Du betrachtest gerade Busrundreise – Teil 1/3

Stadtbesichtungung Delhi

Datum22.01.2026 – Tag 102
RundreiseTag 1
ZielDelhi

Um kurz vor 8:00 Uhr klopfte meine Mutter an meinem Zimmer. Die Reisegruppe war endlich angekommen.

Ich freute mich, meine Eltern nach 3 Monaten endlich wieder zu sehen.

Wir gingen gemeinsam Frühstücken und um 9:00 Uhr begann das Programm des ersten Tages.

Wir stiegen in einen sehr schönen großen Bus, in dem jeder eine eigene Sitzbank für sich alleine hatte. Wir hatten einen sehr netten Reiseführer, der ein sympathisches gebrochenes Deutsch sprach und uns immer mit „meine Reisefreunde“ ansprach. Für meinen Geschmack war er etwas zu politisch als Modi Fanboy und ein wenig diskriminierend gegenüber den Muslimen. 

Als erstes fuhren wir zur Freitagsmoschee „Jama Masjid“, der größten Moschee in Indien, wobei sie mir gar nicht so groß vorkam. Die Moschee in Hyderabad war ähnlich groß, aber bei weitem nicht so schön. Diese hier gefiel mir ausgesprochen gut und war kaum besucht.

 

Anschließend gingen wir zu Fuß noch ein wenig durch die Gassen von Alt Delhi zurück zu unserem Bus. Dabei konnten wir das Leben der Inder inkl. der kreativ verlegten Stromleitungen, wie man sie auch aus anderen Ländern Asiens kennt, bestaunen. 

Als nächstes besuchten wir das Raj Ghat,  die Grabstätte (auch wenn es hier kein eigentliches Grab gibt) von Mahatma Gandhi. Hier wurde er verbrannt, bevor seine Asche nach guter Hindutradition im Ganges verstreut wurde. Nachdem ich schon in Rajkot war, wo er aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, schloss sich hier der Kreis für mich.

Direkt daneben liegt das Gandhi Museum, das allerdings nicht auf unserem Programm stand.

Von hier fuhren wir weiter zum India Gate. Einer Art Triumphbogen in einem Kreisel. Wegen des Feiertags am 26. Januar, Tag der Republik, war das Tor aber abgesperrt und wir konnten es nur im Vorbeifahren aus dem Bus sehen. Auf der anderen Seite waren große Tribünen entlang einer 3 km langen Straße vom Präsidentenpalast zum India Gate aufgebaut . 

Auf einer Mauer sahen wir auch noch ein paar Affen und Tonu erklärte uns, dass es 2 Arten von Affen gibt. Makaken und Languren.

Als nächstes wollten wir zum Präsidentenpalast, doch der Bereich um den Palast war wegen der anstehenden Feierlichkeiten abgesperrt.

Zum Mittagessen fuhren wir in ein Touristenrestaurant wo wir zu entsprechenden Preisen ein hervorragendes und verhältnismäßig mildes Essen bekamen.

Ich bestellte für uns Drei, Butter Chicken, Paneer Kadai und Dal Makhani, dazu Reis und Garlic Butter Naan. Alles war ausgesprochen lecker. Leider habe ich vergessen ein Foto davon zu machen.

Von hier fuhren wir zurück zum Hotel wo wir den Nachmittag zur freien Verfügung hatten.

Der Busfahrer ließ meine Eltern und mich ein paar Minuten vor unserem Hotel aussteigen. Wir wollten noch Geld abheben und eine neue Handyhülle für meinen Vater kaufen.

Doch als erstes gingen wir in eine Café auf die Toilette und tranken einen sehr guten Bohnenkaffee. Im Hotel gab es am Morgen nur Instant-Kaffee und da meine Eltern im Flugzeug nicht geschlafen hatten, kam ein wenig Koffein ganz recht.

Ein paar Meter weiter war eine HDFC Bank, an der wir gebührenfrei Geld abheben konnten und noch ein paar Meter weiter fanden wir einen kleinen Elektronikladen, der nach ein paar Minuten des Stöberns eine passende Handyhülle gefunden hatte. Alles in Allem eine erfolgreiche Shoppingtour.

Von hier hatten wir noch 10 Minuten zurück zum Hotel. Dort bekam ich von meinem Eltern die Sachen, die sie mir aus Deutschland mitgebracht hatten. Wir organisierten unsere Koffer und Taschen ein wenig um und packten so viel wie möglich. Morgen früh sollten wir schon um 6:30 Uhr zum Frühstück antreten. Welch unchristliche Zeit.

Bis zum Abendessen setzte ich mich noch an den Computer und bearbeitete die Bilder der letzten Tage. Da ich nicht so viel fotografiert hatte, ging das zum Glück relativ schnell.

