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| Datum | 08.03.2026 – Tag 147 |
| Start | Navi Mumbai |
| Ziel | Mumbai |
Heute war ein entspannter Tag nach einer erneut schlechten Nacht. Ich hatte 2 Stechmücken im Zimmer und ich wachte mehrmals auf, da ich häufig gestochen wurde und es dauerte, bis ich beide Mücken erschlagen konnte.
Am Abend zuvor hatte ich die Entscheidung getroffen in das Flora Fountain Hotel in der Innenstadt von Mumbai umzuziehen, da es keine bezahlbaren Resort-Hotels gab.
Um 9:00 Uhr stand ich auf, duschte und ging zum Frühstück. Als hätten sie Gedanken lesen können, gab es heute Chole Bhature. Und es war richtig lecker.
Nach dem Essen packte ich meine Sachen und war extrem froh darüber, dass ich mir noch den großen Koffer gekauft hatte. Er war am Ende fast komplett voll.
Als ich mir ein Uber rufen wollte, fiel mir auf, dass der Preis für mein Hotel zumindest für die erste Nacht günstiger geworden war und so buchte ich die erste Nacht online über Agoda. Nicht, dass sie kein Zimmer mit bequemem Bett mehr hätten und ich dann eine ganze Woche bleiben müsste.
Dann rief ich mir das Über und die Fahrt dauerte nicht mal eine Stunde. Um 11:30 Uhr erreichte ich das Hotel.
Mir wurde zuerst ein Zimmer mit sehr hartem Bett gezeigt. Ich fragte den Hoteljungen, ob er mir nicht ein Zimmer mit weicheren Bett geben könnte, doch er meinte, alle Betten im Hotel seien gleich. Ich wusste jedoch, dass das nicht stimmt, da ich bei meinem ersten Aufenthalt hier, ein wesentlich weicheres Bett hatte. Aber das war mal wieder typisch für Inder. Einfach mal nein sagen um sich Arbeit zu ersparen. Oder nicht zugeben zu müssen, dass man etwas nicht weiß.
Ich ging zu Rezeption und der Manager gab mir ein anderes Zimmer. Das war zwar ein wenig kleiner, hatte jedoch das von mir gewünschte weiche Bett.
Für heute hatte ich nichts weiter geplant. Ich wollte am Computer arbeiten und abwarten wie es mit dem Motorrad weitergeht. Obwohl ich irgendwie davon ausging, dass sich Mustafa nicht von selbst melden wurde und ich am Abend nochmal nachfragen müsste.
Nachdem ich ein paar Stunden mit Videoschauen im Bett verbracht hatte, bestellte ich mir über die Blinkit App Sekundenkleber und Klebeband. Das Klebeband brauchte ich, um später meinen Koffer zuzukleben. Ich traute den Reißverschlüssen meines 10€ Koffers nicht.
Mit dem Sekundenkleber reparierte ich erneut meine Schuhsohle. Und zwar die, die ich damals mit dem 2-Komponenten-Kleber geklebt hatte. Es hatte sich herausgestellt, dass Sekundenkleber die bessere Wahl war.
Anschließend ging ich gegen 17:30 Uhr eine Runde in den Tata Steel Park spazieren. Bei meinem ersten Mumbai-Aufenthalt war der noch geschlossen.
Da sich Mustafa bis 18:30 Uhr immer noch nicht gemeldet hatte, schrieb ich ihm eine Nachricht. Kurz darauf bekam ich Zeit und Ort wo ich am nächsten Morgen hinkommen sollte. Ich freute mich, dass ich erst um 11:30 Uhr am Zolllager sein sollte, so dass ich einigermaßen würde ausschlafen können.
Zum Abendessen fand ich das für meine Verhältnisse recht schicke Crystal Restaurant. Ich probierte mal etwas Neues und bestellte ein Shahi Paneer mit Reis, Garlic Naan und Lassi. Es ähnelte einem „normalen“ Paneer Masala und war aber sehr lecker.
Im Hotel kontrollierte ich nochmal alle Sachen, die ich am nächsten Tag zum Zoll mitnehmen wollte und legte sie neben die Zimmertür.
