
Flug nach Bangalore
| Datum | 06.02.2026 – Tag 117 |
| Start | New Delhi |
| Ziel | Bangalore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55742 km |
Ich kämpfte immer noch mit meiner Erkältung und habe nicht sonderlich gut geschlafen. Trotzdem blieb ich bis 10:30 Uhr im Bett um mich noch so gut es ging auszuruhen.
Nach einer Eimerdusche (der Duschkopf war völlig verstopft) packte ich meine Sachen und ging nochmal schnell zu einer benachbarten Apotheke um Wick VapoRub zu kaufen.
Dann kaufte ich mir auch noch ein paar Bananen zum Frühstück und 2 Kachoris und eine Samosa um sie zum Flughafen mit zu nehmen.
Da ich gestern Abend keine Lust mehr hatte Essen zu gehen, aß ich eine ganze Packung Studentenfutter. Die vielen Nüsse und Rosinen führten dann zu einem etwas dünneren Stuhl heute morgen. Deshalb erst mal die Bananen. Auch irgendwie ironisch. Jeder hat mich vor dem Streetfood gewarnt, aber das Studentenfutter war in dieser Beziehung viel gefährlicher. 😉
Zurück im Hotel aß ich die Bananen und rieb mir die Brust mit Wick VapoRub ein. Dann checkte ich aus und rief mir ein Uber. Der Hotelier wollte mich schon bescheißen. Er wollte mir für 500 Rupien ein eigenes Taxi aufschwatzen und behauptete, die Uber Fahrer würden noch 250 Rupien extra als Parkgebühren am Flughafen verlangen.
Das glaubte ich ihm nicht und nahm mir ein Uber, das sogar inkl. der Fantasie-Gebühr noch billiger gewesen wäre. Doch der Fahrer erwähnte davon nichts.
Während der Fahrt bekam ich eine WhatsApp von meinen Eltern, dass sie gut gelandet waren. Das war ja schon mal eine gute Nachricht.
Am Flughafen angekommen, dann der erste Schock. Mein Flug stand nicht auf der Info-Tafel. Ich ging zu einem Informationsschalter und fragte nach. Man sagte mir, der Flug würde stattfinden.
Also gab ich mein Gepäck auf und ging durch die Sicherheitskontrolle. Schön, dass man auf Inlandsflügen Wasser mitnehmen darf.
Im Stockwerk über meinem Gate fand ich eine freie Liege, so dass ich mich noch ein wenig ausruhen konnte. Dort aß ich auch meinen Proviant. Der Schnupfen nervte kolossal.
Eine ¾ Stunde vor Abflug ging ich dann zum Gate.
Als das Boarding begann war ich so sehr auf mein Telefon fokussiert, dass ich es gar nicht mitbekommen habe. Bin dann fast als letzter zum Bus.
Ist schon irgendwie witzig, dass ein so großer Flieger wie die Boeing 787 nicht ans Gate andockt, sondern auf der Parkposition per Bus geboarded wird.
Um 15:30 Uhr saß ich dann auf meinem Platz.
Der Flieger landete mit leichter Verspätung um 18:40 Uhr. Den Koffer bekam ich ziemlich schnell. Nun musste ich noch 10 Minuten auf ein Uber warten und 1¼ Stunden zur Metrostation fahren.
Dann nochmal 35 Minuten Metro und 5 Minuten zu Fuß zum Hotel. Während der Fahrt hat mich der Typ vom Hotel angerufen, weil er wissen wollte, ob ich heute auch wirklich komme. Obwohl ich ja schon eine online Buchung hatte. Bei Ankunft meinte er, ich hätte damals gesagt ich wäre nur eine Woche weg. Und das obwohl ich nicht nur mehrmals erwähnt habe, dass ich am 06. Februar zurück komme, ich habe ihm ja damals schon die online Buchung gezeigt. Aber da hat er wohl nicht zugehört. Inder halt…
Naja, das Motorrad war noch da und der nette Hoteljunge hat mir beim Tragen meines Gepäcks geholfen.