Zum Abendessen gab es ein Buffet im Hotel, von dem ich leider kein Foto gemacht hatte.

Havelis in Mandawa

Datum23.01.2026 – Tag 103
RundreiseTag 2
ZielMandawa

Der Tag begann viel zu früh. Mein Wecker klingelte um 6:10 Uhr. Ich habe schnell gepackt, da wir schon um 6:30 Uhr die Koffer vor die Zimmertür stellen sollten. 

Nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann um 7:30 Uhr bei leichtem Regen los. 

Ich konnte es gar nicht glauben. Seit Tag 16 in Sassan Gir hatte ich keinen Regen mehr gesehen.

Um 10:00 Uhr machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Rewari um einen Gemüsemarkt zu besuchen. Ich blieb jedoch im Bus, da es mir zu stark geregnet hat. Ich hatte meinen Regenschirm im Motorrad in Bangalore gelassen. Wer rechnet denn damit, dass es während der Trockenzeit so tief im Inland regnen könnte. Naja. Ab Nachmittag sollte es laut Wetterbericht besser werden.

Um 11:00 Uhr hielten wir an dem Khalda Wale Balaji Raghunathpura Tempel, einer riesigen Staute des Affengottes Hanuman. Der Tempel stand zwar nicht im offiziellen Programm, doch da er auf dem Weg lag, und wir gut in der Zeit waren, meinte unser Reiseleiter Tonu wir könnten uns diesen zusätzlichen kurzen Stopp leisten. Dazu mussten wir allerdings die Schuhe ausziehen und anschließend barfuß 126 Treppenstufen auf den Gipfel eines Hügels klettern. Dort erklärte uns Tonu,  dass der Affengott Hanuman, der Gott der Problemlösung sei. Er erzählte uns auch noch eine passende Göttergeschichte, doch die hatte ich bis zum Abend als ich diese Zeilen schrieb, schon wieder vergessen.

Gegen 12:00 Uhr hielten wir an einem riesigen Open Air Restaurant, an dem viele Reisebusse mit Touristen anhielten. Das Buffet war nicht schlecht aber mit 8€ pro Person, doch recht teuer. An die Touristenpreise muss ich mich erst noch gewöhnen.  Ein Mittagessen für 60 Cent werde ich so schnell nicht mehr bekommen.

Gegen 15:30 Uhr erreichten wir unseren Zielort Mandawa, der berühmt ist für seine vielen Havelis. Das sind reich verzierte Häuser von wohlhabenden Händlerfamilien. wir sahen einige Havels von außen und besichtigten eines davon auch von innen.

Um 16:50 Uhr erreichten wir dann unser Hotel, checkten schnell ein und trafen und um 17:10 Uhr schon wieder vor dem Hotel von wo aus wir eine Kamelwagenfahrt über die kleinen Feldwege hinter dem Dorf machten.

Auch wenn die Sitzfläche nicht sonderlich bequem war, genoss ich die Fahrt durch die Stille auf den völlig autofreien Feldwegen sehr. Wir trafen auf ein paar Kühe und Ziegen, winkten ein paar übers ganze Gesicht strahlenden Kindern zu und genossen die Landschaft und die Abendstimmung mit den vielen Khejri-Bäumen.

Zurück im Hotel konnten wir noch ein Foto vom Sonnenuntergang machen und bekamen noch einen Gewürztee serviert.

Die Zeit verging wie im Flug. Nochmal schnell auf’s Zimmer zum Duschen un dann gab es auch schon Abendessen an dessen Ende ein Musikant ein Stück auf einem Saiteninstrument spielte und ein kleines Mädchen dazu tanzte.

Da wir direkt an einer Tür saßen, die ständig geöffnet wurde, wurde es schnell kalt, so dass sich die ganze Gruppe schon früh auf ihre Zimmer zurück zog.

Bikaner – im Zeichen der Wüste

Datum24.01.2026 – Tag 104
RundreiseTag 3
ZielBikaner

Der nächste Tag, an dem der Wecker um 6:10 Uhr klingelte. Same procedure as every day. 🙈

Zum Frühstück gab es leckeres Idli Sambar und Puri Sabji.

Kurz nach der Abfahrt um 7:30 Uhr wiederholte Tonu nochmal die wichtigsten Informationen zu dem gestrigen Ort Mandawa. Was ich schon wieder vergessen hatte war, dass das Wort Haveli für die Händlerhäuser vom Hindi Wort für Wind kommt, da die Häuser mit vielen kleinen Fenstern zur Belüftung gebaut wurden. Haveli ist dann eine Art Pluralform und heißt wörtlich übersetzt „Winde“.

Leider hatte der Bus keine Heizung und bei 9 Grad Außentemperatur, war es auch im Bus ziemlich kalt. Jetzt hätte ich gerne eine Decke gehabt und ich war nicht damit nicht alleine.

