Du betrachtest gerade Ecuador – Quito und der Norden

An einem wolkigen Tag nach Quito

Datum07.02.2025
StartBaños
ZielQuito
gefahrene Kilometer209 km
Kilometerstand37310 km

Unspektakulärer Tag…

Da der Himmel komplett in Wolken hing, sparte ich mir den Abstecher zur Laguna Quilota und fuhr gleich nach Quito.

Das war auch gut, denn so könnte ich am Nachmittag noch in die Werkstatt. Leider hatten die mir nämlich auf meine Preisanfragen nicht geantwortet, und als ich dann heute erfuhr was die Teile kosten sollten, habe ich mich entschieden noch zu warten bis ich in Kolumbien bin. Dort ist alles viel günstiger.
Hier wollten sie 550€ für einen Satz Reifen, der in Deutschland nur 270-300€ kostet. Und die 1200 Kilometer bis Cali machen die Reifen locker noch.

Schade, dass man solche Infos immer persönlich erfragen muss. Die Kommunikation der Werkstätten in Peru und Ecuador lässt leider zu wünschen übrig. Das war in Santiago im letzten Jahr viel besser.

Stadtrundgang in Quito

Datum08.02.2025
StartQuito
ZielQuito
gefahrene Kilometer0 km
Kilometerstand37310 km

Heute Stand eine Stadtführung auf dem Programm. Wir besuchten den lokalen Markt, wo ich erfuhr, dass Ecuador Rosen anbaut und exportiert. Und laut Google sind das sogar die besten Rosen der Welt.

Dann gingen wir in ein sündhaft teures Hotel wo wir ein paar Informationen über ecuadorianische Schokolade bekamen, und auch ein paar Sorten probieren durften. Sehr lecker, aber mit 6$ für eine 50g Tafel auch nicht wirklich günstig.

In einem schönen Innenhof bekamen wir ein paar Infos zur aktuellen Politik. Schließlich sind am Sonntag Präsidentschaftswahlen.

Nun gingen wir noch in eine Kirche und zum zentralen Platz. Ich aß ein leckeres Ceviche zu Mittag in einem Restaurant, dass die Führerin uns empfohlen hatte. Wobei ich sagen muss, dass mir da zu viel Brühe drin ist. Ich favorisiere das peruanische Ceviche.

Dann bummelte ich noch ein wenig durch die Gassen und genoss das Kolonial-Flair.

Am Abend machte ich noch Fotos von meinem Ritzel und meinem Kettenblatt und teilte es mit den anderen Motorradfahrern in meiner WhatsApp Gruppe. Die einhellige Meinung ist, dass ich es problemlos bis Cartagena schaffe. Eine Sorge weniger…

Basilica del Vito National und botanischer Garten

Datum09.02.2025
StartQuito
ZielQuito
gefahrene Kilometer0 km
Kilometerstand37310 km

Für heute stand der Besuch der Basilica del Vito National auf dem Programm. Sie zu Besichtigen wurde mir gestern von der Stadtführerin empfohlen. Und sie hatte absolut recht. Es ist eine beeindruckende Kirche. Es gab sogar eine kleine Führung auf den Glockenturm, wo uns u.a. erklärt wurde, dass der Architekt ein Franzose war, der niemals nach Ecuador kam, sondern die Pläne in Frankreich machte nach denen die Kirche dann erbaut wurde.

Von hier ging ich wieder ins Zentrum zur Nationalbank, in der es ein Museum des Geldes gab. Doch es war leider geschlossen.


Durch Zufall fand ich ein kleines Fischrestaurant in einem schönen alten Innenhof in dem ich die ecuadorianische Spezialität Encebollada, eine Fischsuppe, aß.

Von hier fuhr ich mit der Metro 2 Stationen und besuchte einen kleinen Künstler-/Touristenmarkt der von Google empfohlen wurde. Naja, nichts all zu besonderes, doch ich kaufte mir ein T-Shirt als Andenken an Ecuador. Einen Aufkleber für meinen Motorradkoffer gab es leider nicht.

Von hier fuhr ich 2 weitere Stationen mit der Metro zum Parque Carolina. Das ist ein ziemlich großer Park mitten in Quito, in dem viele Familien unterwegs waren. In der Mitte gab es ein paar künstliche Seen auf denen man Tretboot fahren konnte.