Nachdem ich noch nach Klopapier, einer Bettdecke und als ich dann nur eine Wolldecke bekam, noch nach einem Betttuch fragen musste, war das Zimmer soweit fertig.
Um 22:00 Uhr ging ich dann nebenan zu Dominos eine Pizza essen. Leider dauerte es ewig. Die Pizza war erst um 22:30 Uhr fertig. Egal, sie war jedenfalls lecker.
Im Zimmer nahm ich noch eine IBU um besser schlafen zu können und 2 Ferrero Küsschen für die Seele. Die hatte meine Tante meinen Eltern auf die Rundreise mitgegeben um mir eine Freude zu machen.
Um 23:20 Uhr lag ich dann endlich im Bett und stellte mit den Wecker auf 9:20 Uhr. Ob ich wohl so lange schlafen können würde?
Kurze Etappe nach Mysore

| Datum | 07.02.2026 – Tag 118 |
| Start | Bangalore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 143 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Als ich gegen 7:00 Uhr aufwachte, konnte ich nicht mehr einschlafen. Ich blieb dennoch liegen und stand schließlich um 8:50 Uhr auf.
Es ging mir immer noch nicht gut, doch ich wollte nicht länger in diesem Hotel bleiben. Um mich zu erholen war es hier zu laut und zu ungemütlich.
Es dauerte eine Weile bis ich meine Sachen sortiert hatte. Dabei stellte ich auch fest, dass ich in Delhi frische Unterwäsche in den Beutel mit der Schmutzwäsche gepackt hatte. Also musste ich in Mysore auf jeden Fall eine Reinigung finden.
Aufgeputscht mit einem angerührten Cappuccino und einer IBU machte ich mich gegen 10:30 Uhr auf den Weg und wurde von ein paar fremden Indern in der Tiefgarage verabschiedet. Natürlich mit dem obligatorischen Foto.
Zum frühstücken hielt ich an einem kleinen Straßenrestaurant bei brühtender Hitze.
Die Strecke war nichts besonderes, doch ich war ausnahmsweise mal froh auf 4-spurigen Straßen unterwegs zu sein, da der Verkehr hier etwas stressfreier ist. Außer den üblichen Geisterfahrern gab es keine prekären Überholmanöver. Und mir ist tatsächlich den ganzen Tag keine einzige Kuh auf der Straße begegnet.
Gegen 14:15 Uhr erreichte ich das Hotel Treebo Premium Akshaya Mahal Inn und entschied mich sofort dafür. Es hatte eine tolle Tiefgarage und ein recht bequemes Bett. Kostenpunkt 2200 Rupien. Später erfuhr ich, dass da sogar das Frühstück inbegriffen ist. Außerdem hat es ein Restaurant mit sehr moderaten Preisen. Das würde ich heute Abend ausnutzen.
Nachdem ich mein Zimmer bezog, fuhr ich nochmal in die Stadt um ein paar Dinge zu erledigen.
Zuerst brachte ich 3,5 kg Wäsche in die Reinigung. Für 150 Rupien pro Kilo ein absolutes Schnäppchen.
Danach fuhr ich in einen Supermarkt um mir noch ein paar Päckchen Taschentücher zu kaufen und zuletzt noch zur Bank um Geld abzuheben.
Da ich zuvor die 6600 Rupien für 3 Nächte in bar zahlte, brauche ich Nachschub.
Dann fiel mir auf, dass ich im Supermarkt vergessen hatte Wasser zu kaufen. Also hielt ich schnell an einem Straßenstand und kaufte 2 Liter Wasser. Da ich schon mal dort war aß ich auch noch ein Kachori für den kleinen Hunger.
Zurück im Hotel ruhte ich mich aus, duschte und ging um 20:15 Uhr ins Restaurant um zu Essen.
Es gab Aloo Gobhi Masala (also Kartoffel-Blumenkohl-Auflauf) mit Garlic Naan und einem Lassi. Alles zusammen für 400 Rupien.
