Tag 7 (Mo. 05.04.) – Chillen
Heute gönnte ich es mir etwas länger zu schlafen und ging erst um 9:30 Uhr zum Frühstück. Ich lies den Tag gemütlich angehen, schwamm ein paar Runden im Pool und verbrachte den Rest des Vormittags mit meinem Laptop am Barbereich des Pools und schrieb weiter an meinem Reisetagebuch und bearbeitete die Bilder der letzten Tage. Einziger weiterer Tagesordnungspunkt, Wäsche aus der Wäscherei abholen, die ich am Tag zuvor dort abgegeben hatte.
Auf dem Weg dorthin machte ich erneut an der einfachen Suppenküche halt und aß zu Mittag. Diesmal Suppe mit Ente statt Huhn. Wieder sehr lecker.

Am Nachmittag stand dann noch ein Friseurbesuch auf dem Programm sowie mein allabendlicher Strandspaziergang bei dem ich mir einen gegrillte Fisch von einem Streedfoodstand aussuchte und wie die locals auf dem Boden sitzend an einem der geflochtenen Picknicktische aß. Zum Nachtisch gab es Roti (eine Art knuspriger Pfannkuchen) mit Banane und Schokolade. Alles in Allem ein entspannter Tag.
Tag 8 (Di. 06.04.) – James Bond Island

An Tag 8 Stand der Bootsausflug auf die James Bond Insel Khao Phing Kan an. Statt den Shuttle-Service zu nutzen fuhr ich lieber selbst mit dem Roller zum Treffpunkt. So konnte ich die Fahrt dahin schon genießen und musste mich nicht mit einem Haufen anderer Touristen in einen vermutlich auf eisige Temperaturen heruntergekühlten Minibus quetschen. Dort angekommen warteten die schon anwesenden Gäste und ich noch auf den letzten Bus, der ein paar Minuten Verspätung hatte. Wir erhielten eine kleinen Überblick über das bevorstehende Programm aber konnten das Englisch unsere thailändischen Guides kaum verstehen. Egal. Ich wusste ja was im Programm stand. Wir gingen zu Fuß vom Büro des Touranbieters zum Pier wo wir dann alle in einen Shuttlebus stiegen um den den ca. 500 Meter langen Pier nicht zu Fuß laufen zu müssen. Am Ende angekommen wartete unser Speedboot schon auf uns. Insgesamt bestand unsere Gruppe aus 25 Personen. Überschaubar.


Das erste Highlight war, dass es auf dem Speedboot 4 Plätze am Bug im Freien gab von wo man natürlich die beste Aussicht hat. Ich gehörte zu den Glücklichen, die einen dieser Plätze ergatterten. Neben mir saßen noch ein Amerikaner und Inga eine nette Dame aus Litauen vorne. Für den 4. Platz konnte sich vorerst niemand begeistern. Auf einem späteren Teilstück ging der Amerikaner dann in den Innenraum und ein italienisches Pärchen leistete uns Gesellschaft. Allerdings waren sie nicht besonders redselig. Mit Inga verstand ich mich jedoch ganz gut und wir teilten uns dann später auch ein Kanu. Aber dazu komme ich noch…
Als erstes ging das Speedboot auf der Insel Ko Phanak vor Anker, auf der wir dann einen kleinen Spaziergang durch eine Tropfsteinhöhle machten. Sie war leider sehr dunkel und nicht beleuchtet bis es am Ende einen Blick durch einen Felsspalt ins Freie gab. Einer der Stalagmiten sieht aus wie eine Eiskugel in einer Waffel. Daher ist der Name der Höhle Ice Cream Cave.



Weiter ging es zur Insel Ko Hong (die in Pang-nga, nicht zu verwechseln mit Ko Hong in Krabi). Dort wurden wir von diversen lokalen Tour Guides in Kanus abgeholt. In ein Kanu passten 2 Passagiere und einen Tour Guide.