Als nächstes erklärte Tonu uns noch etwas über unseren heutigen Zielort Bikaner. Der liegt nicht mehr in der Halbwüste, sondern schon in der richtigen Wüste. Doch durch die Erschließung neuer Grundwasservorkommen kann dort heutzutage auch Landwirtschaft betrieben werden. Bikaner ist kulinarisch u. a. für frittierte Nudeln, bekannt, doch ich konnte mir deren Namen nicht merken.

Anschließend erklärte er uns auch noch die indische Teetradition. Neben Darjeeling und Assam, den beiden Anbaugebieten im Nordosten, gibt es auch noch ein Teeanbaugiet in Kerala bei Munnar. Das ist mein nächstes Ziel, wenn ich nach der Rundreise wieder mit dem Motorrad unterwegs bin.

Im Gegensatz zu gestern, hatten wir heute von morgens an Sonnenschein, aber es war arschkalt. Der Bus hat keine Heizung und draußen waren es bei Abfahrt nur 9 Grad. Nachts fiel die Temperatur sogar auf 4 Grad und ich war froh, dass es im Hotel einen kleinen Heizkörper gab, den ich noch zusätzlich zu meinem Heizlüfter eingeschaltet hatte.

Nach einer kurzen Toilettenpause an einem Rastplatz mit extrem überteuerten Touristenladen ging es weiter.

Tonu erklärte uns die Rolle der Landwirtschaft in Indien

Weizen, Mais, Hirse, Gerste und Linsen werden in Nordindien angebaut. Einige Felder werden nur in der Monsunzeit bestellt. In Gegenden mit ausreichend Grundwasser kann auch 2 mal bis maximal 3 mal pro Jahr geerntet werden. Auch der Großteil der Gewürze kommt aus Nordindien, insbesondere aus Rajasthan.

In Südindien wird hauptsächlich Reis angebaut. Außerdem Gewürze, Obst und Tee, der allerdings die schlechteste Qualität des indischen Tees hat. 

Der gute Tee kommt aus Nordostindien – Darjeeling und Assam.

In Kashmir gibt es den angeblich besten Safran, der nicht in Gewächshäusern angebaut wird.

Erdnüsse gibt es ausschließlich in Rajasthan. In Punjab, nördlich von Rajasthan, gibt es auch Raps und Zuckerrohr.

Ein großes Problem ist Diabetes. Toni erklärte uns, dass es eine Süßspeise gibt, bei der auf 200 Gramm Mehl 1 kg Zucker kommt. Eine durchschnittliche indische Familie Verzehrt 5kg Zucker pro Monat !!! Nein kein Schreibfehler, wobei es natürlich sein kann, dass Tonu hier etwas übertrieben hat.

Bis zur Unabhängigkeit von den Engländern gehörten alle Länderein den königlichen Familien.

Mit der Verfassung 1950 wurden die Felder an Bauern für 99 Jahre verpachtet. Falls der Staat allerdings Land braucht für Straßenbau oder ähnliches, dann kauft der Staat das Land zu einem offiziellen Preis zurück, der aber nur etwa 5% des Marktpreises entspricht.

Gemüse gibt es hauptsächlich im Norden, da im Süden Gemüse lediglich im Bundesstaat Karnataka angebaut wird. Im Norden wird hingegen in jedem Bundesstaat Gemüse angebaut.

Dann erklärte er uns ganz stolz, dass in einem der 4 Veden (Texte zu Lebenswissenschaften) in den Aryuvedischen Texten schon vor 5000 Jahren aufgeschrieben wurde, wie man sich am besten ernähren und welche Gemüse zu welcher Jahreszeit am gesündesten seien. Man merkt wie stolz Tonu auf sein Land und seine Kultur ist. Und nicht zuletzt auf Premierminister Modi.

Dann gab es ein paar Infos zu Bikaner.

Es ist die drittgrößte Stadt Rajasthans. Gegründet von der gleichen Familie wie Jodhpur. Rao Bikaji hat Bikaner gegründet und Rao Jodha Jodhpur. Laut Tonu waren es Brüder, laut Wikipedia warRao Bikaji der Sohn von Rao Jodha.

Bikaner hat 850.000 Einwohner. Mehr als 30.000 Soldaten sind in den 3 Städten Bikaner, Jaisalmer und Jodhpur stationiert.

Bikaner nennt man auch rote Stadt, da viele Gebäude aus rotem Sandstein gebaut wurden. Im Januar gibt es ein berühmtes Kamelfest mit besonderen Tänzen und die Kamele werden frisiert und geschmückt.

Die Bikaner Festung, Junagarh Fort, wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Früher hieß diese Region „Land des Todes“, da es hier kein Wasser gab.

Die Festung ist eine Mischung aus indo-islamischem und hinduistischenm Baustil.