Das sind andere Preise als in den Touristenrestaurants auf der Rundfahrt. Ich war schon auf das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen gespannt. Doch noch wichtiger war es mir mal richtig ausschlafen zu können.
Beleuchteter Palast am Abend
| Datum | 08.02.2026 – Tag 119 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Ich hatte mir den Wecker auf 10:00 Uhr gestellt um nicht zu lange zu schlafen. Doch ich wachte schon um 8:00 Uhr auf. Ich entschied mich das Frühstück ausfallen zu lassen und habe den Wecker ausgeschaltet.
Gegen 11:00 Uhr wachte ich dann auf , doch da ich gefühlt 10 mal in der Nacht aufgewacht war, war ich alles andere als erholt. Ich schaute mir noch ein paar YouTube Videos im Bett ja und dann ging ich in die nahegelegenen Nexus Mall in der Hoffnung dort eine gut ausgestattete Apotheke zu finden. Doch es gab dort keine. Ich aß ein paar Momos, keine Ahnung warum hier in Südindien nepalesisches Essen angeboten wird.
Von dort nahm ich mir ein Uber zu einer laut ChatGPT großen Apotheke in der Stadt. So wirklich groß war sie auch nicht. Und es gab leider kein Sinupret. Also kaufte ich mir ein paar indische Medikamente gegen Erkältung. Tabletten um die Nasenschleimhäute abschwellen zu lassen, ein paar Kapseln mit ätherischen Ölen zum Inhalieren und ein Nasenspray mit Kortison. Das soll ich laut ChatGPT nehmen, wenn ich das normale Nasenspray 5 Tage genutzt habe (länger soll man es nicht nehmen).
Von hier war es nicht mehr weit zum Palast, den Amba Vilas. Dort traf ich einen netten Inder, der mir sagte, dass der Palast heute Abend von 19:00 bis 20:30 Uhr beleuchtet wäre und es in dieser Zeit auch keinen Eintritt kostet. Jetzt noch rein zu gehen machte keinen Sinn, da er schon in 30 Minuten schließen würde.
Er empfahl mir auch noch einen Sonntagsmarkt und ein Geschäft in dem ich handgemachte ätherische Öle kaufen konnte. Er besorgte mir sogar ein Tuk Tuk zum Einheimischenpreis, das mich dort hin fuhr. Für 40 Rupien. Da sieht man mal, wie Ausländer normalerweise abgezockt werden.
Der Markt war nichts besonderes und viele Stände waren zu der späten Stunde schon abgebaut. Doch ich kaufte mir eine Knolle Ingwer und 4 Zitronen um mir im Hotel frischen Ingwertee machen zu können.
In dem Laden für die Öle bekam ich zuerst eine Demonstration wie Räucherstäbchen hergestellt werden und anschließend zeigte mir die Dame verschiedene Öle. Doch außer dem Pfefferminzöl, dass mir meine Nase ziemlich gut frei brannte, habe ich nichts gerochen. Auch wenn es teuer war, nahm ich mir ein 10ml Fläschchen des Pfefferminzöls für 1100 Rupien mit.
Von hier war es nicht weit zur St. Joseph’s Kathedrale. Als ich dort ankam, begann gerade ein Gottesdienst, weshalb ich sie mir nicht von innen anschauen konnte. Doch auch von außen war sie sehenswert.
Auf dem Weg zurück zum Hotel schaute ich noch in einen Touristenladen rein, der Seide verkauft. Dafür ist Mysore wohl sehr berühmt.
Nun nahm mir ein Uber zum Palast. Es waren ziemlich viele Touristen dort. Ausnahmsweise sogar etliche Ausländer. Ich hörte Amerikaner, Franzosen, Italiener und Polen.
Der Anblick war wirklich schön. Man konnte die Schönheit der Gartenanlage im Dunkeln nur erahnen, da die beleuchteten Gebäude alles überstrahlten. Doch ich blieb nicht sonderlich lange, da ich merke, wie meine Kräfte zu schwinden begannen.