Zollkontrolle des Motorrads
| Datum | 09.03.2026 – Tag 148 |
| Ort | Mumbai |
Ich hatte eine verhältnismäßig gute Nacht. Im Gegensatz zu den letzten Tagen machte ich mir nicht so viele Sorgen, die mich vom Schlafen anhielten. Ich stand um 9:00 Uhr auf, duschte schnell und ging ins benachbarte Restaurant um etwas zu frühstücken. Ich bestellte ein Omelette mit einem Milchkaffee und da ich davon nicht richtig satt wurde, bestellte ich mir gleich noch ein zweites hinterher. Alles zusammen für 170 Rupien.
Diese Essenspreise werde ich in Südafrika und Namibia wohl schmerzlich vermissen.
Kurz vor 10 rief ich mir ein Uber zum Zollager. Die Fahrt sollte rund 45 Minuten dauern. Doch da ich nicht wusste, wie lange ich auf das Uber warten müsste und ob es nicht noch irgendwo einen unerwarteten Stau geben würde, wollte ich lieber rechtzeitig sein, auch wenn das bedeutete, dass ich vielleicht eine ¾ Stunde zu früh ankommen würde.
Gegen 11:00 Uhr kam ich bei JWR Logistics an und schrieb Ashfaq, dem Mitarbeiter von Mustafa mit dem ich mich hier treffen sollte, eine Nachricht auf WhatsApp.
Dann fragte ich am Eingang ob ich mich in deren Security Office setzten dürfte, da ich noch 30 Minuten auf Ashfaq warten müsste. Zuerst durfte ich mich setzten, doch nach 5 Minuten kam ein Mann und wollte die Telefonnummer von Ashfaq. Er rief ihn an und meinte dann zu mir, er würde im 15 Minuten kommen.
Doch dann bedeutete er mir, ich solle ihm folgen. Er brachte mich in die Cafeteria wo es bequemer war und wo es Deckenventilatorren gab. Hier wartete ich dann weiter. Ich schrieb Ashfaq wo er mich finden könnte, doch aus irgendeinem Grund kam keine meiner Nachrichten bei ihm an. Ich wartete einfach weiter. Da ich weit und breit der einzige Ausländer hier war, würden sie ihn schon zu mir bringen sobald er am Eingang auftauchte.
Mit lediglich 10 Minuten Verspätung kam Ashfaq um 11:40 Uhr und dann begann der ganze Prozess.
Wir gingen direkt zum Motorrad und öffneten die Kiste für einen der Inspekteure. Ashfaq machte ein Foto der Fahrgestellnummer und er Inspekteur verglich es mit der Nummer auf meinem Carnet de Passage. Dann wollte er noch ein Foto zusammen mit mir. Inder halt…
Ich freute mich schon, dass alles so schnell erledigt war, doch als ich die Kiste wieder verschließen wollte, meinte Ashfaq ich solle noch 30-45 warten, es käme noch ein weiterer Inspekteur. Na toll, ich stand zwar im Schatten doch bei knapp 40 Grad und ohne Sitzgelegenheit war auch das nicht unbedingt angenehm. Zumal ich davon ausging, dass aus dem 45 Minuten wohl eher 1 bis 1½ Stunden würden.
Zuerst traute ich mich nicht, mich auf einr der Kisten mit der Aufschrift „fragile“ zu setzen. Doch eine war schon geöffnet und ich sah, dass sie Randvoll mit Medikamentenschachteln gefüllt war. Ich ging einfach mal davon aus, dass das stabil genug sei und setzte mich. Schließlich scheren sich die Inder ja auch nicht, die Kisten richtig herum zu stapeln. Oder wie schwer kann es sein 2 Pfeile und die Aufschrift „this side up“ zu verstehen? Naja, so ist das eben in Indien.
Dadurch wurde mir mal wieder ins Gedächtnis gerufen wie unachtsam die Inder mit den Sachen andere Leute umgehen und ich schaute mir meine Transportkiste nochmal an. Und natürlich stellte ich fest, dass ein neuer Schaden dazu gekommen ist. Ich schätze ein Fahrer eines Gabelstaplers hat die Gabeln nicht weit genug nach unten gefahren und meine Bodenplatte gerammt. Die ist dadurch ein paar Zentimeter aufgeplatzt. Ich denke solange das nicht noch öfter passiert sollte die Kiste den Transport nach Südafrika noch überstehen. Aber wer weiß was beim nächsten Verladen passiert. Da werden in den nächsten Wochen wohl noch ein paar schlaflose Nächte auf mich zukommen in denen ich mir Gedanken mache, ob die Kiste heil in Durban ankommt und was ich wohl tun würde falls nicht.