Die Handabdrücke am Eingangstor stammten von Frauen, deren Männer Soldaten und im Krieg gestorben waren. Sie wurden lebendig mit ihren verstorbenen Männern verbrannt. Vor der Verbrennung wurden die Handabdrücke der Frauen genommen und sie wurden von dem Rest der Bevölkerung verehrt. Dieses Sati genannte Ritual wurde 1829 von den britischen Kolonialherren verboten, doch es wird vereinzelt noch bis heute praktiziert. Indische Frauenrechtler kämpfen dagegen.

Die Spitzen an den Toren dienten der Verteidigung gegen Elefanten, da sie zwar stark genug waren, die Holztore einzudrücken, doch da ihre Stirn recht empfindlich ist, waren die Spitzen ein guter Schutz.

Tonu machte uns immer wieder darauf aufmerksam, dass sich hinter den Gitterfenstern Frauenbereiche befanden die den islamischen Frauen ermöglichten zu sehen was draußen vor sich ging, ohne selbst gesehen zu werden werden wenn sie aus dem Fenster schauten.

Sowohl der Marmor als auch der Sandstein kamen aus Rajasthan.

In einigen der Räume befand sich ein Museum, das wir besichtigten, jedoch recht schnell durchliefen.

Direkt vor dem Fort haben uns 7 Tuk Tuks erwartet, mit denen wir ins Zentrum von Bikaner gefahren sind. Dort haben wir uns nochmal 3 architektonisch besonders schöne Havelis angeschaut und sind anschließend noch auf einen kleinen Platz gefahren auf dem es ein paar Obst- und Gemüse-Stände gab. Und viele Kühe auf den Straßen.

Zurück im Bus führen wir dann zum Karni Mata Tempel.

Tonu hatte uns zum Mittagessen für jeden eine Samosa und eine Banane organisiert, da wir heute keine Zeit für ein Mittagessen hatten. Er erklärte uns, dass die Samosas von einer berühmten Kette namens Bhikaram Chandmal waren, die in ganz Indien für seine guten Samosas bekannt ist 

Zuvor hatte ich in der Stadt auch schon ein frittiertes Etwas mit Linsenfüllung gegessen. Der Junge, der sie verkauft hatte, hat mir auch den Namen gesagt, doch ich hatte ihn nicht verstanden. Im Bus zog ich ChatGPT zu Rate und fand heraus, das es Kachori heißt.

Kurz vor 15:00 Uhr kamen wir am Karni Mata Tempel an, in dem rund 2000 Ratten leben und verehrt werden. Der Legende nach sind das alles wiedergeborene Menschen aus Bikaner. Im Gegensatz zu meinem ersten Besuch waren viel weniger Menschen dort und wir konnten einen kurzen Blick samt Foto auf das Heiligtum im Inneren werfen. Ich habe allerdings nicht erkannt um was es sich handeln soll. Die Hauptattraktion waren ja sowieso die Ratten (mehr Infos bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Karni-Mata-Tempel). 

Die nächste Station war eine Kamelfarm bzw. ein Research Center für Kamele.

Es wurde 1984 gegründet um zu erforschen warum Kamele in dieser Zeit so schnell gestorben sind. Zweites Forschungsthema ist die Kamelmilch.

Dort leben aktuell 256 Kamele. Es gibt hier 4 Arten von Kamelen, die alle Dromedare sind. Trampeltiere (2 Höcker) gibt es nur im Himalaya.

  1. Bikaner Kamele sind schwarz und stark behaart. Sie werden für den Transport genutzt.
  2. Jaisalmer Kamele sind dünn und werden für Rennen genutzt.
  3. Kachchhi Kamele haben lockige dünne Haare.
  4. Mewari Kamele werden hauptsächlich wegen ihrer Milch genutzt. 

Hier sahen wir auch ein frisch geborenes Kamel. Wir waren wohl ein paar Minuten zu spät, sonst hätten wir die Geburt live miterleben können. Wer wollte, konnte auch frisch gemolkenen Kamelmilch probieren. Ich wollte nicht. Ich glaube nur einer aus unserer Gruppe hat es versucht.

Von der Kamelfarm ging es zum Hotel, wo wir alle sehr schöne einzelne Bungalows bekamen. Mit sehr bequemem Bett. 😍

Wir hatten 15 Minuten Zeit um uns so viele Klamotten wie möglich anzuziehen, denn um 17:10 Uhr war schon die Abfahrt ind Wüstencsmp wo wir im freien Essen sollten und eine Tanzshow auf dem Programm stand.

Um 18:00 Uhr erreichten wir pünktlich zum Sonnenuntergang das Wüstencsmp. Es war eine sehr schöne Stimmung. Eine andere deutsche Reisegruppe war schon dort. Wir saßen im Halbkreis um die Bühne und die Musiker waren schon am spielen als wir kamen. Nach dem ersten Lied kamen noch 2 Tänzerinnen dazu die allerdings nicht zusammen tanzten sondern sich abwechselten. 