Am Ausgang nahm ich ein Tuk Tuk zurück zu meinem Hotel wo ich sofort zu Abend aß. Ein Kadai Paneer, mit extra Pilzen und Reis. Super lecker.
Dann machte ich mir einen frischen Ingwertee, inhalierte und ging sofort ins Bett, konnte aber nicht schlafen. Erst gegen Mitternacht wurde ich so müde, dass ich eingeschlafen bin.
Besuch im botanischen Garten
| Datum | 09.02.2026 – Tag 120 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Am Morgen klingelte kurz nach 9 das Telefon. Der Mann von der Rezeption wollte wissen, ob ich noch frühstücken käme. Da ich jetzt schon wach war, ging ich zum Frühstücken.
Das Buffet war nichts besonderes. Ich nahm etwas Reis und Idli Sambar. Die Idli waren allerdings deutlich besser als die paar mal als wir sie auf der Rundreise hatten.
Anschließend legte ich mich wieder bis 12:00 Uhr ins Bett und schaute mir danach wieder ein paar Videos an.
Um 13:30 Uhr ging ich zur Rezeption und verlängerte meinen Aufenthalt um 2 weitere Nächte. In meinem aktuellen Zustand konnte ich nicht weiterfahren. Und ich hatte ja noch keine Sehenswürdigkeiten gesehen.
Daher nahm ich mir ein Uber zum botanischen Garten. Der war allerdings nicht besonders sehenswert, da in der Trockenzeit kaum etwas blühte und alles ziemlich verdorrt war. Den ein oder anderen schönen Baum gab es dennoch zu bestaunen. Ich denke, dass es hier im Frühling richtig schön ist.
Als ich den Park verließ, ging ich noch ein paar hundert Meter in des benachbarte Wohngebiet um mir an einem Kiosk 2 Flaschen Wasser und ein paar Kekse zu kaufen. Ich hatte seit dem Frühstück nichts gegessen und mein Magen begann zu knurren.
Nun bestellte ich mir ein Uber. Diesmal testete ich die Funktion des Zwischenstopps. Ich gab zuerst die Reinigung an, um meine Klamotten abzuholen, und anschließend den großen Supermarkt um mir dort noch ein Messer zu kaufen. Mein letztes wurde mir ja am Flughafen in Bangalore abgenommen, da ich es versehentlich im Handgepäck hatte. Ich hoffte ich würde ein Messer mit Hülle finden. Außerdem hoffte ich, dass meine Klamotten in der Reinigung schon fertig wären. Ich hatte keine explizite Uhrzeit ausgemacht. Die Dame meinte nur, dass sie bis 19:00 Uhr geöffnet hätten.
Die Wäsche bekam ich problemlos, doch im Supermarkt gab es kein Messer mit Hülle. Da ich schon mal da war, kaufte ich eine indische Version von Wick VapoRub, einen pflanzlichen Hustensaft und ein Päckchen Taschentücher.
Zurück im Hotel wagte ich ein Experiment und bestellte mir über die Liefer-App Blinkit ein Klappmesser. Auch dort gab es keine einzelnen Kückenmesser mit Hülle, nur große Messer oder ganze Sets. Doch ein Klappmesser würde es auch tun.
15 Minuten nach der Bestellung kam ein Motorradfaher zu meinem Hotel und brachte mir das Messer. Ich konnte bar bezahlen. Alles super einfach.
Mit dem neuen Messer macht euch mir sofort einen frischen Ingwer-Zitronen-Tee.
Am Abend ging ich wieder ins Hotel-Restaurant essen und bestellte diesmal ein Dal Makhani mit Cheese Naan und Lassi. Für zusammen 380 Rupien.
Und lecker war es natürlich auch. Gut, dass ich von Bangalore noch hier her gefahren bin. In dem Hotel in Bangalore war es bedeutend unbequemer und es gab auch kein Restaurant. Und auch kein Frühstück. Hier lässt es sich deutlich besser aushalten um die Erkältung auszukurieren. Allerdings hatte ich mir auch schon Gedanken über die weitere Strecke gemacht. Bis Ooty würde ich wohl noch kommen (das ist nur einen Tag Fahrt von hier), doch Munnar und Aleppy würde ich wohl streichen müssen. Ich wollte mir auf keinen Fall Stress machen in den letzten Tagen zurück nach Mumbai. Dort würde wahrscheinlich noch genug Stress auf mich warten.