Nach etwa einer Stunde gegen 13:00 Uhr kam Ashfaq dann und meinte, der andere Inspekteur würde nicht mehr kommen und ich könnte die Kiste schließen.
Anschließend gingen wir in die Kantine und ich bekam ein gutes wenn auch etwas zu scharfes Thali. Das ließ mich allerdings vermuten, dass es noch ein langer Nachmittag werden würde.
Um 13:30 Uhr kam Ashfaq und ein Mitarbeiter von der Behörde und holten mich in der Cafeteria ab.
Er zeigte mir das Carnet und meinte, dass der Zollbeamte keinen Stempel hätte, weshalb ich „nur“ eine Unterschrift bekam. Natürlich sagte er, dass das kein Problem sei, doch ich war skeptisch, da alle Reisenden immer darauf hinweisen, dass man auf einen Stempel bestehen soll. Doch was soll ich tun. Wenn es hier keinen Stempel gibt, dann kann ich ja keinen schnitzen.
Zu meiner Überraschung war damit dann aber alles erledigt und wir verließen das Gelände. Um 14:00 Uhr saß ich dann im Uber zum Bahnhof. Für den Rückweg wollte ich mir 6 € sparen und das Abenteuer wagen in Indien mal Zug zu Fahren. Auf der Rundreise hatten wir zwar schone eine Zugfahrt jedoch in der ersten Klasse, was ja nicht wirklich authentisch war.
Außerdem war heute morgen meine größte Sorge, dass ich es vielleicht nicht rechtzeitig aus einem überfüllten Zug raus schaffe und dann am falschen Bahnhof lande. Doch jetzt auf dem Rückweg fahre ich bis zur Endstation. Somit gibt es dieses Problem dann nicht.
Gegen 14:15 Uhr erreichte ich den Bahnhof in Nerul. Ich suchte den Ticketschalter und kaufte mir für lächerliche 15 Rupien ein Ticket in der 2. Klasse.
Dank der permanent offenen Türen und der offenen vergitterten Fenster, war die Fahrt erstaunlich angenehm. Auch wenn manchmal der Geruch einer Müllkippe hereinzog. Leider dauerte die Fahrt rund 1 Stunde und 10 Minuten entgegen der 45 Minuten, die ChatGPT mir vorhergesagt hatte. Mit dem Uber hatte ich heute morgen nur 45 Minuten gebraucht, und das war sogar bis zum Zollager und nicht nur bis zum Bahnhof in Nerul.
Aber egal, ich wollte sowieso den Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus (kurz CSMT) besichtigen, da das Gebäude zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. So konnte ich ihn mir direkt bei meiner Ankunft anschauen.
Die Halle mit den Gleisen war architektonisch nichts besonderes, doch als ich in die Vorhalle kam änderte sich das Bild. Zuerst deuteten nur ein paar verzierte Säulen und bunte Fenster auf die kolonialen Bauherren hin, doch die Halle mit den Ticketschaltern ähnelte mehr einer Kirche als einem Bahnhof. Wirklich schön anzusehen. Und von außen war das Gebäude noch beeindruckender. Gegenüber lag noch ein weiteres imposantes Gebäude, das wie eine Kirche aussah, aber lediglich ein Gebäude der Kommunalverwaltung war.
Auf dem Weg zurück zum Hotel spürte ich plötzlich einen heftigen Druck im Darm. Ich hatte das scharfe Mittagessen wohl nicht so gut vertragen. Ich beeilte mich und kam gerade rechtzeitig in mein Badezimmer bevor ein Unglück passiert ist.
Ich genoss die Klimaanlage auf meinem Zimmer und lud mein Handy ein wenig auf. Als ich dann um 17:30 Uhr drauf schaute, da ich nach einem Geldautomaten suchen wollte, bemerkte ich eine E-Mail von der Verschiffungsfirma. Dort wurde dem Agenten in Durban mitgeteilt, dass die Zollformalitäten erledigt wurden und das Schiff am 13. ablegen würde.