Nach und nach wurden uns ein paar Vorspeisen serviert. Zuerst ein paar Fritten, dann 2 Stücke mariniertes Hühnchen und zuletzt eine recht geschmacklose und wässrige Suppe mit etwas Naan. Von der Suppe probierte ich 2 Löffel und ließ den Rest stehen. 

Leider war es extrem kalt. Obwohl wir alle so viele Klamotten angezogen hatten wie wir dabei hatten, war es trotzdem kalt. Durch den Regen in den letzten 2 Tagen ist es hier ziemlich abgekühlt. Laut Wetterbericht hatten wir Temperaturen von 7-8 Grad. Um bewegungslos draußen zu sitzen war das schon ziemlich kalt.

Als Hauptgericht gab es wieder ein Buffet. Reis, Kartoffeln und Dal kannten wir schon. Neu waren diesmal ein Mischgemüse mit Kohl, Wasserkürbis und eine Ziegenhackfleischsoße. Der erste Bissen von allem war sehr lecker doch schon beim zweiten war das Essen kalt. Sehr schade, denn das Ambiente war echt toll. 10 Grad wärmer und es wäre perfekt gewesen.

Da wir alle am Frieren waren, brachen wir ziemlich schnell nach dem Essen wieder auf. 2 Stunden in der Kälte waren genug. Zurück im Bus war es dann wieder angenehm warm.

Kamelreiten in der Wüste

Datum25.01.2026 – Tag 105
RundreiseTag 4
ZielSodakore

Heute konnten wir etwas länger schlafen. Mein Wecker klingelte um 7:15 Uhr, da die Abfahrt erst um 8:00 Uhr war.

Das Frühstück war gut, wie immer eine Mischung aus westlichem Toast mit Marmelade und indischem Essen. Ich nahm immer das indische plus ein Omelette. 😉

Der erste Vortrag unseres Reiseführers im Bus ging über das Thema Stromerzeugung.

Indien hat viele Atomkraftwerke in der Nähe von Großstädten. In Rajasthan wurde das erste Atomkraftwerk gebaut.

Als nächstes spielt die Wasserkraft eine große Rolle, da Indien viele Flüsse mit vielen Stauseen hat.

Da es in 3 Bundesländern auch Steinkohlevorkommen gibt, stehen dort entsprechend viele Kohlekraftwerke. 

Solarkraftwerke  gibt es lediglich in den sonnreichen Bundesländern im Norden, allen voran Rajasthan.

Windräder gibt es ebenfalls viele in Rajasthan wie auch in Gujarat und Madhya Pradesh.

Als Tonu am Straßenrand eine Ziegelfabrik gesehen hat, haben wir kurzerhand angehalten und sie uns angeschaut. Wobei Fabrik natürlich deutlich übertrieben war. Hier wird jeder einzelne Ziegelstein von Hand geformt. 

Einige Leute haben den Lehm von einem großen Haufen vorportulioniert und andere haben ihn geformt.

Auf dem weiteren Weg hat Tonu uns das indische Kastensystem erklärt.

Kasten sind seit 1950 offiziell verboten, werden auf dem Land aber noch gelebt. Die Zugehörigkeit einer Person zu einer Kaste wird am Nachnamen erkannt. Agarwal ist z. B. ein typischer Name aus der Händlerkaste. Auch Tonu gehört zur Händlerkaste.

Die höchste Kaste ist die Brahmanen Kaste, Typische Nachnamen sind Sharma und Mishra. Zu dieser Kaste gehören Priester, Gelehrte, Lehrer und Hofbeamte.

Als zweites kommt die Kshatriya Kaste, die Krieger-Kaste. 

Ihr gehören Könige, Fürsten, militärische Anführer und Landesherren an.

Typische Nachnamen oder Titel (Mittelnamen) sind Singh, Rana oder Raja.

Die dritte Kaste ist die Händler Kaste Vaishya mit typischen Nachnamen wie Khandelwal, Agarwal oder Modi, 

Die vierte Kaste ist die Handwerker Kaste Shudra mit Namen wie Patel oder Prasad.

Außerhalb des Kastensystems stehen die Unberührbaren, die teils als Harija (Kinder Gottes) bezeichnet werden. Sie selbst empfinden den Begriff aber beschönigend und bezeichnen sich selbst als Dalit (die Unterdrückten). Tonu nutzte natürlich immer den Begriff Harija.

Jusristisch werden sie als SC (Scheduled Caste) bezeichnet.

Die Dalit verrichten gewöhnlich niedere Arbeiten wie Lederherstellung, Straßen- und Lateinreinigung oder Leichenverbrennung.