Jetzt war ich richtig krank
| Datum | 10.02.2026 – Tag 121 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Das Telefon klingelte schon wieder um kurz nach 9, doch ich hob nicht ab, drehte mich rum und schlief weiter. Erst um 12:30 Uhr stand ich auf, machte mir einen frischen Ingwer-Zitronen-Tee und nahm meine Medikamente.
Langsam machte ich mir Sorgen. Es ging mir immer noch nicht besser. Für heute war das Sightseeing gestrichen.
Ich „frühstückte“ 2 Ferrero Küsschen und blieb den Rest des Tages im Bett. Ich hatte das Gefühl, dass der Husten im Laufe des Tages etwas besser wurde, hatte allerdings immer noch Kopfschmerzen. Und ich konnte blöderweise keine IBU nehmen, da die indischen IBUs, die ich gekauft hatte, zusätzlich noch Paracetamol enthielten. Das war aber auch in den anderen Erkältungstabletten enthalten, so dass ich bei gleichzeitiger Einnahme die Tageshöchstdosis überschritten hätte.
Um 19:00 Uhr raffte ich mich auf und ging ins Restaurant etwas Essen. Heute gab es Chana Masala mit Cheese Naan. Etwa scharf, aber lecker.
Ein weiterer Krankheitstag im Hotel
| Datum | 11.02.2026 – Tag 122 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Ich wachte schon um 8:30 Uhr auf und hustete schlimm. Doch ich musste mal wieder etwas essen.
Ich duschte mich und ging ins Restaurant. Das Buffet glich dem, von vor 2 Tagen. Nur dass es statt Reis, kleine dünne Nudeln gab. Glaube ich zumindest. Dazu 2 Idli Sambar und hinterher ein paar Stückchen Wassermelone.
Nach dem Frühstück ging es mir etwas besser und ich ging in die kleine Apotheke direkt neben dem Hotel. Dort kaufte ich mir Hustenlöser Tabletten und IBU ohne Paracetamol.
Zurück im Zimmer verbrachte ich den Vormittag im Bett bis ich gegen 13:00 Uhr in die benachbarte Mall ging um zu Mittag zu essen. Ich merkte langsam, dass ich in den letzten Tagen viel zu wenig gegessen hatte.
In der Mall ging ich zu einem chinesischen Restaurant und bestellte mir ein Menü bestehend aus 2 Momos, einer Schüssel Nudeln mit Hühnchen und einer Pepsi. Aus irgendeinem Grund dauerten die Momos aber deutlich länger, so dass ich sie statt als Vorspeise als Nachtisch bekam.
Die Zeit bis zum Abendessen verbrachte ich im Bett und zum Abendessen bestellte ich mir ein super leckeres Dal Makhani auf’s Zimmer.
Immer noch krank, wahrscheinlich mit leichtem Fieber
| Datum | 12.02.2026 – Tag 123 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Nichts neues. Ich schlief bis Mittag, fühlte mich nicht besser und nicht schlechter.
Dann ging ich zur Mall und aß, wie schon gestern, eine Schüssel Nudeln.
Zurück im Hotel legte ich mich wieder ins Bett.
Am Abend fühle ich mich schlechter und maß meine Temperatur. 37,6 unter der Achsel. Das kann alles von 37,9 bis 39 Grad sein.
Würde sich das bis morgen nicht ändern, würde ich mir Antibiotika besorgen.
Zum Abendessen bestellte ich mir ein Lassi und etwas Cheese Naan. Ich hatte nicht viel Hunger.
Langsam ging es mir besser
| Datum | 13.02.2026 – Tag 124 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Ich stand gegen 12:00 Uhr auf und fühlte mich erstaunlich gut. Die dröhnenden Kopfschmerzen waren fast weg, meine Nase war deutlich freier und auch der Husten war nicht mehr ganz so schlimm.