Ich fiel aus allen Wolken. Ich hatte mit Mustafa ausdrücklich besprochen, dass ich erst ein Schiff später nehmen wollte um über Ostern noch in Deutschland sein zu können.
Ich antwortete sofort auf die E-Mail und schrieb Mustafa auch noch eine WhatsApp. Da das Büro aber schon um 17:00 geschlossen, befürchtete ich, dass das Motorrad wohl das frühere Schiff nehmen würde, da schon morgen der Container beladen werden sollte.
Ich versuchte trotzdem mein Glück und rief Mustafa an. Er sagte mir sofort, dass er meine Nachricht schon gelesen und die Änderung veranlasst hätte. Jetzt wäre alles so wie wir es besprochen hätten.
Indien raubt mir noch den letzten Nerv. Hier trifft Murphies Law absolut zu. Absolut alles was schief gehen kann, geht auch schief. Manchmal auch noch mehr.
Jetzt ging ich zur Rezeption und bezahlte einen Teil meiner Hotelrechnung. Ich besprach mit dem Hotelier, dass ich die 2. Hälfte beim Check-out bezahlen würde. So könnte ich am Vorabend sehen wie viel Geld ich noch übrig hatte und dann den Rest am Automaten holen. Somit bleibe ich am Ende nicht auf einem Haufen Rupien sitzen.
Anschließend ging ich einen Geldautomaten suchen. Und ihr könnt ja gerne mal raten wie das ausgegangen ist…
Dort wo der HDFC Bank Automat laut Google Maps stehen sollte war natürlich keiner. Ein Straßenverkäufer schickte mich zum Flora Fountain, doch auch dort gab es keine HDFC Bank.
Die nächste Bank, die ich ausprobierte, wollte, dass ich mich in der Filiale zuerst registriere bevor ich Geld abheben könnte. So etwas habe ich zuvor noch nie erlebt. Aber in Indien ist alles möglich.
Ich versuchte es bei einer weiteren Bank, die laut meiner App keine Gebühren verlangen sollte, doch diese Bank war in ein großes Gerüst gehüllt. Sie wurde wahrscheinlich renoviert.
Schließlich fand ich durch Zufall auf dem Weg zur nächsten Bank einen HDFC Automaten, der auf Google Maps zwar eingezeichnet, aber seltsamerweise bei der Suche nicht angezeigt wurde.
Dort konnte ich dann endlich Geld abheben.
Als diese fast unlösbare Aufgabe dann endlich abgehakt war, bummelte ich einfach noch ein wenig ziellos durch die Gassen, bis mir die Idee kam, ein paar Bananen zu kaufen. Ich wusste ja nicht wie sich meine Magen-Darm-Situation weiterentwickeln würde. Und dummerweise hatte ich alle meine Medikamente ins Motorrad gepackt. Da ich in der Gegend keinen Obsthändler finden konnte, fragte ich einen jungen Mann, der mir eine Blechtrommel verkaufen wollte. Er war sehr nett und führte mich zu einem kleinen Laden in einer Seitenstraße, der ein paar Bananen verkaufte. Dabei erzählte er mir, dass er einen Freund aus Deutschland hätte, der Sebastian heißt. Was für ein Zufall.
Natürlich wollte er danach, dass ich seine Trommel kaufte, doch ich bedankte mich lediglich und er beließ es dabei ohne aufdringlich zu werden. Das habe ich so auch noch nicht erlebt.
Langsam packte mich der Hunger und da ich kein erneutes Experiment mit scharfem indischen Essen machen wollte, entschied ich mich dazu eine Pizza zu essen.
Doch wie sollte es anders sein, die vielversprechende Pizzeria, die ich auf Google Maps fand, gab es nicht mehr. Doch nicht weit davon gab es ein sehr schickes Restaurant, das auch Pizza servierte. Es sah von außen ziemlich teuer aus, doch ein Blick auf die Speisekarte zeigte, dass es noch bezahlbar war. Nach dem ganzen Stress heute gönnte ich mir das einfach mal.
Die Pizza war nicht wirklich italienisch, aber dennoch überaus lecker. Und anschließend hatte ich noch einen Schoko Muffin. Den habe ich heute mal gebraucht.
