Du betrachtest gerade Nepal – Kathmandu und der Osten

Fahrt nach Kathmandu

Datum18.12.2025 – Tag 67
StartSauraha
ZielKathmandu
gefahrene Kilometer158 km
Kilometerstand51065 km

Nach dem Frühstück im Hotel spazierte ich nochmal eine paar Minuten am Fluss entlang, verabschiedete mich von dem Entenpärchen und sah wie ein paar Frauen ihre Wäsche wuschen.

Als ich bereit zur Abfahrt war gab es noch eine große Verabschiedung vom ganzen Resort Team.

Nun lagen rund 5 Stunden Fahrt nach Kathmandu vor mir. Die erste Stunde ging es über eine gut ausgebaute Straße in der Ebene und dann bog ich bei Herauda in die Berge ab. Dort nahm ich noch einen kleinen Umweg zum Indrasarobar Lake. Das war allerdings keine so gute Idee, da die Straße hier extrem staubige war und ich häufig von Autos und Bussen in einer Wolke von Staub begraben wurde.

In Kathmandu angekommen steuerte ich das von Suba empfohlene Sacred Boutique Hotel an, das recht günstig war und als eines der wenigen Hotels im Touristenviertel einen Parkplatz hatte. Zuerst bekam ich ein sehr schönes Zimmer, doch darin funktionierte die Klimaanlage nicht als Heizung. Im anderen Zimmer ging das zum Glück, doch das war deutlich abgenutzter und etwas kleiner. Naja, für 3 Tage und lediglich 13€ pro Nacht ist es immer noch ok und zumindest ist das Bett sehr bequem.

Nach einer Dusche ging ich ein wenig die Umgebung erkunden und gönnte mir nochmal eine Massage. Die war leider nicht so gut wie die in Pokhara. 

Dafür fand ich ein gutes Restaurant in dem ich ein Thakali Set aß bei dem das Dal ausnahmsweise mal richtig gut schmeckte. Mein erstes leckeres Dal in Nepal. Das Gemüsecurry und die Kartoffeln waren auch sehr lecker. Der Spinat und das andere Gemüse leider kalt. Trotzdem war es ein tolles Abendessen, zumal ich von den Kartoffeln und dem Dal noch einen Nachschlag bekam.

Gut gesättigt ging ich zurück zum Hotel, als mir plötzlich jemand aus einem Restaurant zuwinkte. Dort saßen die beiden Holländer mit denen ich den Safari Tag im Chitwan Nationalpark gemacht hatte. Sie sind heute morgen per Flugzeug angereist. Was für ein Zufall die Beiden hier wieder zu sehen. Sie gaben mir noch ein paar Tipps, was ich mir in Kathmandu anschauen sollte und als ihr Essen kam, verabschiedete ich mich. 

Leider ist meine Aluminiumverbreiterung des Seitenständers in Sauraha schon wieder abgefallen, weshalb ich morgen nochmal eine Werkstatt oder einen Schweißer suchen wollte.

Besuch der Königsstadt Bhaktapur

Datum19.12.2025 – Tag 68
StartKathmandu
ZielKathmandu
gefahrene Kilometer31 km
Kilometerstand51096 km

Trotz eines sehr bequemen Bettes wachte ich schon um 8:00 Uhr vom Lärm der Straße auf. Ich blieb noch bis um 9:30 Uhr liegen und dann machte ich mich auf die Suche nach einem Schweißer. Nur 2 Minuten von meinem Hotel entfernt, gab es eine kleine Straßenwerkstatt in der ich fragte, doch es lag wohl an der Sprachbarriere, dass sie mich nicht richtig verstanden. 

Ich fuhr einen Block weiter zu einer Yamaha Werkstatt wo man gut Englisch sprach und die schickten mich zurück zu der kleinen Straßenwerkstatt. Es begleitete mich sogar jemand und half mir dem Schweißer zu erklären was ich wollte.

