Du betrachtest gerade Südafrika – Rund um die Swartberge

Über den Tradouw Pass nach Suurbraak

Datum19.09.2026 – Tag 164
StartCitrusdal
ZielSuurbraak
gefahrene Kilometer316 km
Kilometerstand78578 km

Heute morgen ging alles mal wieder etwas schleppend. Ich stand um 8: 40 Uhr auf und machte mir Frühstück. Schon um 9:00 Uhr erschien ein Pickup vor meinem Haus. Ich vermutete es war die Reinigungskolonne.

Ich beeilte mich mit dem Frühstück und dem Packen, und verließ das Haus um 10:03 Uhr. Zum Putzen ging aber niemand ins Haus. Seltsam. Bis ich letztlich los fuhr war es jedoch schon 10:20 Uhr.

Nach den 2 Kilometern sandiger Zufahrt zum Haus erreichte ich die Hauptstraße und pumpte meine Reifen wieder auf.

Nun ging es über die gut geteerte R303 südwärts nach Die Dorp op die Berg, wo ich zum Tanken stoppte.

Mit genügend Sprit für die restliche Strecke machte ich mich nun auf den Weg nach Montagu, wo es die letzte Möglichkeit zum Einkaufen vor meinem Ziel gab.

Das Wetter spielte wieder perfekt mit und heute war es sogar deutlich weniger windig als gestern, was nicht nur viel angenehmer zu fahren war, sondern auch keinen so stark erhöhten Spritverbrauch bedeutete, da ich die meiste Zeit gegen den Wind fuhr.

Die Landschaft wurde immer schöner je weiter ich fuhr. Irgendwann kamen sogar noch Kurven dazu. Das war heute mal wieder eine absolut tolle Motorradstrecke, wir ich sie seit Angola nicht mehr hatte.

Gegen 14:30 Uhr erreichte ich den Spar in Montagu. Die letzte Möglichkeit einkaufen zu gehen. Von hier kam ich nur noch durch kleine Ortschaften.

Auf dem Parkplatz unterhielt ich mich eine Weile mit einem netten Südafrikaner, der selbst Harley fährt, dieses Wochenende aber mit dem Auto einen Ausflug in die Cederberg Region machte. Er empfahl mir zum Essen ein kleines Restaurant am Ende der Straße. Das hatte ich im Vorbeifahren schon gesehen, da es aber „The Orchard Coffee Shop“ hieß, dachte ich es sei bloß ein Café.

Somit kaufte ich mir im Spar nur eine Portion Butter Chicken mit Reis fürs Abendessen und einen Pie sowie eine Wurst in Blätterteig zum Frühstück. 

Anschließend fuhr ich in besagtes Restaurant/Café. Doch leider war ich etwas zu spät. Es schloss schon um 16:00 Uhr und daher wurde die Küche schon um 15:30 Uhr zu gemacht. Genau die Zeit zu der ich ankam. Doch ich hatte Glück und die nette Bedienung meinte, sie hätten noch Pies, die sie mir anbieten könnte. Super. Ich nahm einen Burger Pie, was im Prinzip ein Rindfleisch Patty mit einer Scheibe Käse und Ketchup in Blätterteig ist. Hatte ich schon öfter im Supermarkt, aber das hier war noch besser. Dazu bestellte ich mir noch einen geeisten Kaffee. Perfekt für ein kleines spätes Mittagessen am Nachmittag.

Von hier fuhr ich dann weiter in Richtung Barrydale wo ich auf die R324 zum Tradouw Pass abbog. Die Anfahrt ging durch eine spektakuläre Schlucht mit fast 90 Grad abfallenden Klippen. Der Pass selbst wahr eher unspektakulär, doch die Anfahrt war der Hammer. 

Von hier hatte ich es nicht mehr weit bis nach Suurbraak wo meine Unterkunft lag. Es war ein alleinstehendes kleines Haus am Ortsrand. Super schön gestaltet mit viel Liebe zu Details. Der Check-In erfolgte über eine Schlüsselbox, so dass ich die Vermieter nicht persönlich kennenlernen durfte, doch sie antworteten super schnell auf alle meine Fragen, die ich über WhatsApp stellte.

