarsch. Leider konnte ich den Namen nicht verstehen.
Kurz darauf blieben wir stehen, weil Siabonga etwas im Gras gesehen hatte. Ich hatte keinen blassen Schimmer wie es möglich ist während der Fahrt ein geschätzt 200 Meter entferntes Nashorn zu sehen, das noch zur Hälfte vom Gras verdeckt war. Ich brauchte selbst mit Fernglas eine Weile bis ich es endlich sehen konnte und es war viel zu weit weg um es zu fotografieren. Die Guides hier sind echt der Hammer.
Um 11:45 Uhr erreichten wir Cape Vidal, einen tollen Strand and dem richtig viel los war. Hier hätten wir schwimmen und schnorcheln gehen können, doch alle aus unserer Gruppe entscheiden sich dagegen. Wir fürchteten, dass uns das Wasser zu kalt wäre. Ich habe eine andere Gruppe gesehen, die gerade ihre Neoprenanzüge ausgezogen haben. Damit wäre ich vielleicht auch ins Wasser gegangen, doch ich weiß nicht wie viel ich ohne meine Brille durch eine Taucherbrille gesehen hätte. In solchen Situationen waren Kontaktlinsen doch deutlich besser.
Wir bekamen bis 13:00 Urb Zeit am Strand bevor wir uns zum Mittagessen am Parkplatz trafen. Für meinen Geschmack hätte es gerne etwas weniger sein dürfen, und wir wären stattdessen noch eine weitere Schleife mit dem Jeep gefahren. Schließlich wollte ja niemand Schwimmen oder Tauchen gehen. Aber so stand es nun mal im Programm. Und vielleicht haben die anderen die Zeit am Strand ja genossen.
Ich spazierte einfach eine Runde. Hier war es deutlich weniger windig und auch das Meer war deutlich ruhiger als vor 2 Tagen als ich in St. Lucia am Strand war.
Ich fand es faszinierend, dass es hier eine ganze Menge Angler gab die in der Brandung angelten. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dort Fische unterwegs wären.
Als ich etwas wehmütig wurde, weil mir klar wurde, dass ich morgen schon wieder weiterfahren würde, fiel mir brennendheiß ein, dass ich noch keine Unterkunft in Durban gebucht hatte. Gestern Abend hatte ich so lange an meinem Reisetagebuch gesessen und noch die Videos von Cultural Village und vom Hlane Park bearbeitet, so dass ich das total vergessen hatte. Und heute morgen als es mir wieder einfiel, war die Zeit zu knapp.
Blöd nur, dass ich hier am Cape Vidal keinen Internetempfang hatte. Ich musste also bis heute Abend warten und hoffen, dann noch etwas Gutes zu bekommen. Die beiden Unterkünfte in denen ich das letzte Mal wohnte, waren schon seit ein paar Tagen ausgebucht.
Dann machten wir Mittagspause an einem Picknickbereich hinter den Dünen. Es gab Hähnchen mit Kartoffelsalat und einem Beilagensalat.
Auf dem Rückweg sahen wir noch eine Gruppe Samango Affen sowie eine Herde Kudus und ein paar Zebras und Helmperlhühner, direkt an der Straße.
Siyabonga machte nochmal einen Abstecher auf eine kleine Dirt Road in der Hoffnung dass wir dort vielleicht noch Elefanten sehen würden, doch dem war leider nicht so. Es wurden schon seit 2 Tagen keine mehr gesichtet. Er vermutete sie könnten vielleicht auf die andere Seite des Sees gezogen sein.
Kurz nach 15:00 Uhr war die Tour schon wieder zu Ende. Ich war total froh, dass ich nicht wegen des Reifens nach Pretoria gefahren bin, sonst hätte ich diese wundervolle Gegend hier verpasst.
Traum -Landschaft, Traum-Wetter und exotische Tiere, teils nur ein paar Meter weit weg sind einfach eine tolle Kombination.
Zurück in meinem Apartment setzte ich mich sofort an den Laptop und buchte mir eine Unterkunft in Durban für 2 Nächte. Ich fand ein schönes Zimmer in Umhlanga, was Johs mir als beste und sicherste Gegend von Durban empfohlen hatte. Ich hoffte es wäre die 37,50€ Wert, das es kostete. Leider war die Unterkunft bei Mariia (dort wo ich die ersten Tage in Durban verbrachte) schon ausgebucht.
Anschließend lud ich das Video vom Hlane Nationalpark auf YouTube hoch. Bzw. ich begann damit. Das sollte bei dem langsamen WiFi in der Unterkunft mehrere Stunden dauern.
Dann begann ich mit der Beschriftung der Bilder von heute. Durch den Video-Upload war das Internet extrem ausgebremst, was die Recherche nach den Tiernamen zu einer extremen Geduldsprobe machte. Nach 2½ Stunden hatte ich genug, ging duschen und suchte nach einem Restaurant. Ich hatte heute mal Lust auf Fisch.
In dem Restaurant das ich mir ausgesucht hatte saßen allerdings lediglich 2 Damen an der Bar. Niemand hatte etwas zu essen. Da es laut der Speisekarte im Internet aber etwas günstiger war als die anderen in der Nähe, entschied ich mich zu bleiben. Doch als ich die Karte bekam, waren die meisten Preise mit einem Aufkleber überklebt und somit ein ganzes Stück teurer als die online Speisekarte.