Dann ging ich zurück ins Hotel und freute mich, morgen mal ausschlafen zu können. Der Termin mit Mustafa war erst um 14:30 Uhr.
Finale Abrechnung und Bummel zum Gateway of India
| Datum | 10.03.2026 – Tag 149 |
| Ort | Mumbai |
Ich wachte um 8:30 Uhr auf, da vor meinem Hotel eine Baustelle ist und selbst meine Ohrstöpsel den Krach des Presslufthammers nicht unterdrücken konnten.
Ich war trotzdem so müde, dass ich noch bis 11:30 Uhr liegen blieb. Ich ging schon wieder in Gedanken durch, was heute noch alles schief gehen könnte, bzw. wie Mustafa versuchen könnte mich zu bescheißen. Ich würde es heute Nachmittag erleben.
Nach dem Aufstehen setzte ich mich an den Laptop und recherchierte ein paar Dinge für Afrika. Z.B was der beste Kleber ist um meine Heizgriffe zu befestigen. Seit 2 Wochen ist der rechte Griff bei hohen Temperaturen lose.
Währenddessen aß ich meine Bananen zum Frühstück.
Dann machte ich nochmal eine Portion Wäsche. Ich hoffte das war das letzte Mal für diesen Trip.
Pünktlich um 14:30 Uhr erreichte ich Mustafas Büro. Ich ging die Rechnung durch und war über 2 Punkte ein wenig überrascht, doch hatte absolut keinen Nerv darüber zu diskutieren.
Für die Reparatur und der Zusammenbau meiner Kiste hat er mir 10000 Rupien plus Steuer berechnet. Da der Neubau mit 15000 Rupien veranschlagt war, hielt ich das für ziemlich teuer. Und der Transport wurde mit 4500 Rupien plus Steuer berechnet, obwohl ich wusste dass die tatsächlichen Kosten eher um die 1000 Rupien lagen.
Doch wie gesagt, ich hatte keinen Nerv zu diskutieren. Dann fiel mir noch auf, dass die Lagerkosten für die zusätzlichen 11 Tage noch fehlten. Ein guter (oder idiotischer) Mensch, der ich nun mal bin, wies ich ihn darauf hin und er fügte den Posten der Rechnung noch hinzu.
Alles in Allem machte es am Ende rund 810€ aus. Verglichen mit den 1400€ für die Flugfracht von Frankfurt nach Mumbai waren das knapp 600€ weniger.
Allerdings kommen später noch Kosten in Durban dazu. Dafür bekam ich zwar auch ein Angebot, doch das konnte ich nicht entziffern. Da waren zu viele Abkürzungen drauf, die ich nicht veratand. Da in Mumbai auf dem Hinweg nochmal rund 1000€ drauf kamen, nehme ich an, dass es in Südafrika zwischen 1200€ und 1500€ sein werden. Ich werde es sehen wenn ich da bin.
Anschließend bummelte ich noch zum Gateway of India mit dem danebenliegenden Taj Hotel.
KeinGlück auf der Suche nach einem Pferdebild
| Datum | 11.03.2026 – Tag 150 |
| Ort | Mumbai |
Ich schlief bis 11:00 Uhr, blieb aber noch im Bett und schaute mir ein paar YouTube Videos an.
Gegen 12:30 Uhr stand ich auf, aß meine letzte Banane und setzt mich an den Laptop um nach Flügen nach Südafrika zu suchen. Ich brauchte eine ganze Weile, doch am Ende buchte ich einen verhältnismäßig günstigen Gabelflug mit Condor von Frankfurt nach Durban und zurück von Johannesburg nach Frankfurt für 750€. Einziges kleines Manko ist, dass ich nur 20kg Freigepäck habe statt 23 kg bei einem Lufthansa Flug. Da ich auf dem Hinweg einige schwere Ersatzteile wie Bremsscheiben und Kupplungslamellen mitnehmen muss, bin ich sowieso davon ausgegangen Zusatzgewicht buchen zu müssen. Jetzt muss ich evtl. 10kg statt 5 kg dazu buchen. Aber das warte ich erst mal ab, bis ich in Deutschland bin und alle Ersatzteile gewogen habe.