Eigentlich war das so eine Unterkunft in der ich gerne ein paar Tage am Stück geblieben wäre. Vielleicht würde ich auf dem Rückweg nochmal vorbei kommen und 2 Nächte bleiben.

Die Abendstimmung der untergehenden Sonne genoss ich auf der Hollywood Schaukel während ich eine Unterkunft in Oudtshoorn buchte und anschließend diese Zeilen in mein Tagebuch schrieb.

In Oudtshoorn würde ich 3 Nächte bleiben. Der erste Tag soll wettertechnisch super werden, am 2. Tag soll es am Nachmittag regnen, doch vielleicht hätte ich ja Glück und der Regen würde sich ein wenig verspäten. Von dort gibt es nämlich 2 tolle Tagestouren. Eine nach Norden über den Swartbergpass, weshalb ich ja unbedingt hier her kommen wollte, und eine weitere nach Süden über den Outeniqua Pass nach George und von Mosel Bay zurück über den Robinson Pass.

Als es mir draußen zu kalt wurde, setzte ich mich rein an den Laptop und beschriftete und bearbeitete die Bilder der letzten Tage. Das hatte ich schon wieder viel zu lange schleifen lassen.

Über den Garcia’s Pass nach Oudtshoorn

Datum20.09.2026 – Tag 165
StartSuurbraak
ZielOudtshoorn
gefahrene Kilometer257 km
Kilometerstand78835 km

Die Nacht war kalt. Gegen 5:00 Uhr wachte ich auf und musste frierend feststellen, dass mein Heizlüfter nicht lief. Anscheinend gab es mal wieder einen Stromausfall.

Aufgrund der Kälte könnte ich bis der Wecker um 8:30 Uhr klingelte nicht mehr einschlafen. Seltsam war allerdings, dass mein Heizlüfter in der Zeit 2 oder 3 nal für ein paar Sekunden angesprungen und sofort wieder aus gegangen ist.

Als ich dann aufstand gab es leider auch keinen Strom für den Wasserkocher um mir einen Kaffee zu machen und auch keinen für die Mikrowelle und mein Pie und meine Wurstrolle aufzuwärmen.

Doch als ich begann zu packen fiel mir plötzlich auf, dass die LED an meinem Ladegerät leuchtete. Es schien also wieder Strom zu geben.

Ich stellte den Wasserkocher an, doch nach ein paar Sekunden war der Strom wieder weg. Wenigstens war das Wasser heiß genug um einen Kaffee zu machen.

Als der Strom etwas später wieder da war stellte ich mein Frühstück in die Mikrowelle und auch die lief für ca 30 Sekunden. 

So langsam dämmerte es mir. Ich ging stark davon aus, dass das Haus keinen festen Stromanschluss hatte sondern komplett autark mit Solarstrom von Dach und einer Speicherbatterie betrieben wurde. Die hatte ich über Nacht mit meinem Heizlüfter leer gemacht und als am Morgen die Solarpaneele begannen, die Batterie langsam zu laden, kam immer mal wieder etwas Strom im Haus an. Bis der nächste Verbraucher die Batterie wieder leer gesaugt hatte.

Schade, ich hatte eigentlich geplant auf dem Rückweg nach Kapstadt hier nochmal 2 Nächte zu bleiben, doch ohne Heizung in der Nacht war das jetzt keine Option mehr.

Als ich los fuhr hatte sich der Morgendunst verzogen und ich hatte wieder strahlend blauen Himmel.

20 Kilometer vor Heidelberg gab es nochmal einen Abschnitt von 9 Kilometern Dort Road, doch ab Heidelberg war der Rest der Strecke geteert. Dort tankte ich nochmal auf, bezahlte allerdings gewohnheitsmäßig mit der Kreditkarte, obwohl ich mir vorgenommen hatte ab jetzt mein restliches Bargeld auszugeben. 

Naja, vielleicht denke ich beim nächsten Mal dran.

Von hier ging es weiter nach Riversdale wo ich nach Norden abbog um über den Garcia’s Pass zu fahren. Hier war das Gebirge nicht ganz so spektakulär wie am Tradouw Pass gestern, aber die Straße war trotzdem sehr schön und kurvenreich. 

Ich genieße schon seit den letzten Tagen, dass die Gegend hier extrem grün ist. Nach den letzten Monaten in der Trockenzeit ist das eine willkommener Kontrast.