Als das geklärt war begann er mit der Arbeit. Er schweißte zuerst eine etwas größere Platte aus 2 schmaleren Flachstahlstangen zusammen. Dann ging es an des Ausbau des Seitenständers. Das war ohne Hebebühne nicht einfach. Irgendwann schafften wir es dann und er konnte die Platte an den Ständer anschweißen. Die würde jetzt hoffentlich eine Ewigkeit halten. Auch wenn sie etwas unförmig aussieht.

Doch dann kam das größere Problem. Das Einbauen war noch schwieriger weil eine der Schrauben einfach nicht greifen wollte. Nach 10-15 Minuten und unzähligen Versuchen war es dann geschafft und er sprühte noch ein wenig schwarze Farbe auf den Ständer. Leider glänzend und nicht matt, das beißt sich ziemlich. Aber da das Motorrad sowieso die meiste Zeit dreckig ist, ist das auch egal.

Nun knurrte mein Magen und ich hielt am nächstbesten Restaurant. Es war ein reiner Momo Laden. Also aß ich eine Portion Momos.

Eigentlich wollte ich jetzt zu einem Car Wash. Mein Motorrad hatte über Nacht ziemlich viel Vogelschiss abbekommen. Doch es war schon 13:00 Uhr, weshalb ich das Tageslicht lieber nutzen wollte um nach Bhaktapur zu fahren. Das war früher einmal die Hauptstadt von Nepal.

Dort angekommen sprach mich ein Guide direkt auf dem Parkplatz an. Eigentlich mag ich das ja gar nicht, doch er war sehr nett und erzählte mir, dass sein Sohn in Deutschland lebt. Als ich meinte 2000 NPR seien mit alleine zu teuer und ich wollte die Stadt lieber alleine erkunden, meinte er, weil ich aus Deutschland käme, würde er es kostenlos machen. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Er führte mich über die 4 Plätze der Stadt und erklärte mir jedes einzelne Gebäude und jeden Tempel. Ich konnte mir leider überhaupt nichts merken.

Zwischendurch besuchten wir noch eine Kunstschule in der die traditionelle Thanka Maltechnik gelehrt wird. Einige feine Striche werden mit Pinseln gemalt, die nur ein einziges Haar haben.

Und ein spezielles Sandmandala wurde mit Sprühkleber fixiert und anschließend nochmal übermalt. Dazu wurden über 200 Pinsel aus Eichhörnchenhaar verwendet.

In einem anderen Geschäft erklärte mir eine nette Dame die nepalesischen Klangschalen und wie man damit die 7 Chakren beeinflussen kann, wenn sie mal aus dem Gleichgewicht gekommen sind. Ebenfalls sehr interessant. Das klingt für mich zwar sehr esoterisch, aber die Massagewirkung die so eine niederfrequente Klangschale bei direkter Berührung hat, ist nicht von der Hand zu weisen.

Die Führung dauerte knapp 2½ Stunden und am Ende gab ich meinem Guide dann noch 1000 NPR (6€). 

Auf dem Rückweg zu meinem Hotel hielt ich noch an einem Car Wash. Das Motorrad hatte es nötig. Als ich bezahlen wollte meinte der Besitzer, es ginge aufs Haus. Sehr nett.

Abends brachte ich eine Ladung Wäsche in eine Wäscherei und anschließend gönnte ich mir eine leckere Pizza. Nepalesisch kann ich die nächsten Tage außerhalb von Kathmandu noch genug essen.

Durbar Square – Altstadt von Kathmandu

Datum20.12.2025 – Tag 69
StartKathmandu
ZielKathmandu
gefahrene Kilometer0 km
Kilometerstand51096 km

Auch heute ließ ich es etwas ruhiger angehen und verließ mein Hotel erst gegen 10:00 Uhr.

Auf dem Weg zum Durbar Platz bummelte ich durch einige schöne Marktstraßen, die nicht so touristisch waren wie die Gegend um mein Hotel. 

An einem indischen Restaurant frühstückte ich seit langem mal wieder ein Chole Bhature.