Seit dem Kastenverbot gibt es nur noch 3 politische Eingruppierungen, die für Quoten in Bildungseinrichtungen und staatlichen Berufen genutzt werden.

1. OBC (other backward Classes)

Bezeichnet sozial & wirtschaftlich benachteiligte Gruppen zu denen viele Handwerksgruppen der Shudra Kaste sowie einige landwirtschaftliche Kasten und regionale Gemeinschaften gehören.

Sie bekommen eine 27% Quote an Bildungseinrichtungen und Jobs im öffentichen Dienst. Alllerdings gibt es für diese Gruppe eine Einkommensgrenze, da wohlhabende Handwerker nicht von Quotenregelungen profitieren sollen.

2. Scheduled Castes

Diese Gruppe bezeichnet alle Dalit. Sie haben eine 15% Quote ohne Einkommensgrenze, da Diskriminierung einkommensunabhängig ist 

3. Scheduled Tribes

Diese Gruppe umfasset Indigene Volksstämme mit einer 7,5% Quote, ebenfalls ohne Einkommensgrenze.

In jeder Kaste gibt es noch viele Sub-Kasten. Laut Tonu insgesamt rund 670. Diese dienten dazu Inzucht zu vermeiden, da es verboten war innerhalb der gleichen Subkaste zu heiraten.

Früher wurden Ehen ausschließlich arrangiert, heutzutage gibt es auch viele Liebesheiraen, die auch kastenübergreifend stattfinden, da Kasten ja offiziell verboten sind. Dennoch gibt es auch heute immer noch viele arrangierte Ehen insbesondere auf dem Land bei denen weiterhin nur innerhalb der eigenen Kaste geheiratet wird. 

Dabei suchen Eltern und Verwandte nach passenden Partnern. Diese werden dann einem Priester vorgestellt, der ein Horoskop (Janam Kundli) basierend auf Geburtstag, -zeit und -ort erstellt. 

Das Horoskop besteht aus 36 Eigenschaften. 

Nun werden die Horoskope des Paares miteinander verglichen.

Bei mehr als 18 Übereinstimmung ist das Paar heiratsfähig, mehr als 24 Übereinstimmungen gelten als besonders gut.

Tonu ist ziemlich traditionell erzogen und seine Hochzeit wurde arrangiert. Er meinte, dass die Scheidungsrate in Indien 1990 noch bei 0,2 % lag und heute bei 11%. Ich habe die Zahlen allerdings nicht verifizieren können. Er führte das auf die modernen Liebesheiraten zurück von denen er denkt, dass sie nicht so gut halten wie die arrangierten Ehen. Naja, darüber kann ja jeder denken wie er will. 

Gegen 12:00 Uhr hielten wir an zur Mittagspause. Tonu bestellte schon vorher aus dem Bus heraus für alle, die es wollten ein festes Menü aus Dal, Kichererbsen Pakora und Chapati. 

Da noch ein oder zwei Gruppen vor uns dort waren, mussten wir noch 40 Minuten warten, bis das Essen kam. 

Dafür war es richtig gut. Normalerweise mag ich kein Chapati, da es mir etwas trocken ist, doch dieses hier war vergleichsweise gut. Das Dal war ebenfalls sehr lecker, doch das Highlight war das Pakora mit grünem Chutney in dem u. a. Koriander, Minze und Ingwer drin war. Super lecker und gar nicht scharf.

Von hier hatten wir noch rund 2 Stunden bis zu unserem Hotel. Wir brachten schnell unsere Koffer in die Bungalows und trafen uns dann um 16:15 Uhr vor dem Hotel, wo 3 Jeeps auf uns warteten.

Mit denen fuhren wir in die Dünen wo eine Gruppe von Reitkamelen auf uns wartete. Der 15-minütige Ausritt war ein tolles Erlebnis. Man schaukelte zwar ein wenig auf dem Rücken des Kamels, doch man konnte in Ruhe die Dünenlandschaft genießen.

Nach dem Ritt überraschte und Tonu mit 2 Flaschen eines indischen Rums namens Old Monk. Der erste Schluck wurde für die Göttin Kali geopfert und in den Sand geschüttet. Anschließend bekamen wir alle einen Schluck in einen Plastikbecher. Dazu gab es salzig frittierte Linsen als Knabberei. Eine tolle Kombination.

Wir warteten noch bis zum Sonnenuntergang und fuhren dann zurück ins Hotel,

Die Fahrt auf der Ladefläche des offenen Jeeps war etwas kühl. Gut dass wir am Morgen während der Busfahrt ein Paar Decken gekauft hatten. Mit der Decke über 2 Jacken konnte man es ganz gut aushalten.