In Ladismith stoppte ich um eine Kaffee zu trinken. Doch das Café, da das ich auf Google Maps fand, direkt an einer Tankstelle lag, zog ich es vor in das deutlich netter aussehende Restaurant gegenüber zu gehen. Das hatte allerdings zur Folge, dass ich schwach wurde und zu dem Cappuccino noch eine Kleinigkeit zu essen bestellte. Allerdings nur einen Salat. Ich war ja vom Frühstück immer noch satt.

Von hier brauchte ich noch knapp 2 Stunden über den Huisrivier Pass bis zu meiner Unterkunft, die mal wieder überraschend schön war. Dort wurde ich von Amanda, wahrscheinlich der Besitzerin, empfangen und sie hat mir alles gezeigt. Es gab sogar Milch für den Kaffee im Kühlschrank und kostenlose Snacks (Popcorn, Chips).

Außerdem gab es auch eine Waschmaschine, so dass ich ein letztes Mal auf dieser Reise Wäsche machen konnte. Jetzt bin ich ja nur noch 10 Tage in Südafrika. Für andere Leute ist das fast ihr kompletter Urlaub. Für mich fühlt es sich so an als würde ich schon übermorgen zurück fliegen.

Ich verbrachte den späten Nachmittag am Pool und genoss die Wärme der letzten Sonnenstrahlen. Dabei schrieb ich noch ein paar Bewertungen für meine letzten Unterkünfte auf Booking.com und überlegte mir wie und wann ich am besten nach Kapstadt fahre. 

Um 18:00 Uhr begann dann die Invasion der Stechmücken. Das war für mich das Zeichen in den Checkers Supermarkt zu fahren und mir etwas zu Essen zu kaufen. 

Ich kam kurz vor 7 zurück gerade noch rechtzeitig um an einer Videokonferenz des Kabinenbauers Olma Overland teilzunehmen. Die bietet er jeden Sonntag an, so dass potentielle Kunden ihm Fragen stellen können.

Leider hat er bei mir ein paar Zweifel gesäht in Bezug auf meine Zeitplanung.

Er wies einerseits immer wieder darauf hin, dass ein Hubdach mit festen Wänden als Bausatz nicht einfach zusammenzubauen sei und erst recht nicht wenn man unter Zeitdruck steht. Da würde mir auch zum ersten Mal klar, dass ich für den gesamten Kabinenbau inklusive Ausbau und TÜV-Abnahme nur 6 Wochen zur Verfügung hätte. Und das auch nur, wenn die Bestellung der Kabine Ende Oktober raus gehen würde. Das ließ mich an der Machbarkeit zweifeln. Ich bräuchte wohl einen Plan B, da das Fahrzeug eher nicht bis Mitte März fertig wird.

2 mal über den Swartbergpass

Datum21.09.2026 – Tag 166
StartOudtshoorn
ZielOudtshoorn
gefahrene Kilometer154 km
Kilometerstand78989 km

Nach einer sehr erholsamen Nacht stellte ich am Morgen eine Maschine Wäsche an und während sie lief aß ich mein Müsli am Pool. Hier könnte ich es länger aushalten.

Ich hatte mir gestern Abend noch ein paar Optionen für die Weiterfahrt überlegt.

  1. Noch einen Stopp in Still Bay fur 2 Nächte
  2. Direkt nach Kapstadt und 2 Tage früher in meine Unterkunft dort einziehen
  3. Einen Tag länger hier bleiben und dann direkt nach Kapstadt 
  4. 2 Tage länger hier bleiben und wie geplant am Freitag nach Kapstadt.

Da es am Mittwoch und am Freitag Regnen sollte favorisierte ich Option 3.

Die 2 Nächte in Still Bay würden nicht viel bringen, wenn es dort regnete.

Leider war meine Unterkunft in Kapstadt vor meinem gebuchten Zeitraum schon komplett ausgebucht. Somit entfielen Option 2 und 3.

Ich würde also entweder 2 Tage länger hier bleiben und dann am Freitag bei Regen nach Kapstadt fahren, oder noch 2 Nächte in Still Bay einlegen. Die Entscheidung wollte ich auf heute Abend verschieben.

Gegen 11:00 Uhr machte ich mich auf den Weg über den Swartbergpass nach Prince Albert.