Wie schon gesagt teilte ich mir das Kanu mit Inga und wir wurden ganz gemütlich entlang der steil aufragenden Sandsteinklippen gepaddelt. Einer der Felsen mitten im Wasser hat enorme Ähnlichkeit mit dem Felden der James Bond Insel und wird daher von unserem Guide als James Bond 2 bezeichnet. Für mich war diese Kanutour das Highlight des Tages, insbesondere da unser Guide plötzlich am Strand aus dem Kanu stieg, mir das Paddel in die Hand drückte und meinte, wenn wir wollen dürften wir auf eigene Faust die Bucht erkunden. Das lies ich mir nicht 2 mal sagen und paddelte los. Immer auf James Bond 2 zu bis keiner der Gruppe mehr zu sehen war und wir die Bucht ganz für uns alleine hatten. Es war herrlich so nah an die klippen heran zu paddeln und die traumhafte Landschaft in vollen Zügen zu genießen.

Der nächste Halt war dann die der Tour den Namen gebende James Bond Insel. Es ist eine wunderschöne kleine Insel mit dem aus dem 1974 gedrehten Film “ Der Mann mit dem goldenen Colt“. Ich muss gestehen, ich musste mein Gedächtnis zuvor mit einem kurzen Filmtrailer auf YouTube auffrischen, doch dadurch erinnerte ich mich wieder. Der Strand mit dem charakteristischen Felsen (Khao Tapu) im Wasser sieht noch genauso aus wie damals im Film. Ein Leckerbissen für alle Cineasten. Das Gebäude aus dem Film existiert allerdings nicht mehr. Dafür gibt es jetzt Toiletten und Verkaufsstände, die aber aufgrund der Covid Situation nicht besetzt waren. Somit sind wir von nervenden Verkäufern verschont geblieben. Vorerst.


Von der James Bond Insel fuhren wir dann zum Mittagessen in ein muslimisches Stelzendorf auf Koh Panyee. Dort warteten schon ein paar Tische mit diversen verschiedenen Gerichten, von denen wir uns nach belieben bedienen konnten. Teilweise seht scharf, aber alles super lecker.



Anschließend schlenderten durch das gesamte Dorf, das letztlich nur aus einer einzogen Straße bestand, die rechts und links mit Verkaufsständen gepflastert war. Im Grunde ein einziger großer Souvenirmarkt. Aber da die Leute dort mittlerweile komplett vom Tourismus abhängig sind ließ ich ein paar Baht dort und kaufte mir ein T-Shirt. Kann man ja immer brauchen. Das ist jetzt das 5. in diesem Urlaub. Bevor wir zurück auf’s Boot stiegen, das am Fußballplatz des Dorfes hielt, machte ich noch einen kurzen Abstecher zur Schule und zur Moschee. Den einzigen beiden größeren Gebäuden der Insel.
Der letzte Halt brachte uns zur Insel Ko Naka Yai auf der wir noch eine gute Stunde am Strand entspannen konnten. Ich ging ein wenig ins Wasser, machte einen Spaziergang den Strand entlang und setzte mich schließlich noch zu Inga um ein wenig zu quatschten. Dann waren die 1¼ Stunden auch schon vorbei und wir fuhren wieder zurück.
Am Ausgangshafen angekommen fragte ich Inga, von der ich zuvor erfuhr, dass ihr Hotel auch in Paton lag, ob sie statt mit dem Bus zu fahren, mich vielleicht lieber auf dem Roller begleiten wollte. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, aber sie sagte ja. Wir fuhren einen kleinen Umweg entlang der Küste und machten noch einen Zwischenstopp an dem Aussichtspunkt Laem Sing sowie am Kamala Beach.
Dort sind wir noch ein wenig im Sand spazieren gegangen und haben anschließend in erster Reihe zum Strand zu Abend gegessen. Sehr lecker und für die Lage definitiv nicht überteuert. 240 Baht für einen Mango Smoothie, gebratenes Gemüse mit Hühnchen und Cashew Kernen sowie einem Wasser. Knapp 7 €, da kann man nicht meckern. Und den Sonnenuntergang gab es kostenlos dazu.