Anschließend schaute ich nochmal nach meiner Webseite, doch der Bilder Upload funktionierte immer noch nicht, genauso wenig wie der SFTP Zugriff auf meinen Server. Ich schrieb Strato, dass sie das gefälligst in den Griff kriegen sollen. Außerdem machte ich mich mit ChatGPT schlau, welche Möglichkeiten ich bzgl. rechtlichen Schritten hätte um an meine Daten zu kommen. Eins ist definitiv klar. Ich werde von Strato weggehen und mir einen seriösen Hoster suchen. Allerdings benötige ich dazu meine Daten.
Als ich am Nachmittag Hunger bekam, späzierte ich ein wenig durch die Gassen der Fort Gegend und aß verschiedene Kleinigkeiten wie Samosas, Frühlingsrollen und einen Obstteller.
Dann ging ich noch zum Crawford Markt, der allerdings nichts besonderes war. Außerdem suchte ich noch nach einem Bild namens „Seven running horses“, das ich für eine Freundin kaufen wollte, doch ich hatte kein Glück. In der Gegend in die mich ChatGPT geschickt hatte, fand ich nur Eisenwarenhändler, aber keine Läden mit Bildern.
Vielleicht versuche ich es morgen nochmal, oder ich bestelle eins online beim indischen Amazon.
Hängende Gärten von Mumbai
| Datum | 12.03.2026 – Tag 151 |
| Ort | Mumbai |
Auch heute schlief ich wieder lange und stand erst gegen 11:30 Uhr auf. Ist vielleicht ganz gut so, dann habe ich weniger Jetlag, wenn ich in Deutschland ankomme.
Ich ging in das schöne Restaurant Crystal essen und bestellte mir Chole mit Reis. Leider war es aufgrund der starken Klimaanlage extrem kalt und ich aß schnell auf um wieder raus ins Warme zu kommen.
Anschließend ging ich wieder zurück ins Hotel und setzte mich an den Laptop um für meinen Afrika Trip zu recherchieren.
Außerdem bestellte ich mir auf Amazon einen Tauchsieder, der sogar innerhalb von 10 Miniuten geliefert wurde. Dummerweise war er viel zu groß für meine Zwecke. Ich wollte ihn mit nach Afrika nehmen, um dort in einem Edelstahlbecher Wasser für Tütensuppen oder Instantnudeln zu erhitzen. Doch dieser hier war von der Größe eher für einen Eimer gedacht. Gut, dass er nur 3,50€ gekostet hat.
Anschließend bestellte ich mir ebenfalls auf dem indischen Amazon einen Edelstahlbecher mit 900ml Fassungsvermögen. Den kann ich in Afrika sowohl zum Trinken, als auch zum Kochen von Nudeln verwenden. Ggf. auch ohne Tauchsieder direkt auf einem Campingkocher. Hier kostete der Becher inklusive Versand noch keine 4 €. Im deutschen Amazon kostet ein 500ml Becher 15€.
Außerdem suchte ich mir ein paar weitere Artikel raus, die auf meiner Mitbringliste für Afrika standen und speicherte sie in Amazon auf einer Liste ab, so dass ich sie in Deutschland schnell bestellen könnte.
Gegen 16:00 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zu den Hängenden Gärten. Eigentlich wollte ich mit dem Bus fahren, doch ich hatte widersprüchliche Informationen von meiner Moovit App und von Google Maps bzgl. der Haltestelle. Daher nahm ich mir lieber ein Uber.
Als ich dort ankam war ich ein wenig enttäuscht. Ich erwartete eine terrassenförmige Gartenanlage, doch es war ein ganz normaler Park. Der Grund warum er Hängender Garten genannt wird, ist dass er auf einem Wasserreservoir angelegt ist. Ich verstand die Erklärung nicht wirklich. Ich hätte ihn dann doch eher „schwebenden Garten“ genannt. Aber vielleicht wollte man auch einfach nur großspurig an die Hängenden Gärten von Babylon erinnern.
Egal, die Anlage selbst war jedenfalls sehr schön und ich genoss den Spaziergang und den Anblick der vielen blühenden Blumen und Sträucher.
Anschließend ging ich in den gegenüberliegenden Kamala Nehru Park, der auch ganz schön angelegt war, jedoch ohne blühende Blumen. Dafür hatte man einen guten Ausblick über den Marine Drive, wenn auch leider mit einem blöden Hochhaus, das im Weg stand.