Anfangs hatte ich 3 nervige Baustellen, doch danach war die Strecke super.

9 km vor dem Pass endete der Asphalt und ich ließ wieder etwas Luft aus den Reifen. Der Aufstieg war spektakulär mit teilweise sehr steil abfallenden Felswänden. 

Doch das allerbeste war, dass der Pass ein Instagram-taugliches Schild mit Höhenangabe hatte. 

Ich blieb eine Weile auf der Passhöhe auf einem Felsen sitzen, genoss die Aussicht und recherchierte nach schönen Cafés in Prince Albert. Dabei stieß ich auch auf einen Milchbetrieb mit irgendwelchen speziellen Guernsey-Kühen. Vielleicht würde ich den auch noch einen Besuch abstatten. Das würde ich von der Zeit abhängig machen. Der Weg nach Prince Albert über die Nordseite des Passes war genial. Die Gesteinsschichten standen teilweise fast senkrecht.

In Prince Albert fuhr ich zuerst zur Tankstelle, die am nördlichen Ende der Hauptstraße, der Church Street, lag, so dass ich sie aus Süden kommend  komplett entlang fahren musste. Das war mein Glück, denn hier gab es die schönsten Häuser des Ortes, von denen eines schöner als das andere war. 

Auf dem Rückweg hielt ich am Restaurant Lazy Lizard, das nach der leider montags geschlossen Hendry’s Bakery, das schönste Lokal im Ort sein soll, wenn man ChatGPT glauben schenken darf.

Hier konnte ich sehr schön draußen sitzen und das tolle Wetter genießen. Ich bestellte mir zuerst eine Quiche, doch die gab es leider nur an Wochenenden. Meine 2. Wahl war ein Burger, der auch sehr lecker war.

Nun war es allerdings schon zu spät um noch zu dem Milchbetrieb zu fahren. Ich fuhr also geradewegs wieder zum Swartbergpass.

Diesmal war die Anfahrt durch die Schlucht noch schöner. Einerseits weil ich die Sonne im Rücken hatte und andererseits weil die Dramatik der Schlucht beim Bergauffahren noch besser zum Tragen kam. Das ist wirklich eine der schönsten Straßen in Südafrika.

Zurück in Oudtshoorn wollte ich zu einem Fish und Chips Imbiss um noch eine Kleinigkeit zu Abend zu essen, doch der hatte geschlossen.

Da er genau gegenüber vom Checkers lag, kaufte ich mir dort einen Backfisch, der aus der Warmhaltetheke natürlich nicht mehr ganz frisch war, mit ein paar Kartoffeln und Bohnen.

Zurück in meiner Unterkunft war die Gemeinschaftsküche aus irgendeinem Grund abgeschlossen. Das sollte eigentlich nicht sein, aber ich wollte deshalb jetzt keinen Aufstand machen und Amanda, die Vermieterin, anschreiben. Also aß ich mein Essen mit meinem eigenen Reisebesteck ohne es vorher nochmal aufzuwärmen. Das hätte den Kartoffeln und Bohnen zwar gut getan, den Fisch aber trocken werden lassen. Es hat auch so noch ganz passabel geschmeckt.

In meinem Zimmer überlegte ich mir dann wo ich die letzten beiden Nächte vor Kapstadt noch verbringen wollte. Am liebsten wäre ich noch 2 Tage hier geblieben, doch die Unterkunft war ausgebucht.

Am Ende fiel die Entscheidung auf eine Unterkunft in der Nähe von Hermanus. Vielleicht könnte ich dort nochmal Wale sehen oder zu den Pinguinen bei Bettys Bay fahren. Das würde vom Wetter abhängen.

Während ich dann noch ein schönes heißes Bad nahm und den Tag im Geiste Revue passieren ließ, fiel mir plötzlich auf, dass das vielleicht die letzten Tage meiner Motorradfahrerkarriere sein könnten. Im Winter könnte ich in Deutschland sowieso nicht fahren und im Frühjahr will ich dann ja mit dem Offroad Camper die 2. Hälfte meiner Afrika-Tour in Angriff nehmen. Und ob meine Augen danach noch gut genug sind um Motorrad zu fahren ist fraglich…

Falls dem so wäre, dann war die heutige Fahrt über den Swartbergpass jedenfalls nochmal ein Highlight am Ende meiner Motorradfahrerkarriere .