Naja, jetzt war es mir zu blöd aufzustehen und zu gehen. Und da die Preise ja immer noch ein Stück günstiger waren als in Deutschland war es auch kein Beinbruch. Ich verzichtete jedoch auf die Muscheln, die ich eigentlich als Vorspeise essen wollte und bestellte mir eine Portion Hake (Seehecht) mit Fritten und einen griechischen Salat.
Überraschendes Wiedersehen in Umhlanga
| Datum | 03.05.2026 – Tag 25 |
| Start | St. Lucia |
| Ziel | Umhlanga |
| gefahrene Kilometer | 227 km |
| Kilometerstand | 60519 km |

Obwohl ich um 8:45 Uhr aufstand kam ich nicht wie geplant um 10:00 Uhr los, was eigentlich die Check-Out Zeit war.
Ich war mal wieder zu langsam beim Frühstücken und Packen. Um 10:30 Uhr war dann endlich Abfahrt.
Die Fahrt war ereignislos. Ich nahm die Autobahn N2 auf der ich an 3 Mautstationen insgesamt rund 5 € bezahlte. Leider gab es keine Vergünstigung für Motorräder so dass ich das gleiche bezahlen musste wie die Autos.
Um 13:00 Uhr machte ich einen Tankstopp und kaufte mir ein Steak and Beans Pie zum Mittagessen. Von hier war es nicht mehr so weit.
Um 14:00 Uhr kam ich an meiner Unterkunft in Umhlanga an und stoppte vor dem verschlossenen Tor. Einen Moment später kam ein Auto, das auch rein wollte. Zuerst erkannte ich ihn nicht, doch als ich den Helm abzog und auf ihn zu ging um zu fragen, ob er einen Toröffner hätte und mich reinlassen könnte, merkte ich dass es die beiden Deutschen waren, die gestern zusammen mit mir auf dem Game Drive im iSimangaliso Wetland Park waren.
Was für ein Zufall. Wie klein wohl die Wahrscheinlichkeit war, dass wir ausgerechnet die gleiche Unterkunft gebucht hatten. Jetzt nutzte ich auch sofort die Chance, die beiden nach ihren Namen zu fragen. Sie stellten sich mir als Marcus und Babsi vor.
Dann ging ich zum Tor und rief laut „Hello“, worauf sich das Tor öffnete und wir von der netten Housekeeperin Sama begrüßt wurden, die uns auch gleich unsere Zimmer zeigte. Ich hatte das Glück ein Zimmer zu bekommen, dass von außen zugänglich war und einen kleinen Dachübergang vor der Tür hatte. Das war der perfekte Parkplatz für mein Motorrad.
Nach einer Dusche ging ich auf die Terrasse wo ich Markus und Babsi erwartete, doch es war niemand da. Entweder machten sie sich auch noch frisch, oder sie hatten es sich in der Zwischenzeit überlegt und sind nochmal los etwas zu unternehmen. Das Auto stand allerdings noch auf dem Parkplatz.
Doch dann kam ich auf die genialste Idee überhaupt. Ich klopfte einfach an ihrer Zimmertür. Und siehe da, sie waren noch da und öffneten. Sie hatten eine Badewanne im Zimmer und daher die Gelegenheit genutzt Wäsche zu machen. Ich fragte Happy, den anderen Housekeeper, nach dem Wäscheservice. Er zeigte mir ein Blatt Papier auf dem die Preise für jedes einzelne Stück aufgelistet waren, wie in einem Hotel. Das war mir in Summe zu teuer. Da würde ich lieber morgen früh bevor ich in die Werkstatt fahre, meine Wäsche in einer Wäscherei abgeben, die nach Kilo berechnet. Laut ChatGPT soll es da ein paar hier in der Nähe geben.
Da Marcus und Babsi morgen den ganzen Tag in Durban verbringen wollten, wollten sie heute lieber noch einen Ausflug an den Strand in Umhlanga machen. Auch eine gute Idee. Zumal es für den botanischen Gärten auch schon etwas spät war. Heute ging die Sonne um 17:19 Uhr unter und es war mittlerweile schon 15:15 Uhr.
Wäre ich alleine gewesen, wäre ich wohl in den botanischen Garten gefahren, in der Hoffnung, dass es dort heute nochmal ein „Picknick with strangers“ gegeben hätte. Vielleicht hätte ich ja heute den Mut aufgebracht mich dazu zu gesellen.
Doch den Strand von Umhlanga zu erkunden war auch eine gute Idee. Dort gäbe es mit einem Pier und einem Leuchtturm wohl auch ein paar schöne Fotomotive.
Die Strandpromenade in Umhlanga ist wirklich schön. Die Hochhäuser der Stadt direkt am Strand waren ein krasser Kontrast zu dem beschaulichen St. Lucia.
Nach dem Spaziergang gingen wir noch zusammen ins Restaurant African Roots. Das war zwar mehr ein Café, das auch Kaffeebohnen aus ganz Afrika verkaufte, doch sie hatten auch etwas zu essen.
Ich hatte solchen Hunger, dass ich mir 2 Gerichte bestellte. Einen Burger und einen Wrap mit Gemüse, Feta und Avocado. Beides war hervorragend gut und inkl. Wasser und Trinkgeld kostete es lediglich 12,50€. Wenn man bedenkt, dass das eine der teuersten Gegenden im Großraum Durban ist, was nebenbei gesagt auch die drittgrößte Stadt in Südafrika ist, dann kann man da absolut nicht meckern. Und das Ambiente war auch schön.