In dem Park befand sich auch der botanische Garten. Leider war ich schon recht spät dran. Ich hatte nur noch 35 Minuten um durch den doch recht großen Garten zu hetzen. Doch ich schaffte es noch das Haus mit den fleischfressenden Pflanzen sowie die beiden Orchideenhäuser zu besuchen, bevor sie um 16:00 Uhr schlossen. Der Rest des Gartens inkl. der Bonsai-Ausstellung waren noch bis 17:00 Uhr geöffnet.

Als ich zurück ins Hotel kam wurde ich gleich von Hakim in Empfang genommen. Wir haben uns vor ziemlich genau einem Jahr in Santa Cruz, Bolivien zum letzten Mal gesehen und fielen uns gleich in die Arme.

Er hatte sich gerade etwas zu Essen ins Hotel bestellt und ich hatte noch eine Mango als Abendessen.

Anschließend trafen wir uns in der Garage und schraubten noch ein wenig an meinem Motorrad rum. Meine Kette musste mal wieder gespannt werden und das geht zu zweit viel einfacher.

Am Abend gingen wir in einem schicken Hotel am Plaza Grande noch was trinken. Da heute Wahl in Ecuador war, galt gestern und heute strenges Alkoholverbot. Deshalb blieb es bei einem Maracujasaft.

Wir besprachen unsere weitern Pläne, und da sie sich ziemlich ähnelten, beschlossen wir die nächsten Tage zusammen weiter zu fahren.

Ausflug nach Otavalo

Datum10.02.2025
StartQuito
ZielQuito
gefahrene Kilometer227 km
Kilometerstand37537 km

Leider hat Hakim schon wieder Probleme mit seinem Bike. Als wir gestern Abend meine Kette gespannt hatten, meinte er, er würde beim Bremsen ein klackern spüren. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es die Bremsen sind und tippte auf ein defektes Radlager. Wir stellten sein Motorrad auf den Hauptständer und er drückte es hinten herunter, so dass sich das Vorderrad frei drehen konnte. Ich drehte es und hörte seltsame Geräusche vom Lager. Zudem ließ es sich auch nur schwer drehen, da die Bremsbeläge ziemlich fest waren.

Daher fuhr er heute in eine Werkstatt, damit die sich das genauer ansehen konnten. Spoileralarm, es war tatsächlich das Radlager kaputt und daher hat das Vorderrad ein wenig geeiert weshalb es auch permanent Kontakt zu den Bremsbelägen hatte. Doch sie hatten das nötige Radlager vorrätig und konnten es wechseln.

Ich fuhr daher alleine nach Otavalo, einer Stadt nördlich von Quito, die für ihren Poncho- und Stoffmarkt berühmt ist.

Als ich es erst einmal aus dem Großraum Quito heraus geschafft hatte, war die Strecke auch sehr schön und ich hatte fantastisches Wetter.

In Otavalo bummelte ich über den Poncho Markt und schaute bei den Schmuckständen vorbei. Silvia hatte sich hier vor ein paar Wochen ein Armband gekauft, was sie allerdings in der Zwischenzeit verloren hatte. Sie bat mich mal zu schauen, ob ich es nochmal finde und ihr mitbringen könnte. Dazu schickte sie mir ein Bild von ihren Ohrringen und meinte, das Armband würde so ähnlich aussehen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass ich anhand dieser Beschreibung ein Armband finden würde, doch ich zeigte das Bild von den Ohrringen der Dame am Schmuckstand und sie gab mir sofort ein passendes Armband dazu. Schnell ein Foto gemacht und Silvia geschickt um zu verifizieren, dass es das richtige war, und tatsächlich. Genau das hatte sie gesucht.

Dann fragte ich die Dame noch nach einer Näherei, da ich meine Motorradhose an den Beinen weiter machen wollte. Den passenden wasserdichten Stoff hatte ich gestern in Quito gekauft. Doch im Zentrum gab es nichts. Sie schickte mich jedoch zur Markthalle, dort sollte ich eine Näherin finden.

Und tatsächlich, im Markt fand ich eine, doch die hatte schon zu viel Arbeit und konnte mir daher leider nicht sofort helfen.

Nach etwas weiterem Suchen fand ich eine andere Näherin, die Zeit für mich hatte. Als ich ihr erklärte was ich wollte, fragte sie, ob sie nicht einfach einen Reißverschluss einnähen sollte. Das war natürlich noch viel besser. Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Leider war die Dame schon etwas älter und arbeitete in Zeitlupe. Es dauerte etwa eine Stunde bis die beiden Reißverschlüsse eingenäht waren. Dafür war es günstig. Sie wollte lediglich 4$. Ich gab ihr 5$ und den Stoff, den ich mitgebracht hatte, konnte sie auch behalten.