Welch ein perfektes Timing. Ich erreichte den Durbar Platz gegen 11:15 Uhr. Der Mann am Ticketsvhalter meinte, ich solle sofort zum Kumari-Haus gegen, es sei nur von 11 bis 12 geöffnet. Nach ein paar Minuten Wartezeit wurde die Kumari um 11:30 Uhr angekündigt und wir wurden mehrmals darauf hingewiesen unsere Kameras wegezupacken, da das Fotografieren der Kumari streng verboten war.

Nun hörten wir erst einmal Schreie eines kleinen Kindes. Ich konnte hören wie der Guide neben mir seinem Kunden erzählte, dass die Kumari noch sehr jung sei und manchmal keine Lust hat sich zu zeigen. Ich fragte den Guide wie alt sie denn sein und er meinte sie würde in 2 Monaten 3 Jahre alt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Irgendwie ging ich davon aus, sie sei 7 oder 8 Jahre alt.

Nach ein paar Minuten zeigte sie sich dann mit extremem Makeup und in einem schönen Kleidchen an einem Fenster im Innenhof. Ich fühlte mich irgendwie schlecht an einem solch seltsamen Schauspiel teilzunehmen. Das Kind tat mir Leid. Nach ca. 5 Sekunden war alles vorbei und sie verschwand wieder. 

Für alle die es nicht wissen, die Kumari ist ein junges Mädchen, das als lebende Göttin gilt. Die Hindus glauben dass die Göttin Taleju, eine Form der Göttin Durga, in den Körper des ausgewählten Mädchen bis zu ihrer ersten Menstruation schlüpft. Danach lebt das Kind als „relativ“ normale Jugendliche weiter und ein anderes Mädchen übernimmt nach einem strengen Auswahlverfahren die Rolle der Kumari. https://de.wikipedia.org/wiki/Kumari

Nun schlenderte ich weiter über den Platz und schaute mir ein paar weitere Tempel an. Der Jagannath Tempel ist für seine 24 erotischen Darstellungen aus dem Kamasutra bekannt, der Kasthamandap-Tempel dafür, dass er angeblich aus dem Holz eines einzigen Baumes erbaut wurde.

Nun stand der Besuch des Palastes an, in dem es auch ein kleines Museum gab. Es war nichts außergewöhnliches, doch der Ausblick aus dem 9. Stock eines der Türme war schon nicht schlecht. 

Nun war es an der Zeit nochmal eine Kleinigkeit zu Essen. Ich gesellte mich zu den Locals in einem kleinen Restaurant und bestellte mir nochmal eine Katti Roll, die ich schon mal in Pokhara hatte. 

Gut gesättigt ging ich jetzt zu einem Turm von dem man eine tolle Aussicht über die Stadt haben soll. Doch ich war viel zu faul um so viele Treppenstufen hinauf zu steigen. Mir hat der Ausblick aus dem Palast ausgereicht.

Von hier spazierte ich entlang dem Sportfeld und dem Ratna Park zum Garten der Träume. Eine kleine aber sehr schöne Anlage, die sich großer Beliebtheit erfreut. Überall wurden Selfies und Gruppenfotos gemacht. Eine Gruppe von 3 jungen Frauen bat mich sie zu fotografieren, was ich natürlich gerne gemacht habe. Das gab mir auch die Gelegenheit die 3 auch mit meinem Handy zu fotografieren. Sie haben gerade ihren Bachelor absolviert und waren daher in traditioneller Kleidung zum Fotoshooting unterwegs. Sehr adrett.

Um 16:15 Uhr verließ ich den Garten der Träume schon wieder. Es wurde deutlich kühler als die Sonne weg war und ich hatte nur ein Jäckchen dabei.

Zurück im Hotel setzte ich mich an den Laptop und stellte den nächsten Reisebericht fertig. Leider war ich immer noch massiv im Rückstand.

Außerdem plante ich die Route für die letzten Tage in Nepal und schaute nach ein paar möglichen Hotels.

Gegen 19:00 Uhr ging ich etwas essen. Ich landete in dem kleinen indischen Eckrestaurant in dem ich 2 Tage zuvor die Holländer traf. Da ich nicht so hungrig war, bestellte ich mir nur ein Chana Masala und ein Cheese Naan. Dazu wie immer ein Lassi, falls das Chana Masala entgegen der Aussage des Kellners doch scharf sein sollte.