Als wir fertig waren mit dem Essen plauderten wir noch eine ganze Weile über das Reisen. Marcus war in seiner Jugend mit seinen Eltern und 2 Brüdern in einem zum Wohnmobil umgebauten Transporter von Deutschland auf dem Landweg bis nach Jordanien gereist. Das ist in der aktuellen politischen Lage leider unvorstellbar.
Um 20:00 Uhr war ich zurück in meinem Zimmer und setzte mich natürlich wieder sofort an den Computer.
Neuer Vorderreifen und zum 3. Mal im botanischen Garten
| Datum | 04.05.2026 – Tag 26 |
| Start | Umhlanga |
| Ziel | Umhlanga |
| gefahrene Kilometer | 43 km |
| Kilometerstand | 60562 km |

Ich stand kurz vor 9 auf und machte mir einen Kaffee zum Frühstück. Da ich ohne Frühstück buchte und gestern keine Milch für ein Müsli gekauft hatte, musste ich heute auf ein Frühstück verzichten.
Zuerst fuhr ich zu einem Car Wash da mein Motorrad von dem Schlamm in Eswatini noch ziemlich dreckig war. So wollte ich nicht in die Werkstatt fahren.
Die Jungs dort waren extrem gründlich, haben dementsprechend aber auch ewig gebraucht. Ich war fast bis 11:00 Uhr dort.
Als nächstes gab ich meine Klamotten in einer Reinigung ab. Leider schafften sie es nicht die Wäsche noch am selben Tag zu machen. Ich würde sie morgen früh um 10:00 Uhr abholen müssen.
Dann fuhr ich weiter zur Werkstatt, die ich um 11:40 Uhr erreichte. Die nette Dame am Tresen hatte meinen Reifen sofort griffbereit. Damit fuhr ich in den hinteren Bereich des Ladens wo die Werkstatt war. Ich traf sofort den selben Mechaniker, der mir schon beim letzten Mal meine Bremsscheiben gewechselt hatte. Er arbeitete gerade noch an einem kleinen Motorroad, doch damit war er schnell fertig.
Ich kam um 12:00 Uhr als nächstes dran.
Ich ging dem Mechaniker wie schon beim letzten Mal wieder etwas zur Hand. Und auch ein Teil meines Werkzeugs kam wieder zum Einsatz. Es ist schon interessant, dass sie in der drittgrößten Stadt Südafrikas nicht auf Motorräder dieser Größe eingestellt sind.
Um 13:20 Uhr war dann endlich alles fertig und ich fragte Marcus und Barbara per WhatsApp wo sie seien. Sie waren gerade an der Strandpromenade, wollten aber als nächstes in den botanischen Garten.
Ich fuhr noch zum Checkers Supermarkt in der Nähe des botanischen Gartens und kaufte mir Fisch mit Gemüse und eine Portion Sushi zum Mittagessen. Eigentlich viel zu viel, doch als ich das Sushi sah, konnte ich nicht widerstehen.
Anschließend fuhr ich zum botanischen Garten wo ich Barbara und Marcus recht schnell fand. Wir bummelten eine Weile gemeinsam durch den Park bis die beiden sich verabschiedeten, weil sie noch in ein Einkaufszentrum wollten.
Ich blieb noch eine Stunde länger dort und genoss die vielen Tiere und das tolle Wetter. In den nächsten Tagen sollen einige Regengebiete über Südafrika hinwegziehen und es soll deutlich kälter werden. Wer weiß wann ich das nächste Mal wieder Temperaturen von 28 Grad habe. Vielleicht erst wieder in Angola.
Auf dem Heimweg fuhr ich nochmal zum Checkers und kaufte mir eine Schale griechischen Salat zum Abendessen und ein belegtes Baguette für den nächsten Morgen zum Frühstück. Gut, dass ich einen Kühlschrank im Zimmer hatte.
Zurück in der Unterkunft setzte ich mich wie immer an den Laptop und schaute zuerst nach einer Unterkunft in Underberg, meinem nächsten Ziel. Anschließend beschriftete ich wie fast jeden Abend meine Bilder des Tages.
Um 19:00 Uhr waren Barbara und Marcus fertig mit packen und wir setzten uns gemeinsam auf die Terrasse unserer Unterkunft und quatschten die nächsten 2½ Stunden, bevor wir dann wieder zurück auf unsere Zimmer gingen. Ich hatte immer noch ein paar Bilder zu beschriften und auszusortieren und ja auch noch meinen Salat.





































































































































































































































































































