Anschließend ging ich in den 2. Stock zu den Essensständen und aß einen leckeren kross geratenen Fisch.

Nun machte ich mich auf den Rückweg und wurde ein paar Minuten nachdem ich Otavalo verlassen hatte von einem heftigen Regenschauer überrascht. Zumindest konnte ich jetzt meine Regenhose anziehen, ohne meine Stiefel ausziehen zu müssen.

Nach rund einer Stunde hörte es auf und ich machte noch einen Abstecher zum Denkmal „Mitad del Mundo“, die Mitte der Welt, das genau auf dem Äquator liegt (also theoretisch, mach genauen GPS Messmethoden liegt es witwas zu südlich). Leider kam ich 10 Minuten zu spät an und wurde nicht mehr in den abgesperrten Bereich gelassen, so dass ich lediglich aus der Ferne ein paar Bilder machen konnte.

Als ich wieder los fuhr begann es auch schon wieder zu Regnen und hörte erst kurz vor Quito auf.

Am Abend ging ich zusammen mit Hakim zum Community Hostel, das eine sehr schöne überdachte Dachterrasse hat. Dort aßen wir zu Abend und genossen den Ausblick auf die Stadt.

Ach ja, das Ergebnis der Wahl gestern war ziemlich knapp. Der amtierende Präsident Daniel Noboa muss im April in eine Stichwahl mit der linken Herausforderin Luisa González.

Viel Regen und trotzdem ein super Tag

Datum11.02.2025
StartQuito
ZielLumbaqui
gefahrene Kilometer280km
Kilometerstand37817 km

Da wir heute viel vor hatten, klingelte der Wecker schon u 7:30 Uhr. Ich ging rauf auf die Dachterrasse wo Hakim schon beim Frühstück saß.

Gegen 8:30 Uhr fuhren wir los zum Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“ wo ich ja gestern schon war.

5 Minuten nachdem wir losgefahren waren mussten wir uns schon die Regensachen anziehen, da wir einen heftigen Schauer abbekamen.

Doch als wir nach 45 Minuten am Denkmal ankamen, war es zum Glück wieder trocken. Wir schauten es uns an, machten ein paar Fotos und gingen im Inneren die Treppen nach oben. In jedem Stockwerk gab es eine andere kleine Ausstellung jeweils zu einem der indigenen Völker Ecuadors. Da wir es aber etwas eilig hatten, schauten wir uns die nicht an.

Oben angekommen hatte man einen schönen Blick auf die Äquator-Linie, die allerdings nicht ganz korrekt ist. Mit aktuellen GPS Mitteln kann man feststellen, dass das Denkmal gar nicht exakt auf dem Äquator steht.

Wir fuhren dann noch ein wenig weiter nach Norden wo wir auf dem tatsächlichen Äquator neben einem Bagger parkten und ein Foto machten.

Leider fing es schon wieder an zu regnen…

Von hier ging es dann wieder ein paar Kilometer zurück in Richtung Quito, bis wir dann abbogen und nach Osten auf die Bergkette zu fuhren.

Wir stiegen kontinuierlich und überquerten schließlich einen 4.063 Meter hohen Pass. Für das Foto hatte es kurzfristig aufgehört zu regnen, doch kurz darauf fing es wieder an.

Ein paar Kilometer später kehrten wir in einem schönen Restaurant an einer kleinen Lagune zum Mittagessen ein.

Auf halbem Weg nach Baeza im Tal hörte es endlich auf zu Regnen. Unten angekommen zogen wir uns dann auch die Regensachen aus, da es mittlerweile 25 Grad warm war.

Die restliche Strecke bis nach Lumbaqui war ein absoluter Traum. Wir genossen jeden Meter. Fast. An einigen Stellen war der Asphalt durch eine schlaglochreiche Piste unterbrochen.

In Lumbaqui steuerten wir eine recht rustikale Unterkunft an, die Hakim ausgesucht hatte. Alles sehr Grün, doch leider auch mit vielen Stechmücken. Und es gab nur kaltes Wasser in der Dusche. Doch die Betten waren sehr bequem. Nach den unbequemen im Hotel in Quito war mir das sehr recht.

Am Abend gingen wir noch eine Runde in den Ort und teilten uns an einer kleinen Bäckerei ein Stück Kuchen.

Für’s Abendessen kauften wir uns Brötchen, Avocado, Käse und Obst und aßen es in der Unterkunft. Die Anlage ist eigentlich ganz schön gemacht. Allerding sehr einfach und es scheint als wären wir die einzigen Gäste.