Im Hotel bearbeitete ich noch ein paar Bilder, packte schon mal ein paar Sachen und ging früh ins Bett. Morgen hätte ich einen langen Tag vor mir.

Schöne Strecke, miese Straße#

Datum21.12.2025 – Tag 70
StartKathmandu
ZielKatari
gefahrene Kilometer231 km
Kilometerstand51327 km

Der Wecker klingelte um 7:30 Uhr. Ich duschte mich schnell und beeilte mich mit Packen. Um 8:29 Uhr und machte mich auf den Weg.

Anfangs war der Verkehr in Kathmandu ziemlich heftig, doch ich kam ganz gut durch. 

Als ich den Großraum von Kathmandu, das auf 1250 Metern liegt, verließ ging es wieder in die Berge und ich überquerte einen rund 1700 Meter hohen Pass. Während des Fahrens kam er mir sogar höher vor.

Nach rund 1½ Stunden packte mich der Hunger und ich hielt an einem kleinen Straßenrestaurantrestaurant und bestellte mit einen Teller mit ein paar gemischten Kleinigkeiten. 

Eine Samosa und Pakora, sowie ein süßes Etwas und ein neutrales Donut geformtes Etwas. Dazu noch ein knuspriges Papad. Super Frühstück.

Dann als ich endlich auf die Hauptstraße abbog wurde es unangenehm. Die Straße war auf etliche Kilometer im Bau und die provisorische Umleitung führte zwar wunderschön direkt am Fluss vorbei, doch mit jedem entgegenkommenden Bus, LKW oder SUV wurde der Staub aufgewirbelt. Dazu kamen die unzähligen Schlaglöcher. Aber das größte Problem war, dass ich alles im Sitzen fahren musste. Ich hatte immer noch Muskelkater von der Aktion mit dem Seitenständer, als ich rund 2 Stunden an dem Motorrad schraubte. Alles auf der Straße und in der Hocke. Der Muskelkater danach war echt heftig. Im Stehen hätte ich deutlich schneller fahren können, aber so zog sich die Strecke ewig hin.

Gegen 13:00 Uhr erreichte ich endlich wieder die geteerte Straße und ich hielt an um meine Reifen wieder aufzupeppen. Als ich fertig war fiel mir auf, dass ich genau vor einem Restaurant angehalten hatte. Wenn das mal kein Zeichen war…

Ich ging rein und bestellte ein Dal Bhat, das nach nur wenigen Minuten serviert wurde. Es war deutlich besser als die, die ich bisher so hatte (außer dem in Kathmandu).

Schon um 13:15 Uhr saß ich wieder auf dem Motorrad und nahm den Rest der Strecke in Angriff.

Ich überquerte erneut eine Bergkette auf ca. 1300 Metern und von da an ging es dann nur noch abwärts in die Ebene. Doet wurde die Strecke zwar etwas langweiliger, dafür war der Asphalt perfekt und ich kam gut voran.

Um 16:10 Uhr erreichte ich das Hotel in Katari, das ich mir vorher im Internet rausgesucht hatte. Für 2000 NPR (13€) recht günstig, dafür dass es sogar eine Klimaanlage hat. Leider war das Bett ziemlich hart und die Internetgeschwindigkeit unterirdisch. 

Nach einer schnellen lauwarmen Dusche setzte ich mich an den Laptop und nutzte zur Recherche der ganzen Tempelnamen in Bhaktapur das Internet von meinem Handy. Doch auch das war ziemlich langsam. Gegen 18:30 Uhr verlor ich die Geduld und suchte mir ein Restaurant. Doch auch das war nicht so leicht. Für eine 30.000 Einwohner Stadt ist hier ziemlich tote Hose. Es gibt ein paar wenige Straßenrestaurants, alle ohne Speisekarte. In einem hing ein Plakat mit ein paar Gerichten, doch das was ich gerne gegessen hätte war aus.

Also ging ich ins Jeevs Cafe, das hatte wenigstens eine englische Speisekarte, und bestellte mir eine Pizza und ein Lassi.