Ausflug ans Meer

Datum22.09.2026 – Tag 167
StartOudtshoorn
ZielOudtshoorn
gefahrene Kilometer217 km
Kilometerstand79206 km

Auch heute gab es zum Frühstück Müsli am Pool. Bei solchem Wetter ist das echt toll. Dementsprechend lange habe ich getrödelt und bin dann letztlich erst um 11:20 Uhr auf meine heutige Tagestour gestartet.

Der Plan war einen Abstecher ans Meer über 2 Pässe zu machen.

Zuerst fuhr ich über den Outeniqua Pass, der zwar nicht mit dem Swartbergpass mithalten konnte, dennoch schöner war als alle Strecken, die ich in Botswana gefahren bin. Die Garden Route ist einfach eine tolle Gegend um Motorrad zu fahren.

An der Küste ließ ich George links liegen und fuhr zum kleinen Hafenörtchen Herolds Bay wo ich das Meer und den Strand ein wenig genoss.

Nun wollte ich an der Küste entlang nach Mossel Bay fahren. Als ich mir die Strecke auf der Karte anschaute, fiel mir eine kleine Insel in der Mündung des Great Brak Rivers auf, zu der eine kleine Straße führte und auf der es einen Strand gab.

Das wurde dann spontan mein nächstes Zwischenziel. Die Brücke war nur für Fahrzeuge bis 2 Tonnen zugelassen. Hier würde ich also mit einem Offroad Camper nicht hinfahren können. Gut, dass ich aktuell noch mit dem Motorrad unterwegs war. 

Die Häuser auf der kleinen Insel waren alle malerisch schön und der Strand hätte ebenfalls ein schönes Postkartenmotiv abgegeben.

Ich wäre gerne noch um die gesamte Insel spaziert, doch dafür war es schon etwas zu spät. Ich ging also vom Strand wieder den gleichen Weg  zurück zu meinem Motorrad.

Um 14:20 Uhr brach ich auf nach Mossel Bay, wo ich mir ein Restaurant am Wasser rausgesucht hatte um nochmal Fish and Chips zu essen. Frisch zubereitet und heiß, nicht aus dem Supermarkt.

Um 15:00 Uhr erreichte ich das Restaurant „The Sea Gypsy Cafe“ wo ich mich nicht zwischen Fisch, Calamari und Muscheln entscheiden konnte und deshalb eine gemischte Platte mit allem bestellte. 

Jetzt wo mir nur noch eine Woche in Südafrika bleibt, versuche ich mir mal zu verkneifen jeden Euro 2 mal rumzudrehen. Bei den anstehenden Investitionen in den Offroad Camper spielen jetzt ein paar Euros beim Essen auch keine Rolle mehr.

Die Platte war riesig und super lecker. Insbesondere die Calamaristreifen waren fantastisch zart.

 

Als ich mich kurz vor 16:00 Uhr auf den Rückweg machte, zogen sich schon die angekündigten Wolken auf. Ich hoffte, dass sie mich auf dem Weg über den Robinson Pass nicht einholen würden.

Ich hatte Glück und kam trocken in Oudtshoorn an. Nochmal schnell zur Tanke und in den Spar daneben um Wasser und ein Teilchen zu kaufen. Nach dem opulenten späten Mittagessen bräuchte ich kein Abendessen mehr, aber ein kleines Puddingteilchen und ein Chocolate Cookie waren ein schöner später Nachtisch.

Zurück in der Unterkunft trug ich nochmal etwas Öl mit der Zahnbürste auf meine Kette auf. Irgendetwas stimmt schon wieder nicht mit dem automatischen Kettenöler. Aber bei nur noch 3 Tagen Fahrt hatte ich keine Lust mir das genauer anzuschauen und ölte stattdessen einfach die Kette. Das sollte bis Kapstadt ausreichen.

Anschließend beschriftete ich mal wieder die Bilder der letzten 3 Tage und nahm ein letztes Bad. In den letzten beiden Unterkünften würde es keine Badewanne mehr geben.

Draußen begann es dann zu regnen. Schön, dass ich auf meiner Tour trocken geblieben bin.