Morgen geht’s dann weiter entlang der Grenze über die Ruta 10 zur Finca Sommerwind, die von Hans, einem Deutschen bewirtschaftet wird. Das ist der Treffpunkt für alle Motorradfahrer auf dem Weg nach oder von Kolumbien.

Ein harter Tag bis zur Finca Sommerwind

Datum12.02.2025
StartLumbaqui
ZielIbarra
gefahrene Kilometer285 km
Kilometerstand38101 km

Google sagte uns für heute eine Fahrtdauer von knapp 6 Stunden voraus. Daher standen wir früh auf und verließen um 8:30 Uhr unsere Unterkunft.

Zum Frühstücken stoppten wir an einem Cafe im Ort, in dem wir gestern Abend schon den Kuchen aßen.

Jetzt nochmal 3 Kilometer in die falsche Richtung zur Tankstelle und dann ging es los. Die Strecke war der Hammer und das Wetter spielte auch mit. Leider war Hakim etwas ungeduldig und überholte mich als ich auf einer Brücke für ein Foto anhielt. Da sein Navi die Strecke aber nicht kannte, fuhr er an der Abfahrt hinter der Brücke vorbei.

Das sah ich aber nicht und als ich zur Abfahrt kam, war er nicht da. Ich hatte schon den Verdacht, dass er geradeaus gefahren wäre und schrieb ihm sofort auf WhatsApp eine Nachricht und rief ihn auch an. Doch er hörte weder das Klingeln noch sah er die Nachricht.

Ich fuhr langsam den richtigen Weg weiter und hoffte, dass er so schnell wie möglich meine Nachricht lesen würde. Doch es dauerte eine ganze Weile bis er mich eingeholt hatte.

Von hier an ging es stetig bergauf. Heute mal „nur“ bis auf 3200 Meter. Die Aussicht war gigantisch, doch wir waren ein wenig unter Zeitdruck. Durch das Missgeschick von Hakim zeigte Google schon eine Ankunftszeit von 17:00 Uhr an und da hatten wir noch keine Pause gemacht.

Die hielten wir dann auch recht kurz. Hakim machte eine Tüte Chips auf und ich aß noch einen Müsliriegel.

Und dann wurden wir plötzlich überrascht, dass die tolle Teerstraße einer Schotterpiste wich. Ich checkte das mit meiner anderen Navi App und die sagte, es würde noch 60 Kilometer so weiter gehen.

Für Hakim war das recht anstrengend, da seine BMW schon 140.000 Kilometer drauf hat und die Federung ziemlich im Arsch ist. Er wollte das erst nicht glauben, doch dann tauschten wir mal die Motorräder und es war ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Kurz vor 18:00 Uhr kamen wir an der Finca Sommerwind an. Hans war zwar nicht selbst da, er war mit seinem Hund bei Tierarzt, aber eine Nette Dame (vielleicht seine Frau) nahm uns in Empfang und zeigte uns unserTiny House.

Sehr schön und sehr bequeme Betten.

Da die Küche um 19:00 Uhr zu machte, setzten wir uns direkt in unseren Motorradklamotten in den Biergarten und bestellten gutes deutsches Essen. Also ich, Hakim nahm eine Lasagne. Ist halt ein Schweizer…

Später kam Hans dann noch zu uns an den Tisch und wir quatschen ein wenig. Er gab mir noch einen Kontakt zum Verschiffen in Cartagena und meinte zu Hakim, dass er den gleichen Parkservice, wie der Parkplatz in Ipiales anbietet. Für 1$ pro Tag. Das ist zwar geringfügig teuerer als in Ipiales, doch das Motorrad steht hier auf der Finca deutlich sicherer als auf dem riesigen offenen Parkplatz in Ipiales. Hakim hat sofort umgeplant und wird in 4 Wochen sein Motorrad wieder hier abstellen.

Morgen haben wir dann eine kurze Etappe, 2 Stunden zur Grenze und ein paar Minuten später sind wir dann in Ipiales in Kolumbien. Dort will ich mal den ersten Versuch machen, nach neuen Reifen zu suchen.

Falls ich dort keine bekomme, habe ich noch einen 2. Chance einen Tag später in Pasto. Am Tag darauf wollen wir das Trampolin del Diablo fahren. Eine weitere anstrengende Offroad-Strecke. Wäre schön wenn ich bis dahin neue Reifen hätte.