Im Hotel gingen wir dann direkt zum Abendessen wo es heute neben Reis und Dal noch Auberginen, Nudeln und Hühnchen-Curry gab. Das Highlight war jedoch eine Spezialität aus dieser Gegend. Kleine Klößchen aus Kichererbsenmehl in einer würzigen Soße. Super lecker.

Besichtigung von Jaisalmer

Datum26.01.2026 – Tag 106
RundreiseTag 5
ZielSodakore

Bevor der Bus los fuhr, machte ich noch ein paar Bilder von den Pfauen, die vor unserem Hotel herumliefen.

Dann begann die nächste STunde Geschichtsunterricht.

Rao Jaisal hat Jaisalmer im 12. Jahrhundert gegründet. Es war eine große Karawanenstation auf der Seidenstraße. Dort gab es auch eine Art Mautstation an der die Händler damals Steuern für die Durchreise zahlen mussten.

Jaisalmer hat ca. 130.000 Einwohner, davon 10.000 bis 20.000 Soldaten, da die Stadt nur 90 Kilometer von der pakistanischen Grenze entfernt liegt.

Während seiner Ansprsche machte Tonu wieder ein paar Seitenhiebe auf Muslime. Das fand ich etwas unangenehm.

In Jaisalmer gibt es die einzige Festung, die noch von ca. 3000 Menschen bewohnt ist. Allerdings nicht von der königlichen Familie, die selbst 35 Kilometer außerhalb lebt.

Der künstliche Gadisar See in Jaisalmer wurde im 14. Jahrhundert angelegt und im 18. Jahrhundert nochmal vergrößert und diente der Wasserversorgung der Stadt.

Während der Schulferien ist Jaisalmer ein Touristenmagnet für Einheimische.

Während Bikaner auch rote Stadt genannt wird, wird Jaisalmer goldene Stadt genannt, da der Sandstein hier nicht rot sondern eher gelb ist.

Die Festung besitzt 99 Türme und wird im Volksmund auch Trikuta Festung – Drei-Gipfel Festung genannt. ie Festung steht nämlich auf einem Hügel mit drei Felsrücken mitten in der Thar-Wüste.

In Jaisalmer angekommen, hielten wir am Gadisar See an einem schön gelegenen Hindu Tempel. Die Gebäude aus dem gelben Sandstein kamen im Morgenlicht besonders gut zur Geltung.

Von hier gibt es weiter zum Highlight des Tages, dem Jaisalmer Fort. Die komplette Festung mit all seinen Mauern, Türmen und Gebäuden ist aus gelbem Sandstein gebaut. Viele der Häuser haben toll verzierten Balkone. 

Wir bummelten durch die engen Gassen und Tonu erklärte uns die vielen Ganesha Gemälde an den Häusern. Wenn dort Namen und ein Datum dabei standen, dann war es eine öffentliche Hochzeitseinladung, zu der jeder kommen konnte, der die Einladung gelesen hatte.  Ohne Datum und Namen war es nur ein Glücksbringer.

In einem besonders hoch gelegenen Restaurant machten wir eine Pause um auf Toilette zu gehen und etwas zu trinken. Außerdem hatte man von der Dachterrasse einen besonders schönen Blick auf Teile der Festung. Auf einigen Mauern lagen kugelförmige Steine. Tonu erklärte uns, das sie als Kugeln einer Gummi-Schleuder verwendet wurden.

Nach der Besichtigung des Forts bummelten wir noch durch die Gassen, bestaunten weitere tolle Gebäude und genossen den Trubel. Irgendwann erreichten wir ein prächtiges Händlerhaus das in 6. Generation bewohnt ist. Es wurde in einer Art Wettkampf von 2 Brüdern erbaut. Der eine baute die eine Hälfe des Hauses, der andere Bruder die andere. 

Im ersten Stock des Hauses gab es einen Laden, der Souvenirs aus geschnitzten Kamelknochen verkaufte. Meine Mutter hatte Interesse an einer kleinen Ganesha Figur, doch die sollte 1500 Rupien kosten. Handeln konnte man hier nicht, weshalb wir sie stehen gelassen haben.

Tonu preist uns diese Läden immer an als wären es die besten und einzigen, doch ich habe da meine Zweifel.

Gestern morgen hat er uns ein paar Wolldecken gekauft, da unser Bus keine Heizung hat und es morgens immer sehr kalt ist. Er meinte die Decke würde normalerweise 13€ kosten und er hat den Händler auf 11€ runtergehandelt.

Heute in der Stadt habe ich einen kleinen Laden gesehen, der exakt die gleichen Wolldecken verkauft hat, für 3,50€ pro Stück. Da komme ich mir doch ein wenig verarscht vor. Auch die Mittagessen sind immer ziemlich teuer, dafür, dass es meistens ein recht einfaches Essen ist. Ich habe die Vermutung, dass Tonu davon auch einen guten Teil als Provision einstreicht. Aber so ist Indien halt. Als Tourist wird man wo immer möglich ausgenommen.