Eigentlich hatte ich damit gerechnet mir heute Antibiotika besorgen zu müssen, doch stattdessen war ich positiver Dinge, dass es ab jetzt bergauf ging. Fieber hatte ich auch keins mehr.
Ich verlängerte mein Hotel nochmal um 2 Tage bis Montag und ging in die Mall etwas Essen. Heute mal Pizza. Danach ging ich noch in den Supermarkt etwas Obst kaufen.
Doch als ich zurück in Hotel war, war es vorbei mit dem Optimismus. Ich war schon wieder total platt und mein Kopf fing an zu dröhnen. Eigentlich dachte ich, ich hätte heute Nachmittag ein paar Bilder bearbeiten und weiter an meinen Reiseberichten arbeiten können. Doch ich fiel sofort aufs Bett.
Zum Abendessen ließ ich mir wieder etwas auf’s Zimmer bringen. Paneer Paratha und Lassi.
Besuch der Amba Vilas
| Datum | 14.02.2026 – Tag 125 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Als ich heute aufwachte ging es mir schon etwas besser und ich entschied mich dazu in die Stadt zu fahren und ein paar Besorgungen zu machen. Ich brauchte noch ein paar Schrauben für eine Anpassung an meinem Navi-Halter. Ich nahm mir ein Tuk Tuk zu dem Schrauben-Laden und bekam sofort was ich wollte.
Anschließend ging ich zum Decathlon, da ich vor ein Paar Tagen meine Kappe verloren hatte. Ich glaube ich habe sie in der Apotheke auf dem Tresen liegen gelassen.
Von hier ging ich zu Fuß zum Palast, den Amba Vilas. Doch am Nordtor gab es keinen Einlass.
Ich nahm mir ein Tuk Tuk zur Südseite und wie es der Zufall so wollte bekam ich den gleichen Fahrer, der mich vor einer Woche vom Palast zu meinem Hotel fuhr, Aslam.
Der Eintritt zum Palast war vergleichsweise teuer. 1000 Rupien für Ausländer und entgegen der Rezensionen im Internet gab es auch keinen Audio Guide.
Auf einem Schild waren echte Guides für 300 Rupien angeboten für eine 45 bis 60 minütige Tour.
Da ich schon so viel für den Eintritt ausgegeben hatte, wollte ich auch eine vernünftige Tour.
Doch der Guide den ich bekam, war ziemlich lustlos, ratterte seine Infos runter und wir waren schon nach 30 Minuten durch den gesamten Palast.
Da mir dass viel zu schnell war, ging ich nochmal zurück zum Eingang und machte alleine noch eine Runde.
Der Palast selbst war nicht so schön wie die Paläste in Rajasthan, die wir auf der Rundreise besichtigt hatten. Doch die etwas andere Architektur war schon interessant. Die Säulen waren aus Metall und wurden in Glasgow, Schottland gefertigt. Einige der Fliesen kamen aus England und Italien, Spiegel aus Belgien und 2 Lampenskulpturen ebenfalls aus Italien.
Auch die Elfenbeinintarsien waren schön anzusehen, auch wenn die meisten von Plexiglas geschützt wurden.
Nach der Palastbesichtigung nahm ich mir ein Tuk Tuk zur HDFC Bank, da ich mittlerweile wieder Bargeld brauchte. Den Rest des Weges zu meinem Hotel ging ich zu Fuß.
Zum Abendessen hatte ich Paneer Tikka, Dal Makhani, Cheese Naan und Lassi.
Noch ein Tag Erholung
| Datum | 15.02.2026 – Tag 126 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 0 km |
| Kilometerstand | 55885 km |
Der gestrige Tag war doch recht anstrengend. Deshalb entschied ich mich heute noch einen Tag im Hotel einzuschieben.
Mittags ging ich ein paar Schritte vor die Tür und aß ein Masala Dosa.