Zur Grenze nach Ipiales

Datum13.02.2025
StartIbarra
ZielIpiales
gefahrene Kilometer137 km
Kilometerstand38238 km

Es ging mir schon am Abend irgendwie nicht so gut. Die vielen schlafarmen Nächte der letzten Tage haben an meiner Energie gezehrt und auch diese Nacht habe ich trotz gutem Bett nicht viel geschlafen.

Nach einem guten Frühstück mit selbstgemachtem Brot fuhren wir los in Richtung Grenze. Es sollte eigentlich ein kurze Etappe werden und die ersten 1½ Stunden waren echt schön.

Dann begann mal wieder der Regen. Und er war so heftig, dass ich durch und durch nass war, als wir an der Grenze zu Kolumbien ankamen.

Das Ausstempeln bei der Migration und Abgeben des TIPs beim Zoll auf der ecuadorianischen Seite ging ziemlich schnell.

Ebenso die Einreise auf der kolumbianischen Seite. Doch ein TIP für die Motorräder zu bekommen stellte sich als schwierig heraus.

Das Problem war, dass man ein 2-seitiges Formular online ausfüllen und am Ende noch Fotos von Dokumenten hochladen musste.

Als ich die beiden Setien ausgefüllt hatte (mit mehrmaligem Nachfragen, was was bedeutet) musste ich auf Google Maps etwas nachschauen und als ich zur Webseite zurück wechselte, waren alle Eingaben weg. Ärgerlich. Also auf ein Neues. Beim 2. Versuch passte es dann, bis ich versuchte die Bilder hochzuladen. Doch die Webseite akzeptierte keine jpeg Bilder. Ich fragte nach und der nette Zöllner meinte, ich müsse sie als PDF hochladen. Er nannte mir auch direkt eine App mit die ich die Bilder konvertieren könnte.

Also Bilder in PDF konvertieren, nochmal alles ausfüllen und dann die Bilder hochladen. Nach ca. 20-30 Minuten hatte ich es geschafft.

Hakim leider nicht. Er hatte mit seiner ecuadorianischen SIM Karte in Kolumbien keinen Empfang.

Ich gab ihm meine Internetverbindung per WLAN frei und er versuchte es. Auch er musste die Formulare mehrmals ausfüllen, da es immer irgendein Problem gab und man wieder von vorne anfangen musste. Als er dann so weit war die Bilder hochzuladen, blieben die irgendwie stecken.

Also versuchten wir es direkt über mein Handy (statt über die freigegebenen Internetverbindung). Doch auch das wollte nicht funktionieren. Ich war mittlerweile komplett durchgefroren.

Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und fragte den Zöllner wo wir eine kolumbianische SIM Karte kaufen könnten. Er führte uns persönlich in einen kleinen Laden gegenüber und meinte, der junge Mann könnte die online Anmeldung auch für uns an seinem Computer machen. Der Idiot, das hätte er uns auch schon 2 Stunden früher sagen können.

Hakim und ich kauften uns beide eine SIM Karte und Hakim ließ für 2 Dollar seinen Papierkram von dem netten Mann erledigen.

Als das alles gemacht war, brauchte der Zoll immer noch relativ lange, doch irgendwann bekamen wir eine E-Mail mit dem TIP. Leider keinen Ausdruck. Ich hoffe das genügt wirklich bei einer eventuellen Polizeikontrolle.

Nach knapp 4 Stunden hatten wir es geschafft und ich war so platt, dass ich es kaum noch auf’s Motorrad geschafft habe.

In Ipiales fuhren wir zum nächsten Geldautomaten. Ich holte mir 2.000.000 Pesos (ca. 470€). Doch Hakim wollte der Automat nichts geben. Zuerst hatte er es mit seiner EC Karte versucht, später mit der Kreditkarte. Keine Ahnung, warum es bei mir ging, bei ihm aber nicht.

Ich verlor die Geduld und gab Hakim etwas Geld von mir und meinte, er könne morgen bei einer anderen Bank vorbei schauen.

Von hier fuhren wir direkt zu dem Hotel, dass ich auf Booking.com rausgesucht hatte. Es hatte einen Parkplatz (leider nicht überdacht) und sehr bequeme Betten. Und da wir für 2 einzelne Zimmer nur 2 € mehr bezahlen mussten als für ein Zweibettzimmer (12€ statt 20€) nahmen wir getrennte Zimmer. Ich hoffte, dass ich hier mal richtig ausschlafen konnte. Ich aß noch ein wenig Obst und ging direkt um 18:00 Uhr ins Bett. Mir ging es gar nicht gut.