Zurück im Hotel hatte ich keinen Nerv mehr für weitere Bildbearbeitung. Jede Suche im Internet dauerte ewig. Seltsamerweise galt das aber nur für den ersten Aufruf einer Webseite oder einer Suchanfrage. Wenn z. B. ein YouTube Video einmal gestartet hatte, dann lief es auch problemlos durch. Also schaute ich noch ein paar Videos und ging früh ins Bett. Morgen hatte ich wieder eine lange Fahrt vor mir.

Anfangs tolle, später anstrengende Straße

Datum22.12.2025 – Tag 71
StartKatari
ZielSuryodaya
gefahrene Kilometer250 km
Kilometerstand51587 km

Nach einer erneut recht kurzen Nacht startete ich um 8:33 Uhr bei leichtem Nebel. Der löste sich allerdings schon nach 20 Minuten auf. Die Strecke war super. Schöne gut einsehbare Kurven und kaum Verkehr. Google sagte mir 6½ Stunden Fahrzeit und eine Ankunft um 14:58 Uhr voraus.

Nach einer Stunde hatte ich 2 Minuten herausgeholt und hielt für eine Frühstückspause an. 

Ab hier wurden die Kurven etwas weniger und ich kam gut voran. Gegen 12:00 Uhr hatte ich die Frühstückspause schon wieder rausgeholt.

Doch von hier an wurde es anstrengend. Die Straße war mal wieder im Bau und alle paar hundert Meter wechselten sich geteerte und ungeteerte Abschnitte ab. Das erklärte warum mir Google für die 100 verbliebenen Kilometer noch 3 Stunden anzeigte.

Doch ich kam gut durch. Die Straße war zwar ungemütlich, ließ sich aber gut fahren und auch wenn der Verkehr dichter wurde, war immer genug Platz zum Überholen.

Gegen 13:15 Uhr hatte ich schon eine prognostizierte Ankunftszeit von 14:40 Uhr. Um erst gar keine Müdigkeit aufkommen zu lassen hielt ich in einem Café und trank einen leckeren Cappuccino. Ich genoss die Pause und schrieb ein paar WhatsApp und ein paar Zeilen in meinem Tagebuch.

Von hier sollten es noch eine Stunde und 42 Minuten sein. Ankunft 15:30 Uhr. Perfekt um noch genug Zeit für die Hotelsuche zu haben.

Lediglich das Wetter macht mir ein wenig Sorgen. Zwischendurch zogen 2 mal ein paar Wolken auf. Ich hoffte an meinem Ziel wäre das nicht so. Um die Teeplantagen in den Bergen zu genießen hätte ich gerne blauen Himmel gehabt.

Als ich am ersten Hotel ankam, zeigte mir eine Nette Rezeptionistin ein sehr schönes Zimmer, das allerdings keine Klimaanlage hatte. Der Deluxe Room mit Klimaanlage sollte allerdings 8000 NPR pro Nacht kosten, definitiv über meinem Budget. 

Ich hatte noch ein 2. Hotel vorgemerkt und dort war es ähnlich. Das günstigere Zimmer hatte entgegen der Angabe auf Agoda keine Klimaanlage. Das mit Klimaanlage sollte 6000 NPR kosten. Doch wegen dem Fehler auf Agoda und weil ich nur alleine bin, bekam ich es für 4000 (24€). Für ein so schönes Zimmer ganz ok.

Allerdings spielte mir das Hotel einen Streich bzgl. des Essens. Im Zimmer gab es eine Speisekarte, die nicht nur viele indische  Gerichte hatte, die ich gerne aß, sondern die Preise waren auch vergleichsweise günstig für ein Hotel. Im Restaurant bekam ich dann eine deutlich kleinere Speisekarte mit deutlich höheren Preisen. Auf Nachfrage meinte der Kellner, auf dem Zimmer die Karten seien alt und im Restaurant sei eine neue Karte. 

Ich bestellte mir ein vegetarisches Khana Set, was eines der günstigsten Gerichte auf der Karte war. Außerdem noch ziemlich lecker. 