Außerdem ließ ich mir mal wieder die Haare schneiden und nutzte die Gelegenheit mir die St. Joseph’s Cathederal von innen anzuschauen, da zu dieser Zeit kein Gottesdienst stattfand. Sonderlich ansprechend fand ich sie aber nicht. Irgendwie zu bunt für eine katholische Kirche.
Zurück im Hotel klebte ich die abgelösten Sohlen meiner Schuhe und baute auch noch den Abstandshalter für mein Navi an, den mir mein Vater aus Deutschland mitgebracht hatte. Jetzt kann ich endlich die Halterung abschließen, ohne dabei die Scheibe verbiegen zu müssen.
Der Parkplatzwächter hat mich auch darauf hingewiesen, dass ich mir eine Schraube in den Reifen gefahren hatte. Gut, dass ich einen Schlauch im Reifen habe und die Schraube nicht zu tief eingedrungen ist. So blieb es bei einem kleinen Loch im Reifen, ohne, dass ich dadurch Luft verlor.
Die restliche Zeit nutzte ich um am Laptop weiter meine Fotos zu beschriften. Nach 5 Stunden holte ich langsam auf. Zum Abendessen bestellte ich mir Paneer Tikka Masala mit Reis und Lassi auf’s Zimmer.
Besuch des Tipu Sultan Sommerpalasts
| Datum | 16.02.2026 – Tag 127 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Mysore |
| gefahrene Kilometer | 46 km |
| Kilometerstand | 55931 km |
Mein Wecker klingelte um 9:00 Uhr. Ich wollte mal wieder im Hotel frühstücken, doch ich war noch so müde, das ich mich entschied weiterzuschlafen. Um 10:15 Uhr bin ich dann schließlich aufgestanden und habe mich langsam fertig gemacht.
Gegen 11:15 Uhr fuhr ich los nach Shrirangapattana, einer alten Sultansstadt, die von 1610 bis 1799 Hauptstadt von Mysore war.
Dort gab es einige Sehenswürdigkeiten, wie den Tipu Sultan Sommerpalast, der zum Großteil aus Teakholz gebaut ist. Außerdem einen berühmten Tempel sowie das Tipu Sultan Grabmal.
Als ich ankam, ging ich erst mal etwas essen. Es gab leider kein Masala Dosa, also nahm ich ein Paneer Paratha. Zusammen mit Quark, einem Chutney und ein paar Kartoffeln war es ein schönes Mittagessen. Die Paratha war gut gefüllt und sehr lecker. Eine der besten, die ich bisher in Indien hatte, obwohl es eigentlich ein nordindisches Gericht ist.
Nun ging ich zum Palast, doch zu meinem Unmut, konnte man Tickets nur online kaufen. Entweder mit Google Pay, was aus irgendwelchen Gründen auf meinem Handy nicht funktionierte, oder mit indischer UPI, die ich als Ausländer nicht beantragen kann.
Ich wartete ein wenig und machte 2 Bilder von außerhalb des Eingangs.
Dann kamen mir 2 ältere weiße Touristen mit einem indischen Guide entgegen. Ich fragte, wie sie das Ticket bezahlen konnten und der Guide meinte er hätte die Tickets gekauft. Und er bot mir sofort an, auch für mich eins zu kaufen. Super nett. Er wollte dafür nicht mal einen Aufschlag.
So war die Fahrt hierher doch nicht umsonst.
Leider war vom Teakholz nicht viel zu sehen. Lediglich die Säulen waren aus Holz. Und möglicherweise das Obergeschoss und das Dach doch man konnte nur das Erdgeschoss besichtigen.
Hier waren die Wände aus verputzten Backsteinmauern, die allerdings komplett bemalt waren. Außen einige große Gemälde von Prozession und Schlachten. Innen eher Verzierungen.
Auch dieser Palast hat mich nicht aus den Socken gehauen, doch in Kombination mit der schönen Gartenanlage, war es den Ausflug und die 250 Rupien Eintritt allemal wert.
Als nächstes fuhr ich zum Sri Ranganathaswamy Tempel. Doch hier hatte ich weniger Glück. Er öffnete erst um 16:00 Uhr. Da war ich 2 Stunden zu früh.