Stichwort Mittagessen… 

Nach dem Stadtbummel führen wir mit dem Bus zu einem zugegeben ziemlich schicken Restaurant mit extrem sauberen und schönen Toiletten. Um Zeit zu sparen, hat Tonu ein einziges Menü vorbestellt. Eine pürierte Linsensuppe mit einem speziellen Kräuterbrot und Pakora. Qualitativ gut und auch sehr lecker, aber für 6€ auch ca. 3 mal so teuer wie in normalen Restaurants.

Ich hatte keinen großen Hunger und ließ das Mittagessen aus. Da Sandra die Suppe aber nicht schmeckte, gab sie sie mir. Und der Kellner brachte mir auch noch ein Stück Brot dazu. So hatte ich letztlich doch eine Kleinigkeit zu Mittag.

Gegen halb 3 ging es dann zurück zum Hotel wo wir gegen 15:30 Uhr ankamen. Ich nutzte die Zeit im Bus um Tagebuch zu schreiben und Fotos zu bearbeiten.

Zurück im Hotel legten sich einige aus der Gruppe an den Pool. Ich ging lieber noch eine Runde spazieren. Gegenüber gab es ein authentisches Bauernhaus und davor stand ein riesiger Baum mit schotenartigen Früchten. Der kam mir irgendwie bekannt vor, doch ich weiß nicht auf welcher Reise zuvor ich so einen Baum schon mal gesehen hatte. Laut ChatGPT ist es ein Khejri Baum.

Ich spazierte weiter den Weg entlang zur Hauptstraße wo ich in der Palmenplantage einen Mann im der Krone der Palme sah, der dort alte verdorrte Palmweden mit einer Machete entfernte. Unten spielte ein kleines 4 oder 5 jähriges Mädchen. Vermutlich seine Tochter. Ich winkte ihr zu, doch sie war etwas schüchtern. Als ich ihr ein zweites mal zuwinkte, lächelte sie und winkte mir zurück. 

Ich spazierte weiter zu dem Bereich in dem die Ber Bäume wuchsen (waren eher eine Art wilde Pflaumen oder so ähnlich). Dabei folgte mir das kleine Mädchen mit ein paar Metern Abstand. Ich pflückte eine der Früchte, testete ob sie reif war und gab eine weitere dem Mädchen. Sie strahlte über das ganze Gesicht. Ich pflückte ein paar weitere dieser „Beeren“ und gab dem Mädchen auch noch 2, die sie dann freudestrahlend in ihre Hosentasche steckte. Von nun an lief sie direkt an meiner Seite mit mir, ohne ein Wort zu sprechen.  Auf dem Rückweg zum Hotel wurde sie mutiger und fing an mit mir zu reden. Vermutlich in Marwari, der lokalen Sprache hier in Jaisalmer. Ich verstand kein einziges Wort, doch das störte sie nicht und sie sprach immer weiter. Langsam machte ich mir Sorgen, was ich mit ihr machen sollte, wenn ich mein Hotel erreichte, doch kurz vorher kam ein indisches Ehepaar (schätze ich mal) und das Mädchen lief zu der Frau. Ich fragte sie auf englisch ob das ihre Tochter sei, doch sie verstand mich nicht. Ich versuchte es erneut indem ich abwechselnd auf das Kind und sie zeigte. Dann machte sie das gleiche und ich schätze damit meinte sie, dass das Kind zu ihnen gehörte. Jedenfalls gingen sie zusammen mit ihr den Weg entlang. Ein sehr schönes Erlebnis.

Zurück im Hotel kam dann ein weniger schönes Erlebnis. Es gab nämlich kein warmes Wasser in der Dusche. Nicht, dass es nicht warm wurde, nein, wenn ich den Warmwasserhahn aufdrehte kamen lediglich ein paar Tropfen.

Also benutzte ich den Wasserkocher, um mir heißes Wasser zu machen. Das war nicht das erste Mal auf meiner Reise.

Vor dem Abendessen gab es eine Kochvorführung, bei der der Koch Jeera Aloo (Kreuzkümmel Kartoffeln) und ein Chicken Curry gekocht hat.

Super lecker.

Zum Abendessen gab es wieder ein Buffet, diesmal mit einer lokalen Spezialität namens Mangori. Als ich am Ende noch einen Nachschlag davon nehmen wollte war es aus. Doch der Kellner sah es und bedeutete mir noch ein wenig zu warten. Kurz darauf brachte er mir eine separate Schüssel persönlich an meinen Platz. So viel wollte ich eigentlich gar nicht mehr essen, doch da es es extra für mich gebracht hatte, wollte ich auch nicht unhöflich sein und die Hälfte davon stehen lassen. Manchmal muss man sich auch mal quälen. 😉