Ich blieb bis kurz nach Sonnenuntergang um noch ein Foto vom beleuchteten Marine Drive zu machen.
Dann ging ich hinunter zum Meer und spazierte den Strand entlang bis mich der Hunger überkam. Heute war mir mal wieder nach Fast Food und ich ging in einen Burger-Laden in dem es laut Google Maps auch Shawarma hätte geben sollen. Das gab es leider nicht, doch sie hatten einen Chicken Wrap. Ich hoffte, das wäre so etwas ähnliches und bestellte es zusammen mit einem Chicken Burger mit Fritten. Dazu bekam ich ein extrem synthetisch schmeckendes Apfelgetränk.
Der Wrap und die Fritten waren wirklich gut, der Burger leider nicht.
Anschließend ging ich nochmal zum Strand zu dem Fotos Court wo ich damals bei meinem ersten Mumbai-Aufenthalt eine Portion Momos gegessen hatte. Heute schaute ich mir ein wenig das bunte Treiben an kaufte mir aber lediglich ein Eis.
Von hier aus spazierte ich fast den kompletten Marine Drive entlang und lief dann auch noch die restlichen 20 Minuten bis zu meinem Hotel. Ich kam um 21:40 Uhr an und merkte meinen Beinen an, dass ich heute ziemlich viel zu Fuß unterwegs gewesen war.
Und wieder stand eine Erkältung vor der Tür
| Datum | 13.03.2026 – Tag 152 |
| Ort | Mumbai |
Heute Nacht hatte ich die Klimaanlage wohl zu kalt gestellt und als ich gegen Mittag aufwachte, hatte ich kräftige Halsschmerzen. Ich verbrachte den gesamten Tag im Hotel und ging lediglich vor die Tür um etwas zu essen.
Erkältung Tag 2
| Datum | 14.03.2026 – Tag 153 |
| Ort | Mumbai |
Meine Halsschmerzen wurden besser, dafür wurde der Schnupfen schlimmer. Auch verlies ich das Hotel nur um Essen zu gehen.
Keine Wanderschuhe im Adidasladen
| Datum | 15.03.2026 – Tag 154 |
| Ort | Mumbai |
Meine Erkältung wurde nicht schlimmer und nicht besser. Wie schon die letzten Tage schlief ich lange und setzte mich dann an den Laptop. Zum Essen ging ich zum gleichen Laden wie tags zuvor.
Am Nachmittag fuhr ich mit der Metro in ein Einkaufszentrum in dem es einen Adidas Store gab. Ich hoffte dort neue Schuhe zu finden, da meine ja kurz vorm Auseinanderfallen waren und die von mir gewünschten Wanderschuhe hier in Indien noch etwas günstiger waren als in Deutschland. Leider gab es in dem Laden nur Lauf- und Fußballschuhe.
Da ich schon mal da war, nutzte ich die Gelegenheit und aß in dem Einkaufszentrum zu Abend. Mein letztes indisches Essen. Etwas teuer aber hervorragend gut.
Zurück an meinem Hotel kaufte ich mir noch ein paar gekochte Eies von einem Straßenhändler. Die würde ich am nächsten Morgen frühstücken.
Rückflug nach Deutschland
| Datum | 16.03.2026 – Tag 155 |
| Ort | Mumbai |
Zum Frühstück aß ich 3 gekochte Eier und dann ging ich mit meinem Koffer zur Metro. Ich war pünktlich am Flughafen und mein Rückflug startete ebenfalls pünktlich sowie ohne größere Komplikationen durch den Iran-Krieg. Er dauerte lediglich eine halbe Stunde länger, da die Flugroute um den Iran und Saudi Arabien herum führte. Doch das hatte ich schon tags zuvor auf einer Flug Tracking Webseite gesehen und mich darauf eingestellt.
Zuhause freute ich mich meine Eltern wieder zu sehen, die mich am Flughafen abholen kamen. Teil Eins des großen Abenteuers war damit zu Ende.
























































