Ich überlegte mir stattdessen in den Vogelpark zu fahren. Doch der Eintritt von 500 Rupien plus 500 Rupien für die Bootsfahrt, die man laut den Rezensionen auf jeden Fall machen muss, war mir zu teuer. Insbesondere, da ich mit meinen schlechten Augen, sowieso kaum in der Lage bin Vögel von selbst zu erkennen. Auf den Safaris, haben mich die anderen immer darauf hingewiesen.
Also fuhr ich stattdessen zu einem weiteren Grabmahl, dem Gumbaz-Tomb of Tipu Sultan. Er erbaute das Grabmalh für seine Eltern und wurde später ebefalls dort beigesetzt.
Zurück im Hotel setzte ich mich an den Laptop und plante meine weitere Reise. ChatGPT gab mir den Tipp früh morgens durch Bandipur zu fahren, da man dort von der Straße aus mit etwas Glück Elefanten sehen kann. Dazu müsste ich allerdings schon um 7:00 Uhr in Mysore los fahren. Das ist mir in meiner aktuellen Verfassung deutlich zu früh. Ich schaute mir daher an, ob es in Bandipur oder Gundlupet ein paar Hotels für einen weiteren Zwischenstopp gäbe. Dann könnte ich dort am nächsten Morgen um 8:30 Uhr los fahren.
Ich fand ein paar Hotels und mein Plan war, mich am nächsten Tag spontan zu entscheiden. Wenn ich ein gutes Hotel finden würde, dann würde ich dort bleiben und den Nachmittag am Laptop verbringen. Andernfalls würde ich nach Coonoor durch fahren.
Außerdem schaffte ich es nach dem Abendessen auch noch einen Reisebericht über die ersten 5 Tage der Busrundreise zu veröffentlichen. Jetzt bin ich „nur“ noch 20 Tage hinterher. 🙁
Zum Abendessen hatte ich Paneer Masala mit Reis und Lassi.
Kurze Fahrt nach Gundlupet

| Datum | 17.02.2026 – Tag 128 |
| Start | Mysore |
| Ziel | Gundlupet |
| gefahrene Kilometer | 59 km |
| Kilometerstand | 55990 km |
Heute war ein sehr unspektakulärer Tag.
Ich stand gegen 9:00 Uhr auf und frühstückte noch mal im Hotel.
Um 10:15 Uhr fuhr ich los und steuerte nach ca. 1½ Stunden Fahrt das Bandipur Wildlife Resort & Spa in Gundlupet an. Das Zimmer war schön groß und das Bett super bequem.
Wenn ich morgen gegen 8:00 Uhr hier startete, dann würde ich gegen 8:30 Uhr Bandipur erreichen. Um zu dieser Zeit in Bandipur zu sein, hätte ich in Mysore schon um 6:30 Uhr los fahren müssen. Das wäre mir deutlich zu früh gewesen.
Und so konnte ich den Nachmittag am Laptop verbringen und weitere Bilder von der Rundreise bearbeiten. Von der Stadtbesichtigung in Jaipur waren nach dem Aussortieren noch 169 Bilder übrig geblieben und vom Ranthambore Nationalpark immerhin noch 87.
Gegen 19:00 Uhr ging ich ins benachbarte Restauran Essen. Da die Küche erst um 20:00 Uhr öffnete, musste ich mit einer stark reduzierten Speisekarte Vorlieb nehmen, Doch es gab ein Masala Dosa was mal wieder sehr lecker war.




























































































































































