Letzter Tag in Nepal

Datum23.12.2025 – Tag 72
StartSuryodaya
ZielSuryodaya
gefahrene Kilometer14 km
Kilometerstand51601 km

Heute ließ ich es ruhig angehen. Ich wachte zwar wieder viel zu früh schon um 8:30 Uhr auf, doch ich blieb noch bis um 10:30 Uhr im Bett liegen und döste vor mich hin.

Dann war es Zeit die schöne Gegend zu erkunden. Nach einem kurzen Tankstopp fuhr ich zu einem Aussichtspunkt in den Teegärten. 

Dort gab es eine Reihe von Läden, die traditionelle Kleidung für Fotoshootings verliehen. Außerdem auch ein paar Stände mit Essen. An einem davon bestellte ich mir eine Portion Momos sowie eine Portion Chana, also Kichererbsen, die diesmal nicht als Eintopf, sondern gebraten mit Zwiebeln serviert wurden. Nicht ganz so gut wie als Eintopf, aber trotzdem lecker.

Als ich auf das Essen wartete kam eine junge Dame vom benachbarten Stand und wir unterhielten uns ein wenig. Sie hat mir sofort ihre Schokolade angepriesen. Doch ich vertröstete sie auf später, wenn ich von meinem Spaziergang zurück kommen würde.

Nach dem Essen bestieg ich zuerst den kleinen Hügel und genoss die Aussicht auf die Umgebung.

Anschließend machte ich eine kleine Wanderung durch die Teegärten. Dabei traf ich auf einen Mann, der sich als der Manager der Teefabrik vorstellte. Wir unterhielten uns eine Weile und dann lud er mich zu einer Führung in die Fabrik ein. Er zeigte mir den Rundweg auf dem ich sie in etwa einer Stunde erreichen würde. Er selbst war auf dem Motorrad unterwegs.

Der Spaziergang war sehr schön. Ich genoss die Ruhe und den tollen Ausblick. Gegen 14:15 Uhr erreichte ich die Teefabrik, doch von dem Manager war weit und breit nichts zu sehen. Ich lief ein wenig auf dem Gelände umher, doch von den vielen anwesenden Mitarbeitern sprach mich niemand an. Ich dachte eigentlich, dass die Anwesenheit eines Ausländers sich wie ein Lauffeuer verbreiten würde und der Manager bald auftauchen würde. 

Doch dem war nicht so und da ich seinen Namen vergessen hatte wusste ich auch nicht nach wem ich fragen sollte. Also verließ ich die Fabrik nach 20 Minuten wieder und ging zurück zur Hauptstraße. Dort stattete ich der Dame von vorhin einen Besuch ab und kaufte ein bisschen Schokolade. Sie ließ mich vorher sogar probieren. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob es wirklich Schokolade aus Kakaobohnen war oder eher eine Art Caramel aus Milch und Zucker. Es schmeckte jedenfalls nicht nach Schokolade. Egal, für 100 NPR (60ct) habe ich der Dame eine Freude gemacht. Sie bot mir auch noch eine Frucht an, die man nur gekocht essen kann und die ein wenig nach Kartoffel schmeckte. Nicht unbedingt mein Fall.

Nun fuhr ich nochmal 5 Minuten weiter zu einem Skywalk, der allerdings recht unspektakulär war. Die Plattform war ziemlich dreckig, so dass man nicht wirklich das Gefühl hatte in der Luft zu stehen. Und der Ausblick war der gleiche wie von der Straße. Die 2 € hätte ich mir sparen können.

Zurück im Hotel setzte ich mich an den Laptop und stellte den nächsten Reisebericht von Pokhara und meinem Ausflug ins Manang Valley fertig. Dann gings zum Essen. 

Heute hatte ich nochmal Lust auf etwas indisches und bestellte ein Chicken Kadai mit Reis. 

Zurück im Zimmer duschte ich schnell und setzte mich wieder an den Laptop. Leider schaffte ich es nicht noch einen weiteren Reisebericht fertig zu stellen. Vielleicht morgen.